2Deutschland – Namibia, Beziehung der ungenutzten Chancen

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Deutsche Soldaten vor den beginnenden Massakern an den Hereros im damaligen "Deutsch-Südwestafrika", das Bild stammt aus dem November 1903. Es zeigt die Einsegnung der 2. Marine-Feldkompanie vor ihrem Einsatz. 1884 war Deutsch-Südwestafrika (Gebiet des heutigen Namibia) zu einem deutschen Schutzgebiet erklärt worden. In den Folgejahren ließen sich erste weiße Siedler in dem Gebiet nieder. Die Niederwerfung des Aufstandes der Herero, eines Bantustamms im mittleren und nördlichen Namibia, gegen die deutsche Kolonialmacht in den Jahren 1903 bis 1907 forderte schwere Opfer unter der schwarzen Bevölkerung in der Dimension eines Völkermords. Von den ursprünglich 60.000 bis 80.000 Herero überlebten nur etwa 16.000, genaue Opferzahlen sind jedoch umstritten. Auch die Hälfte der rund 20.000 Menschen zählenden Bevölkerungsgruppe der Nama, die im Oktober 1904 ebenfalls gegen die deutschen Kolonialherren aufbegehrten, fielen der deutschen Vernichtungspolitik zum Opfer.
Deutsche Soldaten vor den beginnenden Massakern an den Hereros im damaligen "Deutsch-Südwestafrika", das Bild stammt aus dem November 1903. Es zeigt die Einsegnung der 2. Marine-Feldkompanie vor ihrem Einsatz. 1884 war Deutsch-Südwestafrika (Gebiet des heutigen Namibia) zu einem deutschen Schutzgebiet erklärt worden. In den Folgejahren ließen sich erste weiße Siedler in dem Gebiet nieder. Die Niederwerfung des Aufstandes der Herero, eines Bantustamms im mittleren und nördlichen Namibia, gegen die deutsche Kolonialmacht in den Jahren 1903 bis 1907 forderte schwere Opfer unter der schwarzen Bevölkerung in der Dimension eines Völkermords. Von den ursprünglich 60.000 bis 80.000 Herero überlebten nur etwa 16.000, genaue Opferzahlen sind jedoch umstritten. Auch die Hälfte der rund 20.000 Menschen zählenden Bevölkerungsgruppe der Nama, die im Oktober 1904 ebenfalls gegen die deutschen Kolonialherren aufbegehrten, fielen der deutschen Vernichtungspolitik zum Opfer. (© picture-alliance/dpa, Friedrich Rohrmann)