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thfettien am 08.05.2014

Myanmar sollte frei sein – auch im Netz

Nachrichten lesen, bloggen, twittern und im Netz veröffentlichen. Recherchieren, teilen und kritisieren. Über das Netz mitreden – teilhaben. Was für uns selbstverständlich erscheint, war lange Zeit in Myanmar nicht denkbar. Aktuell steckt die Teilhabe im und über das Netz zwar immer noch in den Kinderschuhen, aber jedes Kind wird mal groß.

Am Rande der re:publica 2014 erklärt Sascha Funk, wie es um die Internetnutzung und -regulierung in Myanmar bestellt ist. Die Möglichkeit der Öffentlichkeit, das Netz zu nutzen, evtl. gar über das Netz teilzuhaben, ist lange nicht so fortgeschritten wie in der westlichen Welt, steigt aber seit den letzten Jahren und der Bewegung hin zu mehr Demokratie an. (© 2014 Bundeszentrale für politische Bildung.)



Anfang 2011 änderte sich mit dem Ende der Militärherrschaft in Myanmar einiges – auch der Zugang zum Internet. Denn davor sperrten das IT-Ministry und das Centre of Censorship regelmäßig Internetseiten, so Sascha Funk in seinem Vortrag Internet into the wild – Myanmar goes online. Die Mitarbeiter galten als hochgradig korrupt, so die Erfahrungen des Digital Marketing Manager, Dozent und Beraters von NGOs in Südostasien. Nachvollziehbar also, dass der Großteil der Gesellschaft Angst hatte, sich im Netz zu äußern. Blogger, die kritisch über die Regierung schrieben, kamen ins Gefängnis.

Mittlerweile drängen immer mehr Unternehmen und Privatpersonen ins Netz. Trotzdem besitzen immer noch gerade einmal 50 Prozent der Unternehmen einen Online-Auftritt - ein Zeichen des tiefsitzenden Misstrauens gegenüber dem Netz. Der Aufwärtstrend ist allerdings deutlich, so Funk, auch wenn es bis zur gesellschaftlichen Teilhabe via Internet noch ein langer Weg ist. Immerhin ist der bereits eingeschlagen: Der Weg zu mehr Freiheit im Netz ist geebnet.


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