Beleuchteter Reichstag

11.7.2011 | Von:
Kai Reinhart

"Unerkannt durch Freundesland"

DDR-Alpinismus und Transitreisen jenseits staatlicher Strukturen

Finanzielle und materielle Hürden


Neben der eingeschränkten Reisefreiheit stellten auch die finanziellen und materiellen Voraussetzungen einer ausgedehnten Bergfahrt enorme Hürden dar. Dies verdeutlichen bereits die saftigen Preise für offizielle Angebote. Zwischen 1969 und 1975 kostete eine 17-tägige Spezialreise in den Kaukasus bei Jugendtourist zwischen 932 und 1.140 Mark. Ab 1976 standen den Bergsteigern auch kommerzielle sowjetische Alpinistenlager offen, die insbesondere westliche Touristen anlocken sollten. Die Kosten dafür lagen je nach Jahr, Aufenthaltsdauer und Gebirge zwischen knapp 2.000 und fast 6.000 Mark. Um das Geld zu verdienen, das für größere private Expeditionen benötigt wurde, war Eigeninitiative unabdingbar.

Georg Renner: "'Pik Kommunismus 7495 m'. Pamir"Georg Renner: "'Pik Kommunismus 7495 m'. Pamir" (© Georg Renner)
Eine besondere Möglichkeit stellte dabei der sogenannte "Technosport" dar, den die "Thüringischen Landeszeitung" (1985) vorstellte: "Eine außergewöhnliche, originelle und zugleich für die Volkswirtschaft nützliche Art des Trainings führen die Bergsteiger seit drei Jahren durch. Sie bezwingen Industrieschornsteine und Hochhäuser, helfen diese ausbessern und ersparen so aufwendige und zugleich zeitraubende Gerüstbauten." Für die Bergsteiger ging es allerdings weniger um die Volkswirtschaft oder den Trainingseffekt als um den finanziellen Aspekt: "Da gab es ein Stadtbauamt, und die haben gesagt, hier steht ein Schornstein, wir können so und so viel bezahlen, und wenn ihr den abreißt, dann ist gut", so Christoph Mäder, der an mindestens zehn Baustellen mitarbeitete. Für die Verwaltungen sei der sanfte Abriss weitaus günstiger gewesen als der Einsatz von Sprengstoff und schwerem Gerät, und die Bergsteiger hätten sehr gut dabei verdient. Der Alpinismus eröffnete noch weitere exklusive Einnahmequellen.

Georg Renner hatte auf seinen Reisen ca. 15 Kilogramm Fotogepäck dabei und schoss im Laufe der Jahre einige tausend Bilder von der russischen Bergwelt. Dank Mäders herausgehobener beruflicher Stellung bekamen die Magdeburger Alpinisten die Genehmigung und das Papier, um von einigen Motiven jeweils 15.000 Plakate zu drucken.

Mit diesen Plakaten waren sie in der DDR konkurrenzlos, und die farbigen, großformatigen Plakate fanden bei Sportgeschäften und Bergsportsektionen reißenden Absatz.

Georg Renner: "'Pik Korshenewskaja 7105 m'. Pamir".Georg Renner: "'Pik Korshenewskaja 7105 m'. Pamir". (© Georg Renner)
Manche Teile der umfangreichen Ausrüstung, die für Touren in vergletscherte Hochgebirge unerlässlich ist, waren auf offiziellem Wege, aber auch für Geld nicht zu bekommen, weshalb die Ausrüstung oftmals unzulänglich blieb und an Stelle von Wanderschuhen schon einmal Arbeitsstiefel oder manchmal gar "Jesuslatschen" getragen werden mussten. Einiges wurde über die Betriebssport-gemeinschaften verteilt oder konnte über die verantwortlichen Betriebe beschafft werden. Andere Materialien mussten auf dem Schwarzmarkt erworben werden, der von findigen Bergsteigern mit handwerklichem Geschick bedient wurde. Erhard Klingner beispielsweise handelte mit selbstgefertigten Klettergurten. Ein einfacher Gurt von Klingner kostete rund 25 Mark, womit er schon ein kleines Zubrot habe verdienen können. Er konstruierte unterschiedliche Modelle, die er in einem illegal lichtgepausten Katalog anbot. Per Mund-zu-Mund-Propaganda sprach sich das Garagenunternehmen schnell herum, und die Bestellungen ließen nicht lange auf sich warten. Zeitweise mussten extra Näherinnen beschäftigt werden, und die Gurte gingen schön verpackt und mit kurzer Bedienungsanleitung in die ganze DDR.[50]

Trotz dieser Schattenwirtschaft blieben eigene Ideen und handwerkliche Fähigkeiten sowie Zugang zu Materialien und Werkzeugen für DDR-Bergsteiger unverzichtbar. Von der Unterwäsche bis zum Rucksack wurde nahezu alles selbst hergestellt. Mit modernem High-Tech war die selbstgefertigte Ausrüstung freilich nicht zu vergleichen, und die vollen Rucksäcke konnten weit über 40 Kilogramm wiegen. Ausrüstung aus dem Westen war dementsprechend im gesamten Ostblock sehr begehrt. Reinhold Messner schrieb, bei einem Besuch in der Sowjetunion hätten die Bergsteiger sich um seine Plastikstiefel und Goretex-Anzüge gerissen.[51] Welche Mühen es insgesamt kostete, um schließlich zu einer kompletten Ausrüstung zu gelangen, verdeutlicht ein Bericht von Wolfgang Mann: "Einen Daunen-Mumienschlafsack erstand ich in Dresden, wie auch ein Paar nicht steigeisenfeste Bergschuhe aus der ČSSR [...]. Einen Pickel mit Holzstiel lieh ich mir von meiner Sektion bei der BSG Lok und ein paar Steigeisen aus den 20er Jahren von einem Bergfreund. Zelte für die Biwaks bekamen wir im Lager. Strümpfe und Handschuhe wurden gestrickt. Eine große Tüte getrockneter Aprikosen erstand ich durch Beziehungen zu einem Konsum-Verkaufsstellenleiter."[52]

Ein weiteres Problem bestand darin, an detailliertes und maßstabgetreues Kartenmaterial zu gelangen. In sozialistischen Ländern gab es aus Sicherheitsgründen kaum Landkarten zu kaufen, erst recht nicht von den politisch und militärisch sensiblen Grenzregionen, in denen viele der interessantesten Gebirge lagen. Die russische Bergsteiger-Zeitschrift "Turist" und Bergbücher enthielten manchmal Karten, die ausgeschnitten oder abgezeichnet wurden. Auch im "An- und Verkauf" und in Büchereien konnten einige antiquarische Schätze gehoben werden, auf die sich die Bergsteiger trotz der zeitlichen Distanz verlassen mussten. Karsten König zum Beispiel bestieg den Pik Lenin mit Hilfe von Karten, die der Deutsch-Österreichische Alpenverein nach seiner Erstbesteigung im Jahre 1928 veröffentlicht hatte. Solche Karten wurden durch eigene Anschauung und den Erfahrungsaustausch in der Szene präzisiert und aktualisiert. Pauspapier gehörter daher zur Ausstattung vieler Bergsteiger.

Ausschnitt einer selbstgezeichneten Karte von Georg Renner: Elbrus-Gebiet im Kaukasus.Ausschnitt einer selbstgezeichneten Karte von Georg Renner: Elbrus-Gebiet im Kaukasus. (© Georg Renner)
Georg Renner war in der Szene für seine selbstgezeichneten Karten berühmt, die auch als "Renner-Karten" bezeichnet wurden. Er hatte als Projektingenieur beim Amt für Wasserwirtschaft Zugang zu Zeichentischen und Maßstäben. Nächtelang habe er in seinem Betrieb gesessen, unterschiedliche Teilabschnitte zusammengesetzt, und auf diesem Wege insgesamt einige hundert Karten gezeichnet, deren Herstellung teilweise mehrere Wochen in Anspruch genommen habe. "Russen sind uns hinterhergelaufen, um von mir Kartenmaterial zu bekommen für das Land dort", so Renner nicht ohne Stolz. Das begehrte Gut wurde nur unter der Hand weitergegeben, verbreitete sich aber in der ganzen Szene und wurde lange Jahre genutzt. Gerald Krug berichtete, dass er sogar im Jahre 2003 noch nach Renners Karten in der Turkestan-Kette (Kirgistan) gewandert sei. Auch heute noch böten einige seiner Karten die genaueste Darstellung von kleinen Wegen und Pässen.

Ausschnitt einer selbstgezeichneten Karte von Georg Renner: Pamir und Hissar-Alai.Ausschnitt einer selbstgezeichneten Karte von Georg Renner: Pamir und Hissar-Alai. (© Georg Renner)
Trotz der selbstgezeichneten Karten blieben die geografischen Informationen der Bergsteiger lückenhaft, sodass ihre Expeditionen häufig zu einem mehrjährigen und kräftezehrenden Vortasten und Ausprobieren wurden, wie Renner am Beispiel seiner Pamir-Fahrten Anfang der 1970er-Jahre beschrieb. Per Flugzeug, Eisenbahn, Omnibus und Lkw hätten sie sich damals dem Gebirge genähert. Schließlich sei es nur noch zu Fuß weitergegangen, wobei es im Pamir, anders als beispielsweise im Himalaja, keine ausgetretenen Trekkingpfade gab. "Das erste Mal also haben wir festgestellt, aha, da und da sind die und die und die Gipfel, so. Das zweite Mal haben wir gedacht, jetzt versuchen wir die Anstiegsroute auf den Pik Korshenewskaja, so, da haben wir lange gesucht. Das dritte Mal sind wir auf den Gipfel gekommen. Aber jedes Mal sind wir am Muksu entlang, und der Muksu ist der wildeste Fluss im Pamir. Wahnsinn!"[53] Die großen Schwierigkeiten machten für Mäder im Rückblick aber die Faszination der Bergfahrten aus, die bei heutigen Expeditionen häufig verschwunden sei: "Überall führen sie Leute hoch und wieder runter, Anstellen und dann hoch. Das reizt mich nicht mehr. Mich reizt die freie Natur, dass man selbständig was macht, nicht alles vorgeschrieben kriegt."[54]


Fußnoten

50.
Erhard Klingner, geb. 1943, aufgewachsen in Sachsen, privater Hersteller und Verkäufer Kletterausrüstung für den Schwarzmarkt, zahlreiche Expeditionen, selbstständiger Dipl.-Ingenieur (Gespräch m. d. Vf., 4.8.2004).
51.
Reinhold Messner, Wettlauf zum Gipfel. Strategie und Taktik meiner Höchstleistungen, München, Berlin 1986, S. 73f.
52.
Mitteilungen der DAV-Sektion Chemnitz, 23 (2002), S. 36–38.
53.
Georg Renner, Gespräch m. d. Vf., 7.4.2005.
54.
Christoph Mäder, Gespräch m. d. Vf., 6.4.2006.

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