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Der Berliner Reichstag

22.2. BRD: Extremismus, Terrorismus und Staat

27. März 1975

Die aus der West-Berliner Drogenszene entstandene »Bewegung 2. Juni« (27. 5. - 4. 6. 1967) entführt den Berliner CDU-Vorsitzenden Peter Lorenz. Er wird freigelassen, da - wie von den Entführern gefordert - fünf Terroristen in Begleitung des ehemaligen Berliner Bürgermeisters Heinrich Albertz in die Volksrepublik Jemen (Aden) ausgeflogen werden. - Die Freigepressten Verena Becker, Rolf Heißler, Gabriele Kröcher-Tiedemann, Rolf Pohle und Ingrid Siepmann kehren später in die BRD zurück. Die »Bewegung 2. Juni« (ursprünglich »Blues«) war in West-Berlin aus zwei Gruppen hervorgegangen: den »Tupamaros Westberlin«, einer militanten Abspaltung des »Zentralrats der umherschweifenden Haschrebellen«, und der »Schwarzen Hilfe«, die »Revolutionäre« durch »Knastarbeit« rekrutieren wollte. Teile der »Bewegung 2. Juni« schließen sich im Frühjahr 1980 der sehr straff organisierten und viel stärker ideologisierten RAF an.

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