LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Sony Entertainment

Umsatz 2011/2012: ¥ 1.831,133 Mrd. (€ 16,750 Mrd.)

Geschäftsfelder

Die folgenden Geschäftsfelder sind nicht deckungsgleich mit den Geschäftseinheiten/Profit Centers/Subunternehmen Sonys. Jedes Geschäftsfeld bearbeiten diverse Unterfirmen Sonys.

Game Business Group (Sony Computer Entertainment) Kern dieser Sparte ist die Sony-Spielekonsole Playstation (PS). Der Bereich umfasst die Playstation-Hardware- und Prozessorenentwicklung sowie die Spielekreation. Zuständig für die Spielesparte ist das Profitcenter Sony Computer Entertainment Inc..

Nur ein Jahr nachdem das Microsoft-Konkurrenzprodukt Xbox 360 und eine Woche nachdem die Nintendo-Konsole Wii (in den USA) lanciert wurden, brachte Sony 2006 endlich seine PS 3, in reduzierter Anzahl und vorerst nur in Japan und in den USA, auf den Markt. Nachdem der für das Frühjahr 2006 geplante Launch der PS 3 immer wieder verschoben wurde, kam die PS 3 Ende November in die japanischen Geschäfte. Aufgrund der hohen Produktionskosten und dem teuren Blu-Ray-Laufwerk ergab sich den Schätzungen von Analysten zufolge für Sony lange ein Minus von rund 200 $ pro verkaufter Konsole. Der Erfolg der PS 3 ist von größter strategischer Bedeutung für den Konzern, aber eben nicht wegen der Direkterlöse durch den Absatz der Hardware, sondern durch das lukrative Geschäft mit den zugehörigen Spielen. Abgesehen von den Einnahmen aus dem Verkauf eigener Titel, profitiert Sony über Lizenzen aus jedem Spiel, das für die Konsole verkauft wird.

Ende 2011 (in Japan), bzw. Anfang 2012 (in Europa) erschien die neue Handheld-Konsole PSVita (als Nachfolger der PSP, von der zwischen 2006 und 2010 mehr als 50 Millionen Exemplare abgesetzt werden konnten). Aufgrund wenig attraktiver Spiele läuft der Verkauf jedoch nur sehr schleppend an. Viele Handheld-Fans sind inzwischen auf Smartphones umgestiegen.

Entertainment Business Group

Film und Fernsehen: Sony Pictures Entertainment Inc. agiert mit seinen Tochterfirmen weltweit in 67 Ländern. Der Bereich stellt Filme für Kino und Fernsehen sowie andere Formate her und vertreibt die Produkte auf dem Weltmarkt. Der TV-Produktionsbereich stellt ungefähr 60 TV-Formate her. Besonders erfolgreich ist Sony mit Fernsehproduktionen wie "The Young and the Restless" und "Days of our Lives". Globale Erfolge feiert der Konzern in der Vergangenheit mit den eigenproduzierten Spielshows wie "Jeopardy", 1990-93 im deutschen TV unter dem Namen "Riskant!" gelaufen, und "Wheel of Fortune" ("Glücksrad"). Das "Glücksrad" konnte Sony im vergangenen Jahr weltweit noch weiter streuen und erhöhte damit die Umsätze im Fernsehsegmentl, auch stiegen die Umsätze dank erhöhter Werbe- und Abonnement-Einnahmen

Sony Music Entertainment: Das zweitgrößte Musiklabel der Welt wurde von 2004 bis 2008 als Joint Venture mit Bertelsmann betrieben (Sony BMG) ehe Sony BMG Music für 600 Millionen Euro gänzlich übernahm. Das Unternehmen hat seinen Sitz in New York. Sony Music vereint Labels wie Arista, Columbia Records, Epic Record, Jive und RCA Records. Das vermarktete, musikalische Spektrum erstreckt sich von Hip Hop, Country, Klassik, Rock bis hin zu Pop. Sony BMG beheimatet deutsche und internationale Stars, darunter Beyoncé, Justin Timberlake, Christina Aguilera oder Bob Dylan. Im November 2011 legte Sony Music ein Angebot vor, die Musikverlags-Sparte vom einstigen Konkurrenten EMI für 2,2 Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen (EMIs verbleibende Tonträger-Sparte will Universal aufkaufen). Regulierungsbehörden in Europa und den USA stimmten dem Deal im Juni 2012 unter Auflagen zu. Im Zuge der Konsolidierung wird Sony sechzig Prozent der Mitarbeiter von EMIs Musikverlagen entlassen, um jährlich 70 Millionen US-Dollar einzusparen. Unabhängige Labels und Konsumentenverbände warnten zuvor vor der Übernahme: Sony/EMI wäre der mit Abstand größte Musikverlag der Welt und würde mit seiner "exzessiven Macht" die Musikwelt zu Lasten von kleineren Labels und Künstlern dominieren.


Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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