kulturelle Bildung

Impulsreferate und Diskussion

Thomas Krüger, Prof. Dr. Markus Gabriel, Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Prof. em. Dr. Ekkehard Martens und Anne GoebelsThomas Krüger, Prof. Dr. Markus Gabriel, Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Prof. em. Dr. Ekkehard Martens und Anne Goebels (© Ast/Jürgens)
Den Auftakt machten am Vormittag die beiden Impulsvorträge "Die Philosophie und das Projekt Aufklärung" von Prof. Dr. Markus Gabriel, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, und "Woher kommen die Werte?" von Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der EKD von 2010-2014. Diese mündeten in einer anschließenden gemeinsamen Diskussion, weiterhin moderiert von Jürgen Wiebicke.

Prof. Dr. Markus Gabriel Impulsvortrag

Impulsreferate und Diskussion

Impulsreferat "Die Philosophie und das Projekt Aufklärung"

Der Bonner Philosophieprofessor Markus Gabriel begann seinen Vortrag mit einem Plädoyer dafür, dass die philosophische Bildung so früh wie möglich ansetzen solle, da insbesondere Kleinkinder bereits überaus philosophische Fragen stellen würden. Als Beispiel führte er das Problem der Qualia (meint die subjektiven Erlebensinhalte des phänomenalen Bewusstseins) an.

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Dr. h.c. Nikolaus Schneider und Prof. Dr. Markus Gabriel

Impulsreferate und Diskussion

Impulsreferat "Woher kommen die Werte?"

Nikolaus Schneider beginnt seinen Vortrag zum Thema "Woher kommen Werte?" mit der Anführung einer Werteinitiative von 1993, im Rahmen derer festgehalten wurde, dass Werte in einem mühseligen Prozess immer wieder gemeinsam neu definiert, akzeptiert und angezeigt werden sollen. Zudem erklärt er in seiner Vorbemerkung, dass Recht und Gewalt, in Form von Gesetzen und Verträgen, nicht ausreichend seien, um Werte in einer Gesellschaft zu bewahren.

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Prof. Dr. Dieter Birnbacher

Impulsreferate und Diskussion

Vortrag: "Das sokratische Gespräch"

Dieter Birnbacher stellte das sokratische Gespräch als praktische Methode zum Philosophieren mit Kindern vor. Dieser ‚Klassiker‘ der Philosophie fördere das eigenständige Nachdenken und Reflektieren. Als Mittel diene ihm die Provokation. Des Weiteren überprüfe das Gespräch Selbstverständlichkeiten, die aus dem Zeitgeist und den persönlichen Überzeugungen entstammen. Sokrates betont insbesondere den moralischen Aspekt der Philosophie: Seine Ethik ist bestimmt durch das Streben nach der Eudaimonia (Glückseligkeit).

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Prof. em. Dr. Ekkehard Martens

Impulsreferate und Diskussion

Impulsreferat: "Kinderphilosophie – ein Zwischenstand"

Ekkehard Martens liefert in seinem Vortrag einen Überblick über den Zwischenstand der Kinderphilosophie und beginnt mit einer kritischen Betrachtung des Begriffs. Terminologisch gibt es sowohl den Ausdruck "Philosophy for Children" als auch "Kinder philosophieren", welche den Anschein erwecken lassen, dass Erwachsene sich freundlicherweise auf das Niveau der Kinder herabbegeben würden. Martens bevorzugt hingegen den Ausdruck "Philosophieren mit Kindern", der die Beteiligung von Kindern wie auch Erwachsenen impliziert.

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Anne Goebels

Impulsreferate und Diskussion

Impulsreferat: "Philosophieren in der Grundschule"

Im Anschluss an die Vorstellung des sokratischen Gesprächs stellte Anne Goebels ihr Dissertationsprojekt zum Thema Philosophieunterricht in der Grundschule vor, in dessen Rahmen sie ein Jahr Philosophie in einer dritten und einer vierten Klasse unterrichtet hat. Ziel ihrer Dissertation ist es, ein Konzept für die Gestaltung von Philosophieunterricht zu entwickeln und insbesondere zwei zentrale Bereiche in den Fokus zu nehmen.

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Dossier

Film

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden.

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Dossier

Autonome Kunst in der DDR

Kaum eine Kunstentwicklung - die offizielle wie die unabhängige Ausstellungskultur - ist so ausführlich und gründlich dokumentiert worden wie die der DDR. Das Dossier widmet sich einigen wichtigen Ausstellungsräumen, Projekten und Initiativen sowie den Vermittlern und Protagonisten.

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