LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Comcast/NBCUniversal, LLC

Umsatz 2011: $ 55,842 Mrd. (€ 40,116 Mrd.)

Geschäftsfelder

Comcast hatte als Kabelnetzbetreiber angefangen und konzentriert sich auch weiterhin auf diesen Geschäftsbereich: Über 95 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftete das Unternehmen mit Kabel-TV, High-Speed-Internet und digitalen Telefondiensten in sogenannten Triple Play-Angeboten. Mit rund 23 Millionen Kabel- , 17 Millionen Internet- und acht Millionen Mobilkunden verfügt Comcast über einen landesweiten Marktanteil von 30 Prozent.

Zu den Geschäftsfeldern von NBC Universal zählen zwei große Fernsehketten in den USA sowie Produktionsfirmen für Fernsehunterhaltung, Kinofilme, Nachrichten, Sport und Informationen. Drei große Themenparks in Hollywood, Orlando und in Osaka gehören dem Konzern. NBC betreibt ferner einen eigenen Online-Shop, der neben DVDs Merchandisingprodukte zu den großen Fernseh-, Film und Sportevents verkauft (für eine vollständige Übersicht über Tochterfirmen und Beteiligungen siehe NBC-Homepage)

Die 32-prozentige Beteiligung am Videoportal Hulu hat Comcast durch seine Übernahme des Fernsehsenders NBC erworben, der hier gemeinsam mit dem zu Disney gehörenden TV-Sender ABC und der News Corp mit ihren Fox-Sendern eine Zweitverwertung für hochwertige TV-Inhalte probiert.

In Deutschland hat NBC seinen einzigen frei empfangbaren NBC-Sender außerhalb der USA verkauft: „Das Vierte“ ging an das Unternehmen Mini Movie International Channel des russischen Medienunternehmers Dmitri Lesnevsky, der den Sender aber im Mai 2010 an Phönix Medien weiterverkaufte. NBC besitzt Anteile an verschiedenen Sendern, etwa am Sundance Channel, HBO (Asien), HBO (China), Showtime und TV1 (Australien/Neuseeland), LAPTV (Lateinamerika), The History Channel (Deutschland, Österreich, und Schweiz) und Telecine (Brasilien). NBC erreicht nach eigenen Angaben mehr als 70 Millionen Haushalte in 40 verschiedenen Ländern.


Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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