Kinder der jüdischen Grundschule in Frankfurt am Main sitzen zusammen an einem Tisch

Jüdisches Leben in Kunst und Kultur

Kulturelle Ausdrucksformen jüdischer Vergangenheit und Gegenwart sind von großer Bedeutung. Jüdische Musik, jüdischer Humor sowie die Darstellung von jüdischen Leben in Filmen: in Kunst und Kultur wird jüdisches Leben in seiner Vielfalt sichtbar – auch wenn hier oftmals antisemitische Bilder reproduziert werden. Insbesondere jüdische Museen sowie die neben den etablierten Sprachrohren entwickelten alternative jüdische Szenen, wie beispielsweise die "Radikalen jüdischen Kulturtage" im Berliner Gorki-Theater oder die Gründung der Zeitschrift "Jalta. Positionen zur jüdischen Gegenwart" haben im letzten Jahrzehnt an Bedeutung gewonnen.

Farbcollage aus mehreren Farbfotos: die ineinander übergehen: Im Hintergund ein voll bestzter Kinosaal, auf dessen Leinwand eine Filmszene mit zwei Frauen und die Einblendung "Dolce Fine Giomata" zu sehen ist. Das darüberliegende Foto zeigt die Rückansicht eines Mannes, der scheinbar auch auf die Kinoleinwand des Kinosaals schaut. Wieder Darüber liegt eine Grafik als Lichtkegel, der in einem weißen Rechteck endet, in dem Steht "Jüdische Filmtage, 2. bis 13. September". Am unteren rechten Bildrand ist eine Logo zu sehen "DFF Deutsches Filminstitut Filmmuseum".

Lea Wohl von Haselberg

Jüdisches Leben im deutschen Spielfilm nach 1945

Wie wird jüdisches Leben in Spielfilmen abgebildet? Wie werden Figuren als jüdisch kodiert und damit als Darstellungen von Jüdinnen und Juden erkennbar gemacht? Dieser Beitrag untersucht die Inszenierung jüdischer Spielfilmfiguren und des Jüdischen vom Nachkriegsdeutschland bis in die Gegenwart hinein.

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Konzert des israelischen Sängers Idan Reichel im Jüdischen Gemeindezentrum

Jascha Nemtsov

Musikalischer Ausdruck jüdischer Identität: Jüdische Musik in Deutschland

Bis in die Neuzeit hinein war jüdische Musik eine ausschließlich mündliche Tradition – Resultat eines spezifischen Musikverständnisses des jüdischen Welt- und Gottesbildes. Die frühesten Manuskripte jüdischer Musik stammen aus dem 18., die ersten gedruckten Noten gar aus dem 19. Jahrhundert.

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Berliner “Goldadelux”, Israeli Pop Up Food im Jüdischen Café Pilz

Hannah Peaceman

Jüdische Vielfalt in Deutschland: Alternative und emanzipatorische Räume

Eine jüngere Erwachsenengeneration fordert zunehmend Sicht- und Hörbarkeit jenseits etablierter Gemeindestrukturen, die insbesondere einer jüngeren jüdischen Generation ein alternatives jüdisches zu Hause bietet.

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Ein beklebtes und beschmiertes Hinweisschild auf das Jüdische Museum.

Hanno Loewy

Sind Jüdische Museen "jüdisch"?

Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen über die Frage, wie "jüdisch" ein "Jüdisches Museum" zu sein hat – und was seine genuine Aufgabe sein sollte. Angesichts der Pluralität und Vielfalt jüdischer Stimmen könnte sie eigentlich der ideale Ort sein, diesen politischen Kontroversen eine Bühne zu bieten.

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Podcast

Folge 4: Musikalischer Ausdruck jüdischer Identität

Jüdisches Leben in Deutschland - Vergangenheit und Gegenwart

Wie nehmen Jüdinnen und Juden das Leben im post-Shoah Deutschland wahr? Was ist eigentlich jüdischer Humor? Oder jüdische Musik? Über diese und weitere Themen spricht Journalistin Pola Sarah Nathusius mit ihren Gästen

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Folge 5: Humor und Komik

Jüdisches Leben in Deutschland - Vergangenheit und Gegenwart

Wie nehmen Jüdinnen und Juden das Leben im post-Shoah Deutschland wahr? Was ist eigentlich jüdischer Humor? Oder jüdische Musik? Über diese und weitere Themen spricht Journalistin Pola Sarah Nathusius mit ihren Gästen

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Film

Makkabi Chai!

Jüdischer Sport in Deutschland

Makkabi - der jüdische Sportverein in Deutschland. Vor 100 Jahren als Reaktion auf Antisemitismus gegründet und von Anfang an zionistisch geprägt, ist der Verein heute ein Brückenbauer zwischen den Religionen und ein Ort lebendigen Sportlebens.

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Die literarische Aufarbeitung der Shoah ist in Deutschland zunächst unerwünscht. Edgar Hilsenraths sehr erfolgreiche Satire "Der Nazi & der Friseur", hier eine Generalprobe des Magdeburger Schauspielhauses 2015, erscheint daher zuerst auf Englisch.

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Literarische Auseinandersetzungen

In beiden deutschen Staaten stieß Literatur zur jüdischen Verfolgungserfahrung zunächst auf wenig Gegenliebe. Es gab nur wenige jüdische Autorinnen oder Autoren. Doch seit den 1990er-Jahren veröffentlichen vermehrt junge jüdische Autorinnen wie Katja Petrowskaja, Olga Grjasnowa und Mirna Funk Literatur zu jüdisch orientierten Themen.

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Als einer der wenigen deutschsprachigen Regisseure verstand es der Schweizer Dani Levy, die Widersprüche des gegenwärtigen jüdischen Lebens auf die Leinwand
zu bringen, so in seinem Film von 2004 "Alles auf Zucker".

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Jüdische Präsenz auf Bühne, Leinwand und Bildschirm

Welche Rolle spielen jüdische Figuren in der deutschen Nachkriegsgesellschaft, gespalten und wiedervereinigt, in der Vorstellungswelt von Theater, Film und Fernsehen? Welches Bild von Jüdinnen und Juden entstand aus den Wünschen des Publikums und welche Funktion kam ihnen in den Debatten um ein deutsches Selbstverständnis nach dem Holocaust zu?

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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 44–45/2021)

Jüdischer Sport und Antisemitismus. Geschichte und Gegenwart

Der Sport erweist sich seit Langem als ein wichtiger Ankerpunkt des jüdischen Lebens in Deutschland und als Feld herausragender Leistungen von Jüdinnen und Juden. Gleichwohl sehen sich auch Sportlerinnen und Sportler nach wie vor von Antisemitismus bedroht.

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Jüdische Esskultur. Traditionen und Trends

Esskultur ist eine alltagskulturelle, emotionale Praxis des Jüdischen. Ihre Entwicklungsgeschichte und die daraus entstandenen aktuellen Trends zeigen, wie eng verzahnte lokale, religiöse und kulturelle Faktoren zur Identitätsbildung beitragen können.

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Jüdisch in Europa, Teil 1

Der Arte-Zweiteiler thematisiert die kulturellen Wurzeln der Juden in Europa, ihren Alltag und ihr Selbstverständnis ebenso wie die Mythen und den Umgang mit ihnen.

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Geteilte Geschichte

Deutsche Geschichte ist auch jüdische Geschichte, und jüdische Geschichte ist auch deutsche Geschichte. Eine geteilte Geschichte - eine "Shared History". Um die wechselvolle jüdische Geschichte im deutschen Sprachraum zu schildern, zeigt die bpb in diesem Dossier viele verschiedene Objekte. Sie erzählen von einer jüdischen Identität, die seit Jahrhunderten tief verwoben ist mit der Geschichte der Mehrheitsbevölkerung.

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Antisemitismus

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Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

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