2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt den Moritzplatz im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg.
Der Berliner Moritzplatz liegt im Norden von Friedrichshain-Kreuzberg im Ortsteil Kreuzberg. Der Platz ist nur etwa 140 Meter von der Bezirksgrenze zum Bezirk Mitte entfernt. Früher gehörte er zur Luisenstadt. Der quadratisch angelegte Platz wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach Moritz Prinz von Oranien benannt. Er wird von der Oranienstraße in Ost-West-Richtung und von der Prinzenstraße in Nord-Süd-Richtung gekreuzt. 

Berlin dehnte sich Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts stark aus. Im Rahmen dieser Entwicklung wurden rund um den Moritzplatz Kaufhäuser, Gasthäuser, Wohnhäuser und Geschäfte errichtet. Der Platz war ein belebter Einkaufsort in Kreuzberg, an dessen südöstlichem Teil sich bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ein Kaufhaus des Wertheim-Konzerns befand. 

Durch den Luftangriff am 3. Februar 1945 wurde der Moritzplatz stark zerstört. Östlich des Platzes blieben einige Altbauten stehen, während westlich davon in den 1950er und 1960er Jahren Neubauten errichtet wurden. Im Zuge der Sanierungspolitik des Berliner Senats, die dem Motto des Neuen Bauens „Licht, Luft und Sonne“ folgte, wurden in den 1970er Jahren noch verbliebenen Altbauten – bis auf die nordöstlich vom Platz liegenden Häuser – abgerissen. Übrig blieben viele Brachen. Das war auch der Planung der Stadtautobahn A 106 geschuldet sowie unklarer Eigentumsverhältnisse und der Randlage zu Ost-Berlin. Von 2011-2015 entstand an der Südwestecke des Moritzplatzes das Aufbauhaus, in dem unter anderem die Verlage Aufbau und Ch. Links ihren Sitz haben.

Unter dem Moritzplatz liegt der gleichnamige U-Bahnhof der heutigen Linie U8, der 1928 in Betrieb genommen wurde. Nach 1961 war hier der letzte Halt in West-Berlin, bevor die U-Bahn über die geschlossenen Geisterbahnhöfe dieser Linie, die in Ost-Berlin lagen, in Richtung Wedding fuhr. Vom August 1961 bis Ende 1989 befand sich nördlich des Platzes die Grenzübergangsstelle Heinrich-Heine-Straße.

Moritzplatz, Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Ortsteil Kreuzberg:

Der Berliner Moritzplatz liegt im Norden von Friedrichshain-Kreuzberg im Ortsteil Kreuzberg. Der Platz ist nur etwa 140 Meter von der Bezirksgrenze zum Bezirk Mitte entfernt. Früher gehörte er zur Luisenstadt. Der quadratisch angelegte Platz wurde Mitte des 19. Jahrhunderts nach Moritz Prinz von Oranien benannt. Er wird von der Oranienstraße in Ost-West-Richtung und von der Prinzenstraße in Nord-Süd-Richtung gekreuzt.

Berlin dehnte sich Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts stark aus. Im Rahmen dieser Entwicklung wurden rund um den Moritzplatz Kaufhäuser, Gasthäuser, Wohnhäuser und Geschäfte errichtet. Der Platz war ein belebter Einkaufsort in Kreuzberg, an dessen südöstlichem Teil sich bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ein Kaufhaus des Wertheim-Konzerns befand.

Durch den Luftangriff am 3. Februar 1945 wurde der Moritzplatz stark zerstört. Östlich des Platzes blieben einige Altbauten stehen, während westlich davon in den 1950er und 1960er Jahren Neubauten errichtet wurden. Im Zuge der Sanierungspolitik des Berliner Senats, die dem Motto des Neuen Bauens „Licht, Luft und Sonne“ folgte, wurden in den 1970er Jahren noch verbliebenen Altbauten – bis auf die nordöstlich vom Platz liegenden Häuser – abgerissen. Übrig blieben viele Brachen. Das war auch der Planung der Stadtautobahn A 106 geschuldet sowie unklarer Eigentumsverhältnisse und der Randlage zu Ost-Berlin. Von 2011-2015 entstand an der Südwestecke des Moritzplatzes das Aufbauhaus, in dem unter anderem die Verlage Aufbau und Ch. Links ihren Sitz haben.

Unter dem Moritzplatz liegt der gleichnamige U-Bahnhof der heutigen Linie U8, der 1928 in Betrieb genommen wurde. Nach 1961 war hier der letzte Halt in West-Berlin, bevor die U-Bahn über die geschlossenen Geisterbahnhöfe dieser Linie, die in Ost-Berlin lagen, in Richtung Wedding fuhr. Vom August 1961 bis Ende 1989 befand sich nördlich des Platzes die Grenzübergangsstelle Heinrich-Heine-Straße. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)