30 Jahre Deutsche Einheit Mehr erfahren
Beleuchteter Reichstag

Transformation und Deutsche Einheit

Der Einigungsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR von 1990 schuf die staatliche Einheit Deutschlands. In ihm waren Bestimmungen enthalten, die es vielen Bereichen der Gesellschaft erlaubten, nach 40-jähriger Trennung wieder zusammenzuwachsen. Alles konnte er aber nicht regeln. In oftmals schwierigen Prozessen mussten und müssen Menschen, Firmen, Verbände und Organisationen (wieder) zusammenfinden. Bislang gelang das mal mehr, mal weniger. Und sorgt auch 30 Jahre später für Debatten.

Das Foto zeigt einen Waldweg.

Barbe Maria Linke

Die Wege, die wir gingen

Mit zwölf Frauen, jeweils sechs aus Ost- und Westdeutschland, führte die Autorin Barbe M. Linke Interviews. Die Frauen sprachen über ihre Kindheit, ihre Ausbildung, über Freundschaft, Partnerschaft und Liebe, dachten nach über Gott und die Friedliche Revolution. Befragt wurden sie zum Mauerbau 1961 und zum Mauerfall 1989.

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Das Foto zeigt ein Gespräch in der Dr. Quendt Backwaren GmbH in Dresden zwischen dem Firmeninhaber Hartmut Quendt (M) und seinen Mitarbeiterinnen Antje Nowakowski (l) und Ines Habich über die Qualität des "Russisch Brot". Der 124 Jahre alte mittelständische Familienbetrieb ist nach eigenen Angaben zwischen Kap Arkona und dem Fichtelberg Marktführer beim Verkauf dieses Gebäcks.

Jarina Kühn/Anna Schwarz/Anna M. Steinkamp

Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen vor und nach 1990

In ihrem Forschungsprojekt untersuchen Jarina Kühn, Anna Schwarz und Anna M. Steinkamp unternehmertypische Orientierungen von Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, sowie deren Erfahrungen und Prägungen aus der Transformationsphase nach 1990. Hier geben sie einen kurzen Einblick in ihre analytischen Ausgangspunkte und ersten Ergebnisse.

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Das Foto zeigt Menschenschlangen vor dem neuen Supermarkt in der ehemaligen HO-Kaufhalle in Haldensleben im DDR-Bezirk Magedeburg am 29.03.1990. Die DDR- Handelsorganisation (HO) und die bundesdeutsche Handelskette Spar eröffneten an diesem Tag den ersten einer Reihe gemeinsamer Supermärkte westlichen Standards. Es herrschte so großer Andrang, dass die Kunden nur gruppenweise eingelassen wurden

Clemens Villinger

Teuer erkauftes Alltagswissen

Mit dem Systemwechsel von 1989/90 und dem Übergang von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft veränderte sich nicht nur das im Handel verfügbare Angebot, sondern auch die Regeln des Konsums in Ostdeutschland. Der Beitrag geht der Frage nach auf welche vor 1989/90 angeeigneten Erfahrungen und Wissensbestände die ostdeutsche Bevölkerung bei diesem Wandel zurückgreifen konnte und welche neu erlernt werden mussten.

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Was wäre, würde es den Palast der Republik mit der einstigen DDR-Volkskammer darin heute noch geben und ehemalige Abgeordnete aus dem Jahr 1990 könnten nochmals eine Rede halten? Das ehemalige "MdVK" (Mitglied der Volkskammer) Walter Fiedler aus der Fraktion CDU/DA würde sich der Schwimmbadförderung annehmen, die aus seiner Sicht unzureichend ist.

Schwerpunkt im Deutschland Archiv

30 Jahre letzte Volkskammer -
30 "ungehaltene Reden"

Am 2. Oktober 1990 endete die Geschichte der "Volkskammer" der DDR. 30 ehemalige Abgeordnete kamen im Jahr 2020 dem Angebot des Deutschland Archivs nach, an dieser Stelle noch einmal eine "ungehaltene Rede" zu formulieren. Quer durch die damaligen Parteien kamen hintergründige Rückblicke, aber auch couragierte Denkanstöße für Deutschlands Zukunft zustande Als Mosaik zum Nachlesen - ein demokratischer Erfahrungsschatz.

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Vor 30 Jahren: DDR-BürgerInnen mit Transparenten wie "Kein § 218! So wahr und Gott helfe" vor der Volkskammer in Ostberlin am 22. April 1990.  Bei einer Vereinigung der beiden deutschen Staaten müsse dafür gesorgt werden, dass das Recht auf Abtreibung nicht eingeschränkt werde, so die Forderung der Frauen. Ein Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Woche war seit 1972 in der DDR legal.

Carmen Niebergall

Für mehr Frauenrechte und Parität

In der Reihe "ungehaltene Reden" ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR, reflektiert die sachsen-anhaltinische CDU-Politikerin Carmen Niebergall über die "Kraft der Anfangsjahre" nach 1989, auch frauenpolitische Ziele durchzusetzen. Inzwischen bewege sich auf diesem Gebiet vieles nur noch "im Schneckentempo", kritisiert sie, und fordert ein Parité-Gesetz.

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Das Foto zeigt Lothar und Thomas de Maizière 2010 in Berlin.

Reihe: Zeitzeugen Gespräche

Eine Vetternwirtschaft: Die de Maizières arbeiten für die Deutsche Einheit

Für diesen Filmbeitrag wurden Ausschnitte aus dem Film „Die de Maizières – Eine deutsch-deutsche Familie“ aus dem Jahr 1999, den Zeitzeugen TV produziert hat, zusammengestellt. Dieser Ausschnitt dokumentiert das Engagement der beiden Cousins Lothar und Thomas de Maizière auf dem Weg zur Deutschen Einheit im Jahr 1990.

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Das Foto zeigt eine Schulklasse in Jena 1973.

Kathrin Zöller

Erinnerung, Wandel und Neubewertung – Die Schulzeit in der langen Geschichte der „Wende”

70 Prozent der Befragten der Sächsischen Längsschnittstudie (SLS), die als Langzeitstudie 1987 in der DDR begonnen wurde und bis heute durchgeführt wird, bewerten aus heutiger Sicht die Schule in der DDR besser als die in der Bundesrepublik. Mit einer Zweitauswertung der Befragungen hat sich Kathrin Zöller als Mitglied der Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘“ auseinandergesetzt. Hier berichtet sie über ihre Ergebnisse.

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Das Foto zeigt eine Straße mit Eigenheimen in Kleinmachnow, aufgenommen im Jahr 1995. Damals fürchten viele der er Bewohnerinnen und Bewohner Eigenbedarfskündigungen, da am 31.12.1995 der im Einigungsvertrag festgeschriebene Kündigungsschutz für Mieter in Ein- und Mehrfamilienhäusern auslief.

Kerstin Brückweh

Unter ostdeutschen Dächern: Eine lange Eigentumsgeschichte der „Wende“

Den Spannungen und Dynamiken ostdeutscher Lebenswelten im Systemwechsel widmet sich die Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989”. In drei Lokal- bzw. Mikrostudien sind der Konsum, die Schule und das Wohnen sowie das Wohneigentum untersucht worden. Von dem letztgenannten Thema handelt dieser Beitrag von Kerstin Brückweh.

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Das Foto zeigt einen Blick auf die Plattenbauten in Erfurt-Nord.

Kerstin Brückweh

Die lange Geschichte der „Wende“

Wie haben Ostdeutsche das Ende der DDR und den Systemwechsel erlebt? Wie haben sie die 1990er-Jahre bewältigt und gestaltet? Wie erinnern sie sich heute daran? Diesen Fragen geht die Forschungsgruppe „Die lange Geschichte der ,Wende‘. Lebenswelt und Systemwechsel in Ostdeutschland vor, während und nach 1989” aus mehreren Perspektiven und auf der Basis verschiedener Quellen nach. Das Forschungsteam berichtet hier über seine Projekte.

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Jürgen Leskien 1983 im UNHCR-Camp Kwanza Sul / Angola auf der Baustelle eines Kindergartens, für dessen Bau er als Projektleiter verantwortlich war.

Jürgen Leskien

Deutschland – Namibia, Beziehung der ungenutzten Chancen

Der ehemalige PDS-Volkskammerabgeordnete Jürgen Leskien ist seinem politischen Arbeitsschwerpunkt Afrika verbunden geblieben und hat zu diesem Thema eine "ungehaltene Rede" formuliert. Schon zu DDR-Zeiten hatte er sich in mehreren südafrikanischen Ländern engagiert

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Das Foto zeigt Egon Bahr und Peter Ensikat, die  vor der Kamera über den Prozess der Deutschen Einheit sprechen.

Video

West-Ost-Gespräch mit Egon Bahr und Peter Ensikat

2006 führten der frühere SPD-Politiker Egon Bahr und der Kabarettist Peter Ensikat an zwei Tagen ein Gespräch vor laufender Kamera über ihre Ansichten zur Deutschen Einheit. Daraus werden hier zwei Passagen gezeigt.

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Wandbild auf der ehemaligen Berliner Mauer an der East Side Gallery in Berlin zur Würdigung von Michail Gorbatschow, der von März 1985 bis August 1991 reformorientierter Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion und von März 1990 bis Dezember 1991 Staatspräsident der Sowjetunion war.

Martin Gutzeit

Gorbatschows vergessene, erste Friedliche Revolution

In der Serie „Ungehaltene Reden“ ehemaliger Volkskammerabgeordneter beschreibt SDP-Gründer Martin Gutzeit, wie der sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow mit seinen Grundsatzbeschlüssen die Umwälzungen in der DDR 1989/90 erst möglich machte – und damit auch die erste demokratische Volkskammerwahl und in deren Folge die Deutsche Einheit.

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Ist im wiedervereinigten Deutschland wirklich alle Freiheit freiest möglich geregelt? Oder ist beispielsweise Rundfunkfreiheit zu gemaßregelt organisiert, fragt der ehemalige Volkskammerabgeordnete Joachim Steinmann (CDU).

Joachim Steinmann

Antrag auf Staatsferne

In der DA-Serie „Ungehaltene Reden“ machen sich ehemalige Abgeordneter der letzten DDR-Volkskammer Gedanken über persönlich ausgewählte Teilaspekte der Politik. Joachim Steinmann, der vor 30 Jahren für die CDU den Wahlkreis Bützow in Mecklenburg vertrat, lebt heute in Lübeck. Er schlägt im vereinigten Deutschland eine Neustrukturierung der Rundfunkgremien vor, ohne Einfluss von ParteienvertreterInnen. Eine fiktive Rede im Bundestag.

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Sitzung des Zentralen Runden Tisches der Parteien und Bürgerbewegungen der DDR im Berliner Schloss Niederschönhausen am 22.01.1990. Christa Luft von der SED-PDS (r), ehemalige Rektorin der Berliner Hochschule für Ökonomie und Wirtschaftsministerin in der Regierung von Ministerpräsident Hans Modrow (4.v.r.), spricht zu den Anwesenden. Daneben die Moderatoren des Zentralen Runden Tisches Monsignore Dr. Karl-Heinz Ducke (Katholische Kirche, 2.v.r.), Pastor Martin Lange (Methodistische Kirche, 3.v.r.) und Oberkirchenrat Martin Ziegler (Bund der Evangelischen Kirchen der DDR, 2.v.l.). Foto: Peter Zimmermann +++(c) dpa - Report+++

Christa Luft

"Das Alte des Westens wurde das Neue im Osten"

Die Ökonomie-Professorin Christa Luft war 1989/90 Wirtschaftsministerin der DDR in der Regierung unter Ministerpräsident Hans Modrow und vertrat die PDS in der letzten Volkskammer der DDR, wo sie den Haushaltsausschuss leitete. In ihrer „ungehaltenen Rede“ für das Deutschland Archiv plädiert sie für eine „unvoreingenommene Aufarbeitung“ des aus ihrer Sicht „dunklen Kapitels“ der Nachwendezeit und wirbt für eine stärker „gemeinwohlorientierte Ökonomie“.

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Treffen ost- und westdeutscher Sozialdemokraten zum Auftakt des Volkskammerwahlkampfs am 12. Februar 1990 in Ost-Berlin: Johannes Rau (SPD-NRW), Stephan Hilsberg, der Autor dieses Textes (damals Sprecher der SPD-Ost), Hans-Jochen Vogel (damals Parteivorsitzender SPD-West), Ibrahim Böhme (damals bis zu seiner Enttarnung als Stasi-IM Geschäftsführer der SPD-Ost) und Markus Meckel (Zweiter Geschäftsführer der SPD-Ost) sowie vorn sitzend Willy Brandt (ehemaliger Bundeskanzler und Ehrenvorsitzender der SPD-West).

Stephan Hilsberg

"Der Schlüssel lag bei uns"

Der Mitbegründer der SDP 1989 in Ost-Berlin, Stephan Hilsberg, vertrat seine Partei in der letzten Volkskammer der DDR und anschließend im Bundestag. Er bilanziert welche drei Faktoren auf dem Weg zur Deutschen Einheit besonders wichtig waren. Er verweist dabei auf den nicht unerheblichen Einfluss Michail Gorbatschows und der DDR-Friedensbewegung.

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Parole im Herbst 1989 in Ost-Berlin

Jörg Brochnow

"Vereinigungsbedingte Inventur"

"1 plus 1 macht so etwa 1,7“ bilanziert der ehemalige CDU-Volkskammerabgeordnete Jörg Günter Brochnow die Deutsche Wiedervereinigung und reflektiert seine Parlamentserfahrung von 1990. Viel Arbeit sei „für den Papierkorb“ erfolgt. Dennoch habe die Wiedervereinigung auch dazu geführt, in der Bundesrepublik überfällige Veränderungen zu bewirken. Fraktionszwang und Lagerdenken hätten ihn aber abgeschreckt, seine politische Karriere fortzusetzen.

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Ziel ein geeintes Deutschland mit europäischem Geist? Transparent während der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 in Leipzig.

Maria Michalk

„Ein echtes Arbeitsparlament“

„Alles musste eigentlich gleichzeitig geschehen“ erinnert sich in der Deutschland Archiv Reihe “Ungehaltene Reden“ die CDU-Politikerin Maria Michalk aus der Lausitz an ihre Volkskammerzeit vor 30 Jahren. Sie berichtet von politischen "Mogelpackungen" der damaligen SED-Nachfolgepartei PDS und bedauert, dass manches 1990 versäumt wurde, intensiv zu behandeln. Zum Beispiel Europa.

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Vorwahlkampf. Der damalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende Helmut Kohl (r) neben DDR-Ministerpräsident Hans Modrow (l) am 19. Dezember 1989 in der Dresdner Innenstadt auf dem Weg zum Kulturpalast, im Hintergrund die Kreuzkirche.

Hans Modrow

Die Deutsche Zweiheit

Ein Rückblick von Hans Modrow (92), Ministerpräsident der DDR a. D. 1989/90 und Mitglied der DDR-Volkskammer 1958 bis 1990. In der Deutschland Archiv-Reihe „Ungehaltene Reden“ ehemaliger Abgeordneter des letzten Parlaments des DDR plädiert Modrow, der den Ältestenrat der Partei Die Linke leitet, für eine vielperspektivische Aufarbeitung: "Es wäre Zeit für Glasnost". Modrow regt an, "auch geplatzte Träume, Brüche und verpasste Chancen für den Prozess der Vereinigung und des Zusammenwachsens zu reflektieren".

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Erde mit Mundschutz. Friday for Future-Plakat auf der Wiese vor dem Reichstag im April 2020.

Hinrich Kuessner

„Corona führt uns die Schwächen unserer Gesellschaft vor Augen“

Wie lässt sich Demokratie nachhaltig stärken, fragt der ehemalige SPD-Volkskammerabgeordnete Hinrich Kuessner aus Greifswald in seiner „ungehaltenen Rede“ für das Deutschland Archiv. „Menschen wollen heute nicht nur regiert werden“, kritisiert er, sondern sich beteiligen. Dabei lenkt der Theologe den Blick über Gemeinde- und Landesgrenzen hinaus – bis hin zu deutscher Verantwortung in Afrika.

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Mauerrest 1991 im Norden Berlins.

Klaus Steinitz

„Eine äußerst widersprüchliche Vereinigungsbilanz“

Der Ökonom Prof. Klaus Steinitz plädiert er für ein „spezielles Zukunftsprogramm für Ostdeutschland", das "sowohl die Spezifik der hier bestehenden Verhältnisse, als auch Erkenntnisse aus der Bekämpfung der Corona-Pandemie berücksichtigt". Steinitz vertrat die PDS in der letzten Volkskammer der DDR 1990.

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Das Foto zeigt den Abbau des Schriftzuges "OST" vom Dach der Volksbühne in Berlin am 24.06.2017 während der letzten Vorstellung von "Die Brüder Karamasow".

Jörg Ganzenmüller

Ostdeutsche Identitäten

Ostdeutschen wird eine spezifische Identität bescheinigt, die durch die SED-Diktatur und die Transformationszeit seit 1990 geformt worden sei. Auch eine westdeutsche Identität wird ausgemacht, die in der Zeit vor 1990 wurzele. Woher stammen diese Selbst- und Fremdzuschreibungen, und was bedeuten sie für die deutsche Vereinigungsgesellschaft?

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Erinnerung an den Mauerfall, East Side Gallery, Berlin 2020. Das Bildmotiv des Berliner Künstlers Kani Alavi aus dem Jahr 1990 heißt: "Es geschah im November"

Dietmar Keller

Geht alle Macht vom Volke aus?

Aus der Serie „Ungehaltene Reden“ ehemaliger Abgeordneter der letzten DDR-Volkskammer. Diesmal von Dietmar Keller, damals stellvertretender Fraktionsvorsitzender der PDS. Der einstige DDR-Kulturpolitiker reflektiert über „kopfgesteuerte Demokratie“, und erinnert daran, wie 1989/90 „Demut, Diskussions- und Streitfähigkeit und vor allem Toleranz“ neu gelernt wurden. Heute kritisiert er „entwürdigenden Marktradikalismus“ und formuliert eine „Aufforderung zur politischen Mitte“ in der Außenpolitik.

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Die an der neuen DDR-Regierung beteiligten Parteien unterzeichnen in der Volkskammer in Berlin die Koalitionsvereinbarung. V.l.n.r.: Rainer Eppelmann, Markus Meckel, Lothar de Maiziere, Hans-Wilhelm Ebeling und Prof. Dr. Rainer Ortleb.

Rüdiger Fikentscher

Die letzte Volkskammer als „Schule der Demokratie“

Vor 30 Jahren, am 12. April 1990, begann die parlamentarische Arbeit der letzten Volkskammer der DDR. Ihr Ziel war es, die Deutsche Einheit vorzubereiten. Ehemalige Abgeordnete erinnern sich. Diesmal der Mediziner Rüdiger Fikentscher, der damals die SPD im Wahlkreis Halle vertrat.

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Werben für die Einheit in Berlin nahe dem Brandenburger Tor am 19. Dezember 1989

Rainer Jork

Warten auf das Abschlusszeugnis

Als „Lernenden in einem politischen Crashkurs“ bezeichnet sich der ehemalige Volkskammerabgeordnete Rainer Jork aus Radebeul bei Dresden – 30 Jahre nach seiner Amtszeit in der letzten Volkskammer der DDR. Jork vertrat damals die CDU. In der Serie „Ungehaltene Reden“ des DA blickt der Maschinenbau-Ingenieur und Hochschullehrer auf seine Erfahrungen im letzten Parlament der DDR zurück.

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Berlin-Mitte, Palast der Republik am ehemaligen Marx-Engels-Platz. Teilansicht der Fassade, hinter der u.a. die DDR-Volkskammer tagte, noch mit dem DDR-Staatswappen (Hammer und Zirkel) 1990.

Hans-Peter Häfner

„Was meine Enkel von der Volkskammer im Jahr 1990 erfahren sollen“

In loser Folge formulieren an dieser Stelle ehemalige Abgeordnete des letzten Parlaments der DDR, der am 5. April 1990 konstituierten ersten frei gewählten „Volkskammer“, Beiträge und Reden für das Deutschlandarchiv. An dieser Stelle Hans-Peter-Häfner, der damals den Wahlkreis Suhl für die CDU vertrat.

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Hans-Dietrich Genscher und Markus Meckel während der "2+4"-Gespräche zur deutschen Einheit im Juni 1990

Markus Meckel

Eine Glücksstunde mit Makeln

In loser Folge formulieren an dieser Stelle ehemalige Abgeordnete des letzten Parlaments der DDR, der am 18. März 1990 ersten frei gewählten „Volkskammer“, Beiträge und Reden für das Deutschlandarchiv. An dieser Stelle Markus Meckel, er war letzter Außenminister der DDR und sieht seine Parlamentszeit als "aufrechten Gang der DDR-Bürger in diese mehrheitlich von ihnen gewünschte Einheit".

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Die Abgeordneten der Volkskammer stimmen mit Handzeichen während der Abstimmung am 23. August 1990 für den Beschluss zum Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990. Die nach langen Auseinandersetzungen um unterschiedliche Beitrittstermine gefällte Entscheidung erfolgte mit 294 Ja - gegen 62 Nein-Stimmen.

Konrad Felber

„Als die Friedliche Revolution im Parlament ankam“

In loser Folge formulieren an dieser Stelle ehemalige Abgeordnete des letzten Parlaments der DDR Beiträge und Reden für das Deutschlandarchiv. An dieser Stelle Konrad Felber, damals Gründungsmitglied der Deutschen Forum Partei DFP, die sich dem Wahlbündnis „Die Liberalen“ anschloss.

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Protest-Plakate vor der DDR-Volkskammer am 4. November 1989. Viereinhalb Monate später wurde das DDR-Parlament erstmals frei gewählt.

Sabine Bergmann-Pohl

Ein emotional aufgeladenes Parlament

Am 18. März 1990 fand die Wahl zur letzten Volkskammer der DDR statt – zum ersten Mal in freier und geheimer Wahl. In loser Folge ziehen einige der ehemaligen Abgeordneten Bilanz. Diesmal Sabine Bergmann-Pohl, die damals für die CDU ins letzte DDR-Parlament einzog und dessen Präsidentin wurde.

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Rund eine Million Menschen feierten in der Nacht des 3. Oktober 1990 in Berlin die wiedergewonnene deutsche Einheit - hier mit einem Transparent "West und Ost / Zukunft für Deutschland und Europa" vor dem Brandenburger Tor.

Philipp Ther

Der Preis der Einheit

"(Ost-)Deutschlands Weg 1989 - 2020 ff." war das Thema eines Kolloquiums der Redaktion Deutschland Archiv am 2. und 3. März in der bpb. Thematisiert wurden vielfältige Aspekte der Transformation in Deutschland und Europa seit dem Mauerfall und die Entwicklung neuer Zukunfts-Perspektiven. Zum Auftakt eine Analyse des Wiener Historikers Philipp Ther.

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Alte Parolen vom Bitterfelder Kulturpalast, für den Sperrmüll bereitgestellt 1990

Richard Schröder

Deutschland einig Vaterland

Am 5. April 1990 konstituierte sich die letzte Volkskammer der DDR. Sie war mehrheitlich mit Abgeordneten besetzt, die die Deutsche Einheit verwirklichen wollten und mit ihren Beschlüssen vorbereiteten. Was hat sich seitdem entwickelt? Eine Bilanz von Richard Schröder, der damals für die im Osten neu gegründete SPD ins letzte DDR-Parlament einzog.

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Das Foto zeigt das Hauptgebäude der Treuhandanstalt in der Leipziger Straße in Berlin-Mitte. Dort begann Anfang 1992 die Geschichte der Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft (TOB). Sie sollte in Osteuropa bei Privatisierungsvorhaben beratend tätig sein.

Eva Schäffler

Zwischen Staat und Privat: Die Treuhand in Osteuropa

Allgemein bekannt ist, dass die Treuhandanstalt gegründet wurde, um die ostdeutsche Wirtschaft zu privatisieren. Kaum bekannt ist hingegen, dass sie ihre Fühler noch deutlich weiter in Richtung Osten ausstreckte.

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Das Foto zeigt eine Demonstration, bei der rund 2.000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie aus den Ländern Berlin und Brandenburg  vor dem Gebäude der Treuhandanstalt die Sanierung der Betriebe in der ehemaligen DDR und damit die Erhaltung von Arbeitsplätzen forderten.

Marcus Böick

Die „Ur-Treuhand“ im Jahr 1990

Der Beitrag befasst sich mit der Vorgeschichte der Treuhandanstalt, deren Gründung im Frühjahr 1990 und ihrer Frühgeschichte bis zum Spätsommer 1990. Zudem geht es um den ursprünglichen Zweck der Einrichtung, deren Auftrag zunächst vor allem die Sicherung des Volksvermögens und dessen Erfassung war.

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Jana Hensel und Wolfgang Engler im Streitgespräch im Studio von Zeitzeugen TV im März 2018.

Filmreihe mit Zeitzeugen

Wer wir sind – die Erfahrung ostdeutsch zu sein

2018 diskutierten die Schriftstellerin Jana Hensel und der Soziologe Wolfgang Engler im Studio von Zeitzeugen-TV (Berlin) über das „Ostdeutschsein“. Dieser Film ist ein Konzentrat daraus.

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Das Foto zeigt Arbeiter am Fließband bei der Fertigung eines Standrad-LKW in den IFA-Werken in Ludwigsfelde im heutigen Brandenburg im Jahr 1990.

Kristina van Deuverden

Länderfinanzen Ost: 30 Jahre Solidarpakt – und nun?

1990 brauchten die ostdeutschen Bundesländer ausreichend Mittel für den Aufbau Ost. Ende 2019 fließen hierfür letztmalig Sonderzahlungen. Zeit für eine Bestandsausaufnahme: Wo stehen die Länderfinanzen heute? Und vor allem: Wohin könnte die Reise gehen?

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Das Foto von 1991 zeigt den früheren Vorstandsvorsitzenden der Treuhandanstalt Detlev Rohwedder, und das Vorstandsmitglied Birgit Breuel.

Keith R. Allen

Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus

Archivbestände offenbaren, wie Finanzberater aus dem englischsprachigen Raum und Vertreterinnen und Vertreter der planwirtschaftlich geprägten DDR-Nomenklatura die Arbeit der Treuhand prägten.

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Das Foto zeigt ein Gespräch in der Dr. Quendt Backwaren GmbH in Dresden zwischen dem Firmeninhaber Hartmut Quendt (M) und seinen Mitarbeiterinnen Antje Nowakowski (l) und Ines Habich über die Qualität des "Russisch Brot". Der 124 Jahre alte mittelständische Familienbetrieb ist nach eigenen Angaben zwischen Kap Arkona und dem Fichtelberg Marktführer beim Verkauf dieses Gebäcks.

Max Trecker

Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand?

Mittelstand und soziale Marktwirtschaft gehören eng zusammen. Wenn in Deutschland von „Hidden Champions“ die Rede ist, bezieht sich dies auf kleine und mittlere Unternehmen, die zumeist im süddeutschen Raum beheimatet sind. Dies war jedoch nicht immer so. Mit der Wiedervereinigung bot sich in Ostdeutschland die Chance, dem Mittelstand zu alter Stärke zu verhelfen und gleichzeitig die Akzeptanz von Marktwirtschaft und Demokratie zu stärken.

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Das Foto zeigt einen leeren Chefsessel.

Holger Lengfeld

Kaum Posten für den Osten

Mit der deutschen Einheit kam es in Ostdeutschland zu einem Austausch der Eliten. Führungspositionen unterschiedlichster Bereiche wurden oftmals mit Westdeutschen besetzt, weil sie sich besser mit West-Institutionen und Gesetzen auskannten. Doch auch 30 Jahre später sind Ostdeutsche deutlich seltener in Spitzenpositionen in Ostdeutschland zu finden. Der Beitrag beschäftigt sich mit unterschiedlichen Studien dazu und fragt nach möglichen Ursachen.

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AfD-Wahlplakat bei den Landtagswahlen 2019 in Brandenburg.

Christian Booß

Braune Wurzeln?

Ganz neu sind Wahlerfolge von Rechtspopulisten in Deutschlands Osten nicht. Auch andere Rechtsaußen-Parteien konnten dort nach der Wiedervereinigung bereits überproportional Erfolge erzielen - auffallenderweise häufig dort, wo früher auch Hitlers NSDAP viele Stimmen holte.

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"Wir sind ein Volk" - fotografiert bei einer Kundgebung am 9. Dezember 1989 in Ost-Berlin.

Richard Schröder

Wer beherrscht den Osten?

Was ist mit dem Osten los? Eine Klischee-Antwort aus den Neuen Bundesländern lautet: die Ostdeutschen seien durch den Einigungsprozess gedemütigt worden, würden fremdbestimmt und die Treuhand habe eine bessere wirtschaftliche Entwicklung verhindert. Diese Kränkung schlage nun in Wut um und sorge auch für ein erhöhtes AfD-Wählerpotenzial. Doch was ist dran an solchen Kränkungsthesen? Eine Betrachtung aus dem Blickwinkel von Prof. Richard Schröder. Ein Debattenbeitrag, dem weitere Ansichten folgen werden.

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Das Bild zeigt einen Hörsaal in einer Universität

Maja Apelt/Irene Zierke

„Im eigenen Leben nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“

Die Soziologinnen Maja Apelt und Irene Zierke zeigen am Beispiel einer ostdeutschen Hochschule auf, dass bis heute bei dortigen Beschäftigten aufgrund des Transformationsprozesses Verunsicherungen aber auch widerständige Selbstbehauptungen erkennbar sind.

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Das Foto zeigt Hans Christange und Klaus Stenzel bei einer Lesung.

Hans Christiange und Klaus Stenzel

Ein Ost-West-Dialog in Briefen

Vor 30 Jahren ist die Berliner Mauer durch die friedliche Revolution gefallen, und im kommenden Jahr liegt die deutsche Wiedervereinigung 30 Jahre zurück. Das nehmen wir zum Anlass, um unseren Leserinnen und Lesern Einblick in einen privaten Ost-West-Briefwechsel zu geben, der seit 1996 bis heute andauert.

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Ein sanierter Wohnblock und ein zum Rückbau vorgesehener benachbarter Wohnblock im Plattenbaugebiet Süplinger Berg in Haldensleben/Sachsen-Anhalt , 2005.

Karen Sievers

Stadtumbau Ost – Lösung einer Wohnungsfrage?

Nicht nur Schrumpfung, sondern in der Folge auch der Stadtumbau prägen die Lebenswelt ostdeutscher Städte und Kommunen. Was als Lösung einer Wohnungsfrage begann, war und bleibt auch fast 20 Jahre nach Einführung des Bund-Länder-Programms eine Herausforderung für Betroffene, Planung und Verwaltung.

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Auditorium der SED-Kreisdelegiertenkonferenz in der sogenannten Stahlhalle des Stahl- und Walzwerks in Brandenburg/Havel, Januar 1984

Sabine Pannen

Die neue Zweiklassengesellschaft – Die Politik der Westöffnung und der innere Zerfall der SED-Parteibasis

Im Herbst 1989 verlor die SED nicht nur ihre Macht, mit den Massenaustritten vollzog sich auch ihr innerer Zerfall. Die Politik der Westöffnung unter Parteichef Erich Honecker trug wesentlich dazu bei, dass Parteimitglieder von der SED abrückten.

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Treffen der SPD aus Ost und West in Bonn im Februar 1990, v.l.n.re.: Johannes Rau, Stephan Hilsberg, Hans-Jochen Vogel, Ibrahim Böhme, Markus Meckel, Harald Ringstorff sowie vorn sitzend Willy Brandt

Ilse Fischer

Die SPD (West) und die deutsche Einheit 1989/90

Welche Haltung hatten die SPD-Führungsgremien im Prozess des politischen Umbruchs 1989/90? Ilse Fischer beschreibt die Rolle der SPD auf dem Weg zur deutschen Einheit und das Zusammenwachsen der westdeutschen Sozialdemokratie mit der ostdeutschen SDP/SPD.

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Der Zentrale Runde Tisch am 3. Januar 1990 im Konferenzgebäude des Ministerrates der DDR in Niederschönhausen, Berlin-Pankow

Francesca Weil

"Weniger als Feigenblätter…" oder Institutionen zivilgesellschaftlichen Engagements? Die Runden Tische 1989/90 in der DDR

Zwischen November 1989 und Januar 1990 etablierten sich in der DDR Hunderte von Runden Tischen auf allen staatlichen Ebenen. Welche Rolle sie spielten und inwiefern sie Wegbereiter von Systemwandel und -wechsel waren, analysiert Francesca Weil in diesem Beitrag.

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Ein Bauer, ein Traktorist und die Vertreter der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) in der Magdeburger Börde 1952

Christian Booß

Von der Massenorganisation zur Landwirtschaftlichen Pressure Group - Die Wandlung der Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB) zum Bauernverband 1990

Um ländliche Strukturen und Mentalitäten zu verstehen, lohnt ein Blick zurück: Christian Booß skizziert die Entwicklungen in Ostdeutschland von der "Stunde null" der VdgB nach dem Zweiten Weltkrieg über die 1950er und 1980er Jahre bis zur Deutschen Einheit.

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Detlev Rohwedder, Präsident der Treuhandanstalt, im Kreise von Vorstandsmitgliedern bei einer Pressekonferenz am 27. November 1990

Marcus Böick

"Not as Grimm as it looks"? Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt und den deutschen Wirtschaftsumbau nach 1990

Nach 25 Jahren ist es Zeit für eine Neu-Kontextualisierung, sagt Marcus Böick und betrachtet den durch die Treuhandanstalt verantworteten Wirtschaftsumbau im soeben vereinten Deutschland aus Sicht US-amerikanischer und britischer Medien.

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Bürgerinnen und Bürger vor der Genossenschaftskasse in Gera am Tag der Währungsunion am 1. Juli 1990

Marvin Brendel

Die Transformation der ostdeutschen Genossenschaftsbanken nach 1989

In der DDR mussten sich die Kreditgenossenschaften weitgehend der sozialistischen Wirtschafts- und Finanzpolitik unterordnen. Mit der Wende 1989/90 standen sie quasi über Nacht vor einem Transformationsprozess zurück zu Universalbanken mit genossenschaftlicher Selbstverwaltung.

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Blick auf Häuser in dem kleinen Ort Loitz in Mecklenburg-Vorpommern, der wie viele ländliche Regionen von der Abwanderung betroffen ist.

Tom Thieme

Sind wir ein Volk? Zur demografischen Entwicklung in Deutschland seit der Wiedervereinigung

Haben wir es mit Blick auf die Entwicklung der Bevölkerung in den letzten 25 Jahren mit grundlegenden oder eher nur partiellen Veränderungen zu tun? Sind die Bevölkerungsstrukturen in Ost und West wie vor 1989/90 noch immer stark verschieden oder dominieren mittlerweile andere Gegensätze wie beispielsweise Nord-Süd oder Stadt-Land die demografischen Unterschiede in Deutschland? Diesen Fragen geht Tom Thieme in seinem Beitrag nach.

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Die Hand einer nicht im Bild befindlichen Person, die einen Stimmzettel in eine Wahlurne wirft. Im Hintergrund überwachen zwei Wahlhelfer die Stimmabgabe. Das Foto entstand in einem Duisburger Wahllokal während der nordrhein-westfälischen Kommunalwahlen 2004.

Lars Holtkamp, Thomas Bathge

Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland

Mit der Deutschen Einheit trafen zwei unterschiedliche Parteiensysteme aufeinander. Dieser Beitrag analysiert die Entwicklung der Parteien sowie das Wählerverhalten in Ost und West in den folgenden Jahren unter der Prämisse, dass eher von einer "Regionalisierung" des Parteiensystems auszugehen ist. Die Untersuchung der Demokratieformen auf kommunaler Ebene zeigt große Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.

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Fußballfans beim Freundschaftsspiel zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin am  27. Januar 1990

Dariusz Wojtaszyn

Fußball verbindet? Hertha BSC (West-Berlin) und der 1. FC Union (Ost-Berlin) vor und nach 1990

In der geteilten Stadt erregten besonders zwei Mannschaften große Aufmerksamkeit: Hertha BSC (Bundesliga) und 1. FC Union (DDR-Oberliga). Dieser Beitrag betrachtet die Funktionsweise der Fußballklubs sowie der informellen Gruppen von Hertha- und Unionfans und ihren Verbindungen und Freundschaften "hinter der Mauer" vor und nach 1990.

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Besucherinnen und Besucher laufen durch die Reichstagskuppel in Berlin

Tom Mannewitz

25 Jahre nach der Wiedervereinigung: Welche Demokratie wollen die Deutschen?

Hat die DDR-Vergangenheit die demokratischen Präferenzen der Menschen nachhaltig geformt? Gibt es so etwas wie ein einheitliches ost- oder westdeutsches Demokratieverständnis? Anhand eines Vergleichs der Bundesländer untersucht dieser Beitrag den Stand der "inneren Einheit" und geht der Frage nach, was die Menschen in Ost und West unter einer "guten" politischen Ordnung verstehen und was dies zukünftig für die Sozialwissenschaft bedeutet.

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Wartburg-Modell: Johannes Uhlmann, Karl-Heinz Schaarschmidt, Günter Kranke, TU Dresden 1988

Sylvia Wölfel

Die Gestaltung des Wandels: Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess

Die Ausbildung von Industriedesignern, der Aufbau von Designabteilungen in den Betrieben und die Integration der Formgestaltung in die Produktentwicklung bestimmten in der "sozialistischen Moderne" die staatliche Designförderung. Wie gestalteten sich die Entwurfsprozesse vor und nach 1990 und was geschah mit dieser Berufsgruppe, als sich die Rahmenbedingungen änderten?

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Der Straßenradsportler Uwe Raab wurde 1982 DDR-Meister im 50-km-Einzelzeitfahren

Berno Bahro

Wende und Vereinigung im deutschen Radsport 1989/90 - Ist die sportliche Einheit gescheitert?

Im zweiten Teil seiner Analyse beschreibt Berno Bahro den Reformprozess in der Verbandsstruktur des Radsports sowie die Finanzierungsmöglichkeiten in den 1990er Jahren und hinterfragt, ob die Vereinigung der beiden Sportsysteme und somit die "sportliche Einheit" als gelungen bezeichnet werden kann.

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Rennen Berlin-Leipzig 1988, ein Klassiker im Straßenradsport der DDR

Berno Bahro

Wende und Vereinigung im deutschen Radsport 1989/90 - Der Sport als Sonderfall der deutschen Einheit

Der Radrennsport zählte in der DDR zu den besonders geförderten Sportarten und die DDR-Radsportler feierten internationale Erfolge. Berno Bahro beleuchtet in seinem zweiteiligen Beitrag die Entwicklungen innerhalb des Deutschen Radsport-Verbandes der DDR im Herbst 1989 und analysiert, wie sich der Transformationsprozess auf den Radsport auswirkte. Teil 1: Der Sport als Sonderfall der deutschen Einheit.

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Wolfgang Ullmann, Abgeordneter der Volkskammer und Mitglied des Kuratoriums, im Gespräch mit Demonstranten am Rande des Staatsaktes zur Vereinigung am 3. Oktober 1990

Christopher Banditt

Das "Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder" in der Verfassungsdiskussion der Wiedervereinigung

Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik nach Artikel 23 des Grundgesetzes bei. Alternativ wäre auch die Verabschiedung einer neuen Verfassung durch das gesamte deutsche Volk nach Artikel 146 möglich gewesen. Inhaltliche Impulse hierfür legte das "Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder" vor. Christopher Banditt über den ambitionierten Verfassungsentwurf und dessen Scheitern.

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l-r) Der belgische Außenminister Paul van Zeeland, der luxemburgische Außenminister Joseph Bech, der belgische Minister Joseph Meurice, der italienische Außenminister Graf Carlo Sforza, der französische Außenminister Robert Schuman, der deutsche Außenminister und Bundeskanzler Konrad Adenauer und der niederländische Außenminister Dirk Stikker am 18.04.1951 in Paris kurz nach der Unterzeichnung des Schuman-Plans. Der von Schuman ausgearbeitete Plan sieht vor, die Kohle- und Stahlproduktion in Europa einer Hohen Behörde, der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), zu unterstellen, die allen europäischen Länder offen steht. Vor allem für die Bundesrepublik, die als eigenständiges Land eintritt, ist dies ein großer Schritt in die Souveränität.

Dieter Schröder

Die Europäische Union - Voraussetzung des vereinigten Deutschlands

Das Grundgesetz legte zwei außenpolitische Staatsziele fest: die Wiedervereinigung Deutschlands und die europäische Integration. Beide Ziele widersprachen sich nicht, argumentiert Dieter Schröder. Vielmehr sei die Europäische Union die Voraussetzung für einen deutschen Gesamtstaat gewesen.

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Deutschland Archiv

Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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NEU: Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Themenseite

30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausstellung + Film

Die Mauer. Sie steht wieder!

Was wäre, wenn die Mauer Berlin erneut halbieren würde? 30 Jahre nach dem Mauerfall erinnert das Deutschland Archiv der bpb mit 30 Bildmontagen und einem Film von Alexander Kupsch an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 4. Dezember 1951
    Das Gesetz zum Schutze der Jugend in der BRD enthält Vorschriften über den Aufenthalt in Gaststätten, die Teilnahme an Tanz-, Film- u. a. Vergnügungsveranstaltungen sowie den Genuss von Tabakwaren und Alkohol. Weiter
  • 4. Dezember 1999
    Die viertägige Welthandelskonferenz in Seattle endet ohne konkretes Ergebnis. Sie scheitert an Interessenkonflikten zwischen den WTO-Mitgliedstaaten (15. 4. 1994), vor allem zwischen Industrienationen und Dritter Welt, zwischen den USA und der EU. Weiter
  • 3./4. Dezember 1997
    In Ottawa unterzeichnen 121 Staaten, darunter Deutschland, das übereinkommen zur weltweiten Ächtung von Antipersonenminen. Es verbietet, Antipersonenminen einzusetzen, zu lagern, herzustellen oder weiterzugeben, und verpflichtet die Vertragsstaaten, ihre... Weiter