Beleuchteter Reichstag

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8.9.2011 | Von:
Cornelia Kühn

Sozialistische Folklore?

Der Stralauer Fischzug in Berlin zwischen 1954 und 1962

Vom historischen Festzug zur sozialistischen Demonstration

Bei seiner Wiederbelebung 1954 wurde das zwei Wochen dauernde Fest vom Magistrat von (Ost-)Berlin organisiert und als Wiedererweckung des "traditionsreichen Berliner Volksfestes"[4] angekündigt. Zur Eröffnung am 22. August 1954 fand ab 10 Uhr ein historischer Festzug vom Strausberger Platz in Richtung Schwanenberg auf der Halbinsel Stralau statt. Versorgungsstände von HO und Konsum sollten für Essen und Trinken sorgen, ein Boots-Pendelverkehr nach Treptow wurde angekündigt und Auftritte von betrieblichen Kulturensembles waren vorgesehen.

Die geplante Festgestaltung entsprach der Kulturkonzeption dieser Zeit. 1954 hatte das neu gegründete Ost-Berliner Ministerium für Kultur in einer Programmerklärung den Aufbau einer Volkskultur in der DDR gefordert. Gemeint war damit die Schaffung einer gemeinschaftlichen Kultur, die von Künstlern, Kulturschaffenden sowie Arbeitern und Bauern gemeinsam gestaltet werden sollte. In diesem Zusammenhang sollten die Arbeiterbildung und die "kulturelle Massenarbeit" in den Betrieben gefördert werden.[5] In dem kurzen Zeitabschnitt zwischen 1953 und 1956 wurde in der DDR auch die traditionelle Volkskunst aufgewertet und politisch eingesetzt. Deutsche Volkstänze und Volkslieder bezog man in die "nationale Kulturtradition" und das "nationale Kulturerbe" ein und stellte sie als "nationale Volkskultur" der westlichen Unterhaltungsindustrie entgegen. Mit der Förderung der Laienkunst repräsentierte sich die DDR gegenüber dem "amerikanischen Kulturimperialismus" der Bundesrepublik als "Kulturstaat".[6]

Der realistische und "vom Volke geschaffene" Charakter der Volkskunst galt zu dieser Zeit als Vorbild für eine sozialistische Kunst und wurde mit der sozialistischen Gesellschaftsordnung und dem sozialistischen Menschenbild der SED verknüpft.[7] Dementsprechend wurde die Volkskunst um 1954 als der "wahre Spiegel des Volkslebens" dargestellt, in dem das "Denken und Fühlen" der Menschen zum Ausdruck käme.[8] Neben "Wahrhaftigkeit" wurden der traditionellen Volkskunst aber auch soziale und revolutionäre Inhalte und ein "fortschrittliches Gedankengut" zugeschrieben: "Die Volkskunst ist elementarer Bestandteil unserer demokratischen und unserer nationalen Kultur. In den geistigen Kulturen aller Völker spiegeln sich die großen Traditionen ihrer sozialen und nationalen Kämpfe wider, in der Volkskunst ganz besonders. Das künstlerische Wort und das kämpferische Lied legen davon beredtes Zeugnis ab aus der Geschichte unseres eigenen Volkes: 'Als Adam pflügte, Eva spann, wo blieb denn da der Edelmann?' fragte bereits die Volksdichtung zur Zeit der Bauernkriege des 15. und 16. Jahrhunderts. 'Nur Tyrannen müssen Kriege führen, Soldat der Freiheit will ich gerne sein!' sangen im 18. und 19. Jahrhundert die Zwangsrekrutierten gegen ihre Feudalherren, die ihre Landeskinder für klingende Münze an fremde Kriegsherren verschacherten. Könnte dieses Lied nicht heute wieder gegen Remilitarisierung und amerikanischen Kriegskurs in Westdeutschland gesungen werden? So zeitlos gültig – weil fortschrittlich, humanistisch und kämpferisch – ist die Kunst unseres werktätigen Volkes."[9]

Die von der SED um 1954 geplante humanistische, fortschrittliche Massenkultur sollte zu jener Zeit auch die "volkstümlichen Werke" als Vorbild nutzen und dabei nun aber die "Wandlungen der neuen Menschen in unserer Arbeiterklasse, der werktätigen Bauernschaft und der Intelligenz" darstellen.[10] Dafür wurde eine "Lebendigmachung der Folklore"[11] in den Regionen gewünscht, bei der die traditionellen Volkslieder und Dichtungen dort gesammelt und aufgeführt werden sollten. Diesem Anspruch einer Weiterentwicklung der traditionellen Volkskultur entsprachen auch manche der wieder neu inszenierten regionalen Volksfeste Mitte der 1950er-Jahre.

Für die Ausgestaltung der städtischen und dörflichen Feste dieser Zeit wurde besonders die Durchführung historischer Festzüge angeregt. In Zeitschriften zur Volkskunst und bei den Bezirkshäusern und Volkskunstkabinetten, die die Kulturarbeit anleiteten, gab es Hinweisblätter, wie die Umzüge zu gestalten waren: Von der jeweiligen Tradition ausgehend sollte die gesellschaftliche Entwicklung hin zum Sozialismus der marxistischen Geschichtstheorie entsprechend aufgeführt werden.[12]

Auch der seit 1954 wieder durchgeführte Stralauer Fischzug in Berlin sollte mit seinem zur Eröffnung geplanten historischen Festzug diesem Anspruch genügen. Dafür wurden der Aufbau und die Ausgestaltung des Festzuges entsprechend vorbereitet und eindeutig festgelegt. In 22 Bildern mit Pferden, einer Postkutsche und geschmückten Wagen sollte die marxistische Geschichtstheorie anschaulich dargestellt werden. Neben Ratsherren in historischen Kostümen und einem Aufmarsch der verschiedenen Zünfte wurde auch an die Gründung des Stralauer Fischzuges von 1574 als ein Dorffest der Fischer erinnert. Konzipiert war dafür ein Wagen mit der Jahreszahl 1574 und einem Transparent mit der Aufschrift "1. Zinszahlung der Stralauer Fischer an die Kirche". Auf dem Wagen sollten ein Pfarrer und ein Ratsherr sitzen, die den ersten Fang der Fischer entgegennahmen. Als Kontrast dazu sollte dem Wagen eine Fischergruppe mit ihren Arbeitsgeräten zu Fuß folgen. Hinter weiteren Wagen, die Karl Marx, die Revolution von 1848, die Industrialisierung in Stralau, die zwei Weltkriege, die Revolution von 1918, die Enteignung der Betriebseigentümer 1945 und den Neuaufbau Berlins symbolisieren sollten, folgte die Darbietung der volkseigenen Betriebe mit ihren Sport- und Kulturgruppen.[13]

"Nach dem historischen Teil rollt die Neuzeit an den Berlinern vorbei. Unsere volkseigenen Betriebe, allen voran die Stralauer Glashütte, zeigen Ausschnitte aus ihrer jetzigen Produktion. Zwischen den einzelnen Wagen laufen die Bäcker, Fleischer, Bootsbauer, Tischler und andere Handwerker in ihrer Berufsbekleidung. Fünf Kapellen, die sich in den Zug einreihen, sorgen für die richtige Stimmung", berichtete das SED-Zentralorgan "Neues Deutschland".[14] Und die Ost-Berliner "BZ am Abend" gab dem Festbesucher sogar eine ideologische Interpretationshilfe an die Hand: "Jede Figur im Festzug sagte etwas aus über die Mühen und Kämpfe, die zwischen dem Damals und dem Jetzt lagen. Gleich an der Spitze die Herolde mit ihren Fanfaren: Sinnbild der Fürstenherrschaft, unter der aus den Fischern jahrhundertelang die Abgabe der Zehnten gepreßt wurde. Landsknechte erinnerten an Krieg, Brandschatzung und Entbehrung."[15]

Mithilfe der Wagen, der Kostüme und der Bewegung des Zuges sollten die Besucher des Festzuges in die (Heimat-)Geschichte einbezogen werden – was als eine wirksame Form der Agitation gedacht war. In einem Zeitungsartikel zum Festzug von 1955 wurde über diese Praxis der Einbeziehung folgendermaßen berichtet: "[...] mit lautem Tschingderassabum [näherte sich] der kilometerlange Festzug. Vorneweg die Herolde in ihren altertümlichen Trachten, hinterher in bunter Reihenfolge fünf Jahrhunderte Berliner Geschichte. Ein Anachronismus, als mich vom Wagen herunter neugierig ein 'Biedermeier' fragte, wie wohl das Fußball-Länderspiel in Moskau stehe. Friedrichshainer Betriebe vermittelten durch geschmückte Autos ein eindrucksvolles Bild ihrer Produktion, ihrer Aufbauarbeit. [...] Natürlich fehlten auch die Berliner Angler nicht im Festzug. Im Gegensatz zu den alten Stralauer Fischern haben sie keinem Pfarrer und keiner 'Obrigkeit' von ihrem Fang Tribute zu leisten. Bloß schade, daß sich die Kostümierten am Schwanenberg so schnell zurückzogen. Gar mancher oder manche hätte gerne mit einer 'echten Fischerliesel' oder einem wackeren Herold eine Runde gedreht."[16]

Aber nicht nur den Besuchern sollte durch diese Inszenierungsart das marxistische Geschichtsverständnis näher gebracht werden. Vor allem die Bewohner sollten als Teilnehmer mit in die Geschichtsinterpretation eingebunden und damit aktiviert werden. Die Wagengestaltung und die Choreografie des Festzuges wurden von einer Gruppe bildender Künstler entworfen. An der Konzeption beteiligt waren neben dem Magistrat auch die Bezirksämter Friedrichshain und Treptow. Das Märkische Museum von Berlin stellte die Postkutsche und andere Ausstellungsstücke zur Verfügung, und der Kostümverleih der Komischen Oper stattete die Teilnehmer aus. Schließlich wurden auch die Betriebe und Massenorganisationen aufgerufen, sich mit geschmückten Wagen an dem Festzug zu beteiligen.

Allerdings gaben die Auswertungsberichte des Stadtbezirks zum historischen Festzug von 1955 auch Aufschluss über die Zwischenfälle und Vorkommnisse, die nicht den Wünschen entsprachen: "Der Festzug mit seinen ca. 600 Mitwirkenden bei 400 kostümierten Personen hinterließ bei der Bevölkerung einen guten Eindruck. Die Abteilung Kultur selbst ist mit der Durchführung des Festzuges nicht zufrieden gewesen. Trotzdem jede Gruppe und das zu verwendende Kostüm nummernmäßig festgelegt waren, ist es nicht gelungen, jeden Teilnehmer zu überzeugen, welche Rolle er im Festzug einzunehmen und was er zu verkörpern hat. Es kam bei der Einkleidung der Festzugsteilnehmer zu Auseinandersetzungen, weil gerade die weiblichen Teilnehmer nur in historischen Kostümen gehen wollten, sich aber dagegen wehrten, Arbeiterinnen darzustellen. Einige der Teilnehmerinnen verließen unter Protest die Ankleidestelle und [es] konnten ca. 35 Kostüme nicht untergebracht werden. Die Organisation bei der Aufstellung des Festzuges hat nicht in allen ihren Teilen funktioniert. Eine Reihe der Teilnehmer kannte ihre Position im Festzug nicht. Dadurch verwischte sich das Bild des Zuges selbst. Die außergewöhnlich warme Witterung veranlaßte außerdem eine Reihe von Gruppen, welche im Zuge zu Fuß marschieren sollten, beim ersten Halt die Wagen zu besteigen und so das Bild des Zuges noch mehr zu zerreißen."[17]

Führte 1955 noch ein historischer Festzug vom Strausberger Platz bis nach Stralau, so wurde dieser im August 1956 schon nicht mehr durchgeführt. Nach der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstandes im Herbst 1956 und dem Beginn der "sozialistischen Kulturrevolution"[18] im Gefolge der 30. Tagung des SED-Zentralkomitees Ende Januar 1957 galten in der Kulturpolitik der DDR Traditionen nicht mehr als Ausgangspunkt für die zu entwickelnde Volkskultur. Parteilichkeit, der Kampf gegen bürgerliche Ideologien, Revisionismus und Dekadenz standen nun auf der kulturpolitischen Tagesordnung. Es sollte eine "geistige Offensive des Marxismus-Leninismus"[19] beginnen, die auch Auswirkungen auf die Volksfeste hatte. In der vom DDR-Ministerrat und dem Ministerium für Kultur einberufenen Volkskunstkonferenz am 15. Juni 1957 erklärte der Festredner: "Es ist, meine ich, an der Zeit, dem künstlerischen Volksschaffen unserer Republik neue wegweisende Impulse zu vermitteln. Es ist unsere Aufgabe, Weg und Ziel zu weisen, um mit Lied und Musik, mit Spiel und Tanz, mit Bild und Wort, mit Foto und Film – all dem vielfältigen Reichtum der künstlerischen Schöpferkraft unseres Volkes einzugreifen in das große und schöne Werk des Aufbaus unserer DDR. [...] Unser Lied und Wort, unsere Musik und unsere lebensfrohen Tänze sollten noch stärker als bisher dieses Werk besingen."[20] Und in der programmatischen Erklärung "Für eine sozialistische Volkskunstbewegung", die bei der Volkskunstkonferenz verlesen und verteilt wurde, hieß es: "Nicht jede Tradition ist uns gleichbedeutend; nicht jedes Thema ist uns gleich wichtig. Unser alles beherrschende Thema ist der Sozialismus. Unsere Volkskunstbewegung muss dem Aufbau des Sozialismus dienen. Das ist der große Auftrag an die Volkskunst in unserer Zeit."[21]

Der Stralauer Fischzug 1958.Der Stralauer Fischzug 1958. (© Märkisches Museum o.Nr./Abt. Geschichte)
Für den Stralauer Fischzug 1957 waren nun vor allem Ausstellungen, Agitationstafeln und Leistungsschauen als Hauptelemente der Festgestaltung vorgesehen. Sogar der historische Fischzug selbst sollte die Überlegenheit des Sozialismus demonstrieren. Bis dahin wurde der Tag des Fischzuges mit Fischerliedern und Fischertänzen gefeiert, der alte Brauch des Fischerstechens wurde aufgeführt, und die Fischereigenossenschaft veranstaltete einen traditionellen Fischzug, der mit dem Einfangen der Seenixe endete.[22] Da es in den 1950er-Jahren aber keine Fischer auf Stralau mehr gab – so die Argumentation der verantwortlichen Kulturpolitiker – sollte ab 1957 der Fischzug neu interpretiert werden. Als Ersatz für den Festzug durch die Stadt war nun ein großer Festkorso auf der Spree geplant, bei dem die volkseigenen Betriebe des Stadtbezirks Friedrichshain mit geschmückten Booten ihre Erfolge bei der Produktion demonstrieren sollten.

Zur Vorbereitung für die Gestaltung des Stralauer Fischzuges 1957 hieß es: "Er soll nicht nur das alte traditionelle Berliner
Der Stralauer Fischzug 1959.Der Stralauer Fischzug 1959. (© Archiv Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg)
Volksfest wiedererstehen lassen, sondern die kulturpolitischen Erfolge unserer Arbeiter- und Bauernmacht der Bevölkerung ganz Berlins näher bringen, die Liebe zu unserer Hauptstadt vertiefen, unseren Werktätigen neue Schaffenskraft im Kampf um die Planerfüllung geben und damit zur Festigung des Staates der Arbeiter und Bauern und zur Verständigung der Berliner aus allen Sektoren beitragen."[23]
1958 wurde der Fischzug dann erstmals als "sozialistisches Kulturfest" bezeichnet, das ein Jahr später in die Jubiläumsfeiern zum 10. Gründungstag der DDR integriert werden sollte.
Außerdem war für das Jahr 1959 vorgesehen, die neue kulturpolitische Konzeption des Bitterfelder Weges beim Fest zu präsentieren. Dafür sollte mit Arbeitern und "namhaften Künstlern" ein kombiniertes Programm mit dem Titel "Vom Fischerdorf zum demokratischen Berlin" unter Einbeziehung des Fischzuges und des Festzuges als Höhepunkt und Auftakt für den Stralauer Fischzug gestaltet werden. Ziel war es, den "Charakter des Stralauer Fischzuges als sozialistisches Volksfest [...] weiter zu verstärken".[24]


Fußnoten

4.
Vor dem größten Volksfest Berlins. Berlin feiert vom 21. August bis zum 5. September den traditionellen Stralauer Fischzug, in: Neues Deutschland (ND), 13.8.1954, S. 4.
5.
Vgl. hierzu: Christoph Kleßmann, Arbeiter im "Arbeiterstaat" DDR. Deutsche Traditionen, sowjetisches Modell, westdeutsches Magnetfeld (1945 bis 1971), Bonn 2007, insb. S. 281–299; Annette Schuhmann, Kulturarbeit im sozialistischen Betrieb. Gewerkschaftliche Erziehungspraxis in der SBZ/DDR 1946 bis 1970, Köln 2006; Cornelia Kühn, Grenzen der Unterhaltung. Zur "Hebung des Kulturniveaus" in den 1950er Jahren, in: Ulrike Häusser/Marcus Merkel (Hg.), Vergnügen in der DDR, Berlin 2009, S. 253–270, u. Cornelia Kühn, Sozialistische Wissenschaftspopularisierung. Volkskunst und Heimatgeschichte in der frühen DDR, in: Ina Dietzsch u.a. (Hg.), Horizonte ethnografischen Wissens, Wien u.a. 2009, S. 131–154, insb. 140ff.
6.
Ab 1952 organisierte die DDR gesamtdeutsche Volkskunstfestspiele (ab 1959: Arbeiterfestspiele), und ab 1954 wurden Volkskunstfestspiele der einzelnen Kunstsparten wie das Wartburgfest deutscher Sänger, das Rudolstädter Tanzfest und das Fest der Deutschen Volksmusik ins Leben gerufen, die als Propagandamittel für die Kulturpolitik der DDR genutzt wurden.
7.
Vgl. hierzu Gottfried Korff, Volkskunst als ideologisches Konstrukt? Fragen und Beobachtungen zum politischen Einsatz der Volkskunst im 20. Jahrhundert, in: Jb. f. Volkskunde 15 (1992), S. 23–50; Sönke Löden, Volkskunst in der DDR. Zu Funktion und Bedeutung eines Leitbegriffs, in: Michael Simon u.a. (Hg.), Zur Geschichte der Volkskunde. Personen – Programme – Positionen, Dresden 2002, S. 325–346; Cornelia Kühn, Zwischen wissenschaftlicher Neuorientierung und politischer Lenkung: Die marxistische Volkskunstforschung in der frühen DDR, in: Michael Simon u.a. (Hg.), Bilder-Bücher-Bytes. Zur Medialität des Alltags, Münster 2009, S. 340–351.
8.
Arbeitsplan des Zentralhauses für Laienkunst für das Jahr 1954, Leipzig 13.1.1954, in: Archiv d. Akademie der Künste Berlin (AdK), Zentralhaus für Kulturarbeit, Sign. 105, o. Pag.
9.
Hans Maassen, Allseitige Hebung des künstlerischen Niveaus, Hauptaufgabe der Volkskunst im neuen Jahr, in: Volkskunst 4 (1955) 1, S. 2f, hier 2.
10.
Errungenschaften und Aufgaben auf dem Gebiet der Kultur. Rechenschaftsbericht Walter Ulbrichts vor dem IV. Parteitag der SED, 4. bis 6. April 1954, in: Elimar Schubbe (Hg.), Dokumente zur Kunst-, Literatur- und Kulturpolitik der SED, 1946–1970, Stuttgart 1972, Dok. 106, S. 338–342, hier 339.
11.
Ministerium für Kultur, Hauptausschuss Volkskunst, Stand und Hauptaufgaben der Volkskunstentwicklung, 3.9.1954, Archiv AdK, Zentralhaus für Kulturarbeit, Sign. 228, o. Pag.
12.
In der Zeitschrift "Volkskunst", die vom Zentralhaus für Volkskunst in Leipzig herausgegeben wurde und als Anleitung für die Laienkunstzirkel dienen sollte, wurden ab 1955 mehrere Berichte über die Wiedererweckung traditioneller Volksfeste gedruckt und eine genaue Anleitung zur Festgestaltung herausgegeben. Vgl. hierzu: O. Scheinert, Das traditionelle Heimatfest. Die Wiedergeburt des "Bassewitz"-Festes von Kyritz, in: Volkskunst 4 (1955) 8, S. 8, u. Gottfried Teichgräber, Wie organisieren wir dörfliche Heimatfeste? Aus den Erfahrungen von der 700-Jahrfeier des Dorfes Maxen, in: Volkskunst 5 (1956) 7, S. 6–8.
13.
Oskar Heinemann, Bericht über den Stand der Vorarbeiten zur Durchführung des Stralauer Fischzuges 1955, 30.7.1955, Landesarchiv Berlin (LAB), C Rep 135-01, Nr. 357, Bd. 1, Bl. 25–36, hier 31–33.
14.
Auf zum "Stralauer Fischzug", in: ND, 22.8.1954.
15.
Auf zum "Stralauer Fischzug", in: ND, 22.8.1954. Mit Fanfaren und Gurkenfässern, in: BZ am Abend, 23.8.1954.
16.
In Stralau hat´s gebumst, in: BZ am Abend, 22.8.1955.
17.
Oskar Heinemann, Bericht über den Stralauer Fischzug 1955, 1.9.1955, LAB, C Rep. 135-01 Nr. 357, Bd. 1, Bl. 1–24, hier 18f.
18.
Vgl. Marianne Lange (Hg.), Zur sozialistischen Kulturrevolution. Dokumente 1957–1959, Bd. 1, Berlin 1960, S. 7.
19.
Vgl. dazu: Einflüsse der Dekadenz. Diskussionsrede Alfred Kurellas auf dem Ausspracheabend des Kulturbundes in Leipzig, Juli 1957, in: Sonntag, 29/1957, dok.: Elimar Schubbe (Hg.), Dokumente zur Kunst-, Literatur- und Kulturpolitik der SED, 1946–1970, Stuttgart 1972, Dok. 150, S. 469–472.
20.
Helmut Koch, Für eine sozialistische Volkskunstbewegung. Referat, Berlin 15.6.1957, Archiv AdK, Zentralhaus für Kulturarbeit, Sign. 111, o. Pag.
21.
Programmatische Erklärung: Für eine sozialistische Volkskunstbewegung, Berlin 15.6.1957, Archiv AdK, Zentralhaus für Kulturarbeit, Sign. 111, o. Pag.; Auszüge daraus in: Harald Bühl u.a. (Red.), Handbuch für den Kulturfunktionär, Berlin 1961, S. 426–429, hier 426.
22.
Vgl. hierzu das Programm des Stralauer Fischzuges [...] 1955, in: Oskar Heinemann, Bericht über den Stand der Vorarbeiten zur Durchführung des Stralauer Fischzuges 1955, 30.7.1955, LAB, C Rep 135-01, Nr. 357, Bd. 1, Bl. 25–36, hier 29, sowie das Eröffnungsprogramm 1956 mit dem Programmpunkt: "Traditioneller Fischzug auf der Spree – ein Programm mit Fischerliedern und Fischertänzen", LAB, C Rep. 121, Nr. 1095, o. Pag.
23.
Georg Kubitza, Abschlußbericht über den Stralauer Fischzug 1956 [...], 17.10.1956, LAB, C Rep. 121, Nr. 1095, Bl. 22–28, hier 22.
24.
Rat des Stadtbezirks Friedrichshain, Abt. Kultur, Konzeption zum Stralauer Fischzug 1959, 13.3.1959, LAB, C Rep. 135-15, Nr. 52, Bl. 15f.

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