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1.9.2012

BBC

Umsatz 2011/12: £ 5,086 Mrd. (€ 5,893 Mrd.)

Aktuelle Entwicklungen

„Delivering Quality First“: Die Entwicklungen dieses aktuellen Sparprogramms im Zuge des zweiten „Licence Fee Settlement“ lassen sich bereits bis zum Sommer 2006 zurückverfolgen, als der BBC-Generaldirektor die „Delivering-Creative-Future“-Strategie vorstellte. Das bis 2012 laufende Programm hat drei Grundpfeiler: Qualität - weniger, aber innovativere Sendungen; Verschlankung durch Kürzungen; Digitalisierung - Inhalte überall und zu jeder Zeit zur Verfügung stellen. Dies bedeutet Einsparungen in Höhe von £ 2 Mrd. bis 2013, unter anderem durch den Wegfall von mindestens 1500 Arbeitsplätzen von 2007 an und den Verkauf des „BBC Television Centre“ in London. Im Jahr 2011 will das Unternehmen vollständig in das traditionsreiche Londoner „Broadcasting House“ und in die „MediaCityUK“ in Salford (Raum Manchester) umgezogen sein.

Aufgrund eines durch die Wirtschaftskrise gebeutelten Staatshaushaltes entschied die Regierung Mitte Oktober, die eigentlich bis 2012 steigenden Rundfunkgebühren auf dem Niveau von 2010 - 145,50 Pfund - einzufrieren. Dieses neue „Licence Fee Settlement“ läuft bis Ende März 2017.

Weitere Einsparungen sollen unter anderem durch Kürzungen bei Gehältern (besonders beim Management) und erhöhte Ressourcen-Effizienz in den Gebäuden der BBC erreicht werden. Das ambitionierte Ziel bis 2017 ist, das Budget pro Jahr um insgesamt 20% effektiver auszugeben. Für den Zeitraum der Geschäftsjahre 2013/14 bis 2016/17 sind unter anderem folgende, große Änderungen geplant: Die BBC soll den Service BBC Monitoring und den Hauptanteil an dem walisischen TV-Sender S4C finanzieren, der Breitbandausbau soll mit 150 Mio. Pfund unterstützt werden und der BBC World Service wird von der BBC bezahlt werden. Dies führt voraussichtlich zu Kosten von 1,2 Mrd. Pfund in diesen vier Jahren. Bei der Beschreibung der Wege dieser Umsetzungen wird immer wieder das Mantra verbreitet: Effizienz, Einsparungen, Priorisierung.


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