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29.11.2012 | Von:
Tanja Seeböck

Ulrich Müthers Schalenbauten im Bauwesen der DDR

III.

Müthers erste Aufträge ergaben sich Stück für Stück aus seinem Lebensweg, der besonders von seiner Neigung zur Mathematik und durch sein unternehmerisches Talent geprägt war. Eine Schlüsselfunktion nimmt sein erstes Projekt ein, das aus seiner Diplomarbeit hervorging.
Haus der Stahlwerker in BinzHyparschalendach über dem Gesellschaftsraum im Ferienheim "Haus der Stahlwerker" in Binz, 1964 (© Müther-Archiv an der Hochschule Wismar)
Müther fertigte die Arbeit im Hinblick auf ein zu realisierendes Bauprojekt in seinem Heimatort Binz an: Die Dachterrasse auf dem Erweiterungsbau des Ferienheimes "Haus der Stahlwerker" des VEB Stahl- und Walzwerks Riesa sollte überdacht werden und einen Gesellschaftsraum erhalten. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit der Abteilung Stadt- und Dorfplanung der Kreisverwaltung Rügen.[21] Müther berechnete die aus vier Hyparschalen bestehende Konstruktion in etwa 14 Monaten.[22] Die PGH Bau Binz errichtete das 14,20 x 14,20 Meter weit gespannte Hyparschalendach, das nach allen Seiten Stahl-Glas-Fassaden erhielt, im Jahr 1964.[23]

Das Schalendach des "Hauses der Stahlwerker" nimmt eine Schlüsselfunktion im Werk Ulrich Müthers ein: Es war die erste Hyparschale, die er verwirklichte, und sie zog eine über 30 Jahre anhaltende Tätigkeit im Bereich Schalenbau nach sich. Außerdem zählt die heute nicht mehr erhaltene Konstruktion zu den frühesten Anwendungsbeispielen von HP-Stahlbetonschalen in der DDR.[24] Darüber hinaus stellt sie eine Pionierleistung Müthers in Bezug auf die weitere Entwicklung von monolithischen, individuell projektierten sowie handwerklich ausgeführten Betonschalen in der DDR dar.

Kinderferienlager in BorchtitzHyparschalendach des Speisesaals im Kinderferienlager Borchtitz, 1965 (© Müther-Archiv an der Hochschule Wismar)
Diese erste gebaute Schale eröffnete Müthers Karriere in der Schalenbaukunst der DDR: Gleich bei seinem zweiten Projekt, dem Dach für den Speisesaal eines Kinderferienlagers in Borchtitz auf Rügen, wandte er diesen Bautyp als leicht modifiziertes Wiederverwertungsprojekt an. Hier wurde 1965 ein ebensolches vierteiliges HP-Schalendach – allerdings mit geringen konstruktiven Abweichungen und mit 18 x 18 Metern Schalenfläche in etwas größeren Abmessungen – errichtet, das außerdem nach einer anderen Methode berechnet wurde.[25] Die Speisesaalüberdachung in Borchtitz ist die älteste noch erhaltene Schalenkonstruktion Müthers und veranschaulicht prinzipiell den Bautyp von dessen erster Konstruktion. Durch dieses Projekt lernte er einen der Auftraggeber, den Vorsitzenden des Rates des Bezirkes Rostock Karl Deuscher, kennen, der ihm wenig später den Auftrag für eine Messehalle in Rostock verschaffte.[26]
Gaststätte "Inselparadies" in BaabeGaststätte "Inselparadies" am Strand von Baabe, 1966 (© Müther-Archiv an der Hochschule Wismar)
Zuvor jedoch, im Jahr 1966, realisierte Ulrich Müther gemeinsam mit dem Berliner Architekten Ingo Schönrock seine dritte Betonschale, die 17,60 x 17,60 Meter weit gespannte Überdachung des Restaurants "Inselparadies" in Baabe auf Rügen, die zugleich seine erste in Form einer Pilzschale war.[27]

Müthers viertes Projekt, sein erstes außerhalb von Rügen, entstand gleichfalls 1966: die bereits erwähnte Halle "Bauwesen und Erdöl" für die alljährlich stattfindende Ostseemesse in Rostock, die er in Zusammenarbeit mit dem Rostocker Architekten Erich Kaufmann realisierte. Für sie erhielt Müther erstmals öffentliche Anerkennung.[28]
Messehalle Rostock-SchutowMessehalle "Bauwesen & Erdöl" in Rostock-Schutow, 1966 (© Müther-Archiv an der Hochschule Wismar)
Dieses Werk stellt – wie schon sein erstes – ein Schlüsselwerk für sein weiteres Schaffen dar, denn aus diesem Projekt ergaben sich die nächsten beiden großen Aufträge: der "Teepott" in Rostock-Warnemünde und die Mehrzweckhalle in Rostock-Lütten Klein.[29]

IV.

Im Zusammenhang mit dem Bau der Schalen in Rostock, insbesondere des prominenten "Teepotts" in Warnemünde, wurde der 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung von Berlin, Paul Verner, der als Mitglied der Parteispitze häufig an den Eröffnungen der Schalenbauten teilnahm, auf Müther aufmerksam. Verner setzte sich dafür ein, dass auch in der Hauptstadt eine "Müther-Schale" gebaut wurde – das "Ahornblatt".[30]

Bereits 1967 waren der Architekt Erich Kaufmann vom VEB Hochbauprojektierung Rostock und Ulrich Müther durch den Hauptplanträger, den Magistrat von Groß-Berlin, mit der Ausarbeitung einer Studie für eine "zentrale Betriebsgaststätte" in Ost-Berlin beauftragt worden.[31] Die Großgaststätte war Bestandteil des gesellschaftlichen Zentrums für das neue Wohnquartier "Fischerinsel", das zwischen 1967 und 1973 nach dem Flächenabriss der Altbausubstanz im südlichen Teil der in Berlin-Mitte gelegenen Spreeinsel mit sechs 21-geschossigen Wohnhochhäusern in Großtafelbauweise errichtet wurde.[32] Die städtebauliche Konzeption der Neubebauung beruhte auf Plänen des Architekten-Planungsstabs unter Leitung von Joachim Näther, dem Chefarchitekten von Groß-Berlin (also Ost-Berlin), sowie von Peter Schweizer und Manfred Zache.[33] Der Komplex des Versorgungszentrums des Wohngebiets, zu dem neben der eingeschossigen Gaststätte "Ahornblatt" auch ein baulich angeschlossener Flachbautrakt mit Großküche und einer Ladenpassage gehörte, wurde vom Generalauftragnehmer, dem Wohnungsbaukombinat Berlin, geplant: Die Architekten Gerhard Lehmann und Rüdiger Plaethe waren für den Entwurf verantwortlich, die städtebauliche Konzeption oblag dem Architekten Helmut Stingl.[34]

Die Großgaststätte "Ahornblatt" wurde 1970 errichtet und 1973 eröffnet.[35] Seine prägnante Gestalt erhielt das Gebäude durch die Dachkonstruktion, eine dünnwandige, nur sieben Zentimeter starke Betonschalenkonstruktion in Form eines Ahornblatts.
"Ahornblatt" in BerlinGaststätte "Ahornblatt" in Berlin-Mitte, 1973 (© Müther-Archiv an der Hochschule Wismar)
Mit seinen fünf fächerartig aneinandergefügten Schalen war das "Ahornblatt" ein besonders ausgefallenes Bauwerk.

Unter großem öffentlichen Protest wurde das Baudenkmal im Jahr 2000 abgebrochen. Durch den Abriss setzte jedoch eine neue Wertschätzung für das Werk des Schalenbaumeisters Müther ein.[36] Das "Ahornblatt" zählt einerseits aus konstruktiv-gestalterischen Gründen zu den Hauptwerken Müthers, andererseits übernimmt es aufgrund seiner Abrissgeschichte eine Schlüsselfunktion für die Rezeptionsgeschichte der "Müther-Schalen".[37]

V.

Einen bedeutenden Auftrag, die Rennschlittenbahn in Oberhof, erhielt Ulrich Müther im Zusammenhang mit der Spritzbetontechnologie, die in seiner Firma erprobt und weiterentwickelt wurde.[38] Die ersten Schalenbauten hatte die PGH Bau Binz mit Transportbeton und einer Betonpumpe hergestellt, bis Müther 1968 eine Spritzbetonmaschine von der westdeutschen Firma Torkret erhielt, die für das Trockenspritzverfahren geeignet war und die erstmals beim Bau der Mehrzweckhalle in Rostock-Lütten Klein zum Einsatz kam.[39]

Mit einer anderen Technik, dem Nassspritzverfahren, das sich auch für schalungsloses Spritzbetonieren eignete, erweckte Müther 1970 erneut große Aufmerksamkeit.
Rennschlitten- und Bobbahn in OberhofOberhof, Rennschlitten- und Bobbahn im Bau, 1970 (© Müther-Archiv an der Hochschule Wismar)
In Oberhof wurde durch Müthers Firma weltweit erstmalig eine Rennschlittenbahn schalungslos im Nassspritzverfahren hergestellt.[40] Dieser Umstand ist deshalb frappierend, weil Müther bis dahin noch kein Schalentragwerk ohne Schalung erbaut hatte, also über kein diesbezügliches Referenzobjekt verfügte. Seiner eigenen Aussage zufolge erhielt er diesen Auftrag, weil er "leichtsinnigerweise" einmal erklärt habe, seine Firma sei in der Lage, eine Rennschlittenbahn schalungslos in Spritzbeton herzustellen.[41] Daraufhin sei in einem Ministerratsbeschluss der DDR festgelegt worden, dass die PGH Bau Binz diese Bahn bauen werde. In Fachkreisen galt damals die Technik des schalungslosen Betonierens als innovativ.[42]

Die Initiative zur Anwendung des Nassspritzverfahrens bei diesem Projekt war von Müther selbst ausgegangen. Anhand einer Musterfläche hatte er festgestellt, dass seine Trockenspritzmaschine nicht leistungsstark genug war, um die Flächen in einer angemessenen Qualität herzustellen. Daraufhin erhielt Müther den Auftrag, sich um die Beschaffung einer "Hochleistungsmaschine" zu kümmern.[43] Er bekam von der zuständigen Bezirksbaudirektion Rostock eine Reisegenehmigung und besorgte – mithilfe einer Kontaktvermittlung durch den in West-Berlin lebenden Tragwerksplaner Stefan Polónyi – im hessischen Gelnhausen eine Nassspritzmaschine, mit der die Binzer Spezialisten das Tragwerk in Oberhof schließlich betonierten. Das in Oberhof praktizierte Herstellungsprinzip, zu dem neben Müthers Technologie die Erkenntnisse anderer Ingenieure in Bezug auf Statik und Aufbau der Konstruktion beitrugen, diente als Vorbild für weitere Rennschlittenbahnen im In- und Ausland.[44]


Fußnoten

21.
Ulrich Müther, Brief, Binz 30.12.1963, Müther-Archiv an der Hochschule Wismar (Müther-Arch), o. Sig., S. 1; Ulrich Müther, Erläuterungen zum Vorentwurf, Binz 1963, ebd., Akte Gesellschaftsraum für das "Haus der Stahlwerker", o. Sig.
22.
Müther, Mitteilung (Anm. 3), S. 2; vgl. Weinstock (Anm. 15), S. 157. – Die Idee, eine Hyparschale zu realisieren, stammt von Müthers Studienfreund, dem Architekten Ingo Schönrock (1933–2009). Schönrock riet Müther von den vorgesehenen Tonnenschalen ab und schlug ihm vor, stattdessen eine HP-Schale zu errichten, da sie dem Kenntnisstand der Technik entspräche: Schönrock, "Müther" (Anm. 2), S. 2; vgl. Müther, Mitteilung (Anm. 3), S. 2.
23.
Müther, Brief (Anm. 21).
24.
Es handelt sich hierbei aber nicht um den ersten Schalenbau bzw. Stahlbeton-Hyparschalenbau in der DDR, wie u.a. irrtümlich behaupten: Weinstock (Anm. 15), S. 157; Der Teepott Warnemünde. Kontrast zum Plattenbau, in: Forum, Hg. Rüdersdorfer Zement GmbH, 2/2003, S. 15; Rahel Lämmler/Michael Wagner, Ulrich Müther Schalenbauten in Mecklenburg-Vorpommern, Sulgen 2008, S. 40. Zu zeitlich früheren Stahlbetonschalen in der DDR zählen z.B. die 1961 in Erfurt erbaute Tankstellenüberdachung des Architekten W. Bärwolf (Manuel Sánchez Arcas, Form und Bauweise der Schalen, Berlin 1961, S. 67, 68) und die 1959–1961 errichteten Thermo-Kugellabore in Berlin-Adlershof (Bauten in Berlin Adlershof, Ein Rundgang, Hg. Wista-Management GmbH, Berlin o. J., http://www.adlershof.de/uploads/tx_psdokugalerie/bauten.pdf [17.1.2012], S. 16).
25.
Müther, Mitteilung (Anm. 3), S. 4; vgl. Stiglat (Anm. 2), S. 258.
26.
Müther, Mitteilung (Anm. 3), S. 3.
27.
Ulrich Müther, Statische Berechnung, Binz Feb. 1966, Müther-Arch, Akte HO-Gaststätte Inselparadies, o. Sig., S. 7. Die Reihenfolge der ersten vier Schalen ist nachgewiesen in: Ulrich Müther, Brief, Binz 24.5.1966, ebd., Akte Messehalle Bauwesen & Erdöl, o. Sig., S. 1.
28.
Vgl. z.B. Erich Kaufmann/Ulrich Müther, Messehalle in Rostock, in: Deutsche Architektur 15 (1966) 11, S. 676–679; o. Vf., Messehallen in Rostock, in: Deutsche Architektur 16 (1967) 8, S. 461.
29.
Müther, Mitteilung (Anm. 3), S. 4.
30.
Ebd.
31.
Joachim Näther, Protokoll, Berlin 5.9.1967, Müther-Arch, Akte "Ahornblatt" Berlin (1967), o. Sig.; Magistrat von Gross-Berlin, Brief, Berlin 5.9.1967, ebd., S. 1.
32.
Rüdiger Plaethe, Gesellschaftliches Zentrum Fischerinsel, in: Deutsche Architektur 22 (1973) 22, S. 726.
33.
Joachim Näther, Planung und Gestaltung des Wohngebietes Fischerkietz, in: Deutsche Architektur 16 (1967) 1, S. 55.
34.
Plaethe (Anm. 32), 726.
35.
Datierung des Schalenrohbaus: PGH Binz, Schreiben an VE WBK Berlin, 28.12.1970, Müther-Arch, Akte "Ahornblatt" Berlin (1969–1971), o. Sig., S. 1; Plaethe (Anm. 32), 726.
36.
Vgl. Seeböck, Betonschalen (Anm. 1), S. 229f.
37.
Vgl. Seeböck, Betonschalenbauwerke (Anm. 4), S. 6–8, 228–254 u. 254–290.
38.
Zur innovativen Anwendung des Spritzbetonverfahrens bei Müther vgl. ebd., S. 132–134.
39.
Stiglat (Anm. 2), S. 258f; Erich Kaufmann/Ulrich Müther, Mehrzweckhalle in Rostock-Lütten Klein, in: Deutsche Architektur 18 (1969) 2, S. 81.
40.
Lutz Grünke u.a., 15 Jahre Spezialbetonbau in der DDR 1963–1978, Loseblattsammlung, Binz 1978, Müther-Arch, o. Sig., Bl. Rennschlittenbahn Oberhof.
41.
Müther, Mitteilung (Anm. 3), S. 5.
42.
Wolfgang Möbius u.a., Rennschlittenbahn in Oberhof, in: Deutsche Architektur 21 (1972) 9, S. 543.
43.
Müther, Mitteilung (Anm. 3), S. 4f. Das Folgende ebd.
44.
Highlights im Eiskanal. Oberhof/Thüringen 1999–2000, Hg. Thüringer Schlitten- und Bobsportverband e. V., Oberhof 1999, S. 29.

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