LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Advance Publications

Umsatz 2011: $ 6,550 Mrd. (€ 4,705 Mrd.)

Engagement in Deutschland/Europa

Die internationalen Titel leitet Jonathan Newhouse von London aus. Die am weitesten verbreiteten Titel sind Vogue (15 Titel) und GQ, die nun u.a. auch in Japan, Taiwan, Südafrika und Russland erscheinen. In Deutschland erscheinen Vogue, GQ, Architectural Digest und Glamour. Hatte der ehemalige Deutschlandchef Bernd Runge (45, mittlerweile abgelöst durch Moritz von Laffert) einst angekündigt, er werde die Vogue-Reihe ausbauen (für Kinder, für Brautmoden, für junge Mode usw.) sowie neue Titel im Bereich Sport, Computer oder Wirtschaft auf den Markt bringen, so ist er damit bislang nicht weit gekommen. Einen Trend leitete Runge offenbar mit dem kleinen DIN-A5-Format (Vogue Business, Glamour) ein. Dank Kampfpreisen und geringeren Druckkosten erwies sich das Format als ertragreich. 2004 feierte die deutsche Vogue 25-jähriges Bestehen und erschien in Katalogstärke mit 638 Seiten. Im September 2004 startete in Russland die elfte internationale Ausgabe des Frauentitels Glamour. In Deutschland publiziert Condé Nast mittlerweile auch das Shoppingmagazin Lucky. 2006 brachte der Verlag zudem das Frauenmagazin MySelf auf den deutschen Markt, das zeitgleich in weiteren europäischen Ländern erscheinen soll.

Im September 2011 startet Condé-Nast Deutschland einen neuen Versuch ein amerikanisches Kultmagazin auch auf dem deutschen Markt etablieren zu können. Die erste deutsche Ausgabe des Digitalkultur- und Wissensmagazins "WIRED", das 1993 im Silicon Valley gegründet wurde, steht - genau wie sein amerikanisches Vorbild - für eine Themenmischung aus Technologie, Wissenschaft, Lifestyle, Wirtschaft und Kultur. Mit einer Startauflage von 160.000 Exemplaren ist WIRED zunächst nur in den neuen Ausgaben der GQ erhältlich, ein Stand-Alone-Titel ist aber für die nahe Zukunft geplant. Zusätzlich zur Printausgabe gibt es das Magazin auch als iPad-App zu kaufen.

Auch in Deutschland versucht Condé Nast sein Onlinegeschäft auszuweiten. Bisher fiel der Verlag in Deutschland nicht groß in Sachen Webaktivitäten auf und baute Online hierzulande bisher fast ausschließlich auf die Ableger der jeweiligen Magazinen. Über den Ableger Condé Nast Digital, welcher zurzeit die Webableger betreut und vermarktet, will sich das Verlagshaus künftig an jungen Firmen beteiligen. Moritz von Laffert, Chef von Condé Nast Deutschland sagte hierzu, dass man Partnerschaften mit passenden jungen Unternehmen eingehen wolle, die bereits erfolgreiche Business-Modelle umgesetzt haben.


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Medienpolitik

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