LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Dish Network Corporation

Umsatz 2011: $ 14,048 Mrd. (€ 10,092 Mrd.)

Management

Wie viele große Medienkonzerne, ist auch das Dish Network von einer beherrschenden Unternehmerpersönlichkeit geprägt. In diesem Fall ist es Charles Ergen (53). Der als verschroben und impulsiv bekannte Ergen versteht es zu zocken: er verdiente in jungen Jahren sein Geld als professioneller Blackjack-Spieler in Las Vegas, bis ihm eines der Kasinos wegen unzulässiger Tricks Hausverbot erteilte. Heute ist er Milliardär und notorisch knauserig. Zu Geschäftsterminen erscheint der Workaholic hemdsärmelig und mit Pausenbrot. Gerüchte sagen, er weise Manager stets an, günstigere Nachtflüge zu nehmen und auf Geschäftsreisen die Hotelzimmer zu teilen – manchmal auch mit ihm. So schaffte Ergen es 2004 immerhin, in der "Forbes´ 100" mit einem Vermögen von ca. 7 Mrd. $ auf Platz 23 der reichsten Amerikaner zu gelangen. Die dominante Rolle von Charles Ergen innerhalb des Unternehmens wird allerdings in der Öffentlichkeit zunehmend auch kritisch besprochen. GovernanceMetricsInternational (GMI), eine der führenden amerikanischen Corporate Governance Agenturen mit Sitz in New York, analysierte 1.750 US-Unternehmen hinsichtlich ihrer Art der Unternehmensführung; EchoStar erhielt Anfang 2005 eine der schlechtesten Beurteilungen. Vor allem das Fehlen eines unabhängigen Management-Boards wird bemängelt.

Im Juni 2011 tritt als neuer CEO Joseph P. Clayton an, der vom 2001 bis 2004 als Geschäftsführer das Satellitenradio Sirius Satellite Radio aufgebaut hatte. Danach leitete er den Aufsichtsrat bis zum Jahr 2008. Der erfahrene Medienmann gilt als Urgestein der Branche und soll mit seinen Erfahrungen die konkurrenzreichen Geschäfte im Bezahlfernsehen und satellitengebundenen Internet gegen Kabelnetzbetreiber und IPTV durchsetzen.


Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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