Beleuchteter Reichstag

5.5.2011 | Von:
Jörg Bernhard Bilke

Deutsche und Russen 1945

Die Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 ging einher mit Schrecken für zahlreiche Menschen im Osten Deutschlands, vor allem für die Frauen und Mädchen dort. Ein Blick auf neuere belletristische und wissenschaftliche Literatur dazu.


Hannelore Klar: Wir müssen weit gehen, liebes Kind. 8. Mai 1945 – eine Spurensuche, Görlitz: Viadukt 2009, 160 S., € 12,90, ISBN: 9783929872583.

Peter Böthig, Peter Walther (Hg.): Die Russen sind da. Kriegsalltag und Neubeginn 1945 in Tagebüchern aus Brandenburg, Berlin: Lukas 2011, 512 S., € 19,80, ISBN: 9783867320795.

Gabi Köpp: Warum war ich bloß ein Mädchen? Das Trauma einer Flucht 1945, München: Herbig 2010, 160 S., € 16,99, ISBN: 9783776626292.

Ingo von Münch: "Frau, komm!". Die Massenvergewaltigungen deutscher Frauen und Mädchen 1944/45, Graz: Ares 2009, 208 S., € 19,90, ISBN: 9783902475787.

Ulrich Schacht: Vereister Sommer. Auf der Suche nach meinem russischen Vater, Berlin: Aufbau, 221 S., € 19,95, ISBN: 9783351027292.


Spätestens seit 2002 das umfangreiche Buch von Jörg Friedrich "Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940–1945" erschien, werden auch die deutschen Opfer von Krieg und Nachkriegszeit verstärkt in die geschichtswissenschaftliche Forschung einzubezogen. Ein besonderes Kapitel dieser Geschichtsaufarbeitung betrifft die Deutschen unter sowjetrussischer Herrschaft während des Kriegsendes und in der Sowjetischen Besatzungszone 1945–1949, worüber Manfred Thiele die beiden, nur auf Thüringen bezogenen, eindrucksvollen, wiewohl kaum bekannt gewordenen Bücher "Vae victis. Mühlhausen unter sowjetischer Besatzungsdiktatur" (2004)[1] und "Flucht ohne Ende. Bürgerverluste der Stadt Mühlhausen von 1945–1961" (2006) geschrieben hat.

Fußnoten

1.
Rezensiert in: DA 38 (2005) 2, S. 370.

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