LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Comcast/NBCUniversal, LLC

Umsatz 2011: $ 55,842 Mrd. (€ 40,116 Mrd.)

Management

Wie sein 40 Jahre älterer Vater Ralph ist auch Brian Roberts ein „old-fashioned cable guy“, eher zurückhaltend und weniger exaltiert als die meisten der superreichen Kabelbarone, zudem ausgestattet mit „stählernem Siegeswillen“ („New York Times“). Unter ihm hat sich der Firmenwert auf 57 Milliarden US-Dollar hochgeschraubt, zu einem Plus von 1.300 Prozent. Comcast schlug regelmäßig Konkurrenten und Börsenindizes. Heute, nach vier Jahrzehnten an der Weltspitze der Kabelindustrie angelangt, wird Comcast nach wie vor von den Roberts kontrolliert, was den Investoren keine Sorgen bereitet. Sie sprechen der Comcast-Führung außerordentliche Fähigkeiten zu. 2004 wurde Roberts vom Institutional Investor Magazine zu „America’s Best CEO“ gewählt. Die Roberts-Familie hält über Fondsgesellschaften 33% der Aktien an Comcast Corp.

Comcast gilt als eines der arbeitnehmerfeindlichsten Unternehmen der USA. Der Konzern kämpft seit Jahren vehement gegen eine gewerkschaftliche Organisation seiner Mitarbeiter. Dabei werden Mitarbeiter finanziell bevorteilt, die davon absehen, einer Gewerkschaft beizutreten. Die Comcast-Chefs Brian Robert und Stephen Burke verdienten 2009 mit 25, bzw. 31 Millionen US-Dollar etwa eintausend mal so viel wie ein durchschnittlicher Comcast-Angestellter. Die Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA), die auch Comcast-Mitarbeiter vertritt, schloss sich jüngst offiziell den "Occupy Wall Street"-Protesten an.


Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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