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2.12.2021

Förderprogramm Modellprojekte "Aufsuchende politische Bildung für berufsaktive Zielgruppen"

Die bpb sucht Projekte, die innovative Angebote und Formate der aufsuchenden politischen Bildung für Berufstätige entwickeln und erproben.

Förderprogramm "Aufsuchende politische Bildung für berufsaktive Zielgruppen".Förderprogramm "Aufsuchende politische Bildung für berufsaktive Zielgruppen". (© bpb)

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Auf einen Blick – Bewerbung für das Förderprogramm "Aufsuchende politische Bildung für berufsaktive Zielgruppen":

  • Was? Entwicklung und Erprobung innovativer Angebote und Formate der aufsuchenden politischen Bildung, die sich an Berufstätige richten und neue Zielgruppen erreichen.
  • Wer? Träger, die über ausgewiesene Erfahrungen in der politischen oder beruflichen Bildung verfügen, insbesondere mit Maßnahmen aufsuchender politischer Bildung für Erwachsene, berufsaktive Zielgruppen oder den Themenbereichen Arbeitswelt und Transformationsprozesse.
  • Wann? Bewerbungen bestehend aus Konzept, Ausgaben- und Finanzierungsplan und PDF-Icon Antragsformular sind bis zum 14.01.2022 einzureichen.
  • Den Ausschreibungstext in voller Länge finden Sie PDF-Icon hier.
  • Kontakt: ausschreibung-berufsaktive@bpb.de

Mit dem Kabinettsbeschluss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus vom 25.11.2020 hat die Bundesregierung einen umfangreichen Maßnahmenkatalog vorgelegt, der unter anderem neue Angebote der politischen Erwachsenenbildung für berufsaktive Zielgruppen vorsieht. Die Förderausschreibung richtet sich an Projekte, die innovative Angebote und Formate der politischen Bildung für Berufstätige entwickeln und erproben möchten.

Die berufliche Tätigkeit prägt für einen Großteil der Bevölkerung den Alltag. Nicht selten verbringen Menschen mehr Zeit mit Kolleginnen und Kollegen als mit Familie und Freundeskreis. Politische Bildung erreicht berufsaktive Zielgruppen in ihrer Breite bislang nur unzureichend, und gesellschaftspolitische Fragen spielen in der beruflichen Bildungslandschaft bislang eine untergeordnete Rolle.

Was wird gesucht?

Die bpb will mit dem Förderprogramm Projekte unterstützen, die diese Herausforderung mit innovativen Konzepten annehmen und passgenaue, nachhaltige Angebote entwickeln oder neue Themen bearbeiten. Durch aufsuchende Bildungsarbeit, die sich an den örtlichen oder regionalen Lebenswelten orientiert und diese in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext stellt, sollen die Potenziale des Sozialraums Arbeitsplatz für die Auseinandersetzung mit politischen Fragen genutzt werden.

Besonders erwünscht sind Projekte, die von gravierenden Transformations- und Wandlungsprozessen betroffene Regionen und Branchen adressieren, z.B. im Kontext von Deindustrialisierung, Klimawandel, Digitalisierung oder Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen.

Der Zeitraum der Projektdurchführung kann insgesamt max. bis zu 10 Monate umfassen. Frühester Termin für den Projektstart ist der 01. März 2022, das Projekt muss zum 31. Dezember 2022 abgeschlossen werden. Die Zuwendung beträgt für den Förderzeitraum maximal € 55.000 pro Modellprojekt. Es werden – vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel – bis zu 15 Projekte gefördert.

Wer ist die Zielgruppe?

Unter berufsaktiven Zielgruppen fasst das Förderprogramm ein breites Spektrum an Beschäftigten. In den Blick genommen werden können (ausführliche Beschreibung vgl. Ausschreibung):
  • Berufstätige aller Altersstufen;
  • Berufstätige in Aus-, Weiter- und Fortbildung oder Umschulung.

Was sind die Ziele des Förderprogramms?

Das Förderprogramm finanziert bis zu 15 Modellprojekte, die sich mit aufsuchenden Methoden der politischen Bildung an berufsaktive Zielgruppen im betriebsnahen Raum richten. Die Projekte sollen innovative Ansätze für berufsaktive Zielgruppen entwickeln und Perspektiven für eine nachhaltige Implementierung dieser erarbeiten. Ziel ist es, mit dem Förderprogramm politische Bildung für berufsaktive Zielgruppen weiterzuentwickeln und lebensweltorientierte Angebote politischer Bildung in betriebsnahen Kontexten zu schaffen. Durch aufsuchende Bildungsarbeit, die sich an den örtlichen oder regionalen Lebenswelten orientiert und diese in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext stellt, sollen die Potenziale des Sozialraums Arbeitsplatz für die Auseinandersetzung mit politischen Fragen genutzt werden.

Antragsteller werden ausdrücklich ermutigt, im Rahmen dieser Ausschreibung neue Wege zu beschreiten: z.B. Träger der politischen Bildung, die Berufsaktive als Zielgruppe für sich entdecken; Institutionen der beruflichen Bildung, die sich Inhalte und Methoden der politischen Bildung aneignen; Träger der betriebsnahen politischen Bildung, die bislang schwer zu erreichende Berufsgruppen adressieren.

Wer kann sich bewerben?

Eingeladen zur Einreichung eines Konzepts sind Bildungsträger, die nachweislich über Erfahrung im Bereich der politischen Bildung verfügen. Ein entsprechender Nachweis ist im Rahmen der Bewerbung anzuführen. Von Vorteil ist, wenn im Rahmen der Konzeption auf die bisherigen Erfahrungen mit Maßnahmen der (aufsuchenden) politischen Erwachsenenbildung, beruflichen Bildung, berufsaktiven Zielgruppen oder zu den Themenbereichen Arbeitswelt und Transformations-/Wandlungs- und Umbruchsprozessen eingegangen wird.

Welche Inhalte müssen im Konzept berücksichtigt werden?

Die Bewerbungen sollten folgende Gliederungspunkte berücksichtigen:
  • Problemlage, Ausgangssituation, die dem Projekt zugrunde liegt
  • Ziele und Schwerpunkte des Projekts im Kontext der beschriebenen Ausgangslage
  • Vorerfahrungen:
    • Umsetzung von politischer Bildung, beruflicher Bildung
    • bestehende Zugänge zur Zielgruppe
    • Bezüge zu Themen der Arbeitswelt, Transformations-/Umbruchs-/Wandlungsprozessen;
  • Geplante Umsetzung:
    • Formate, Methoden
    • Zielgruppen
    • Themen, Inhalte
    • Branchen und Regionen, in denen mit den Zielgruppen gearbeitet werden soll
  • Kooperations-/Vernetzungspartner
  • Strategie der Nachhaltigkeit und der Übertragung in die Regelpraxis
  • Personalqualifizierung
  • Maßnahmen zur Qualitätskontrolle
  • Zeitplan des Projektes zur Umsetzung
  • Potenziale des Projekts: Ausblick auf 2022/2023

Wie verläuft das Auswahlverfahren?

Stufe 1

Bitte beachten Sie auch die Hinweise im PDF-Icon Ausschreibungstext in voller Länge. Senden Sie uns bitte Ihr Konzept (max. 15.000 Zeichen), das ausgefüllte PDF-Icon Antragsformular und den Ausgaben- und Finanzierungsplan nicht geheftet bis zum 14.01.2022 per Post an Bundeszentrale für politische Bildung, Fachbereich Politische Bildung in Veränderungsprozessen, und per E-Mail (als PDF-Datei) an ausschreibung-berufsaktive@bpb.de.

Die eingereichten Unterlagen werden anschließend auf ihre Vollständigkeit geprüft.

Hinweis: Unvollständige Unterlagen können nicht inhaltlich geprüft werden.

Stufe 2

Die eingereichten Konzepte werden in einem laufenden Verfahren durch einen fachkundigen Programmbeirat begutachtet.

Die Begutachtung und abschließende Bewertung erfolgen voraussichtlich bis zum 15.02.2022. Im Anschluss werden die Antragsteller/-innen kontaktiert.

Stufe 3

Nach der Benachrichtigung über die Förderung können die Projekte ihre Arbeit aufnehmen. Der früheste Beginn ist der 01.03.2022.

Stufe 4 (Ausblick)

Abhängig von der Verfügbarkeit der dafür notwendigen Haushaltsmittel wird angestrebt, dass besonders vielversprechenden Projekten eine Fortsetzung in den Jahren 2023/2024 mit einer jährlichen Fördersumme von bis zu € 150.000 ermöglicht wird. Ein Anspruch auf Fortsetzung wird hierdurch nicht begründet.


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