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22.9.2010 | Von:
Heinrich Kreft

Chinas Aufstieg - eine Herausforderung für den "Westen"

China holt auch technologisch auf

Dank steigender Qualifikation seiner Arbeitskräfte und rascher technologischer Lernprozesse wird der Kostendruck inzwischen auch in technologieintensiven Branchen spürbar. In China gibt es etwa vier Millionen Hochschulabgänger pro Jahr mit steigender Tendenz - darunter 600.000 Ingenieure, von denen allerdings nur etwa ein Drittel eine mit deutschen Ingenieuren vergleichbare Qualifikation erworben hat. Allerdings steigt auch das Niveau chinesischer Universitäten weiter an: Inzwischen verlagern Großunternehmen Teile ihrer Forschungs- und Entwicklungsabteilungen nach China, um sich den Zugang zu den kostengünstigen Talentpools Chinas zu sichern. China rückt damit zunehmend ins Zentrum globaler Innovationsnetzwerke.

Die Ansiedlung von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen wird von der chinesischen Regierung massiv gefördert. China ist bislang zwar lediglich in sehr wenigen Bereichen in die Weltspitze vorgedrungen, allerdings beginnen sich die zunehmenden staatlichen Investitionen in die Innovationsfähigkeit chinesischer Unternehmen auszuzahlen. Noch ist Deutschland das "Land der Ideen" und die deutsche Verflechtung zwischen Industrie und industrienaher Forschung vorbildlich - doch auch hier holt China auf.