LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Cablevision Systems Corp.

Umsatz 2011: $ 6,701 Mrd. (€ 4,814 Mrd.)

Management

Seit mehr als einem Jahrzehnt steht Charles Dolans Sohn James als CEO an der Spitze von Cablevision.Der Kabeldienst als Kernbereich des Unternehmens hat sich unter Dolans Hand prächtig entwickelt. Kein anderer amerikanischer Anbieter fährt mehr Einkommen durch Zahlungen von Abonnenten ein als Cablevision. Dolan war es auch, der als einer der ersten das Potential von "TriplePlay"-Diensten (Internet, Telefonie, Digital-TV) erkannte und diese erfolgreich lancierte.

Jim Dolan gilt nicht gerade als umgänglich und kollegial. Der nach achtzehnjähriger Tätigkeit für Cablevision entlassene Robert Astarita zeichnet ein düsteres Bild von Dolans Führungsstil. Dolan sei ein ignoranter, egomanischer Chef, der seine Angestellten wie Dreck behandle, so Astarita. In der Tat ist der ehemals alkohol- und drogenabhängige Jim Dolan ein Choleriker, der sich wegen seiner ständigen verbalen Ausbrüche selbst einen Maulkorb für die Presse auferlegt hat.

Als legendär gilt in diesem Zusammenhang ein Zwischenfall aus dem Jahr 2005, als dem Cablevision-Boss die gestiegenen Übertragungskosten der Hockeyspiele der New York Rangers vom damaligen MSG Network-Chef Mike McCarthy präsentiert wurden. Dolan bekam einen seiner gefürchteten Ausraster und nur wenige Stunden nach dem Meeting trat McCarthy zurück. In seiner Freizeit ist Dolan Jr. begeisterter Rock-Musiker und verbrachte seine Jugend als Roadie diverser Garagen-Bands. Jüngst unterzeichnete er einen Vertriebsdeal für seine Band "JD & the Straight Shot" bei Warner Music. Der Grund für den Vertrag war wohl weniger das musikalische Potential, als die Freundschaft zum Ex-Universal-Boss und heutigen Warner Music-Chef Edgar Bronfman Jr.


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