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André Nagel am 15.03.2013

Thema Rechtsextremismus!? Ihre Frage an unseren Experten

Ab wann ist man „rechts“? Welche Aussagen sind bedenklich? In welchen Formen begegnet uns Rechtsextremismus heute? Stellen Sie uns Ihre Frage zum Thema Rechtsextremismus und unser Experte Ulrich Dovermann beantwortet sie.

Vom 15. bis 24. März setzte der Verein Laut gegen Nazis mit der bundesweiten Aktion Wir stehen auf! ein Zeichen: gegen Rassismus, Antisemitismus, Homophobie und für eine Welt ohne Menschenverachtung. In zahlreichen Veranstaltungen vor Ort und digital über eine Facebook-App, die in Zusammenarbeit mit der der Bundeszentrale für politische Bildung entstanden ist.

Neben der Möglichkeit aufzustehen, bietet die App einen Überblick über bpb-Angebote zum Thema Rechtsextremismus:
Facebook-App "Wir stehen auf!" (ohne Anmeldung nutzbar)

Frage: Ab wann ist man „rechts“? Welche Aussagen sind schon bedenklich?



Frage: Wie kann ich was dagegen tun, ohne mich in Gefahr zu bringen?




Frage: Ich denke nicht rechts und kenne keine Rechtsextremen, mich betrifft das Problem also gar nicht!?




Frage: In welchen Formen begegnet uns eigentlich Rechtsextremismus heute?




Frage: Rechtsextreme Inhalte im Netz: Wie soll ich damit umgehen?




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Kommentare anderer Nutzer

Kristin | 22.03.2013 um 16:54 [Antworten]

Köster

Hallo, ich habe eine Frage und zwar, ob Sie mir Rechtsextremismus einmal definieren können, da ich eine Hausarbeit darüber schreibe Frauen in der Rechtsextremen Szene ich finde 10000 Definitionen und weiß nicht welche ich auswählen soll. ich hoffe Sie können mir helfen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Köster

ingo beyelschmidt | 15.04.2013 um 23:13 [Antworten]

ich bin verwirrt

hallo,
ich muß gestehen, daß ich bei den ganzen diskussionen um rechtsextremismus und ähnlichem mitlerweile verwirrt bin. die definition des RE habe ich ja begriffen, aber wie nennt man das ganze im umgekehrten fall? da "die rechten" in deutschland eine verschwindend geringe menge darstellt, werden sie als minderheit vom staat verfolgt. und das nicht immer mit legalen mitteln, wie einige gerichtsurteile gezeigt haben. wie nennt man denn die verfolgung einer minderheit, bzw. die der "rechten-minderhet"?

gruß

Bernadette W | 08.09.2013 um 01:25 [Antworten]

Aussage = Meinung?

Hallo,

die Bundestagswahl steht bald an und ich tat mich dran mich schlau zu machenund nicht nur durch die passiven Medien: Fernsehen/Radio. Dabei bin ich auch letztendlich wieder auf den Wahl-O-Maten gestoßen. Ich habe die "Fragen" möglichst gewissenhaft beantwortet und stieß auf ein Problem.

Das Problem ist, dass eine konkrete Vorauswahl der Parteien getroffen werden musste. Kann das richtig sein? Viele weisen rechtes Gedankengut weit von sich und würden z.B. niemals die NPD in diese Parteien-Vorauswahl mit aufnehmen, so dass dieser Person bei der Auswertung nie die vielleicht bedenkliche Schnittmenge bewusst wird. Verschleiert man nicht auf diesem Weg auch die Möglichkeit eigene Tendenzen zu erkennen? Sollte ein solches - recht einfaches - Informationstool nicht bedingungsloser die Übereinstimmungen dem User offen legen?

Politik als Diskussionsgrundlage empfinde ich als ungemein schwierig. Die Angst als "Rechts" zu gelten frustriert, macht den Austausch mühsam und behaftet Alles mit dem Hintergedanken, dass bedenkliche Aussagen mit rechts motiviert Meinung verdreht werden. Wie kann Demokratie funktionieren, wenn sensible Themen nicht selten aufgenommen werden, um eine Aussage oder Erklärung zu diesem Thema ins "rechte" Milieu zu drängen?
Es ist doch einfacher in der Öffentlichkeit und gerade in den Medien auf jegliche Kontroverse zu verzichten, wenn man nicht gerade den wahren "Schwachmaten-Verein" in die Hände spielen will.
Daraus folgt, dass derlei Themen nie geführt, herangezogen, behandelt und/oder in einem Ausmaß objektiv und kontrovers betreut werden, wie es eigentlich notwendig wäre. Gewalt, Hetze, Asylrecht, die Europapolitik, Bildung, ...
Nun mag ich auch mal eben motzen, dass die Rechten, nicht die einzige Gruppierung ist, die eine gewaltbereite Haltung einnehmen, ein politisches Ideal propagieren und ebenfalls andere Mitmenschen abwertet.

Aah … 2500 Zeichen:
Meine Frage ist, ob es richtig sein kann, wenn Aussagen egal in welchem Kontext als bedenklich ausgelegt werden können, wenn es dem jeweiligen Gegenüber oder Dritten so beliebt? Unabhängig davon, ob es die jeweilige Meinung wiederspiegelt oder ob eine provokative rhetorische Hypothese genannt wird?
Wie soll gegen Rechtextremismus in allen Gesellschaftsschichten agiert werden, wenn einem die Möglichkeit zur Reflektion durch Gespräche schon als "bedenklich" unterstellt wird?

Gruß
Bernadette


Dossier

Rechtsextremismus

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