2Ausgebombt - eine Zeitreise ins zerstörte Berlin

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Die Bildmontage zeigt die Potsdamer Straße im Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten.
Ursprünglich wurde die Straße vor dem Potsdamer Tor als Verbindung zu den königlichen Residenzen in Potsdam (Schloss Sanssouci und Neues Palais) gebaut. Nach dem Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Potsdamer Straße zur verkehrsreichsten Straße im Deutschen Reich. Am Anfang der Potsdamer Straße stand seit 1924 die erste Ampel mit dem Verkehrsturm am Potsdamer Platz. Eine Rekonstruktion des Verkehrsturms steht seit 1997 unweit der historischen Stelle.

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg war der Teil der Potsdamer Straße zwischen der Lützow- sowie Pallas- und Goebenstraße ein Rotlichtviertel mit Prostitution in entsprechenden Nachtclubs. Diese Entwicklung setzte sich nach dem Krieg fort und änderte sich erst Ende 1980er Jahre.

An der Potsdamer Straße stand das unvollendete und im Krieg leicht beschädigte Haus des Fremdenverkehrs, das die Nationalsozialisten hier an der geplanten neuen Nord-Süd-Achse der „Welthauptstadt Germania“ errichten wollten. Durch den naheliegenden Landwehrkanal lief die Baugrube voll und wurde so zu einem innerstädtischen Freibad, in das die Kinder kurz nach Kriegsende sprangen. Die Rohbauruine wurde 1962 abgerissen. An derselben Stelle wurde die Staatsbibliothek (Haus Potsdamer Straße) nach den Plänen von Hans Sharoun gebaut.
  
In der geteilten Stadt Berlin verlor die Straße an Bedeutung, was durch den Mauerbau noch verstärkt wurde. Nördlich der Potsdamer Brücke legte Hans Scharoun das Kulturforum mit der Neuen Nationalgalerie, der erhaltenen St. Matthäuskirche, der Philharmonie und der Staatsbibliothek an. Hierfür wurde die Potsdamer Straße nach Westen verschoben. Der Rest der ursprünglichen Straße führt heute als Alte Potsdamer Straße zum Potsdamer Platz.

Die Potsdamer Straße, Bezirk Mitte, Ortsteil Tiergarten:

Ursprünglich wurde die Straße vor dem Potsdamer Tor als Verbindung zu den königlichen Residenzen in Potsdam (Schloss Sanssouci und Neues Palais) gebaut. Nach dem Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Potsdamer Straße zur verkehrsreichsten Straße im Deutschen Reich. Am Anfang der Potsdamer Straße stand seit 1924 die erste Ampel mit dem Verkehrsturm am Potsdamer Platz. Eine Rekonstruktion des Verkehrsturms steht seit 1997 unweit der historischen Stelle.

Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg war der Teil der Potsdamer Straße zwischen der Lützow- sowie Pallas- und Goebenstraße ein Rotlichtviertel mit Prostitution in entsprechenden Nachtclubs. Diese Entwicklung setzte sich nach dem Krieg fort und änderte sich erst Ende 1980er Jahre.

An der Potsdamer Straße stand das unvollendete und im Krieg leicht beschädigte Haus des Fremdenverkehrs, das die Nationalsozialisten hier an der geplanten neuen Nord-Süd-Achse der „Welthauptstadt Germania“ errichten wollten. Durch den naheliegenden Landwehrkanal lief die Baugrube voll und wurde so zu einem innerstädtischen Freibad, in das die Kinder kurz nach Kriegsende sprangen. Die Rohbauruine wurde 1962 abgerissen. An derselben Stelle wurde die Staatsbibliothek (Haus Potsdamer Straße) nach den Plänen von Hans Sharoun gebaut. In der geteilten Stadt Berlin verlor die Straße an Bedeutung, was durch den Mauerbau noch verstärkt wurde. Nördlich der Potsdamer Brücke legte Hans Scharoun das Kulturforum mit der Neuen Nationalgalerie, der erhaltenen St. Matthäuskirche, der Philharmonie und der Staatsbibliothek an. Hierfür wurde die Potsdamer Straße nach Westen verschoben. Der Rest der ursprünglichen Straße führt heute als Alte Potsdamer Straße zum Potsdamer Platz. (© Landesarchiv Berlin/Alexander Kupsch inklusive Montage)