LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Thomson Reuters Corporation

Umsatz 2011: $ 13,807 Mrd. (€ 9,919 Mrd.)

Aktuelle Entwicklungen

Im Aprli 2012 gab Thomson Reuters den Verkauf seiner Gesundheitssparte für 1,25 Milliarden US-Dollar an eine Tochter des Finanzinvestors Veritas Capital bekannt.

Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2011 hatte die Thomson-Reuters-Abteilung vorübergehend zum Verkauf gestanden. Ende Dezember des Jahres entschied sich die Firmenleitung jedoch zu einem Stopp des Angebots und begründete den Schritt mit mangelnder Aussicht auf einen zufriedenstellenden Erlös.

Seit Januar 2011 steht James C. Smith an der Spitze von Thomson Reuters, nachdem das Unternehmen in der zweiten Hälfte des Jahres 2011 mit der schwersten Krise der jüngeren Unternehmensgeschichte konfrontiert gewesen war. In ihrem Verlauf kam es zu weit reichenden Umstrukturierungen und personellen Änderungen im Management. Allen voran musste CEO Tom Glocer seinen Hut nehmen.

Kurz vor seinem Abtritt hatte Glocer die Fusion der beiden Unternehmensteile “Professional Division” und “Markets Division” bekannt gegeben. Die Geschäfte in den beiden Abteilungen hatten sich zuletzt stark unterschiedlich entwickelt: Die "Professional"-Sparte, die vor der Fusion im wesentlichen zur Thomson Corporation gehörte, sorgte für starkte Umsätze während “Markets” wiederholt schwache Ergebnisse lieferte.

Grund dafür waren Schwierigkeiten bei der Einführung eines neuen zentralen Produkts: Eikon. Die Informationsplattform sollte den Konkurrenzdruck auf Bloomberg erhöhen, wurde von den Kunden jedoch schlechter als erwartet angenommen. Bis Ende Oktober 2011 sind ca. 32.000 Terminals verkauft worden.
Im Juli 2011 hatte überraschend Devin Wenig das Handtuch geworfen, bis dato Leiter der Markets Division und damit verantwortlich für Eikon. Fünf weitere Mitarbeiter seines Teams verließen mit ihm das Unternehemen. (Wenig wurde laut einem Bericht des Wall Street Journals mit 19,9 Millionen US-Dollar abgefunden. Er trat kurze Zeit nach seiner Entlassung bei Thomson Reuters eine Stelle im Management des Online-Auktionshauses Ebay an.) Tom Glocer hatte die Leitung der Sparte daraufhin persönlich übernommen. Wenig und sein Team hatten mehr als drei Jahre an Eikon gearbeitet. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung hatte er Anfang 2011 erklärt, das Produkt sei Kernbestandteil der Innovationsagenda von Thomson Reuters und für den Großteil der Ausgaben des Unternehmens in Milliardenhöhe verantwortlich.



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