Beleuchteter Reichstag

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20.9.2012 | Von:
Berthold Petzinna

Die Beobachtung
des westdeutschen Verlagswesens
durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR

Das Beispiel des Suhrkamp-Verlags

V

Von der Frankfurter Buchmesse 1969 konnte "Kant" – diesmal in einem Bericht für den Aufbau-Verlag unter Klarnamen – einen Erfolg in der Konterkarierung der "Kontaktpolitik" vermelden. Einen von Unseld ausgerichteten Empfang für DDR-Verleger ließ man ins Leere gehen: "An diesem Empfang beteiligten sich nach Absprache nur zwei Verleger von uns, so daß Unselds Absicht vereitelt wurde."[44] Alarmierter klang ein Bericht zwei Jahre darauf. Bei Suhrkamp war das Lektorat erweitert worden, was "Kant" zufolge auf neue Initiativen in Richtung auf DDR-Autoren hindeutete. Unseld und die neue Kraft – Elisabeth Borchers – hätten zusammen die besten Voraussetzungen für eine aktive Literaturpolitik gegenüber der DDR, Wachsamkeit sei angebracht.[45]

Elisabeth Borchers war bereits zuvor als Mitarbeiterin des Luchterhand-Verlags ins Visier des MfS geraten. Sie war im Rahmen der "Bearbeitung des Vorganges gegen Biermann" aufgefallen und unter Beobachtung gehalten worden. Ende 1969 erblickte man, das heißt Peter Gütling, in ihr eine Anhängerin der neuen sozialliberalen Bundesregierung und deren Neuer Ostpolitik und resümierte: "Das bisher vorliegende operative Material läßt die Einschätzung zu, daß es sich bei der E. Borchers um eine aktive Vertreterin der gegnerischen Kontaktpolitik und der politisch-ideologischen Diversionstätigkeit gegenüber den Schriftstellern und Verlagsmitarbeitern der DDR handelt."[46] Das MfS monierte die Auswahl der Autoren, die Elisabeth Borchers für Luchterhand in der DDR angesprochen und ins Programm des Verlages genommen hatte: Günter Kunert, Sarah Kirsch, Peter Huchel, Wolf Biermann, Dieter Mucke, Brigitte Reimann und Georg Maurer hätten allesamt kritisch zur kulturpolitischen Entwicklung der DDR und deswegen dort in der Kritik gestanden. Der Geheimdienst gewann Borchers' so beschriebener Tätigkeit zwei politische Pointen ab: "Damit bekundet sie einmal ihre Sympathie für diese Autoren und unterstützt zum anderen den Alleinvertretungsanspruch in der Form, daß allein westdeutsche Verlage bestimmen bzw. dazu berufen sind zu entscheiden, was wirkliche Literatur in Deutschland ist."[47] Der zweite Gesichtsspunkt, der die Frage der Deutungshoheit über die DDR-Kultur anbetraf, sollte auch weiterhin eine Rolle spielen.

Wenige Monate darauf hatte sich der Argwohn gegenüber Borchers bereits verdichtet. Nunmehr hieß es: "Ihre Beharrlichkeit in der Pflege und dem Ausbau der Kontakte zu Verlagsmitarbeitern und Autoren der DDR läßt den Schluß zu, daß sie durch Einzelpersonen oder Institutionen gelenkt und gesteuert wird."[48]

Im März 1972 ging man davon aus, dass das westdeutsche Verlagswesen, ausdrücklich jedoch die Unternehmen Suhrkamp und Luchterhand, die politischen Rahmenbedingungen für die Ausweitung von Beziehungen zu DDR-Autoren und -Verlagen als günstig einschätzten. Elisabeth Borchers wies man dabei im Fall Suhrkamp eine Schlüsselstellung zu.[49] Es war insofern konsequent, dass die Lektorin auch in den Folgejahren im Visier des MfS blieb. Dabei wuchs ihrem Handeln im Zuge von Abgrenzungsbestrebungen der DDR, die die Etablierung eines neuen Verhältnissses zur Bundesrepublik in den 70er-Jahren begleiteten, eine überwölbende politische Dimension zu. Im Abschlussbericht zur Operativen Personenkontrolle gegen Elisabeth Borchers stand für Peter Gütling fest: "Durch eingesetzte IM und patriotische Kräfte wurde herausgearbeitet, daß die BORCHERS als aktive Verfechterin der Ostpolitik der SPD ihr Wirken gegen Verlage und Schriftsteller der DDR auf die Verwirklichung der Politik des Alleinvertetungsanspruchs und der angeblichen Einheit der deutschen Kulturnation ausrichtete. Dieser Zielstellung waren auch ihre ständigen Bemühungen untergeordnet, Schriftsteller und Nachwuchsautoren der DDR fest an BRD-Verlage zu binden … und sie durch vielfältige Maßnahmen … in den BRD-Literaturbetrieb zu integrieren."[50]

VI

1975 schrieb Gütling, gestützt auf die Angaben gleich mehrerer auf der Frankfurter Buchmesse anwesender IM, ein weiteres Portrait Siegfried Unselds. Allgemein hieß es eingangs, den Stellenwert der Untersuchung markierend: "UNSELD ist seit Jahren mit der SPD liiert. Wie bereits vor einigen Jahren hat er sich heute wieder zum kulturellen Aushängeschild, zum Kulturalibi der BRD entwickelt. Selbst nach den bürgerlichen Moral- und sonstigen Begriffen ist der Suhrkamp Verlag der 'reinste und sauberste' Verlag der BRD. In seinem Programm gibt es weder Pornographie, noch extrem linke oder rechte Literatur. Er ist der Inbegriff des bürgerlich humanistischen Verlages und diese 'Suhrkamp-Kultur' ist deshalb auch nachahmenswerte Kultur in der BRD." Daran anschließend steuerte der Autor sein eigentliches Ziel an: "Diese Rolle und Bedeutung, die UNSELD in der BRD besitzt, läßt natürlich auch die Vermutung zu, daß er nicht nur Gönner und Geldgeber hat, sondern auch Aufgaben als 'seriöser Vorposten' in der kulturellen Außenpolitik der BRD zu erfüllen hat."[51] Es folgt – wenn auch unter leisem Beweisvorbehalt – ein Sündenregister: Das Engagement des Verlags für tschechische Literatur vor und nach dem "Prager Frühling"[52] und dessen Zerschlagung durch die Militärintervention des Warschauer Pakts wurden ganz im Kontext der vermeintlichen "Konterrevolution" in Prag interpretiert. In analoger Beleuchtung erscheinen andere Programmschwerpunkte des Verlages, doch stehen die DDR und Unselds Geschäftsgebaren gegenüber den dortigen Verlagen im Zentrum der Beschwerden, die in das Fazit mündeten: "Für einen UNSELD ist die DDR eben kein Ausland."[53] Es waren ökonomische Notwendigkeiten, die auch im Buchgeschäft die Kontakte zum westdeutschen Branchenkollegen trotz politischer Unverträglichkeiten unabdingbar machten: "Übereinstimmend wird durch die Quellen erklärt, daß es auf Grund des politischen Auftretens und der Verhaltensweisen von UNSELD an sich notwendig wäre, die Geschäftsbeziehungen zu diesem Verlag einzustellen. Da er aber neben den Brecht-Weltrechten auch noch die Rechte zahlreicher namhafter Schriftsteller der westlichen Welt besitzt, ist der Kontakt zu ihm unumgänglich."[54]

Die Tätigkeit des Verlages fügte sich für das MfS auch Ende der 70er-Jahre in ein umfassendes Bedrohungsszenario ein. Man ging davon aus, durch "verschärften ideologischen Krieg, die Aktivierung vorhandener und die Schaffung neuer feindlicher Zentren" werde das Ziel verfolgt, "mit der Schaffung politischer Plattformen und Organisationsformen zur Formierung einer antisozialistischen Bewegung in der DDR eine konterrevolutionäre Situation zu schaffen".[55] Im Spektrum der daran vorgeblich beteiligten Medien, Organisationen und Einzelpersonen fanden auch Teile der Buchbranche ihren Platz: "Verlage und deren Mitarbeiter, die feindlich-negative DDR-Schriftsteller inspirieren, antisozialistische Literatur zu produzieren, diese systematisch aufbauen, veröffentlichen[,] korrumpieren und zu feindlichen Aktivitäten ermu[n]tern[:] · Rowohlt-Verlag Hamburg; · Luchterhand-Verlag Darmstadt[;] · Suhrkamp-Verlag Frankfurt/M.; · S. Fischer Verlag Frankfurt/M.[;] · Bertelsmann-Verlag".

Auch hier fällt wieder auf, dass es nicht etwa politisch konträre, rechtskonservative Unternehmen waren, denen die Aufmerksamkeit des MfS galt. Die Feindmarkierung traf gerade liberal bis linksliberal profilierte Verlage. Hinzu trat verstärkt ein weiterer Aspekt in der Wirksamkeit der Verlage, insbesondere des Auftretens von Unseld, das als Konterkarierung einer überwölbenden politischen Strategie der DDR-Politik betrachtet wurde. In einem Bericht Peter Gütlings vom März 1973 ist dies bereits erkennbar. Gestützt auf die Angaben des IM "Ernö" heißt es darin zu einem Empfang auf der
Suhrkamp auf der Leipziger BuchmesseStand des Suhrkamp Verlages auf der Leipziger Buchmesse, 1960er-Jahre. Observationsfoto des MfS (© BStU, MfS, HA XX/12614. S. 301, Bild 2)
Leipziger Frühjahrsmesse: "Aus dem gesamten Auftreten von Dr. Unseld war sehr deutlich abzulesen, daß er sich als der Verleger der BRD präsentieren wollte, der sich schon immer um die Literatur der DDR, speziell die der jungen Autoren, bemüht habe. Aus diesem Grunde gab er sich überaus jovial und entgegenkommend und man gewann den Eindruck, als gehöre er zum Kreis der anwesenden DDR-Verleger, allerdings natürlich als ihr 'König'. Man kann nach Meinung des IM sogar so weit gehen, daß Dr. Unseld mit seinem Verhalten – und vor allem schon mit seinem Erscheinen – die 'Gemeinsamkeiten' der 'deutschen' Verleger dokumentieren wollte."[56] Ähnlich im Tenor ist die Kritik an Unselds Erscheinung auf der Buchmesse in Frankfurt 1975: "Er spielt sich nicht nur als Gönner und Förderer der DDR, sondern auch als deren Repräsentant auf."[57] Dies rührte an einen heiklen Punkt im Selbstverständnis der DDR ebenso wie an eine konkurrierende Position der offiziellen bundesdeutschen Politik: Einheit der Nation zumindest als "Kulturnation" oder nicht?

Ebenso wie die bekannte Frontbildung gegen konkurrierende Positionen aus dem politisch linken westlichen Spektrum fand auch dieses Thema seinen prominenten Platz in einer Übersicht, die das MfS der als feindlich eingestuften Arbeit westlicher Verlage aus dem deutschen Sprachraum im Frühjahr 1983 widmete. Man registrierte eine gesteigerte Aktivität mit vermeintlich antisozialistischer Stoßrichtung, die besonders durch die Publikation von DDR- bzw. ehemaligen DDR-Autoren an Authentizität zu gewinnen suche und in die DDR hineinzuwirken strebe: "Die Wiederbelebung der These von einer 'einheitlichen deutschen Nationalkultur' sowie die Propagierung eines angestrebten 'demokratischen Sozialismus' bzw. eines 'pluralistsichen Sozialismusmodells' stehen dabei im Mittelpunkt."[58] Neben Suhrkamp waren unter den größeren Verlagen, die dergestalt als Zentren "politisch-ideologischer Diversion" ausgemacht worden waren, Rowohlt, Bertelsmann, Hanser, Fischer und Luchterhand vertreten.[59] In Suhrkamps Fall fand man die Publikation von Titeln Volker Brauns, Peter Huchels, Thomas Braschs, Gerald Zschorschs und Stefan Schütz' erwähnenswert.[60]


Fußnoten

44.
Aufbau-Verlag, Bericht über die Frankfurter Buchmesse 1969, Berlin, Nov. 1969 (Dr. Voigt), BStU, MfS, AIM 9188/91 T. II Bd. 4, Bl. 198.
45.
HA XX/7, Berlin, 20.9.1971. Tonbandabschrift Pa. Quelle IMS "Kant", BStU, MfS, AIM 9188/91 T. II Bd. 5, Bl. 24ff.
46.
HA XX/7, Berlin, 12.12.1969. Borchers, Elisabeth, BStU, MfS, HA XX 20244, Bl. 5.
47.
Ebd., Bl. 7.
48.
HA XX/7, Berlin, 12.3.1970. Vorschlag, BStU, MfS, HA XX 13085, Bl. 43.
49.
Abt. XX/7, Frankfurt (O), 21.3.1972. Erster Bericht über die Ergebnisse des Einsatzes in Leipzig, BStU, MfS, HA XX 13017, Bl. 10ff.
50.
HA XX/7, Berlin, 28.12.1981. Abschlußbericht zur OPK Nr. 2229 gegen Borchers, Elisabeth, BStU, MfS, HA XX 20244, Bl. 65.
51.
HA XX/7/III, Berlin, 21.10.1975. Information. Dr. UNSELD, Siegfried, BStU, MfS, AIM 9188/91 T. II Bd. 5, Bl. 240f.
52.
1968 bildete tschechische Literatur einen Programmschwerpunkt bei Suhrkamp. Unseld hatte sich überdies öffentlich scharf gegen die Militärintervention der Warschauer Pakt-Staaten in der Tschechoslowakei ausgesprochen, vgl. Aufruf, in: Die Zeit, 35/1968.
53.
HA XX/7/III, Berlin, 21.10.1975 (Anm. 52), Bl. 242.
54.
Ebd., Bl. 243. Siehe in diesem Sinne auch die "Information" zur Frankfurter Buchmesse 1975, wo es mit enttäuschtem Seitenblick auf die DKP-Verlage heißt: "Für die Verlage der DDR stand zur Messe wieder die Frage, wenn (auf Grund des Profils und des äußeren Eindrucks) keine Geschäfte mit Luchterhand oder Suhrkamp, mit wem dann?": Information, o. D., BStU, MfS, AIM 9188/91, T. II Bd. 5, Bl. 254.
55.
Aktivitäten und Wirksamkeit des Feindes im Bereich der künstlerischen Intelligenz der DDR, o.D. [Anfang 1978?], BStU, MfS, HA XX 209, Bl. 83. – Das Folgende ebd., Bl. 84.
56.
Treffbericht IM "Ernö", 28.3.1973, BStU, MfS, HA XX ZMA 20244, Bl. 29 (Hervorhebung i. Orig.).
57.
HA XX/7/III, Berlin, 21.10.1975 (Anm. 52), Bl. 242.
58.
ZAIG (Anm. 18), Bl. 2.
59.
Ebd., Bl.5.Ausdrücklich heißt es dort: "Rechtsgerichtete Verlage, wie SEEWALD und ULLSTEIN, traten bisher weniger in Erscheinung." Dafür fanden Unternehmen des linksalterativen Spektrums wie Rotbuch, Wagenbach und Syndikat eigens Erwähnung.
60.
Ebd., Bl. 50.

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