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D wie Dialog | Deutschland Archiv | bpb.de

Deutschland Archiv Neu im DA Schwerpunkte Erinnern, Gedenken, Aufarbeiten 1848/49 in der politischen Bildung Vier Ansichten über ein Buch, das es nicht gab "Es war ein Tanz auf dem Vulkan" Föderalismus und Subsidiarität „Nur sagen kann man es nicht“ Wenn Gedenkreden verklingen Zeitenwenden Geschichtsklitterungen „Hat Putin Kinder?“, fragt meine Tochter Wolf Biermann über Putin: Am ersten Tag des Dritten Weltkrieges Der Philosoph hinter Putin „Putin verwandelt alles in Scheiße“ Das Verhängnis des Imperiums in den Köpfen Ilse Spittmann-Rühle ist gestorben Der Friedensnobelpreis 2022 für Memorial Rückfall Russlands in finsterste Zeiten Memorial - Diffamiert als "ausländische Agenten" Die Verteidigung des Erinnerns Russlands Attacken auf "Memorial" Der Fall Schalck-Golodkowski Ende des NSU vor zehn Jahren 7. Oktober 1989 als Schlüsseltag der Friedlichen Revolution Die Geschichte von "Kennzeichen D" Nachruf auf Reinhard Schult Leningrad: "Niemand ist vergessen" Verfolgung von Sinti und Roma Zuchthausaufarbeitung in der DDR - Cottbus Sowjetische Sonderhaftanstalten Tage der Ohnmacht "Emotionale Schockerlebnisse" Ein Neonazi aus der DDR Akten als Problem? Eine Behörde tritt ab Ostberlin und Chinas "Großer Sprung nach vorn" Matthias Domaschk - das abrupte Ende eines ungelebten Lebens Ein Wettbewerb für SchülerInnenzeitungen Totenschädel in Gotha Bürgerkomitees: Vom Aktionsbündnis zum Aufarbeitungsverein Westliche Leiharbeiter in der DDR Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (I) Hohenzollern und Demokratie nach 1918 (II) Auf dem Weg zu einem freien Belarus? Erstes deutsch-deutsches Gipfeltreffen im Visier des BND Neue Ostpolitik und der Moskauer Vertrag Grenze der Volksrepublik Bulgarien Die Logistik der Repression Schwarzenberg-Mythos Verschwundene Parteifinanzen China, die Berlin- und die Deutschlandfrage 8. Mai – ein deutscher Feiertag? China und die DDR in den 1980ern 1989 und sein Stellenwert in der europäischen Erinnerung Stasi-Ende Die ungewisse Republik Spuren und Lehren des Kalten Kriegs Einheitsrhetorik und Teilungspolitik Schweigen brechen - Straftaten aufklären Welche Zukunft hat die DDR-Geschichte? Die Deutschen und der 8. Mai 1945 Jehovas Zeugen und die DDR-Erinnerungspolitik Generation 1989 und deutsch-deutsche Vergangenheit Reformationsjubiläen während deutscher Teilung 25 Jahre Stasi-Unterlagen-Gesetz Kirchliche Vergangenheitspolitik in der Nachkriegszeit Zwischenbilanz Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung Der Umgang mit politischen Denkmälern der DDR Richard von Weizsäckers Rede zum Kriegsende 1985 Die Sowjetunion nach Holocaust und Krieg Nationale Mahn- und Gedenkstätten der DDR Behörde des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Die Entmilitarisierung des Kriegstotengedenkens in der SBZ Heldenkult, Opfermythos und Aussöhnung Durchhalteparolen und Falschinformationen aus Peking Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte Grenzsicherung nach dem Mauerbau Einmal Beethoven-Haus und zurück Das Bild Walther Rathenaus in der DDR und der Bundesrepublik Alles nach Plan? Fünf Gedanken über Werner Schulz „Wie ein Film in Zeitlupe“ "Ich hatte Scheißangst" Ein Nazi flieht in die DDR Der 13. Februar 1945 im kollektiven Gedächtnis Dresdens Vor 50 Jahren im September: Zweimal Deutschland in der UNO Der Mann aus dem inneren Zirkel DDR-Vermögen auf Schweizer Konten Nicht nur Berlin Moskauer Hintergründe des 17. Juni Opfer einer "Massenpsychose"? Der Wolf und die sieben Geißlein Der Prager Frühling 1968 und die Deutschen Operativer Vorgang „Archivar“ 9. November 1989. Der Durchbruch 9. November 1918. „Die größte aller Revolutionen“? Der vielschichtige 9. November Biermann in meinem Leben Ein Wolf im Museum Entmutigung & Ermutigung. Drei Stimmen zu Biermann Spurenverwischer Kleinensee und Großensee Tod einer Schlüsselfigur Das besiegte Machtinstrument - die Stasi Anhaltende Vernebelung Die RAF in der DDR: Komplizen gegen den Kapitalismus Einem Selbstmord auf der Spur Druckfrisch Transformation und Deutsche Einheit Die sozialpsychologische Seite der Zukunft Zwölf Thesen zu Wirtschaftsumbau und Treuhandanstalt Die andere Geschichte der Umbruchjahre – alternative Ideen und Projekte 31 Jahre nach Rostock-Lichtenhagen Wiedervereinigt auf dem Rücken von Migranten und Migrantinnen? Film ohne Auftrag - Perspektiven, die ausgegrenzt und unterschlagen wurden Geheimdienste, „Zürcher Modell“ und „Länderspiel“ 50 Jahre Grundlagenvertrag Drei Kanzler und die DDR Populismus in Ost und West Akzeptanz der repräsentativen Demokratie in Ostdeutschland Zusammen in Feindseligkeit? Neuauflage "(Ost)Deutschlands Weg" Ostdeutsche Frakturen Welche Zukunft liegt in Halle? Anpassungsprozess der ostdeutschen Landwirtschaft Daniela Dahn: TAMTAM und TABU Wege, die wir gingen „Der Ort, aus dem ich komme, heißt Dunkeldeutschland” Unternehmerischer Habitus von Ostdeutschen Teuer erkauftes Alltagswissen Trotz allem im Zeitplan Revolution ohne souveränen historischen Träger Mehr Frauenrechte und Parität Lange Geschichte der „Wende“ Eine Generation nach der ersten freien Volkskammerwahl Unter ostdeutschen Dächern Die de Maizières: Arbeit für die Einheit Schulzeit während der „Wende” Deutschland – Namibia Im Gespräch: Bahr und Ensikat Gorbatschows Friedliche Revolution "Der Schlüssel lag bei uns" "Vereinigungsbedingte Inventur" "Es gab kein Drehbuch" "Mensch sein, Mensch bleiben" Antrag auf Staatsferne Alt im Westen - Neu im Osten Die Deutsche Zweiheit „Ein echtes Arbeitsparlament“ Corona zeigt gesellschaftliche Schwächen Widersprüchliche Vereinigungsbilanz Schule der Demokratie Warten auf das Abschlusszeugnis Brief an meine Enkel Putins Dienstausweis im Stasi-Archiv Preis der Einheit Glücksstunde mit Makeln Emotional aufgeladenes Parlament Geht alle Macht vom Volke aus? Deutschland einig Vaterland 2:2 gegen den Bundestag "Nicht förderungswürdig" Demokratie offen halten Standpunkte bewahren - trotz Brüchen Die ostdeutsche Erfahrung Kaum Posten für den Osten Braune Wurzeln Wer beherrscht den Osten „Nicht mehr mitspielen zu dürfen, ist hart.“ Ein Ost-West-Dialog in Briefen Stadtumbau Ost Ostdeutschland bei der Regierungsbildung 2017 Die neue Zweiklassengesellschaft DDR-Eishockey im Wiedervereinigungsprozess Die SPD (West) und die deutsche Einheit Die Runden Tische 1989/90 in der DDR Die Wandlung der VdgB zum Bauernverband 1990 Transatlantische Medienperspektiven auf die Treuhandanstalt Transformation ostdeutscher Genossenschaftsbanken Demografische Entwicklung in Deutschland seit 1990 Parteien und Parteienwettbewerb in West- und Ostdeutschland Hertha BSC und der 1. FC Union vor und nach 1990 25 Jahre nach der Wiedervereinigung Ostdeutsches Industriedesign im Transformationsprozess Wende und Vereinigung im deutschen Radsport Wende und Vereinigung im deutschen Radsport (II) Kuratorium für einen demokratisch verfassten Bund deutscher Länder Europäische Union als Voraussetzung für deutschen Gesamtstaat Welche Zukunft braucht Deutschlands Zukunftszentrum? Ein Plädoyer. (K)Einheit Wird der Osten unterdrückt? Die neue ostdeutsche Welle Die anderen Leben. Generationengespräche Ost "Westscham" Sichtweisen Die innere Einheit Wer beherrscht den Osten? Forschungsdefizite rechtsaußen Verpasste Chancen? Die gescheiterte DDR-Verfassung von 1989/90 Berlin – geteilte Stadt & Mauerfall Berliner Polizei-Einheit Die Mauer. 1961 bis 2023 The Wall: 1961-2021 - Part One The Wall: 1961-2021 - Part Two "Es geht nicht einfach um die Frage, ob Fußball gespielt wird" Mauerbau und Alltag in Westberlin Der Teilung auf der Spur Olympia wieder in Berlin? Der Mauerfall aus vielen Perspektiven Video der Maueröffnung am 9. November 1989 Die Mauer fiel nicht am 9. November Mauersturz statt Mauerfall Heimliche Mauerfotos von Ost-Berlin aus Ost-West-Kindheiten "Niemand hat die Absicht, die Menschenwürde anzutasten" Berlinförderung und Sozialer Wohnungsbau in der „Inselstadt“ Wie stellt der Klassenfeind die preußische Geschichte aus? Flughafen Tempelhof Die Bundeshilfe für West-Berlin Christliche Gemeinschaft im geteilten Berlin Amerikanische Militärpräsenz in West-Berlin Das Stadtjubiläum von 1987 in Ost- und West-Berlin Bericht zum Workshop "Das doppelte Stadtjubiläum" Das untergegangene West-Berlin Interview: „Der Zoo der Anderen“ Die "Weltnachricht" mit ungewollter Wirkung Krieg & Frieden. Wohin führt die Zeitenwende? Über 70 Analysen & Essays. Wenig Hoffnung auf baldigen Frieden Was riskieren wir? Ein Sommer der Unentschlossenheit Ein Jahr Krieg Die Waffen nieder? Ungleiche Fluchten? Schwerter allein sind zu wenig „Russland wird sich nach Putin ändern“ Die be(un)ruhigende Alltäglichkeit des Totalitären Vergessene Bomben aus Deutschland Putins Mimikry Schon einmal Vernichtungskrieg Verhandeln, aber wie? Das sterbende russländische Imperium und sein deutscher Helfer Was lief schief seit dem Ende des Kalten Krieges? „Sie haben die Zukunft zerbrochen“ Vertreibung ist auch eine Waffe "Wie ich Putin traf und er mich das Fürchten lehrte" "Wir bewundern sie und sie verschwinden" Mehr Willkommensklassen! Hoffen auf einen russischen „Nürnberger Prozess“ Russische Kriegskontinuitäten Wurzeln einer unabhängigen Ukraine Der erschütterte Fortschritts-Optimismus "Leider haben wir uns alle geirrt" Die Hoffnung auf eine gesamteuropäische Friedens- und Sicherheitsarchitektur nicht aufgeben „Ihr Völker der Welt“ Das erste Opfer im Krieg ist die Wahrheit China und die „Taiwanfrage“ Deutschlands Chinapolitik – schwach angefangen und stark nachgelassen "Ein Dämon, der nicht weichen will" "Aufhören mit dem Wunschdenken" Zäsur und Zeitenwende. Wo befinden wir uns? Im zweiten Kriegsjahr Zeitenwende – Zeit der Verantwortung Müde werden darf Diplomatie nie Sprachlosigkeiten Wie ist dieser Krieg zu deeskalieren und zu beenden? Teil 1 Als Brückenbau noch möglich war Der Krieg in der Ukraine als neuer Horizont für politische Bildung und Demokratiepädagogik Bleibt nur Gegengewalt? „Mein Körper ist hier, aber mein Herz und meine Seele sind immer in Israel“ „Ich hoffe, dass die Ukraine die BRD des 21. Jahrhunderts wird“ Krieg als Geschäft Bodenlose Ernüchterung In geheimer Mission: Die DDR-NVA gegen den „jüdischen Klassenfeind“ „Verbote bringen herzlich wenig“ Eine missachtete Perspektive? Verordnete Feindbilder über Israel in der DDR: Eine Zeitungs-Selbstkritik Die erste DDR-Delegation in Israel. Ein Interview mit Konrad Weiß „Dieser westliche Triumphalismus ist ein großer Selbstbetrug“ Wolf Biermann: Free Palestine...? Was hilft gegen politische Tsunamis? Der Tod ist ein Meister aus Russland Wann ist die Zeit zu verhandeln? „Ich bedaure und bereue nichts“ Jüdinnen in Deutschland nach 1945 Interviews Beiträge Porträts Redaktion Jüdinnen und Juden in der DDR Antisemitismus in Deutschland Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch War die DDR antisemitisch? Antisemitismus in der DDR Teil I Antisemitismus in der DDR Teil II Als ob wir nichts zu lernen hätten von den linken Juden der DDR ... Ostdeutscher Antisemitismus: Wie braun war die DDR? Die Shoah und die DDR Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil I Umgang mit jüdischen Friedhöfen und Friedhofsschändungen, Teil II Israel im Schwarzen Kanal Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, I Der Nahostkonflikt in Kinder- und Jugendzeitschriften der DDR, II Das Israelbild der DDR und dessen Folgen Buchenwald und seine fragwürdige Nachgeschichte "Jüdisch & Links" von Wolfgang Herzberg Der patriarchalen Erinnerungskultur entrissen: Hertha Gordon-Walcher Jüdisch sein in Frankreich und in der DDR Frauen in der DDR (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Frauen im geteilten Deutschland „Schönheit für alle!“ 1989/90 - Friedliche Revolution und Deutsche Einheit Frauen in der Bürgerbewegung der DDR Die Wege zum 9. November 1989 „Die Stunde ist gekommen aufzustehen vom Schlaf“ Mythos Montagsdemonstration Ossi? Wessi? Geht's noch? Es gibt keine wirkliche Ostdebatte Die. Wir. Ossi. Wessi? Wie man zum Ossi wird - Nachwendekinder zwischen Klischee und Stillschweigen 2 plus 4: "Ihr könnt mitmachen, aber nichts ändern“ Blick zurück nach vorn Wem gehört die Revolution? Die erste und letzte freie DDR-Volkskammerwahl Mythos 1989 Joseph Beuys über die DDR Der 9. Oktober 1989 in Leipzig Egon Krenz über den 9. November Die deutsche Regierung beschleunigt zu stark Projekte für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin und Leipzig Deutsch-deutsche Begegnungen. Die Städtepartnerschaften am Tag der Deutschen Einheit Mit Abstand betrachtet - Erinnerungen, Fragen, Thesen. Die frohe Botschaft des Widerstands Mauerfall mit Migrationshintergrund "Wer kann das, alltäglich ein Held sein?" "Es geht um Selbstbefreiung und Selbstdemokratisierung" Kann man den Deutschen vertrauen? Ein Rückblick nach einem Vierteljahrhundert deutscher Einheit Von der (eigenen) Geschichte eingeholt? Der Überläufer Der Überläufer (Teil IV) Der Deal mit "Schneewittchen" alias Schalck-Golodkowski Un-Rechts-Staat DDR Bedrohter Alltag Unrecht, Recht und Gerechtigkeit - eine Bilanz von Gerd Poppe Der Geschlossene Jugendwerkhof Torgau – eine "Totale Institution" Stasi-Hafterfahrungen: Selbstvergewisserung und Renitenz Kritik und Replik: Suizide bei den Grenztruppen und im Wehrdienst der DDR Suizide bei den Grenztruppen der DDR. Eine Replik auf Udo Grashoff Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes, ihre Aufarbeitung und die Erinnerungskultur Die Freiheit ist mir lieber als mein Leben „Nicht nur Heldengeschichten beschreiben“ Wer war Opfer des DDR-Grenzregimes? Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine Recherche Todesopfer des DDR-Grenzregimes - Eine andere Sicht "Begriffliche Unklarheiten" Die Reichsbahn und der Strafvollzug in der DDR "Schicksale nicht Begriffe" Mauerbau und Machtelite Zwangseingewiesene Mädchen und Frauen in Venerologischen Einrichtungen Stasi-Razzia in der Umweltbibliothek Politisch inhaftierte Frauen in der DDR Ein widerständiges Leben: Heinz Brandt Über den Zaun und zurück – Flucht und Rückkehr von Dietmar Mann Die politische Justiz und die Anwälte in der Arä Honecker Geraubte Kindheit – Jugendhilfe in der DDR Haftarbeit im VEB Pentacon Dresden – eine Fallstudie Zwischen Kontrolle und Willkür – Der Strafvollzug in der DDR Suizide in Haftanstalten: Legenden und Fakten Die arbeitsrechtlichen Konsequenzen in der DDR bei Stellung eines Ausreiseantrages Max Fechner – Opfer oder Täter der Justiz der Deutschen Demokratischen Republik? Die "Auskunftspersonen" der Stasi – Der Fall Saalfeld Geschlossene Venerologische Stationen und das MfS Jugendhilfe und Heimerziehung in der DDR Fraenkels "Doppelstaat" und die Aufarbeitung des SED-Unrechts "OV Puppe". Ein Stasi-Raubzug im Spielzeugland Verdeckte Waffendeals der DDR mit Syrien Alltag und Gesellschaft Die Situation von lesbischen Frauen in der DDR Ost-West Nachrichtenvergleiche Fußball mit und ohne Seele München 1972: Olympia-Streit um das „wahre Freundesland“ Afrikas Das religiöse Feld in Ostdeutschland Repräsentation Ostdeutschlands nach Wahl 2021 Die Transformation der DDR-Presse 1989/90 Das Elitendilemma im Osten "Affirmative Action" im Osten Ostdeutsche in den Eliten als Problem und Aufgabe Ostdeutsche Eliten und die Friedliche Revolution in der Diskussion Die Bundestagswahl 2021 in Ostdeutschland Deutsch-deutsche Umweltverhandlungen 1970–1990 Der Plan einer Rentnerkartei in der DDR "Es ist an der Zeit, zwei deutsche Mannschaften zu bilden" Deutsch-ausländische Ehen in der Bundesrepublik Verhandelte Grenzüberschreitungen Verpasste Chancen in der Umweltpolitik Der dritte Weg aus der DDR: Heirat ins Ausland Und nach Corona? Ein Laboratorium für Demokratie! Nichtehelichkeit in der späten DDR und in Ostdeutschland 30 Jahre später – der andere Bruch: Corona Mama, darf ich das Deutschlandlied singen Mit der Verfassung gegen Antisemitismus? Epidemien in der DDR Homosexuelle in DDR-Volksarmee und Staatssicherheit „Die DDR als Zankapfel in Forschung und Politik" Die Debatte über die Asiatische Grippe Coronavirus - Geschichte im Ausnahmezustand Werdegänge Familien behinderter Kinder in BRD und DDR Vom Mauerblümchen zum Fußball-Leuchtturm DDR-Alltag im Trickfilm Die alternative Modeszene der DDR Nachrichtendienste in Deutschland. Teil II Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I Die Jagd gehört dem Volke Homosexuelle und die Bundesrepublik Deutschland Honeckers Jagdfieber zahlte die Bevölkerung Sicherheitspolitik beider deutscher Staaten von 1949 bis 1956 Frauen im geteilten Deutschland Ostdeutsche Identität Patriotismus der Friedensbewegung und die politische Rechte Rechte Gewalt in Ost und West Wochenkrippen und Kinderwochenheime in der DDR Urlaubsträume und Reiseziele in der DDR Reiselust und Tourismus in der Bundesrepublik Schwule und Lesben in der DDR Die westdeutschen „Stellvertreterumfragen“ Erfahrungen mit der Krippenerziehung „Päckchen von drüben“ Vor aller Augen: Pogrome und der untätige Staat Zwischen Staat und Markt Dynamo in Afrika: Doppelpass am Pulverfass Auf deutsch-deutscher UN-Patrouille in Namibia 1989 Zwischen den Bildern sehen Vom Neonazi-Aussteiger ins Oscar-Team „Eine Generalüberholung meines Lebens gibt es nicht“ "Autoritärer Nationalradikalismus“ Unter strengem Regime der Sowjets: Die Bodenreform 1945 Diplomatische Anstrengungen auf dem afrikanischen Spielfeld Demokratiestörung? „Im Osten gibt es eine vererbte Brutalität“ Hauptamtliche Stasi-Mitarbeiterinnen Sexismus unter gleichberechtigten Werktätigen Turnschuhdiplomatie im Schatten Eine Keimzelle politischen Engagements (Die) Mütter der Gleichberechtigung in der DDR Der Schwangerschaftsabbruch in der DDR Anti-Antisemitismus als neue Verfassungsräson? "Ich höre ein Ungeheuer atmen" Als es mir kalt den Rücken runterlief "Ungehaltene Reden". Denkanstöße ehemaliger Abgeordneter der letzten Volkskammer der DDR Was sollten Wähler und Wählerinnen heute bedenken? Ein urdemokratischer Impuls, der bis ins Heute reicht „Als erster aus der Kurve kommen“ Die Rolle des Staats in der Wahrnehmung der Ostdeutschen Die durchlaufene Mauer Interview: Peter-Michael Diestel Interview: Günther Krause Interview: Lothar de Maizière Schülerzeitungstexte Noch Mauer(n) im Kopf? Liebe über Grenzen Ostseeflucht Fluchtursachen Die Frau vom Checkpoint Charlie Mutti, erzähl doch mal von der DDR Staatsfeind Nr.1: DAS VOLK!!! Mit dem Bus in die DDR Ost und West. Ein Vergleich Warum wird der 3. Oktober gefeiert? "Ich wünsch mir, dass die Mauer, die noch immer in vielen Köpfen steht, eingerissen wird" Immer noch Mauer(n) im Kopf? Zeitenwende Ist der Osten ausdiskutiert? Der Mutige wird wieder einsam Das Jahr meines Lebens Basisdemokratie Lehren aus dem Zusammenbruch "Wir wollten uns erhobenen Hauptes verabschieden" Für die gute Sache, gegen die Familie DDR-Wissenschaftler Seuchenbekämpfung Chemnitz: Crystal-Meth-Hauptstadt Europas Keine Ahnung, was als Nächstes passieren wird Allendes letzte Rede Friedliche Revolution Gethsemanekirche und Nikolaikirche Das Wirken der Treuhandanstalt Gewerkschaften im Prozess von Einheit und Transformation Zusammenarbeit von Treuhandanstalt und Brandenburg Privatisierung vom DDR-Schiffbau Die Leuna-Minol-Privatisierung Übernahme? Die Treuhandanstalt und die Gewerkschaften: Im Schlepptau der Bonner Behörden? Treuhand Osteuropa Beratungsgesellschaft "Ur-Treuhand" 1990 Internationale Finanzakteure und das Echo des Sozialismus Soziale Marktwirtschaft ohne Mittelstand? Die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR Suche nach den Spuren der DDR Wirtschaftsbeziehungen zwischen Frankreich und der DDR Der Freundschaftsverein „EFA“ Die Mauer in der französischen Populärkultur DDR als Zankapfel in Forschung und Politik DDR-Geschichte in französischen Ausstellungen nach 2009 Theater- und Literaturtransfer zwischen Frankreich und der DDR Die DDR in französischen Deutschbüchern Kommunalpartnerschaften zwischen Frankreich und der DDR Regimebehauptung und Widerstand Mut zum Aussteigen aus Feindbildern Für die Freiheit verlegt - die radix-blätter Der Fußballfan in der DDR Jugend in Zeiten politischen Umbruchs Umweltschutz als Opposition Sozialistisches Menschenbild und Individualität. Wege in die Opposition Politische Fremdbestimmung durch Gruppen Macht-Räume in der DDR Wirtschaftspläne im Politbüro 1989 "Macht-Räume in der DDR" Macht, Raum und Plattenbau in Nordost-Berlin Machträume und Eigen-Sinn der DDR-Gesellschaft Die "Eigenverantwortung" der örtlichen Organe der DDR Strategien und Grenzen der DDR-Erziehungsdiktatur Staatliche Einstufungspraxis bei Punk- und New-Wave-Bands Kommunalpolitische Kontroversen in der DDR (1965-1973) Schwarzwohnen 1968 – Ost und West Der Aufstand des 17. Juni 1953 Interview mit Roland Jahn Der 17. Juni 1953 und Europa Geschichtspolitische Aspekte des 17. Juni 17. Juni Augenzeugenbericht Kultur und Medien Einmal Beethoven-Haus und zurück Gedächtnis im Wandel? Der Aufbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Ostdeutschland Die Demokratisierung von Rundfunk und Fernsehen der DDR Die Stasi und die Hitler-Tagebücher Ein Nachruf auf Walter Kaufmann Die Tageszeitung »Neues Deutschland« vor und nach 1990 Wie ein Staat untergeht Objektgeschichte antifaschistischer Ausstellungen der DDR Reaktionen auf die Ausstrahlung der Fernsehserie „Holocaust“ „Mitteldeutschland“: ein Kampfausdruck? Gesundheitsaufklärung im Global Humanitarian Regime The British Press and the German Democratic Republic Kulturkontakte über den Eisernen Vorhang hinweg "Drei Staaten, zwei Nationen, ein Volk“ "Flugplatz, Mord und Prostitution" SED-Führung am Vorabend des "Kahlschlag"-Plenums Ende der Anfangsjahre - Deutsches Fernsehen in Ost und West "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Es gibt keinen Dritten Weg" Frauenbild der Frauenpresse der DDR und der PCI Regionales Hörfunkprogramm der DDR DDR-Zeitungen und Staatssicherheit Eine Chronik von Jugendradio DT64 Die "neue Frau": Frauenbilder der SED und PCI (1944-1950) „Streitet, doch tut es hier“ Olympia in Moskau 1980 als Leistungsschau für den Sozialismus Lager nach 1945 Ukrainische Displaced Persons in Deutschland Jugendauffanglager Westertimke Das Notaufnahmelager Gießen Die Gedenkstätte und Museum Trutzhain Die Barackenstadt: Wolfsburg und seine Lager nach 1945 Die Aufnahmelager für West-Ost-Migranten Die Berliner Luftbrücke und das Problem der SBZ-Flucht 1948/49 Migration Fortbildungen als Entwicklungshilfe Einfluss von Erinnerungskulturen auf den Umgang mit Geflüchteten Friedland international? Italienische Zuwanderung nach Deutschland Jüdische Displaced Persons Das Notaufnahmelager Marienfelde Migration aus Süd- und Südosteuropa nach Westeuropa Die "Kinder der 'Operation Shamrock'" Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989 West-Ost-Übersiedlungen in der evangelischen Kirche Migration aus der Türkei Griechische Migration nach Deutschland Die Herausforderung der Aussiedlerintegration Die Ausreise aus der DDR Das Spezifische deutsch-deutscher Migration Flüchtlinge und Vertriebene im Nachkriegsdeutschland Interview mit Birgit Weyhe zur Graphic Novel "Madgermanes" Die Migration russischsprachiger Juden seit 1989 Chinesische Vertragsarbeiter in Dessau Arbeitsmigranten in der DDR Gewerkschaften und Arbeitsmigration in der Bundesrepublik Deutschlandforschertagung 2016 Eröffnungsreden Panels und Poster Session Grenzgebiete Die Wende im Zonenrandgebiet Der andere Mauerfall Das "Grüne Band" Alltagsleben im Grenzgebiet Aktion, Reaktion und Gegenreaktion im „Schlüsseljahr“ 1952 Außensichten auf die deutsche Einheit Wahrnehmung des geeinten Deutschlands in Serbien Norwegische Freundschaft mit dem vereinten Deutschland Deutschland im Spiegel des Wandels der Niederlande Österreichs Reaktionen auf die Mühen zur deutschen Einheit Israelische Reaktionen auf die Wiedervereinigung Deutsche Diplomaten erleben den Herbst 1989 Das wiedervereinigte Deutschland aus Sicht der Slowaken Wahrnehmung der deutschen Einheit in Dänemark Die Perzeption der Wiedervereinigung in Lateinamerika Deutsch-polnische Beziehungen Der Blick junger Schweizer auf Deutschland Bulgarien blickt erwartungsvoll nach Deutschland Vom bescheidenen Wertarbeiter zur arroganten Chefin "Gebt zu, dass die Deutschen etwas Großes geleistet haben." 150 Jahre Sozialdemokratie Wehners Ostpolitik und die Irrtümer von Egon Bahr 150 Jahre Arbeiterturn- und Sportbewegung Die Spaltung der SPD am Ende der deutschen Teilung Willy Brandts Besuch in Ostberlin 1985 Deutschlandforschertagung 2014 Einleitungsvortrag von Christoph Kleßmann Tagungsbericht: "Herrschaft und Widerstand gegen die Mauer" Tagungsbericht: Sektion "Kultur im Schatten der Mauer" Interview mit Heiner Timmermann Interview mit Angela Siebold Interview mit Jérôme Vaillant Interview mit Irmgard Zündorf Interview mit Andreas Malycha Die Mauer in westdeutschen Köpfen Multimedia Wie wurde ich ein politischer Mensch? Zeitreisen mit "Kennzeichen D" Der Anfang vom Ende der DDR: Die Biermann-Ausbürgerung 1976 Wendekorpus. Eine Audio-Zeitreise. 1. Vorboten von Umbruch und Mauerfall 2. Schabowski und die Öffnung der Grenzen am 9. November 1989 3. Grenzübertritt am 10. November 4. Begrüßungsgeld 100 D-Mark 5. Den Anderen anders wahrnehmen 6. Stereotypen 7. Was bedeutet uns der Fall der Mauer? 8. Emotionen 9. Sprache Gespräche mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen „9/11 Santiago – Flucht vor Pinochet" Brecht & Galilei: Ideologiezertrümmerung Die Zweite Generation jüdischer Remigranten im Gespräch Freundesverrat Denkanstöße aus Weimar Gefährdet von "Systemverächtern" Raubzug Die Normalität des Lügens Ausgaben vor 2013 Bau- und Planungsgeschichte (11+12/2012) Architektur als Medium der Vergesellschaftung Landschaftsarchitektur im Zentrum Berlins Kunst im Stadtraum als pädagogische Politik Dresden – das Scheitern der "sozialistischen Stadt" Bautyp DDR-Warenhaus? Ulrich Müthers Schalenbauten Medizinische Hochschulbauten als Prestigeobjekt der SED Transitautobahn Hamburg–Berlin Literaturjournal Aufarbeitung (10/2012) "Es geht nicht um Abrechnung ..." "Ein Ort, der zum Dialog anregt" Eckstein einer EU-Geschichtspolitik? Schwierigkeiten mit der Wahrheit Personelle Kontinuitäten in Brandenburg seit 1989 "Geschlossene Gesellschaft" Kulturelite im Blick der Stasi Experten für gesamtdeutsche Fragen – der Königsteiner Kreis Friedrich II. – Friedrich der Große Literaturjournal Deutsch-deutscher Literaturaustausch (8+9/2012) Eine gesamtdeutsche Reihe? Die Insel-Bücherei Versuche deutsch-deutscher Literaturzeitschriften Geschiedene Gemüter, zerschnittene Beziehungen Ein Name, zwei Wege: Reclam Leipzig und Reclam Stuttgart Die Beobachtung des westdeutschen Verlagswesens durch das MfS Volker Brauns Reflexionen über die Teilung Deutschlands Die Leipziger Buchmesse, die Börsenvereine und der Mauerbau Die Publikationskontroverse um Anna Seghers' "Das siebte Kreuz" Westdeutscher linker Buchhandel und DDR Die Publikationsgeschichte von Stefan Heyms "Erzählungen" Das große Volkstanzbuch von Herbert Oetke Eine deutsch-deutsche Koproduktion: die "OB" Dokumentation: "Ein exemplarisches Leben – eine exemplarische Kunst" Literaturjournal Nach dem Mauerbau (7/2012) Der ewige Flüchtling Der Warenkreditwunsch der DDR von 1962 Die Entstehung der "Haftaktion" Leuna im Streik? Mit dem Rücken zur Mauer Der Honecker-Besuch in Bonn 1987 Ein Zufallsfund? Literaturjournal Politische Bildung (6/2012) Antikommunismus zwischen Wissenschaft und politischer Bildung Subjektorientierte historische Bildung Geschichtsvermittlung in der Migrationsgesellschaft "Hallo?! – Hier kommt die DDR" Vergangenheit verstehen, Demokratiebewusstsein stärken Keine einfachen Wahrheiten Literaturjournal Sport (5/2012) Sportnation Bundesrepublik Deutschland? Marginalisierung der Sportgeschichte? Dopingskandale in der alten Bundesrepublik Hooliganismus in der DDR "Erfolge unserer Sportler – Erfolge der DDR" Literaturjournal Nachkrieg (4/2012) Jüdischer Humor in Deutschland Die SED und die Juden 1985–1990 "Braun" und "Rot" – Akteur in zwei deutschen Welten Kriegsverbrecherverfolgung in SBZ und früher DDR Die "Hungerdemonstration" in Olbernhau Eklat beim Ersten Deutschen Schriftstellerkongress Workuta – die "zweite Universität" Dokumentation: Die Rehabilitierung der Emmy Goldacker Kaliningrader Identitäten "Osten sind immer die Anderen!" Freiheit und Sicherheit Literaturjournal Wirtschaft und Soziales (3/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Zeitgeschichte im Film (2/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal Nonkonformität und Widerstand (1/2012) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Deutsch-deutsches (11+12/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Öffentlicher Umgang mit Geschichte (10/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 21 Jahre Deutsche Einheit (9/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wissenschaft (8/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau - Teil 2 (7/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal 50 Jahre Mauerbau (6/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Kultur (5/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Innere Sicherheit (4/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Wirtschaftsgeschichte (3/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Ost-West-Beziehungen (2/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Medien (1/2011) Zeitgeschichte/ Zeitgeschehen Dokumentation Forum Literaturjournal Über das Deutschland Archiv Redaktion Nach den Unruhen in Kasachstan: Wendepunkt oder Weiter so?

D wie Dialog Die Geschichte des "Kennzeichen D"

Joachim Jauer

/ 16 Minuten zu lesen

Diplomat, Dolmetscher & deutsch-deutscher Denkanstoßgeber. Die Geschichte der ZDF-Sendereihe Kennzeichen D, die am 9. September 1971 begann. Das gesellschaftspolitische Fernsehmagazin blickte unvoreingenommen in die DDR und bemühte sich kalte Kriegsrhetorik zu vermeiden. Damit hatte es auch in seinem eigenen Sender keinen leichten Stand. Erinnerungen von Joachim Jauer, der das Magazin mitbegründet und lange Zeit moderiert und geleitet hat. Der Journalist und mehrfache Autor des Deutschland Archivs ist am 29. Juli 2022 im Alter von 82 Jahren gestorben.

Als der Weg zur Einheit noch mit Hoffnungen verbunden war. Schild bei einer Demonstration in Ostberlin im Spätherbst 1989. (© Holger Kulick)

Die einen fuhren Opel, Mercedes oder – meist – VW, die anderen Wartburg, Skoda oder – meist – Trabant. Eins war allen deutschen Autofahrern gemeinsam. Ob Diesel, Benziner oder Zwei-Takter: Am Heck der so unterschiedlichen Karosserien klebte lange das Kennzeichen D. Nur ein kleines Schild, 17,5 Zentimeter breit, 12 Zentimeter hoch. Dieser Buchstabe D, schwarz auf weiß, im schwarzgeränderten Oval, blieb wohl nach 1949, also auch nach Gründung beider deutscher Teilstaaten, einziges Zeichen für die Einheit der Nation. Denn bis 1973 demonstrierten über 30 Millionen Bundesdeutsche und 1,7 Millionen DDR-Bürger mit diesem Minitransparent an ihren Autos für Deutschland – als Ganzes.

Doch damit machte die SED am 1. Januar 1974 Schluss. Die deutschen Kommunisten bestanden wegen der ersehnten internationalen Anerkennung auf ihren drei Buchstaben. Fortan mussten die Trabi-Fahrer an ihre kleine Kunststoff-Karosse ein größeres Oval montieren, um alle Reste des alten Ds zu überdecken. Der „Zonen-Mini“ mit der Maxi-DDR. 15 Jahre später änderte sich das. Im Spätsommer 1989 machten tausende Flüchtlinge aus ihren drei Buchstaben über dem Auspuff ihres Trabanten wieder ein Kennzeichen D, sie überklebten oder übermalten das D, das für „Demokratische“, und das R, das für „Republik“ stand. Zurück blieb das D für Deutschland – als Ganzes. Mit diesem Transparent fuhren sie auf friedlichem Umweg von Ungarn über die Grenze nach Österreich und demonstrierten zum ersten Mal für die deutsche Einheit, vier Monate, bevor die Menschen daheim mit dem Ruf „Wir sind ein Volk“ auf die Straße gingen.

Geläufig geworden war der Begriff „Kennzeichen D“ in der DDR schon 28 Jahre zuvor durch eine populäre Westfernsehsendung. Auf der Suche nach einem Symbol, das die Deutschen in Ost und West trotz Zweistaatlichkeit noch einte, hatten wir beim Zweiten Deutschen Fernsehen das D gefunden. Das neue Politmagazin präsentierte vom 9. September 1971 an „Deutsches aus Ost und West“ unter eben jenem Titel KENNZEICHEN D.

Wie (un)ähnlich waren sich die Deutschen in Ost und West? Auch diese Fragen stellte Kennzeichen D, zum Teil auf verspielte Weise, wie in diesem Sketch mit zwei deutschen Clowns (Szenenfoto). (© Kennzeichen D / Norbert Bunge)

Gesamtdeutsches „Lagerfeuer“

Das Fernsehen galt in seiner höchsten Blütezeit, also vor der Streaming-Ära, als das Lagerfeuer, vor dem sich die Zuschauerfamilien versammelten. Und KENNZEICHEN D im ZDF war damals so etwas wie ein gesamtdeutscher Stammtisch, an dem Doppeldeutschland hockte, gemeinsame Sorgen besprach, vom Nachbarn lernte oder auch über den Alltag in West und Ost stritt. Die Sendereihe versuchte, den Bundesbürgern die zugemauerte DDR ein wenig zu öffnen, beleuchtete kritisch, was die SED unter „Fortschritt“ verstand und zeigte den Ostdeutschen, dass beim westlichen Gold auch nicht alles glänzte. Das Magazin war sicher nicht Prophet der Einheit, aber bei der Beschreibung der deutschen Teilungsnöte war es stets besonders engagiert. Und es machte Menschen in der DDR Mut, sich zu engagieren, wie es im Westen selbstverständlich war, auch gegen Zensur und geistige Enge:

Das ZDF hatte bereits 1966 ein Magazin namens „drüben“ alle zwei Wochen für zwanzig Minuten in sein Programm aufgenommen. Das Mini-Magazin, in dem zum ersten Mal kontinuierlich Ereignisse und Entwicklungen im Osten Deutschlands beleuchtet wurden, war der Vorgänger von KENNZEICHEN D. Wer immer in Deutschland Ost es schaffte, mithilfe von abenteuerlich-kunstvollen Antennenbauten das ZDF zu empfangen, war abonnierter Zuschauer der Sendung. Die ARD war freundlich genug, KENNZEICHEN D am folgenden Vormittag „für Schichtarbeiter“ zu wiederholen. Denn in dem Magazin wurde realer, nicht propagandistisch geschönter DDR-Alltag gezeigt.

Wie später auch in der ARD-Sendung „Kontraste“ kam die zum Schweigen verurteilte DDR-Gegenöffentlichkeit zu Wort: Umwelt- und Friedensgruppen unter dem Dach der evangelischen Kirche, Bürgerrechtler, kritische Schriftsteller und sogar die Parias des Regimes, Menschen, die rechtlos geworden waren, weil sie einen Ausreiseantrag gestellt hatten. Die getrennten Deutschen begannen einander in die Fenster zu schauen, obwohl die Gardine beim DDR-Nachbarn meist zugezogen war. Erst spät begannen Politiker in Ost und West zu begreifen, welche immense Wirkung selbst kritische Berichte aus der westlichen Welt neben Reportagen über den Osten in einer Sendung von jeweils 45 Minuten hatten.

Biermann und die Folgen

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Biermann und die Folgen

Am 16. November 1976 ist der regimekritische Liedermacher Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert worden. Die Folgen erweisen sich als gravierend, nicht nur für Künstler und Künstlerinnen in der gesamten DDR, wo ein kultureller Exodus beginnt. Auch gesellschaftspolitisch brechen in der DDR Gräben auf. Eine Schwerpunktsendung von Kennzeichen D vom 1. Dezember 1976.

Unser Standort war das geteilte Berlin. Die Mauerstadt erlebten wir unmittelbar als zutiefst gezeichnet von den Verbrechen der roten, aber auch der braunen Diktatur. Scharfe Beobachter wollten wir nach beiden Seiten sein, nach Ost und nach West. Hetzer wären wir, schimpfte die Propaganda Ost-Berlins, weil wir nicht nur hässliche Symptome, sondern das ganze System des „real existierenden Sozialismus“ negativ benoteten. Unverantwortlich kritisch wären wir gegenüber dem Westen, tadelte die Unionsmehrheit im ZDF-Fernsehrat, die überhaupt die Ansicht vertrat, man dürfe rote Äpfel Ost nicht mit goldenen Birnen West in eine Sendung packen. Im westlich verankerten, zeitweise närrischen Mainz war nicht immer Verständnis zu spüren für unsere an der Teilung geschulte Dialektik. Wir hielten uns an die Mahnung des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann, der den Deutschen in einer Fernsehansprache Selbstkritik empfohlen hatte: „Wer mit einem Finger auf andere zeigt, weist mit drei Fingern auf sich selbst zurück.“ Und der ehemalige RIAS-Journalist und Publizistik-Professor Hanns Werner Schwarze, Gründer von drüben und KENNZEICHEN D, gab der Redaktion als Leitlinie vor: „Nur, wer den Schmutz vor der eigenen Tür beseitigt, kann auf den Dreck beim Nachbarn zeigen.“

Zu diesem Zeitpunkt gab es seit 1968 mit ganz anderem Anspruch bereits eine weitere Sendereihe im ZDF, die über die DDR berichtete. Aus Mainz wurde regelmäßig und zu bevorzugter Sendezeit das eher kämpferische und konservative „ZDF-Magazin“ ausgestrahlt, das sich schon dem Namen nach als das politische Aushängeschild des Senders verstand. In den Jahren der sozialliberalen Koalition wurde die Sendung unter der Leitung des Journalisten Gerhard Löwenthal zu einem Periodikum scharfer Opposition gegen Willy Brandts Entspannungs- und Gewaltverzichtspolitik und die daraus folgenden „Ost-Verträge“. Im Proporzdenken von Medienfunktionären sollte KENNZEICHEN D gegenüber Löwenthals Kampf-Magazin Ausgewogenheit bedeuten.

„Balanceakt“ auf der Mauer

„Keine Magazin-Redaktion hat es so schwer gehabt wie die Berliner „D“-Mannschaft, beargwöhnt im eigenen ZDF-Hause, angefeindet draußen, ausgesetzt dem Proporzgerangel der Parteien, benachteiligt durch ungünstige Sendezeiten, verpflichtet einem gesamtdeutschen Anspruch, der sich weder in die Abgrenzungstheorien drüben noch in die Wiedervereinigungsutopien hüben einfügen lässt. Man könnte sich diese Redaktion angesiedelt vorstellen irgendwo im Niemandsland zwischen Sperrzone Ost und Zollgrenze West, vom unsicheren Port beiden Seiten gemächlich ratend und, nach Bedarf, strenge Zensuren verteilend.“ Das schrieb damals der Fernsehkritiker Karl-Heinz Janßen in der Zeit.

KENNZEICHEN D war ein Balanceakt auf der Mauer, verpönt als „linkslastig“ bei den kalten Kriegern West, misstrauisch verfolgt von des DDR-Staates Sicherheit. Proteste hagelte es in West und Ost, als wir die bittere Lage des geteilten Landes mit zwei Clowns karikierten. In einer eisigen Schneelandschaft standen sich zwei deutsche Michels als dumme Auguste gegenüber, beide in Schwarzrotgold, mit dem jeweiligen Staatsemblem auf der Brust, Bundesadler der eine, Hammer und Zirkel der andere. Beide trennte eine rot-weiße Barriere, und sie glotzten sich sprachlos über diese Grenze hinweg an. Weil sich Reporter und Reporterinnen von KENNZEICHEN D regelmäßig „in der Zone“ aufhielten und nicht nur von den unübersehbaren Problemen, sondern immer wieder auch über „Normalität“ menschlichen Zusammenlebens berichteten, handelten sie sich schnell bei westdeutschen Besserwissern den Vorwurf der Anbiederung an die Kommunisten ein. Im Osten aber verstand die große Masse der Zuschauerschaft, dass wir in der deutschen Zweisprachigkeit nicht nur westdeutsch formulierten, sondern auch „DDR-sch“ gelernt hatten.

Die Sendereihe, die ich zwischen 1983 und 1987 sowie 1990 und 1995 moderieren durfte, und dessen Redakteure und Redakteurinnen ständig vor Ort den schwierigen Alltag im „real existierenden Sozialismus“ beobachteten, wagte also den schwierigen Gang in die DDR hinein, suchte den Kontakt zu den Menschen, kritisierte das SED-Regime von innen und forderte die Einhaltung der Menschenrechte.

Heimliche Aufnahmen von Wolf Biermann und Robert Havemann

Ein besonderes Beispiel: 1980 veranstaltete die SED ein Gedenken an die Befreiung des Zuchthauses Brandenburg, in dem neben Robert Havemann auch Erich Honecker von den Nazis inhaftiert worden war. In der Reihe der ehemaligen Häftlinge links außen stand völlig überraschend der von der SED mit Hausarrest belegte und verfemte Partei-Kritiker Havemann, wenige Meter von ihm Parteichef Erich Honecker. Bei einem späteren Empfang ging Robert Havemann durch die Reihen der Gäste, einsam wie ein Aussätziger. KENNZEICHEN D hat diese Szenen gezeigt.

Der Ostberliner Regimekritiker und Kernphysiker Robert Havemann (l) und der Liedermacher Wolf Biermann am 21.1.1972 in dessen Ostberliner Wohnung, in der Havemann der Stockholmer Zeitung "Expressen" ein Interview gab. Biermann wurde 1976 auf Geheiß der SED-Führung aus der DDR ausgebürgert, Havemann unter Hausarrest gestellt bis er 1982 starb. (© picture-alliance/dpa)

Anfang April 1982 erhielt der Liedermacher Wolf Biermann, der sich – 1976 aus der DDR ausgebürgert – gerade in Paris aufhielt, die Nachricht, dass sein Freund Robert Havemann im Sterben lag. Er bat den Botschafter der DDR um eine Reiseerlaubnis in die DDR, und – das war eine Sensation – sie wurde innerhalb eines Tages erteilt. Unter strengster Bewachung kam Biermann an das Sterbebett seines Freundes ins Stasi-bewachte Haus. Das fast prophetische Testament Havemanns wurde in KENNZEICHEN D ausgestrahlt, sieben Jahre vor dem Mauerfall. Mit deutlicher Atemnot sagte Havemann:

„Freie und unabhängige Bewegungen in den sozialistischen Ländern sind von großer, maßgebender, ausschlaggebender Bedeutung für die Zukunft. Ich glaube, auch hier in der DDR ist so eine freie Bewegung in Gang gekommen.“ Diese Szene hat Katja Havemann, die damals schon eine private Videokamera besaß, heimlich, hinter einem Vorhang stehend, gefilmt. Wir haben ihre Aufnahmen kurz nach Havemanns Tod in KENNZEICHEN D gesendet.

Wolf Biermann 1982 in der DDR - am Krankenbett Robert Havemanns

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Wolf Biermann 1982 in der DDR - am Krankenbett Robert Havemanns

Ein heimlich gedrehtes Video: Drei Tage vor dem Tod des DDR-Regimekritikers Robert Havemann im April 1982 darf der 1976 ausgebürgerte DDR-Liedermacher Wolf Biermann Havemann noch einmal besuchen. Mit Sondererlaubnis der SED-Führung. Ein kurzer Bericht aus Kennzeichen D.

Niemand hatte damals, im Jahr 1971, als KENNZEICHEN D auf Sendung ging , eine feste Vorstellung, wann und wie das einmal werden könnte mit einem wieder vereinigten Deutschland. Die „Politik der kleinen Schritte“ formulierte eine leise Hoffnung auf die „Einheit“, doch das Datum war der „Sankt-Nimmerleinstag“, irgendwann im nächsten Jahrhundert, vielleicht… wer weiß. Dass diese Politik der kleinen Schritte zwischen den beiden deutschen Staaten erfolgreich war, habe ich später gern so erklärt: Der freie Westen musste die andere Seite so lange umarmen, bis sie keine Luft mehr bekam, und ihr zum Trost Westgeld in die Tasche stecken.

Kaum jemand in Bonn und Umgebung glaubte an das, was Politiker West den Brüdern und Schwestern im Osten zu einer möglichen Wiedervereinigung in Sonntagsreden „Verbindend-Verbindliches“ sagten. „Deutsche Einheit“, so hieß in den siebziger Jahren eine westdeutsche Zigarrenmarke, das Stück eins-fuffzig. Eine Vereinigung mit „denen da drüben“, mit den Kommunisten, galt an westdeutschen Stammtischen eben als blauer Dunst. Schon das gängige Doppel im Adjektiv „deutsch-deutsch“ drückte irgendwie Gemeinsamkeit und Trennung zugleich aus.

D wie Dialog

Die SED hat das D im ZDF als Beleg für militaristisches Streben der „Bonner Ultras“ nach „Großdeutschland“ geschmäht. Das hat jedoch eine kaum übersehbar große Anzahl von DDR-Bürgern nicht davon abgehalten, das Programm mit dem D einzuschalten. Selbst Erich Honecker sprach mich auf KENNZEICHEN D an, als ich 1986 im Kreis von Kollegen in der Halle des Staatsratsgebäudes mit dem SED-Chef auf den Besucher Willy Brandt wartete. Honecker antwortete auf die Frage von Kollegen, woher er denn die Sendung kenne, lachend: „KENNZEICHEN D ist Pflichtlektüre für jeden DDR-Bürger!“ Meine Bitte, das für meine Kamera noch einmal zu wiederholen, schlug er ab, ergänzte aber: „Natürlich nur, weil jeder DDR-Bürger wissen muss, was der Klassenfeind denkt und plant.“ Das war aus dem Mund des Saarländers jedenfalls freundlicher als die offizielle SED-Propaganda, die dem deutsch-deutschen Magazin den Titel „Aggressor auf Filzlatschen“ verliehen hatte.

Der Autor dieses Textes, der Journalist Joachim Jauer, war zeitweise ZDF-Korrespondent in der DDR und Jahre lang verantwortlich für das deutsch-deutsche Fernseh-Magazin im ZDF, "Kennzeichen D". 1989 berichtete er als Sonderkorrespondent aus Osteuropa über den Fall des Eisernen Vorhangs, die DDR-Fluchtbewegung und wurde Chronist der Revolutionen in den Staaten des untergehenden Warschauer Pakts. Die Aufnahme entstand 1990. Jauer ist am 29. Juli 2022 im Alter von 82 Jahren gestorben und wurde am 3. August in Freiburg im Breisgau beigesetzt. (© bpb/H.Kulick)

Das D im KENNZEICHEN habe ich als D wie Dialog verstanden, anders gesagt: Der Programmauftrag hieß für mich D wie Dolmetscher, also Vermittler zwischen zwei „Landessprachen“ in einer Muttersprache. Die Jahrzehnte der Teilung hatten bereits zu erheblicher Sprachlosigkeit geführt. Ein ehrlicher Dialog schloss „Ansprachen an die Brüder und Schwestern im Osten“ natürlich aus. Es war die Zeit, da die DDR das Unaussprechliche in der Bonner Politik war, da es – auch im ZDF –als politisch nicht korrekt galt, DDR oder gar Deutsche Demokratische Republik zu sagen, DDR zu schreiben allenfalls in Gänsefüßchen, womit das „Sogenannte“ an diesem Teilstaat betont werden sollte. Doch die meisten Westdeutschen, auch viele Politiker und Politikerinnen sprachen von der „Sowjetzone“, kurz von der „Zone“, oder abgekürzt von der „SBZ“ für Sowjetische Besatzungszone.

Für DDR-Zuschauer und Zuschauerinnen blieb Deutschland West virtuell, gerastert im 625-Zeilen-System der Mattscheibe. Es sei denn, sie hatten das Rentenalter erreicht und konnten sich durch Westbesuche ein eigenes Bild machen. Sonst blieb das Bild der Bundesrepublik Deutschland viereckig, jahrzehntelang schwarzweiß, vor allem aber ohne erlebten Hintergrund. West-Fernsehen war die Lieblingsbeschäftigung der DDR-Bürger. Die DDR versuchte, das Westfernsehen zu bekämpfen. In groß angelegten Aktionen waren FDJ-Trupps in den sechziger Jahren auf die Dächer von Wohnhäusern gestiegen und hatten die nach Westen ausgerichteten Fernsehantennen abgebrochen. Mit gezielten Kampagnen der SED-gesteuerten Medien sollte das West-Fernsehen der Lüge überführt werden. Denn die Partei wusste, dass die Mehrheit des DDR-Volkes den Westkanal bevorzugte ... und sah sich schließlich gezwungen, das widerwillig zu dulden.

Später war „nur noch“ mit Strafe belegt, wenn jemand Informationen aus Sendungen von ARD oder ZDF an andere weitergab. Und so war dann täglich in den Wohnzimmern der Klassenfeind zu Gast. Vor den Schrankwänden mit dem Fernsehapparat bildete sich allabendlich eine Parallelgesellschaft zur „sozialistischen Menschengemeinschaft“, deren Existenz die SED behauptete. Eine geheime Langzeitstudie des Leipziger Zentralinstituts für Jugendforschung untersuchte zu DDR-Zeiten in einer anonymen Befragung den Fernsehkonsum von Jugendlichen. Ergebnis: Die große Mehrheit der Jugendlichen holte sich politische Informationen gern von ARD und ZDF, auch von RIAS Berlin und dem Deutschlandfunk in Köln.

Ja, es gab auch Fehleinschätzungen über das Deutsche aus Ost und West, harte Stellungnahmen zu den Gegnern der Entspannungspolitik mit Ost-Berlin, Übertreibungen um der publizistischen Pointe willen und auch journalistischen Irrtum. Wir diskutierten in der Redaktion unser DDR-Bild. Dass dieses sozialistisch-kommunistische Experiment, bewacht von sowjetischen Panzern, nie eine Alternative zur Bonner Republik mit ihrem Grundgesetz sein könnte, war unbestritten. Aber es gab auch den falschen Kommentar, der nach der Stagnation der Ulbricht-Ära in die Anfangsjahre von Honeckers Sozialpolitik leise Hoffnungen setzte. Dem bereitete der neue, jüngere SED-Chef durch seine scharfe Abgrenzungspolitik gegenüber der Bundesrepublik, mit der gerade ein Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen geschlossen worden war, sehr schnell ein hartes Ende. Auch Honecker wurde übrigens Gegenstand von Kennzeichen D's kritischem Blick, zuletzt, nachdem sich im Herbst 1990 Akten fanden, die auch manches in seiner offiziellen Biografie infrage stellten:

Stasi-Akte Honecker

Beitrag aus KENNZEICHEN D vom 14.11.1990

Stasi-Akte Honecker

In einem "roten Koffer" hütete Stasi-Chef Erich Mielke auch Dokumente über SED- und Staatschef Erich Honecker. Der Zweck ist umstritten. Eine Spurensuche.

Die internationale Anerkennung, die Ost-Berlin als Hauptstadt eines zweiten deutschen Staates erfuhr, führte beim Gründer von KENNZEICHEN D Anfang der siebziger Jahre zu der gewagten Annahme, „die DDR sei keine Zone mehr“. Wer dagegen als in Ost-Berlin residierender West-Korrespondent den SED-Alltag ständig vor Augen hatte und die Klagen der Menschen täglich hörte, erlebte, dass die DDR nie mehr als eine Sowjetische Besatzungszone war, an deren Spitze Kommunisten Stalinscher Prägung standen. Deutschland wurde durch Erich Honeckers Politik noch ein wenig mehr gespalten. Das bis dahin gemeinsame Kennzeichen D klebte, wie zu Anfang erwähnt, ab 1974 nur noch an Autos West. Die im Osten bekamen ein Kennzeichen DDR verpasst, zu groß für die kleine Hinterseite eines „Trabant“. Und die “Kulturschaffenden“, die mit einem Tauwetter in der DDR gerechnet hatten, fanden sich sehr schnell wieder in einer kulturellen Eiszeit oder verließen unter Druck ihre östliche Heimat.

Manche Kritik an Entwicklungen in der Bonner Republik wirkte durch Originalbilder und -töne, die wir im freien Westen ungehindert aufnehmen konnten, leider überzeugender als der Verriss von Zuständen in Honeckers Einflusszone. Das brachte KENNZEICHEN D den heftigen Vorwurf ein, wir würden den Westen zu schlecht und den Osten zu freundlich zeichnen. Doch vieles Unhaltbare und Unerträgliche, was wir im Osten dokumentieren wollten, war uns zu drehen durch die Abteilung Journalistische Beziehungen des DDR-Außenministeriums verboten oder unmöglich gemacht. Wir haben selbstverständlich darüber berichtet, aber konnten die Verbrechen der Diktatur leider nur selten in Bild und Ton belegen.

Altes DDR-Länderkennzeichen an einem nach dem Mauerfall ausrangierten Uralt-Käfer, den DDR-Bürger in Fuldatal bei Kassel verkauft hatten. Er steht heute als kleines Denkmal in einem privaten Garten. (© picture-alliance/dpa, Uwe Zucchi)

Drehverbote aber kein Maulkorb

Jedes Interview, alle Befragungen und sämtliche Dreharbeiten in „gesellschaftlichen Räumen“ mussten beim DDR-Außenministerium umständlich beantragt und dann genehmigt werden, was nicht immer zeitnah oder überhaupt geschah. Durch dieses Verfahren konnten die Genossen Leiter der Abteilung „Journalistische Beziehungen“ – alle übrigens im Neben- oder Hauptberuf „Oibe“, also Stasi-Offiziere im besonderen Einsatz – alles verbieten, was das SED-Politbüro auf westlichen Bildschirmen nicht sehen wollte. Beantragte Interviewpartner und Drehorte konnten die Genossen manipulieren und die Dreherlaubnis so verschleppen, dass an eine aktuelle Berichterstattung nicht mehr zu denken war. Drehverbote mussten wir hinnehmen, einen Maulkorb akzeptierten wir nicht. Denn obwohl wir häufig keine Bilder und Töne hatten: Die Story kam ins Programm, wenn auch viel zu oft nur verbal, manchmal mit aufgezeichneten Telefoninterviews, wenn das im schlecht funktionierenden DDR-Telefonnetz überhaupt gelang oder mit auf riskante Weise geschmuggelten privaten Videoaufnahmen.

Wir suchten nach kleinen Fortschritten im geteilten Deutschland mit der Formel „Wandel durch Annäherung“, mussten aber immer öfter Rückschritt oder Wandel durch Abgrenzung verzeichnen. Wir mussten das „Kaderwelsch“ der SED in Bonner Polit-Sprache übersetzen und die Wortgefechte westlichen Parteienstreits dem Osten verständlich machen. Doch vor allem ging es uns um D wie Dialog, also darum, die Deutschen in beiden Staaten – wenn auch virtuell – im Gespräch zu halten. Denn, so hofften wir, wer miteinander spricht, schießt nicht aufeinander.

Über die Rolle des Fernsehens im geteilten Deutschland ist viel gestritten worden. Böse Zungen sagen, geschönte DDR-Bilder der Westkorrespondenten hätten die Einheit verzögert. Doch Millionen Zuschauer in der DDR haben täglich den Westkanal geschaltet und festgestellt, dass unser DDR-Bild der real existierenden Wirklichkeit entsprach. Viele der KENNZEICHEN-D-Beiträge wurden in der DDR Tagesgespräch. In Brigaden wurde listig diskutiert nach dem Motto: „Genosse, stimmt denn das, was diese Hetzer vom ZDF gestern Abend erzählt haben?“ Und dann musste über Waldsterben auf den Kämmen des Erzgebirges, über Versorgungsmängel, die katastrophale Verseuchung der Umwelt im Chemiebezirk oder kirchlichen Protest gegen vormilitärische Ausbildung für Kinder und Jugendliche gesprochen werden.

Trickreiches und Augenzwinkerndes

Mancher Brückenschlag erfolgte auch augenzwinkernd, besonders populär wurde die Vorführung des DDR-Kleinwagens Trabant, ein Auto mit Kunststoffkarosse und stinkendem Zweitakt-Motor. Insgesamt sollen bis 1991 über drei Millionen Trabanten gebaut worden sein. In KENNZEICHEN D präsentierte ein renommierter Autotester mit leichter Ironie den „Trabi“, der im DDR-Volksmund Rennpappe hieß. Er drehte ein paar Runden auf der Mercedes-Teststrecke in Stuttgart, fuhr dann ins Bild, stieg aus und sagte: „Daimler-Benz hat für das berühmte Plopp seiner Autotüren Millionen an Forschungsgeldern ausgegeben. Trabant hat diese Summe eingespart.“ Und krachend-klappernd warf er die Trabi-Tür zu. Selten wurde ich am Tag nach der Sendung in Ost-Berlin so häufig angesprochen wie nach dieser Sendung. Niemand zeigte sich gekränkt, alle schmunzelten, sogar die Genossen von der Abteilung Journalistische Beziehungen im Außenministerium der DDR.

Kurz nach der Wende bilanzierte die Wochenzeitung Die Zeit die Arbeit von KENNZEICHEN D in den Zeiten der deutschen Teilung unter dem Titel „Ausgefuchster Diplomat“. Diplomaten waren aber vor allem unsere Zuschauer in der DDR, die trotz des offiziellen Interviewverbots mit uns sprachen. Brachte das DDR-Fernsehen in Interviews systemkonforme oder sogar parteilich mobilisierende Antworten, so sprachen DDR-Bürger vor unserer Kamera zuweilen ungewohnten Klartext, selbst wenn „zwischen den Zeilen“ formuliert wurde.

Nur zweimal im Jahr wurde gestattet, mit Kamera und Mikrofon dem DDR-Volk mittels Straßenumfragen aufs Maul zu schauen. Gelegenheit bot die Leipziger Messe im Frühjahr und im Herbst, denn hier wollte die SED-Führung Weltoffenheit beweisen. Bedingung: Die Umfrage durfte nur in Leipzig-Innenstadt und nur zum Thema Leipziger Messe stattfinden. Wenn wir Kamera und Mikrofon auspackten, waren wir immer sehr schnell von etwa fünfzig Menschen umstellt. Schwer zu beurteilen, ob unter den Interessierten „Geschickte oder Gesandte“ waren. Ich stellte meine Frage in der genehmigten Formel: „Was sagen Sie zur Leipziger Messe in diesem Frühjahr/Herbst?“ Antworten: „Ich möchte auch mal zu meiner Schwester nach Kassel reisen dürfen.“ „Und was sagen Sie zur Leipziger Messe?“ „Bei uns in Prenzlau gibt es seit Monaten keine Schuhreparaturen mehr.“ Oder: „Hier sieht man schönes Kinderspielzeug. Aber alles wird ja in den Westen exportiert.“ Aber auch: „Meine West-Verwandten kommen nicht mehr zu Besuch, weil der Zwangsumtausch zu teuer für sie ist.“

Auf die schlichte Frage nach der Leipziger Messe enthüllten die Menschen ganz offen den Mangel- und Klagekatalog des DDR-Alltags. Seltsamerweise wurden diese Umfragen mehrfach genehmigt, während Interviews mit den Herrschenden stets abgelehnt wurden.

Viele Westdeutsche hatten üble Erfahrungen mit dem Grenzregime der DDR, sogar mit der Staatssicherheit gemacht, wann immer sie den Versuch unternahmen, auf Verwandtenbesuch in das verschlossene Land zu fahren. So ist verständlich, dass sie dann jedes Interesse an der DDR verloren und sich dem freundlichen Westen zuwandten. Die Wiedervereinigung haben wir bei KENNZEICHEN D – wie fast alle übrigens – in unüberschaubare Ferne verlagert, aber im Gegensatz zu manchem Bonner Politiker und der westdeutschen Mehrheit nicht aus dem Auge verloren. Im Westen regierte in Sachen „Einheit“ ganz überwiegend desinteressierte Nüchternheit, bei den Menschen im Osten verbreitet unerschütterliche Hoffnung.

Ich selbst, mit der Erfahrung von gut 20 Jahren eigener Berichterstattung über die DDR und weiteren Jahren als Korrespondent aus Moskaus Satellitenstaaten, habe mir bis ins Frühjahr 1990 nicht vorstellen können, dass die Siegermacht Sowjetunion ihre „Zone“ in den Westen und damit sogar in die NATO entlässt. Doch als im Frühjahr 1989 der Interner Link: Grenzzaun in Ungarn abgebaut wurde, keimte die Hoffnung.

Die Deutschen in Ost, aber vor allem in West, hatten sich in ihrer Mehrheit mit der brutalen Spaltung abgefunden oder abfinden müssen. Bonner Politik setzte für „menschliche Erleichterungen“ unendlich geduldige Diplomatie und Milliarden von D-Mark ein. Kirchliche Gemeinden hielten, so gut und so oft es ging, über die Grenze hinweg Kontakt. Geradezu prophetisch aber sprach 1983 der CDU-Politiker und spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Als Mitglied im Rat der EKD reiste Weizsäcker im Luther-Gedenkjahr nach Wittenberg. Die SED war überraschend offen für Besuche, denn sie feierte den Reformator plötzlich als Revolutionär. Als Weizsäcker am Lutherdenkmal eintraf, warteten einige hundert Menschen auf den prominenten Besucher aus Bonn. Weizsäcker sagte, er habe gerade den Vorort Piesteritz passiert und sei somit auch an der stinkenden Chemieproduktion VEB Stickstoffwerk vorbeigefahren. Seine einfache Feststellung, die wie ein Versprechen klang: „Wir atmen die gleiche Luft. Luft kann man nicht teilen!“, hallte im Beifall der Menschen nach und wurde von KENNZEICHEN D in die ganze DDR ausgestrahlt.

Plakat in Leipzig, fotografiert während der Friedlichen Revolution in der DDR bei einer Montagsdemonstration im November 1989. Es zeigt eine indirekte Aufforderung zur Wiedervereinigung unter einem gesamtdeutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, er war seit Mai 1984 in Bonn im Amt. (© Hoiger Kulick)

Auch nach der Wiedervereinigung blieb die Sendereihe „verbannt auf einen späten Sendeplatz“, wie die Frankfurter Allgemeine kritisch anmerkte, und wurde oft ersatzlos Sportübertragungen geopfert. Die Zeitung lobte KENNZEICHEN D als „Kleinod unter den Magazinen“ und attestierte der Sendung ein „Niveau, mit dem KENNZEICHEN D die Tugenden gewissenhaften Fernsehjournalismus über den Tag hinaus rettet.“ Nach mehreren Auszeichnungen erhielt das Magazin 1999 die „Goldene Kamera für Glaubwürdigkeit im Fernsehen“.

Der TV-Dolmetscher zwischen West und Ost wurde jedoch nach Überzeugung der Mainzer Programm-Verantwortlichen im neuen Jahrhundert, zehn Jahre nach Vollzug der deutschen Einheit, nicht mehr gebraucht, weil der deutsch-deutsche Brückenbau angeblich nicht mehr notwendig sei. KENNZEICHEN D wurde, gegen zahlreiche Proteste, vor allem aus dem Osten und aus der Evangelischen Kirche, eingestellt. Bis heute blieb die Position des „ausgefuchsten Diplomaten“ – trotz andauernder Missverständnisse zwischen neuen und alten Bundesländern – vakant.

Deutsch-Deutsche Schäferhunde

Ein ironischer Blick auf die Wiedervereinigung

Deutsch-Deutsche Schäferhunde

Ein Zeitsprung zurück in das fünfte Jahr nach der Deutschen Wiedervereinigung. Ein Hundezüchter im brandenburgischen Bötzow hat sich auf die Züchtung von Schäferhunden und -hündinnen spezialisiert und führt vor, was eigentlichen den klassischen "Westhund" vom "Osthund" unterscheidet und was herauskommt, wenn man beide miteinander kreuzt. Ein augenzwinkerndes Plädoyer, die Unterschiede zwischen DDR und alter Bundesrepublik allmählich zu vergessen und nicht mehr ganz so ernst zu nehmen.…

Beispiele für weitere TV-Beiträge aus Kennzeichen D:

Rund 50 weitere Kennzeichen-Beiträge folgen ab Dezember 2022 im Deutschland Archiv online.

Zitierweise: Joachim Jauer, "D wie Dialog", in: Deutschland Archiv, 8.9.2021, aktualisiert am 3.8.2022. Link: Externer Link: www.bpb.de/339887. Sein Beitrag erschien zeitgleich in einer kürzeren Fassung im Berliner Tagesspiegel.

Weitere Texte des Autors:

  • Externer Link: Nachruf auf Joachim Jauer

    Von Michael Hanfeld, FAZ am 1.8.2022.

  • Fussnoten

    Weitere Inhalte

    Joachim Jauer war ZDF-Korrespondent in der DDR. Er war Jahre lang verantwortlich für das deutsch-deutsche Fernseh-Magazin im ZDF, "Kennzeichen D". 1989 berichtete er als Sonderkorrespondent aus Osteuropa über den Fall des Eisernen Vorhangs, die DDR-Fluchtbewegung und wurde Chronist der Revolutionen in den Staaten des untergehenden Warschauer Pakts. Er ist Autor der Bücher "Kennzeichen D - Friedliche Umwege zur deutschen Einheit" (Stuttgart 2015), "Urbi et Gorbi" (Freiburg 2009) und "Die halbe Revolution" (Freiburg 2019).