LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

News Corp. Ltd.

Umsatz 2011: $ 33,405 Mrd. (€ 23,998 Mrd.)

Engagement in Asien

News Corp. wird in Asien laut der Consulting Firma Media Partners Asia 2011 einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar Umsatz und 250 Millionen operativen Gewinn erwirtschaften.
China

Murdoch betont in seinen spärlichen Interviews gerne die Macht der internationalen Medien, Diktaturen und Unrechtsregime durch Information schlagen zu können – sobald es die Wirtschaftsinteressen von News Corp. erfordern, steht er aber selbst auf der Seite der Mächtigen: Als der chinesischen Staats- und Parteiführung das über Murdochs Asia2Sat in ganz Asien ausgestrahlte Nachrichtenprogramm von BBC World ein Dorn im Auge war und Konsequenzen für Murdochs Star TV drohten, nahm er die BBC einfach vom Satelliten. Diese Haltung ist bis heute Garant für Murdochs Erfolg im chinesischen Markt: Joint-Venture-Partner für die Online-Dienste ist die kommunistische Parteizeitung, seine Partner bei Phoenix Satellite Television sind in den Augen der Pekinger Führung wohlgelittene Geschäftsleute und Ex-Militärs. Als der chinesische Staatschef Jiang Zemin 1999 Großbritannien besuchte, berichtete die Murdoch-Presse übertrieben wohlwollend und sparte das Thema Menschenrechte aus.

Im Mai 2012 erwarb News Corp. 19,9 Prozent an der chinesischen Bona Film Group.
Indien

In Indien hat News Corp. seit 1993 bereits mehr als zwei Milliarden US-Dollar investiert. Murdoch betreibt dort 13 Fernsehsender, darunter auch den Marktführer Star India Plus, der ein hindisprachiges Programm ausstrahlt. Mittlerweile stammen siebzig Prozent des Umsatzes, den News Corp. im asiatischen Raum generiert, aus den Aktivitäten in Indien. Deshalb wurde im September 2008 weiter kräftig investiert: fünf weitere Fernsehsender wurden gestartet, zwei davon in den Sprachen Marathi und Gujarati. Außerdem wurden die Fox Star Studios ins Leben gerufen, die Hollywoodfilme in Indien vertreiben und eigenständige Bollywood-Werke produzieren sollen.
Türkei

Auch für den türkischen Fernsehmarkt kann sich Murdoch offenbar begeistern. Im Juli 2006 erwarb Murdoch mit seinem Geschäftspartner Achmet Ertegün für rund 77 Millionen Euro die Mehrheit an dem Privatsender TGRT. TGRT gehört zur Unternehmensgruppe Ihlas, die wiederum zu den größten Medien-Holdings der Türkei zählt und betreibt diverse türkische Fox-Sender. Darüber hinaus will News Corp. die türkische Mediengruppe Sabah-ATV übernehmen. Wegen des britischen Abhörskandals gelten die Erfolgschancen jedoch eher als gering.
Saudi-Arabien

Im Februar 2010 erwarb News Corp. für 70 Millionen US-Dollar einen neunprozentigen Anteil an der saudischen Mediengruppe Rotana. Das Unternehmen betreibt mehrere Fernsehsender und Plattenfirmen und kontrolliert einen erheblichen Teil der in Ägypten ansässigen arabischen Filmproduktion. Ein erfolgreicher Einstieg bei Rotana würde News Corp. den Zugang zu mehr 300 Millionen Menschen des mittleren Ostens erschließen. Langfristig möchte News Corp. in die Produktion von arabischsprachigem Content einsteigen. So ist es durchaus denkbar, dass eine arabische Version von Fox News als Konkurrenz zu Al Jazeera und Al Arabiya gelauncht wird.
Als im Sommer 2010 der Bau eines muslimischen Gemeindezentrums in der Nähe von Ground Zero in New York intensiv in der amerikanischen Öffentlichkeit diskutiert wurde, fiel die Berichterstattung von Fox News besonders ablehnend aus. Einer der auf Fox News immer wieder vorgetragenen Gründe, warum das Zentrum dort nicht gebaut werden dürfte: einer der Hauptinvestoren des Projekts, Al-Waleed bin Talal, finanziere angeblich islamischen Terrorismus und radikale Koranschulen. Was den Fox News-Zuschauern dabei verheimlicht wurde: Rotana-Chef Al-Waleed hält neun Prozent der stimmberechtigten Aktien von News Corp. und ist damit der größte Anteilseigner, dessen Nachname nicht Murdoch lautet.
Saudi-Arabien

Im Februar 2010 erwarb News Corp. für 70 Millionen US-Dollar einen neunprozentigen Anteil an der saudischen Mediengruppe Rotana. Das Unternehmen betreibt mehrere Fernsehsender und Plattenfirmen und kontrolliert einen erheblichen Teil der in Ägypten ansässigen arabischen Filmproduktion. Ein erfolgreicher Einstieg bei Rotana würde News Corp. den Zugang zu mehr 300 Millionen Menschen des mittleren Ostens erschließen. Langfristig möchte News Corp. in die Produktion von arabischsprachigem Content einsteigen. So ist es durchaus denkbar, dass eine arabische Version von Fox News als Konkurrenz zu Al Jazeera und Al Arabiya gelauncht wird.
Als im Sommer 2010 der Bau eines muslimischen Gemeindezentrums in der Nähe von Ground Zero in New York intensiv in der amerikanischen Öffentlichkeit diskutiert wurde, fiel die Berichterstattung von Fox News besonders ablehnend aus. Einer der auf Fox News immer wieder vorgetragenen Gründe, warum das Zentrum dort nicht gebaut werden dürfte: einer der Hauptinvestoren des Projekts, Al-Waleed bin Talal, finanziere angeblich islamischen Terrorismus und radikale Koranschulen. Was den Fox News-Zuschauern dabei verheimlicht wurde: Rotana-Chef Al-Waleed hält neun Prozent der stimmberechtigten Aktien von News Corp. und ist damit der größte Anteilseigner, dessen Nachname nicht Murdoch lautet.
Vereinigte Arabische Emirate

Im Mai 2012 ging in den VAE der arabischsprachige Nachrichtensender Sky News Arabia on Air. Der Sender ist das Resultat einer Partnerschaft zwischen BskyB und der Abu Dhabi Investment Corp. von Sheikh Mansour bin Zayed al-Nahayan, dem auch der britische Fußballklub Manchester City gehört.
Iran

Im Iran betreibt News Corp. den Fernsehsender Farsi1, der unter anderem synchronisierte Wiederholungen der Oprah Winfrey Show ausstrahlt. Ein zweiter Sender ist in Planung.
Australien

In seinem Heimatland kontrolliert Murdoch fast drei Viertel des gesamten Printsektors, darunter die führenden Tageszeitungen in vier australischen Großstädten. Hauptfeind von Murdoch und seinen der konservativen Partei nahestehenden Chefredakteuren: die seit November regierende rot-grüne Regierungskoalition. Diese kündigte jüngst an die Meinungsmacht von News Corp. in Australien auf den Prüfstand stellen zu wollen. Davon unbeirrt will News Corp. den Pay-TV-Anbieter Consolidated Media Holdings (Fox Sports Australia und Foxtel) für 2,2 Milliarden US-Dollar komplett übernehmen. Bisher hält Murdoch nur 50 Prozent am Unternehmen.

Laut Journalist Neil Chenoweth soll News Corps inzwischen verkaufte Technikfirma NDS konzertierte Hacking-Attacken gegen australische Pay-TV-Rivalen in Australien gefahren haben.



Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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