LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Vivendi S.A.

Umsatz 2011: € 12,486 Mrd.

Engagement in Deutschland

Lange war Vivendi vergleichsweise schwach im deutschen Markt präsent. Der Anteil am Musiksender Viva (Mitte 2004 an Viacom) und die Babelsberger Filmstudios wurden verkauft. Letztere für den symbolischen Preis von 1 Euro (und der Übernahme von 18 Mio. Euro Verbindlichkeiten) an das Investorengespann Carl Woebcken und Christoph Fisser. Heute steuert das Unternehmen über die Universal Entertainment GmbH in Berlin die Produktion und Vermarktung von Repertoire-Firmen wie Polydor, Island, A&M, Def Jam und Geffen.

Im Januar 2008 weitet Vivendi das Engagement in Deutschland wieder aus. Es wird bekannt, dass Vivendis 100-prozentige Filmtochter StudioCanal die deutsche Filmfirma Kinowelt (Leipzig) für geschätzte 70 Mio. Euro übernimmt. StudioCanal wird so einer der führenden unabhängigen Player in der europäischen Produktionslandschaft. Mittels Kinowelt verspricht man sich einen „direkten Zugang zum deutschen Markt“, v.a. zur Vermarktung des StudioCanal-Katalogs von rund 5.000 Titeln. Dabei sind Vivendi und Kinowelt alte Bekannte: Zuvor hatten die Deutschen Canal Plus-Produktionen vertrieben und ausgewertet. Kinowelts Rechtekatalog, einer der größten Deutschlands, umfasst ca. 10.000 Filme, darunter Klassiker von Regisseuren wie Werner Herzog, Volker Schlöndorff oder Rainer Werner Fassbinder. Am 1. September 2011 wird Kinowelt in StudioCanal umbenannt, der Sitz des Unternehmens wird nach Berlin verlegt. Im Dezember 2011 dann stärkt StudioCanal die Position im Bereich TV-Produktion mit der Übernahme des Münchner Eventfilm-Produzenten Tandem Communications („Die Tore der Welt“, „Die Säulen der Erde“).



Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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