LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Sony Entertainment

Umsatz 2011/2012: ¥ 1.831,133 Mrd. (€ 16,750 Mrd.)

Engagement in Deutschland/Europa

Die Sony Pictures Releasing GmbH mit Sitz in Berlin ist der deutsche Kino-Verleiharm von Sony Pictures International. Sony Pictures Releasing trägt erst seit Ende des Jahres 2004 diesem Firmennamen. In den vorangegangenen Jahrzehnten firmierte der deutsche Major-Verleih unter dem Namen Columbia TriStar Film GmbH, der die Nähe zu den Columbia Pictures Film-Studios in USA deutlich erkennen ließ.

SONY BMG bietet ein vielfältiges Spektrum an deutschsprachiger Musik an. Das Unternehmen mit Sitz in München versteht sich als CD-Versand, A&R-Beratung, Promotion- und Marketing-Agentur. Zur Sparte "Domestic" gehören große Labels wie Ariola (www.ariola.de), Columbia, Epic, Four Music, Low Spirit, Jupiter-Records, Hansa sowie assoziierte Labels, darunter Cosmo, Chet, Pirate oder JKP. Der Domestic Bereich von SONY BMG stand bereits vor der Fusion mit Bertelsmann für eine Erfolgsgeschichte mit deutschen Künstlern wie Peter Maffay, Udo Jürgens oder Die Flippers. Heute vertritt man Newcomer wie Silbermond, Revolverheld oder Annett Louisan.

SPTI Networks Germany mit Sitz in München und Unity Media verbreiten seit Juni 2005 in den digitalen Paketen von Unity Media in Nordrhein-Westfalen und in Hessen, den neuen TV-Spartensender ANIMAX. Der Sender, der japanische Zeichentrickserien, genannt Animes, zeigt, ist bereits in 38 Ländern präsent. ANIMAX ist der erste Anime-Sender im deutschen Fernsehmarkt. Mit weiteren Distributionspartnern wird verhandelt. Sony ist bereits mit dem digitalen Action-Kanal AXN in Deutschland präsent.

Die Sony Computer Entertainment Deutschland GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg (SCEE) ist verantwortlich für Verkauf, Marketing, Vertrieb und Software-Entwicklung von PlayStation-, PS one- und PlayStation2-Produkten. Der Zweig vermarket die Computer Entertainment System-Produkte für insgesamt 95 Länder. SCEE ist mit mehr als 1000 Mitarbeitern in 11 Ländern und Verkaufsorganisationen in weiteren 91 Ländern vertreten. Dieses gewährleistet eine optimale Ausschöpfung der Verkaufs- und Marketingaktivitäten in bestehenden Ländervertretungen, auf den neuen Märkten in Osteuropa sowie im Nahen Osten. Mitarbeiter von SCEE arbeiten auch in den Entwicklungsstudios in London, Liverpool und Cambridge sowie bei der Qualitätssicherung in Liverpool.

Sony Europe benannte Jeffry van Ede zum neuen Geschäftsführer der Sony Deutschland GmbH. Zum 1. Januar 2008 tritt Van Ede die Nachfolge von Manfred Gerdes an, der das Unternehmen zum 30. November 2007 verlassen hat und bis zum 1. Januar durch Jürgen Schmitz ersetzt wird. Van Ede (41) arbeitet seit 1991 für Sony. Er hat Erfahrungen im Handel und in diversen Geschäftsbereichen von Sony gesammelt. Seine Karriere begann bei Sony Niederlande. Nach seiner Ernennung zum Vice President von Audio Marketing Europe 2006 soll Van Ede, so Sony-Berichte, die Revitalisierung des Geschäftsbereichs betrieben haben, indem er strategische Fokusprodukte im Hardware- und Software-Bereich auf den europäischen Markt brachte.

Sony ist es, nach einem mißglückten Anlauf im Januar, im März 2008 gelungen, das Sony Center am Potsdamer Platz in Berlin an ein Konsortium aus der US-Investmentbank Morgan Stanley, dem Unternehmen The John Buck Company und dem Immobiliendienstleister Corpus Sireo zu verkaufen. John Buck und Corpus Sireo übernehmen jeweils nur 3,75 Prozent der Anteile. Im Unterschied zu den ursprünglich angestrebten 850 Millionen Euro habe man sich, so schätzt man in Branchenkreisen, auf einen Kaufpreis von um die 600 Millionen geeinigt. Sony teilte bei Vertragsabschluss in Tokio mit, der Name „Sony Center“ bleibe in Zukunft erhalten. In dem ca. 132.500 Quadratmeter umfassenden Gebäude liegen neben Büro-, Gastronomie- und Gewerbeflächen ein Kino und die Berliner Zentrale von Sony. Trotz Besitzerwechsels werden die Sony Europe GmbH, Sony Deutschland, Sony Pictures Releasing GmbH und Sony/ATV Music Publishing Germany in der Immobilie weiterhin untergebracht sein.



Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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