Die bpb

15.7.2021

Einladung zum öffentlichen Ideenwettbewerb "Verschwörungserzählungen im Netz"

Um Bürgerinnen und Bürger im Netz über Verschwörungserzählungen aufzuklären und auf die ihnen innewohnende Gefahr hinzuweisen, plant die bpb mit dem Ideenwettbewerb "Verschwörungserzählungen im Netz" die Entwicklung und Umsetzung von Bildungsformaten im digitalen Raum. Ziel des Ideenwettbewerbs ist die Umsetzung von maximal vier digitalen Formaten auf Videoplattformen, in sozialen Medien oder sonstigen digitalen Räumen in den Jahren 2021 oder/und 2022.

Bildpunkte und Linien im Raum, Symbolbild (© gettyimages/gremlin)

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Auf einen Blick

  • Was? Digitale Formate auf Videoplattformen, in sozialen Medien oder sonstigen digitalen Räumen
  • Wer? Produktionsfirmen, Produzent/-innen, Creator/-innen, Medienschaffende, zivilgesellschaftliche Initiativen
  • Wann? PDF-Icon Bewerbung inkl. Grobkonzept bis zum 13.08.2021
  • Den PDF-Icon Ausschreibungstext als PDF herunterladen.
  • Den PDF-Icon Mustervertrag als PDF herunterladen
  • Kontakt: verschwoerungserzaehlung@bpb.de

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ist eine nachgeordnete Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Ihre Aufgabe ist es, Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken.

Der Fachbereich "Extremismus" der bpb entwickelt u.a. Medienformate der politischen Bildung, die sich mit Formen der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit und deren Entgegnung befassen. Hierzu gehören aus Sicht der bpb auch Verschwörungserzählungen, die insbesondere in den letzten Jahren im digitalen Raum um sich greifen. Um Bürgerinnen und Bürger im Netz über Verschwörungserzählungen aufzuklären und auf die ihnen innewohnende Gefahr hinzuweisen, plant die bpb mit dem Ideenwettbewerb "Verschwörungserzählungen im Netz" die Entwicklung und Umsetzung von Bildungsformaten im digitalen Raum. Ziel des Ideenwettbewerbs ist die Umsetzung von maximal vier digitalen Formaten auf Videoplattformen, in sozialen Medien oder sonstigen digitalen Räumen in den Jahren 2021 oder/und 2022.

Für die Umsetzung stehen insgesamt 500.000 € zur Verfügung. Zu realisierende Projekte sollten sich in einem Budgetrahmen von 100.000 € bis 150.000 € (zzgl. MwSt.) bewegen. Es besteht die Möglichkeit sich als Bieter mehrfach mit unterschiedlichen Ideen zu bewerben.

Was wird gesucht?

Gesucht werden Ansätze unterschiedlicher Formate im digitalen Raum, die sich mit der Vermittlung der Grundlagen von Verschwörungserzählungen und Ansätzen der Prävention und Entgegnung dieser Ideologien befassen. Im Rahmen des Ideenwettbewerbs sind den Formaten bzw. Genres der Projekte keine Grenzen gesetzt, solange sie den Zielsetzungen und Zielgruppen entsprechen. Denkbar sind z.B. Youtube-Formate, Ansätze auf Plattformen sozialer Medien, Browsergames oder digitale Lernräume. Zu festen Bestandteilen der eingereichten Ideen sollten auch ein Community Management (z.B. fachgerechte/fachwissenschaftliche Begleitkommunikation) sowie eine Kommunikations- und Veröffentlichungsstrategie inkl. Werbebudget (Social Advertising) mitgedacht werden.

Das Thema "Verschwörungsideologien im Netz" ist ein weit gefasster Begriff. Die Formate sollten zum einen Hintergrundwissen zu Wirkungsweisen von Verschwörungserzählungen und zu ihrer Verbreitung im Netz vermitteln. Die Ansätze sollten jedoch nicht bei der Darstellung von skurrilen Geschichten stehen bleiben, sondern die Systematik hinter den Ideologien verdeutlichen sowie die ihnen zugrunde liegenden Muster der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit wie Antisemitismus, Rassismus und Sexismus herausstellen.

Wer ist die Zielgruppe?

Die Zielgruppendefinition kann je nach Ausrichtung des präsentierten Formats variieren. Da sich Verschwörungserzählungen in allen Altersklassen und auch in unterschiedlichen sozialen Kontexten finden, kann und soll eine genaue Eingrenzung nicht stattfinden. Die Zielgruppe sollte allenfalls digital affin bzw. nativ sein, da sich die Formate im digitalen Raum bewegen. Die Auswahl einer Zielgruppe ist dennoch zu benennen und zu begründen und ihr Bezug zum Projekt darzustellen.

Was sind die Ziele?

  • Vermittlung von Hintergrundwissen zu Verschwörungserzählungen und ihren Wirkungsweisen
  • Förderung des Verständnisses bzgl. der von Verschwörungserzählungen ausgehenden Ideologien der Ungleichwertigkeit und der Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit
  • Reflektion über Möglichkeiten der Entgegnung von verschwörungsideologischen Argumentationsmustern und Erzählstrukturen

Wer kann sich bewerben?

Eingeladen zur Bewerbung sind Produktionsfirmen, Produzent/-innen, Creator/-innen und Medienschaffende, die Erfahrungen mit der Konzeption, Realisierung und Bewerbung von digitalen Formaten sowie in der Formatierung von (Bildungs-)Formaten für unterschiedliche Zielgruppen haben.

Wie verläuft der Ideenwettbewerb und die Beauftragung?

Der Ideenwettbewerb wird in einem dreistufigen Auswahlverfahren durchgeführt.

Stufe 1

Bitte schicken Sie uns bei Interesse folgende Unterlagen zu:
  1. Das vollständig ausgefüllte PDF-Icon Bewerbungsformular,
  2. Ihr Grobkonzept zur Formatidee (max. 2 Seiten / je Seite 1.800 Zeichen ohne Leerzeichen)
Die vollständigen Unterlagen senden Sie bitte per E-Mail mit dem Betreff "Bewerbung Ideenwettbewerb Verschwörungserzählungen" bis zum 13.08.2021 (09:00 Uhr) an: verschwoerungserzaehlung@bpb.de

Bis zum 06.08.2021 (12:00 Uhr) haben alle Bewerber/-innen die Möglichkeit per E-Mail Rückfragen zu stellen. Diese werden (ggf. in mehreren Schritten oder Teilen) gebündelt bis zum 11.08.2021 an alle Teilnehmenden beantwortet.

Stufe 2

Auf Grundlage der eingereichten Unterlagen und einer Eignungsprüfung werden bis zu 10 Bewerber/-innen mit Hilfe der beigefügten Bewertungsmatrix ausgewählt. Eine Information, ob Sie zur zweiten Stufe eingeladen sind, erhalten Sie voraussichtlich bis zum 27.08.2021.

Sie haben dann bis zum 15.09.2021 (09:00 Uhr) Zeit, das folgende Dokument einzureichen. Wichtig: Senden Sie uns das Dokument erst nach gesonderter schriftlicher Aufforderung (per E-Mail) zu.
  • Ein Feinkonzept (ca. 6-8 Seiten, inkl. eines konkreten und verbindlichen Zeit- und Kostenplans). Bitte machen Sie grundlegende Änderungen zu den Angaben im Bewerbungsformular kenntlich, sollten sich diese in der Zwischenzeit ergeben haben.
Die Auswahl geeigneter Formate (bis zu vier Formate) wird anhand der veröffentlichten Bewertungskriterien im Bewerbungsformular durch die bpb erfolgen.

Stufe 3

Im Rahmen einer Verhandlungsvergabe/eines Verhandlungsverfahrens ab ca. 01.10.2021 wird mit den letzten geeigneten Bietern eine Feinabstimmung der Leistungsbeschreibung auf Basis der bis dahin eingereichten Dokumente (inkl. Zeit- und Kostenplan) vorgenommen. Vorgesehen sind die Beauftragung und der Produktionsbeginn für den 01.11.2021

Vor Vertragsschluss wird durch die bpb ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert, um das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen nach §§ 123,124 GWB zu überprüfen.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Beauftragung.  

Wird die Einreichung honoriert?

Die Einreichung des Bewerbungsformulars sowie Grobkonzeptes in Stufe 1 wird nicht honoriert. In Stufe 2 wird die Abgabe eines nach Aufforderung erstellten Feinkonzepts mit einer Aufwandsentschädigung in Höhe von 1.000 € (brutto) gegen Vorlage einer Rechnung vergütet. Die Rechnungsstellung erfolgt wie im Vertragsentwurf beschrieben.

Für Stufe 3 werden die Bewerber/-innen schriftlich benachrichtigt, mit denen die bpb endgültige Verhandlungen für die Umsetzung des eingereichten Feinkonzeptes aufnehmen möchte.

Die eingereichten Konzepte werden vertraulich behandelt.

Sie können sich auch bei bund.de bewerben.

Rückfragen und Antworten

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Verschwörungserzählungen im Netz" haben alle Interessierten und Bewerber/-innen bis zum 06.08.2021 (12:00 Uhr) die Möglichkeit, per E-Mail Rückfragen zu stellen. Diese werden auf dieser Seite beantwortet.

Bei den Antworten haben wir uns bemüht, den konkreten Nachfragen zu entsprechen sowie Informationen zum Gesamtzusammenhang zu geben. Dabei können die Fragen selbst – zum Zweck der Anonymisierung – dem Wortlaut nach abgewandelt bzw. verallgemeinert sein.
  1. Im Briefing werden 500.000 EUR als Umsetzungsbudget genannt. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die zu realisierenden Projekte die budgetäre Zielmarke von 100.000 – 150.000 EUR nicht überschreiten sollten. Haben wir es richtig verstanden, dass Sie insgesamt 4 Formate / Projekte umsetzen möchten, wobei sich jedes Einzelne in dem genannten Rahmen von max. 150K bewegen soll?
    Die Annahme zum gesamten Budget des Ideenwettbewerbs ist korrekt, ebenso wie die Annahme, dass insgesamt 4 Formate im genannten Budgetrahmen ausgewählt und umgesetzt werden sollen.

  2. Soll das Media Budget zur etwaigen Bewerbung der Maßnahmen bereits im Umsetzungsbudget inkludiert sein?
    Für die zusätzliche Bewerbung der Maßnahmen ist von Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist ein exkludiertes Budget vorgesehen.

  3. Wie stehen Sie Kooperationen und Kollaborationen mit externen Partnern und Medienhäusern (bspw. öffentlich-rechtlichen oder auch privaten Rundfunkanstalten) gegenüber? Gibt es hier Einschränkungen oder absolute No-Gos?
    Grundsätzlich gibt es keine absoluten No-Gos in Bezug auf Kooperationen. Eine Kooperation mit Akteuren aus dem Extremistischen Milieu ist jedoch selbstverständlich ausgeschlossen.
    Eine Zusammenarbeit mit den Rundfunkanstalten ist nur in der Form einer Kooperation möglich. Die bpb kann und darf jedoch nicht als Auftraggeberin im Rahmen eines Dienstleistungsvertrags mit diesen zusammenarbeiten.

  4. Mit "digitalem Raum" sind ja sicherlich auch Websites, (Web-)Apps etc. gemeint, richtig?
    Ja richtig, der digitale Raum inkludiert Websites, (Web-)App.

  5. In welchem Stadium soll das Projekt zum Zeitpunkt der Bewerbung sein – noch komplett in der Ideenphase oder sollen/können bereits erste Umsetzungsschritte erfolgt sein, oder ist das egal?
    Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Projektidee speziell für den Ideenwettbewerb konzipiert wird. Sollten bereits Projektideen vorliegen, die inhaltlich auf den Gedanken des Ideenwettbewerbs abzielen und noch nicht realisiert worden sind, so kann sich gerne damit beworben werden.
    Vom Ideenwettbewerb auszuschließen sind bereits bestehende Formatideen, die durch den Ideenwettbewerb kofinanziert werden sollen.

  6. Dass z.B. eine NGO mit fachlicher Expertise als Partner das Projekt unterstützt, ist ok oder sogar erwünscht? Kann/soll das bei Veröffentlichung des Projekts als offizielle Kooperation nach außen kommuniziert werden oder nicht?
    Gegen eine Einbindung einer NGO ist nichts einzuwenden. Die Einbindung sollte bei der Einreichung der Bewerbung beschrieben werden.

  7. Ist die Rechtsform der Antragssteller/-in von Relevanz?
    Die Rechtsform ist nicht relevant.

  8. Ist eine Mehrsprachigkeit des Bildungsformats denkbar oder sogar erwünscht? Und wie relevant ist das Thema Barrierefreiheit?
    Die Mehrsprachigkeit des Formats ist denkbar. Die Barrierefreiheit des Projekts ist wünschenswert.

  9. Mit "fachwissenschaftlichem Community Management" meinem Sie eine fachgerechte Begleitkommunikation / Community-Aufbau und -Pflege? Oder können Sie das sonst noch etwas ausführen?
    Gemeint ist hier, wie richtigerweise angemerkt, eine fachgerechte Begleitkommunikation der Projektidee. Eine mögliche Einbindung von externer Expertise wäre hier denkbar.

  10. Soll die Eignungsfeststellung auf Seite 9 selbst ausgefüllt werden oder wird die Seite von der bpb bewertet und eingetragen?
    Die Feststellung der Eignung bzw. das Ausfüllen der Bewertungsmatrix wird auf Grundlage der eingereichten Unterlagen von Seiten der bpb durchgeführt. Seite 9 und 13 des Bewerbungsformulars sind im Sinne des Transparenzgebotes für die Bieter/-innen mit aufgeführt.


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