Gladbach Fans auf der voll besetzten Tribüne des Bökelbergstadions am 2. Mai 1965

 width=
22.4.2016 | Von:
Martin Winands

Fußball als Diskriminierungsagent

Die Situation im Bundesligafußball

Materialien

Initiativen und Netzwerke

  • Das Bündnis Aktiver Fußball-Fans (BAFF) ist ein seit 1993 bestehender vereinsübergreifender Zusammenschluss von über 200 Einzelmitgliedern und vielen Faninstitutionen (Inis, Mags, Projekte, Fanclubs, etc.). BAFF ist Teil des europäischen Netzwerks FARE (Football Against Racism in Europe), deren Fangruppen u.a. die „Mondiali Antirazzisti" in Italien oder die englische Video-Aktion „Show Racism the Red Card" organisieren.
  • Am Ball bleiben – Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung. Eine Initiative der Deutschen Sportjugend
  • 2001 wurde die Aus­stel­lung Tat­ort Sta­di­on vom Bünd­nis Ak­ti­ver Fuß­ball­fans (BAFF) ent­wi­ckelt und seit­dem an fast zwei­hun­dert Orten ge­zeigt. Die Aus­stel­lung leis­te­te Pio­nier­ar­beit, indem sie Dis­kri­mi­nie­rung beim Fuß­ball the­ma­ti­sier­te.
  • FARE: Fußball gegen Rassismus in Europa
  • Flutlicht – Verein für antirassistische Fußballkultur
  • 'Netz gegen Nazis': Verweise zu rechtsextremistischen Vorfällen u.ä. im Fußball
  • Die Mondiali Antirazzisti, die antirassistische Fan-Weltmeisterschaft ist eine Veranstaltung, die 1997 vom Progetto Ultra-UISP Emilia Romagna in Zusammenarbeit mit Istoreco, dem Institut für die Geschichte des Widerstands der Reggio Emilia (gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Italien) ins Leben gerufen wurde.
  • Mit dem Slogan „Für Fußball – Gegen Rassismus und Diskriminierung“ hat sich die Bunte Kurve, eine Faninitiative im Umfeld der Vereine FC Sachsen und BSG Chemie Leipzig, der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit verschrieben. Im Zentrum steht die fortführende Arbeit für Toleranz und gegen jegliche Form der Diskriminierung. Diese soll sich nicht nur auf die Leutzscher Vereine und Fußball beschränken, sondern auch außerhalb des Stadions integrativ wirken.
  • Homophobie ent­ge­gen­wir­ken möch­te die Ak­ti­on Fussballfans gegen Homophobie (FfgH) Die Ab­tei­lung Ak­ti­ve Fans des Fuß­ball­ver­eins Ten­nis Bo­rus­sia Ber­lin schickt hier­für in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Pro­jekt Soc­cer Sound des Les­ben-​ und Schwu­len­ver­ban­des Ber­lin-​Bran­den­burg ein Ban­ner auf die Reise zu Ver­ei­nen, in Fan­kur­ven und zu Fuß­ball­pro­jek­ten in ganz Deutsch­land.
  • Queer Football Fanclubs (QFF) ist ein Netzwerk europäischer schwul-lesbischer Fußball Fanklubs, die zur Fußball Weltmeisterschaft 2006 von den schwul-lesbischen Fanklubs aus Berlin, Stuttgart und Dortmund gegründet wurde. Es werden jährlich zwei Konferenzen abgehalten. Die Vereinigung arbeitet unter anderem mit dem Bündnis aktiver Fußballfans, der FARE, der European Gay and Lesbian Federation und dem Deutschen Fußball Bund zusammen und ist Mitglied bei Football Supporters Europe (FSE).
  • F_in Netzwerk Frauen im Fußball ist ein internationaler Zusammenschluss von weiblichen Fans, Fanprojekt-Mitarbeiterinnen, Wissenschaftlerinnen und Journalistinnen, der sich auch gegen Sexismus und Diskriminierung im Fußball engagiert.
  • Das Projekt Respect Gaymes wurde im Jahr 2005 ins Leben gerufen und dient der Begegnung zwischen homosexuellen und heterosexuellen Menschen, die sonst keinerlei Berührungspunkte haben. Das Ziel des Projekts ist es, Vorurteile abzubauen und Respekt und Toleranz zu fördern. Die erste Säule ist die Aufklärungsarbeit an Schulen und in Jugendzentren. Die zweite Säule ist das Sport- und Kulturevent Respect Gaymes. Zum Aufwärmen gibt es im Frühjahr die Respect Nights.
  • Fachtage VEREINE STARK MACHEN – für Vielfalt im Fußball: Seit 2011 finden in regelmäßigem Abstand Fachtage statt, organisiert vom Berliner Fussball-Verband e.V., dem Bündnis für Demokratie und Toleranz, der Landeskommission Berlin gegen Gewalt und dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg. In verschiedenen Workshops geben Aktive und Fachleute u.a. Handlungsempfehlungen zu den Themen Homophobie im Fussball und Gewaltprävention.
  • Die EGLSF - European Gay & Lesbian Sport Federation ist ein Verband, der offen für schwule, lesbische, heterosexuelle und gemischte Sportvereine und –organisationen eintritt. Zur Zeit vereint dieses Netzwerk mehr als 10.000 Mitglieder in über 100 Organisationen und Sportvereinen. Eine der zentralen Aufgaben der EGLSF ist die Vergabe der EuroGames, den europäischen LGBT Meisterschaften.

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz "CC BY-NC-ND 3.0 DE - Namensnennung - Nicht-kommerziell - Keine Bearbeitung 3.0 Deutschland" veröffentlicht. Autor/-in: Martin Winands für bpb.de

Sie dürfen den Text unter Nennung der Lizenz CC BY-NC-ND 3.0 DE und des/der Autors/-in teilen.
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 13–14/2014)

Rassismus und Diskriminierung

Wo fängt Rassismus an und welche Formen gibt es? Welche individuellen und gesellschaftlichen Konsequenzen sind mit ihm verbunden? Welche Möglichkeiten haben Betroffene, ihre Erfahrungen sichtbar zu machen?

Mehr lesen

Mediathek

Homophobie der Politik oder Politik der Homophobie / mit Übersetzung

Homophobie ist ein menschenrechtliches Problem, welchem in jeder Gesellschaft Europas auf unterschiedliche Art und Weise begegnet wird.

Jetzt ansehen

Dossier

Homosexualität

Schwule und Lesben können heute in Deutschland und vielen anderen Ländern offen leben. Doch der Weg zu mehr Respekt war lang und ist noch nicht vorbei.

Mehr lesen

Mediathek

Die Entstehung des Rassismus

Obwohl es wissenschaftlich bewiesen ist, dass alle Menschen denselben Ursprung haben, ist weiterhin die Meinung verbreitet, dass es verschiedene Rassen von unterschiedlichem Wert gibt.

Jetzt ansehen

Dokumentation

"Wild Germany - Ultras"

Wer sind die Ultras wirklich? Manuel Möglich trifft Experten sowie Ultras aus Düsseldorf, Berlin und Leipzig. Der Film stellt Fragen nach Idealen, Konflikten, Ansichten, Emotionen und zeichnet ein authentisch-kritisches Bild einer heterogenen, sich im Wandel befindlichen Jugendkultur.

Mehr lesen

Dokumentation

Dokumentation: "Die sieben Geheimnisse des deutschen Fußballs"

Über sieben Episoden des deutschen Fußballs wird vielerorts lieber Stillschweigen bewahrt: Ausgrenzung jüdischer Fußballer im Dritten Reich, Doping bei der WM 1954, Frauenfußball, Homosexualität, Bundesliga-Skandal 1971 und Ermordung von Lutz Eigendorf durch die Stasi.

Mehr lesen