Die bpb

19.4.2021

Referentin / Referent (w/m/d) für den Fachbereich L "Politische Bildung und plurale Demokratie" (FBL) in Gera

Am Standort Gera baut die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb eine neue Außenstelle auf. Hier sucht die bpb für den Fachbereich L "Politische Bildung und plurale Demokratie" (FBL) zum Aufbau und zur Übernahme des Aufgabenbereichs "intersektionales Erinnerungs- und Transformationswissen" zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Referentin / einen Referenten (w/m/d). Das Beschäftigungsverhältnis ist unbefristet, das Entgelt bemisst sich vorbehaltlich einer noch durchzuführenden Arbeitsplatzbeschreibung nach Entgeltgruppe 13 TVöD.

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist eine moderne und innovative Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und orientiert sich mit ihrem Bildungsangebot an den Grundfragen der demokratischen Entwicklung und des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Hauptdienstsitz der bpb ist in Bonn, weitere Standorte sind in Berlin und in Gera. Weitere Informationen über die bpb finden Sie im Internet unter www.bpb.de.

Der Fachbereich "Politische Bildung und plurale Demokratie" (FBL) hat die Aufgabe, die sich entwickelnden demokratischen Aushandlungsprozesse in einer diverser werdenden Gesellschaft im Kontext sozialer Strategien zum Thema politischer Bildung zu machen. Die Hauptaufgaben bestehen in der Auseinandersetzung mit Dimensionen der Politisierung und Dekolonisierung von Erinnerung, sowie der Erarbeitung von Erkenntnissen, Formaten und Didaktiken einer intersektionalen politischen Bildung. In den aktuellen Erinnerungsdebatten zeichnet sich immer deutlicher die Notwendigkeit ab, kollektive Erinnerungen zu dekolonisieren und damit zu diversifizieren. Gegenstand der ausgeschriebenen Stelle ist u.a. die kritische Auseinandersetzung feministischer Theorie, Gender Studies, postkolonialem Erinnern und deren Übersetzung in politische Bildungsansätze in Auseinandersetzung mit sozialer Ungleichheit und der Abschwächung von Machtasymmetrien im Bildungsprozess. Ungleichheit und Ungleichbehandlung im Bildungssystem ist nicht nur das Ergebnis so genannter "sozialer" Benachteiligung und Deprivation, sondern geht auf Diskriminierungserfahrungen von Rassismus, Klassismus, Geschlechterdiskriminierung oder Behindertendiskriminierung zurück, die erhebliche Konsequenzen auch für politische Partizipationserfahrungen generieren. Mit verschiedenen Veranstaltungs- und Publikationsformaten setzt der FBL vorrangig an den Alltags- und Erfahrungswelten der Menschen in Transformationsregionen an und korreliert sie mit den pluralen Lebensentwürfen einer diverser werdenden Gesellschaft, insbesondere marginalisierter Gruppen und Communitys.

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Auf einen Blick

  • eine Referentin / einen Referenten (w/m/d) für den Fachbereich L "Politische Bildung und plurale Demokratie" (FBL) in Gera
  • Aufbau und Übernahme des Aufgabenbereichs "intersektionales Erinnerungs- und Transformationswissen"
  • Beginn zum nächstmöglichen Zeitpunkt
  • Das Arbeitsverhältnis ist unbefristet
  • das Entgelt bemisst sich vorbehaltlich einer noch durchzuführenden Arbeitsplatzbeschreibung nach Entgeltgruppe 13 TVöD
  • Bewerbungsfrist ist der 06.05.2021
  • Online bewerben unter diesem Link

Auf- und Ausbau des Aufgabenbereichs "intersektionales Erinnerungs- und Transformationswissen":

  • inhaltliche Mitwirkung und Schwerpunktsetzung bei der Erarbeitung fachbereichsspezifischer Handlungsprogramme inkl. Entwicklung innovativer Formate politischer Bildung
  • Ermittlung von Partnerschaftsbedarfen im Bereich politischer Bildung für den Fachbereich; Auswahl potentieller Partnerschaften und Definition von Zusammenarbeitsmodi
  • Konzeption, Steuerung und Durchführung von Veranstaltungen und Betreuung von (Modell-) Projekten der politischen und (trans-)kulturellen Bildung in den oben genannten Feldern insbesondere in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern u.a. aus den Bereichen Gesellschaft, Kultur, kulturelle politische Bildung, Kulturpolitik und kulturelle Praxis
  • wissenschaftliche Aufbereitung von Themen und Fachdiskursen in den Feldern politische und kulturelle Bildung, Kulturpolitik und Kulturpolitikforschung; Beteiligung an den Metadiskursen insbesondere von diversitätsorientierten (digitalen) Austauschformaten, feministischer Netzpolitik und Communitybildung
  • Erschließung neuer Zielgruppen für die Produkte der bpb und Entwicklung neuer Formate in den genannten Feldern unter besonderer Berücksichtigung der kulturalisierten Kontroversen wie der aktuell virulenten Ost-West-Dimension in Deutschland
  • Entwicklung von Formaten für postkoloniale, intersektionale Erinnerungsarbeit, insbesondere der Nutzung von digitalen Räumen; Dekolonialität des Internets als Reflexionsraum politischer Bildung
  • Strategieentwicklung Übertragungswissen von Veränderungsprozessen: Dekolonisierung von Erinnerungswissen, insbesondere unter Berücksichtigung der Transformationserfahrung Ost
  • Zuarbeit zu Entwicklung und Durchführung von Maßnahmen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der internen Kommunikation für Veranstaltungen und Projekte
  • Verfassen und Redaktion von wissenschaftlichen Textbeiträgen - auch für Print- und Onlineprodukte der bpb - und Produkte der Öffentlichkeitsarbeit
  • Konzeption, Entwicklung, Planung, Herstellung und inhaltliche Begleitung von medienpädagogischen Handreichungen, didaktischen Materialien für intergenerationale Gesprächsräume
  • Mitarbeit in (über)regionalen, nationalen und transnationalen Kooperationen und Netzwerken im Rahmen der Schwerpunktthemen zu Dekolonisierung von Erinnerungswissen und Transformationserfahrung Ost
  • konzeptionelle Mitarbeit, Planung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen im Rahmen von Projekten sowie Entwicklung von pädagogischen Materialien für unterschiedliche Zielgruppen im Hinblick auf diese Schwerpunktthemen
  • Mitarbeit am Konzept des Wissenstransfers der Erkenntnisse des Arbeitsbereichs in die Fachbereiche der bpb; wissenschaftliche Aufbereitung von Themen und Fachdiskursen und Begleitung der wissenschaftlichen und publizistischen Debatten zum Themenfeld und Steuerung des diesbezüglichen Wissensmanagements innerhalb der bpb (u.a. Beratung anderer Fachbereiche)
  • Verfassen von Reden und Briefings; Übernahme von Moderationstätigkeiten bei Veranstaltungen
  • Briefing und Steuerung von externen Kooperationspartnern und Agenturen
  • Förderung von Projekten in den Themenschwerpunkten; inhaltliche Prüfung und Bewertung von eingereichten Förderanträgen

Anforderungsprofil

  • abgeschlossenes Hochschulstudium (Master, Uni-Diplom, Magister oder vergleichbarer Abschluss) mit mindestens der Abschlussnote gut in Germanistik, Kulturwissenschaften, Politikwissenschaft, Linguistik, Neuere Dt. Literaturwissenschaften, Philosophie, Geschichte oder kritische Ethnologie
  • sehr gute Kenntnisse der postmodernen wissenschaftlichen Fachdiskurse zu den Feldern Dekolonisierung von Erinnerungswissen und Transformationserfahrung
  • einschlägige Publikationsnachweise und produktbezogene Erfahrungen im Bereich der Anwendung und Umsetzung dieser Fachdiskurse, z.B. in den Bereichen Dekolonisierung des Digitalen, Intersektionalität, Diversität, feministische Theorie, Gender und Race Studies
  • spezifische Kenntnisse in den Bereichen Black Studies, Geschichte des Rassismus, feministische und rassismuskritische Netzpolitik (digitale Gewalt), Kunst und Digitalisierung, Diskriminierungssituation von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland, digital racial profiling
  • nachgewiesene Kenntnisse der aktuellen Fragestellungen und Diskurse innerhalb der Themenfelder in Verbindung mit digitaler Gesellschaft und Medienkompetenz, digitale Reflexionsräume u.ä.
  • spezifische Kenntnisse der identitätspolitischen Diskurse in Deutschland unter Berücksichtigung der Ost-West-Dimension; Rassismus- und Diskriminierungserfahrung
  • ausgeprägtes Interesse an kulturpolitischen, kulturwissenschaftlichen und kulturpädagogischen Fragestellungen;
  • nachweisbare Erfahrungen im Veranstaltungsmanagement;
  • nachweisbare Erfahrungen im Praxisfeld "Transkulturelle Bildung", wie z.B. in der Moderation von Veranstaltungen transkultureller politischer Bildung und/oder im Bereich transkulturelle Fortbildungen/Trainings für Intersektionalität, Diversität o.ä.
  • umfassende Erfahrung in/ mit Migrantenselbsthilfeorganisationen (MSO) an den Schnittstellen einer intersektionalen und diversitätsorientierten politischen Bildungsarbeit
  • umfassende Erfahrungen im Verfassen und Redigieren von Texten unterschiedlicher Textgattungen (wissenschaftlich, publizistisch)
  • sehr guter sprachlicher Stil, Textsicherheit und Kommunikationsfähigkeit mit der Fach- und politischen Öffentlichkeit
  • konzeptionelle und analytische Fähigkeiten, Flexibilität, Organisationsstärke, Reisebereitschaft, Teamfähigkeit und Überzeugungskraft
  • ausgeprägtes Verhandlungsgeschick im Umgang mit externen Partnern und Agenturen
  • sehr gute englische Sprachkompetenz

Wir bieten

  • die Möglichkeit der Verbeamtung bei Vorliegen der persönlichen und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen
  • interessante, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeiten mit beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in einem kompetenten und kreativen Team
  • offene Kommunikationskultur, eigenverantwortliches Arbeiten und Teamarbeit
  • ein diverses und diskriminierungserfahrenes Team, Möglichkeiten der Nutzung von Reflexionsinstanzen werden angestrebt
  • ein flexibles Arbeitszeitsystem, das es Ihnen ermöglicht, berufliche und private Herausforderungen erfolgreich miteinander in Einklang zu bringen
  • die Unterstützung und Begleitung in Ihrer fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung
  • die Übernahme von Umzugskosten nach den gesetzlichen Bestimmungen
  • die Prüfung der Unterstützung durch die Wohnungsfürsorge des Bundes
  • die Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen zur Gewährung von Zulagen zur Personalgewinnung für Tarifbeschäftigte und Beamte
  • Freiraum zur Verwirklichung eigener Ideen in Ihrem Verantwortungsbereich
  • eine wertschätzende Behördenkultur

Weitere Hinweise

Eine Teilzeitbeschäftigung ist grundsätzlich möglich. Die bpb gewährleistet die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern nach dem Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG).

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber sowie ihnen gleichgestellte Personen werden gemäß des Sozialgesetzbuches – Neuntes Buch – (SGB IX) bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt.
Von ihnen wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.

Wir streben eine diverse, gesellschaftlich repräsentierende Belegschaft an. Die bpb begrüßt daher Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten, unabhängig von deren kultureller und sozialer Herkunft, Alter, Religion oder sexueller Identität. Wir freuen uns über Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte.

Fühlen Sie sich angesprochen?

Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 06.05.2021 über das im Internet eingestellte Online-System unter der Kennziffer BpB-2021-016.

Der Link hierzu lautet: https://bewerbung.dienstleistungszentrum.de/frontend/BpB-2021-016/index.html

Sie gelangen zu den jeweiligen Online-Systemen auch über www.service.bund.de (Personalgewinnung-Jobbörse). Passwort und Account erhalten Sie unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc.) sind im Rahmen des Online-Verfahrens bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist im System hochzuladen.

Für Fragen im Zusammenhang mit Ihrer Bewerbung stehen Ihnen die Mitarbeiter/innen vom Servicezentrum Personalgewinnung unter der Telefonnummer 022899 358-8755 gerne zur Verfügung.

Die Ausschreibung als PDF-Icon PDF herunterladen.