Beleuchteter Reichstag

7.1.2019

Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2019: Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger gesucht

Dr. Karl Wilhelm Fricke bei einer Buchvorstellung im Jahr 2015Dr. Karl Wilhelm Fricke bei einer Buchvorstellung im Jahr 2015 (© picture-alliance/dpa)

Mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis würdigt die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur seit 2017 das Engagement derjenigen, die sich über Jahrzehnte mit Zivilcourage und Mut gegen Diktaturen, autoritäre Herrschaft sowie für demokratische Rechte und Freiheiten eingesetzt haben und einsetzen.

Für den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis 2019 haben Sie bis zum 1. März 2019 die Möglichkeit, potenzielle Preisträgerinnen und Preisträger vorzuschlagen. Wenn Sie einen Vorschlag unterbreiten möchten, rufen Sie hier einfach das Formular auf, und füllen Sie es direkt online aus: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/kwf-preis-vorschlag. Sie können das ausgefüllte Formular auch per E-Mail an kwf-preis@bundesstiftung-aufarbeitung.de senden.

Mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis werden Einzelprojekte, Persönlichkeiten oder Initiativen, die mit ihrer Arbeit das Bewusstsein für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage stärken, ausgezeichnet. Prämiert werden Projekte oder Werke wie herausragende wissenschaftliche Arbeiten, literarische oder künstlerische Werke, innovative und lebendige Bildungs- und Aufarbeitungsprojekte, Dokumentarfilme oder journalistische Beiträge.

Eine unabhängige Jury nimmt die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger vor. Deren Mitglieder sind: Bundespräsident a.D. Horst Köhler, die ehemalige Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen Marianne Birthler, der Journalist und Autor Marko Martin sowie Prof. Irina Sherbakova von Memorial Moskau. Vergeben werden zwei Preise: ein Hauptpreis und ein Sonderpreis.

Jedes Jahr findet die Preisverleihung im Umfeld des 17. Juni statt. Damit erinnert die Stiftung Aufarbeitung ganz bewusst an den Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR. Damals protestierten über eine Million mutiger Menschen gegen die kommunistische Herrschaft auf den Straßen und Plätzen in der gesamten DDR. Sie forderten das Ende der SED-Herrschaft, freie Wahlen und die Einheit Deutschlands. Auslöser für die Proteste waren die erhöhten Arbeitsnormen für die Bauarbeiter.

2019 wird die Preisverleihung am 13. Juni um 18:00 Uhr in der Bundesstiftung Aufarbeitung in Berlins Mitte stattfinden.

Den Preis spendet seit 2017 und für insgesamt 20 Jahre der Publizist und ehemalige Fluchthelfer Dr. Burkhart Veigel. Der Preis ist nach seinem ersten Preisträger Dr. h.c. Karl Wilhelm Fricke benannt. Die Repression in der DDR ist das Lebensthema des Journalisten und Publizisten Karl Wilhelm Fricke, wie kein Zweiter hat er sich der Opposition und dem Widerstand gegen die kommunistische Diktatur in SBZ und DDR gewidmet. Als Redakteur und späterer Leiter der „Ost-West-Redaktion“ beim Deutschlandfunk kommen zahlreiche Radiostücke und Kommentare hinzu. Vor der Friedlichen Revolution 1989 setzte sich Fricke als einer von ganz Wenigen mit Widerstand und Opposition in der DDR auseinander und informierte die Menschen in West- und Ostdeutschland immer wieder über die wahren Verhältnisse. Seine sachlichen und faktenreichen Analysen sind bis heute von herausragender wissenschaftlicher Relevanz.

Der namhafte Journalist und Publizist gehörte zudem lange Zeit dem Beirat des Deutschland Archiv (DA) an. Und er war Jahrzehnte lang einer der verdientesten Autorinnen und Autoren des DA, der APuZ und anderer publizistischer Angebote der Bundeszentrale für politische Bildung. Hier zwei Beiträge von Karl Wilhelm Fricke, die in der APuZ veröffentlicht worden sind:

Die nationale Dimension des 17. Juni 1953, 2003
Memoiren aus dem Stasi-Milieu, 2002

Hier erfahren Sie mehr über den Karl-Wilhelm-Fricke-Preis.


Deutschland Archiv

Illustration, die Kathrin und Ereignisse rund um den Mauerfall 1989 zeigt.
Messenger-Projekt

Der Mauerfall und ich

Es ist Leipzig im Spätsommer des Jahres 1989. Die Studentin Kathrin und ihre Freundinnen und Freunde erleben eine Zeit des Umbruchs in der DDR. Im November fällt die Mauer und damit die Grenze, die Deutschland und die Deutschen viele Jahrzehnte trennte. Über ihre Erlebnisse hat Kathrin von August bis November 2019 im bpb-Messengerprojekt "Der Mauerfall und ich" berichtet.

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Die Mauer. 1961 bis 2021

Bildmontagen und eine VR-Animation

Anlässlich des 60. Jahrestags des Mauerbaus erinnert das Deutschland Archiv der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb mit 46 Bildmontagen und einer Virtual-Reality-Animation an das Bauwerk, das die Stadt über 28 Jahre lang teilte.

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60 Jahre Mauerbau

Die Berliner Mauer trennte mehr als 28 Jahre lang Ost und West. Sie ist zum Symbol der konfliktreich verkanteten Nachkriegsordnung der Alliierten geworden. Zwischen 1961 und 1989 wurden mindestens 140 Menschen an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Darüber hinaus verstarben mindestens 251 Reisende aus Ost und West vor, während oder nach Kontrollen an Berliner Grenzübergängen. In diesen Angaben nicht erfasst ist die unbekannte Anzahl von Menschen, die aus Kummer und Verzweiflung über die Auswirkungen des Mauerbaus auf ihre individuellen Lebensverhältnisse starben.


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NEU: "(Ost)Deutschlands Weg 1989-2021". 80 Studien zur Lage des Landes

Ein Mosaik der (ost)deutschen Transformationsgeschichte von 1989/90 bis in die Gegenwart. Mit Texten von Ilko-Sascha Kowalczuk, Krisztina Slachta, Jens Reich, Marianne Birthler, Hans Modrow, Steffen Mau, Antonie Rietzschel, Andreas Zick, Esther Dischereit, Bernd Wagner, Naika Foroutan, Raj Kollmorgen und 70 weiteren AutorInnen. Der Doppelband mit 1.350 Seiten und zahlreichen Fotos kostet 7 Euro im Angebot der bpb.

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Videoreportagen

Vom Einläuten der Friedlichen Revolution

Rund um den 7. Oktober 1989 herrschte Ausnahmezustand in mehreren Städten der DDR. Polizei und Stasi gingen gewaltsam gegen Demonstranten vor, die friedlich für Reformen eintraten. Ein filmischer Überblick.

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Chronik der Mauer

Es erwartet Sie eine Fülle von multimedial aufbereiteten Informationen über Mauerbau und Mauerfall - und über die Opfer der Grenze.

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30 Jahre Mauerfall

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre das Symbol der deutschen Teilung und des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 reagierte die DDR-Regierung mit Reiseerleichterungen auf den Ausreisestrom und monatelange Massenproteste – die Mauer war geöffnet. Wir präsentieren ausgewählte Angebote zur Geschichte der Mauer und des Mauerfalls.

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Deutschlandarchiv bei Twitter

Ausgebombt! Eine Zeitreise ins kriegszerstörte Berlin

31 Bildmontagen des Berliner Fotografen und Designers, Alexander Kupsch, aus historischen Fotos vom zerstörten Berlin und Aufnahmen aus dem Jahr 2015, zeigen, dass bei Kriegsende im Mai 1945 in der Stadt kaum ein Stein mehr auf dem anderen stand. Die Bildmontagen rücken die zerstörerische Kraft des Krieges erneut ins Bewusstsein, indem sie die Ruinen und Schuttberge aus dem Mai 1945 ins Berlin von heute übertragen.

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Dossier

Stasi

Alles wissen, alles kontrollieren, Menschen manipulieren. Aus der Arbeitsweise der DDR-Geheimpolizei "Stasi" ist auch viel zu lernen über die Mechanismen von Diktaturen der Gegenwart. In der DDR überwanden couragierte Bürgerinnen und Bürger allerdings 1989 ihre Angst vor der "Staatssicherheit". Vor 30 Jahren wurde sie gänzlich entmachtet.

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Online-Angebot der bpb und der Robert-Havemann-Gesellschaft

jugendopposition.de

Wie haben junge Menschen in der DDR mit Mut und Musik gegen Stasi und SED-Diktatur gekämpft? Zeitzeugen berichten. Mit zahlreichen Texten, Videos, Audios, Fotos und Dokumenten.

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Online-Archiv

www.wir-waren-so-frei.de

Fast 7.000 private Filme und Fotos aus der Umbruchzeit 1989/90 sowie über 100 begleitende Erinnerungstexte. Dazu ost- und westdeutsche Medienberichte. Die persönlichen Erfahrungen der Fotografen und Filmemacher bieten zusammen mit der öffentlichen Berichterstattung vielfältige Blicke auf die historischen Ereignisse und deren Auswirkungen auf den Alltag in Ost und West.

Mehr lesen auf wir-waren-so-frei.de

Wird die DDR-Diktatur verharmlost? Und warum begann die intensive Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erst so spät? Die Deutung von Geschichte ist oft umstritten - und nicht selten ein Politikum.

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13. August 1961: In den frühen Morgenstunden beginnt der Bau der Mauer, die Deutsche Teilung wird zementiert. Am Abend des 9. November 1989 kommt es zum Mauerfall. Bald 30 Jahre danach ist Deutschland in vielem noch immer ein Land mit zwei Gesellschaften.

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Zu dem Thema "Children of Transition, Children of War, the Generation of Transformation from a European Perspective" diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Deutschlandforschertagung 2016 vom 3. bis 5. November 2016 in der Universität Wien. Die Tagungsdokumentation gibt Einblick in die Themen und Ergebnisse.

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Gedenkstätten, Museen, Dokumentationszentren, Mahnmale, Online-Angebote - zahlreiche Einrichtungen und Initiativen erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bieten Bildungsangebote zur Geschichte des Nationalsozialismus und engagieren sich für Überlebende und Jugendbegegnungen. Wo Sie welche Erinnerungsorte mit welchem pädagogischen Angebot finden, erfahren Sie in der Datenbank.

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Der Tag in der Geschichte

  • 26./27. Okt. 1962
    Spiegel-Affäre: Die Redaktions- und Verlagsräume des Nachrichtenmagazins Der Spiegel werden in Hamburg und Bonn nachts polizeilich besetzt und durchsucht. Der Herausgeber Rudolf Augstein, der Verlagsdirektor Hans Detlev Becker und mehrere leitende Redakteure... Weiter
  • 26. Oktober 1965
    Zweites Kabinett Erhard aus einer CDU/CSU- und FDP-Koalition. Erhard war am 20. 10. 1965 zum zweiten Male zum Bundeskanzler gewählt worden. Bundeskanzler Ludwig Erhard (CDU) Stellvertreter und gesamtdeutsche Fragen Erich Mende (FDP) bis 28. 10. 1966,... Weiter
  • 26. Oktober 1988
    Erstmals in der Geschichte der BRD legt in Hamburg ein Lehrerstreik große Teile des Schulunterrichts lahm. Der Streik soll kürzere Arbeitszeiten und Neueinstellungen von Lehrern bzw. Lehrerinnen durchsetzen helfen. Weiter
  • 26. Oktober 1998
    Der 14. Bundestag konstituiert sich letztmals in Bonn. Er wählt den SPD-Abgeordneten Wolfgang Thierse als Repräsentanten der stärksten Fraktion zum neuen Bundestagspräsidenten. Thierse spricht von einem »historischen Datum« und »mehr als einer Geste«, da... Weiter

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