LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin
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1.9.2012

The Nielsen Company

Umsatz 2011: $ 5,532 Mrd. (€ 3,974 Mrd.)

The Nielsen Company, ursprünglich bekannt als VNU Group, ist ein globaler Anbieter für Markt- und Mediendaten, der außerdem Publikationen, Online-Dienste und Veranstaltungen wie Messen und Konferenzen im Business-to-Business-Bereich anbietet.
Der Nielsen Company CEO David Calhoun, zweiter von rechts, klatscht mit Vertretern der Gesellschaft während der Feierlichkeiten für den Nielsen Börsengang an der New Yorker Börse.Nielsen-Chef David L. Calhoun und weitere Firmenvertreter feiern den New Yorker Börsengang ihres Unternehmens am 26. Januar 2011. (© AP)

Überblick


The Nielsen Company, ursprünglich bekannt als VNU Group, ist ein globaler Anbieter für Markt- und Mediendaten, der außerdem Publikationen, Online-Dienste und Veranstaltungen wie Messen und Konferenzen im Business-to-Business-Bereich anbietet. Die bekanntesten Marken der Nielsen Company sind der Marktforschungsgigant ACNielsen und das Medienforschungsunternehmen Nielsen Media Research. Darüber hinaus gehören zu Nielsen unter anderem der Internet-Statistik-Dienst Nielsen//NetRatings, der Marketing-Dienstleister Claritas und die Firma Scarborough Research, deren Schwerpunkt in der Erhebung soziodemografischer Daten liegt. The Nielsen Company befindet sich nach dem Aufkauf durch die Finanzinvestorengruppe Valcon Acquisition in Privateigentum.

Basisdaten

Hauptsitze:


Niederlande:
Nielsen Holding N.V.
Diemerhof 2
1112 XL Diemen
Telefon: 0031- 020 -398 87 77
Fax: 0031-020-690 31 75
www.nielsen.com

USA:
The Nielsen Company
770 Broadway
New York, NY 10003-9595
Telefon: 001-646-654 5000
Fax: 001-646-654-5002
E-mail: contact(a)nielsen.com

Deutschland:
The Nielsen Company (Germany) GmbH
Insterburger Str. 16
60487 Frankfurt am Main
Telefon: +49 69 7938-0
Fax: +49 69 70740-12
www.acnielsen.de

Nielsen Media Research GmbH
Sachsenstrasse 16
20097 Hamburg
t: +49(0) 40 / 23642 – 0
f: +49(0) 40 / 23642 - 122
www.nielsen.de

Branche: Informationsdienste, Markt- und Medienforschung, Fachverlage, Messen und Ausstellungen
Rechtsform: Besloten Vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (B.V.), vergleichbar mit deutscher GmbH
Geschäftsjahr: 01.01. - 31.12.
Gründungsjahr: 1964


Geschäftsführung

Vorstand / Geschäftsführung:
  • David Calhoun, CEO & Chairman
  • Susan Whiting, Vice Chair
  • Rick Kash, Vice Chair
  • Mitchell Habib, Chief Operating Officer
  • Brian West, Chief Financial Officer
  • James Cuminale, Chief Legal Officer
  • Mary Liz Finn, Chief Human Resources Officer
Aufsichtsrat:
  • James M. Kilts, Aufsichtsratsvorsitzender, Mitbegründer Centerview Partners
  • James A. Attwood, Jr., Managing Director The Carlyle Group
  • Richard J. Bressler, Managing Director Thomas H. Lee Partners , ehemals Vice President Viacom Inc. und AOL Time Warner Inc.
  • Simon E. Brown, Head of Consumer Products & Services, Kohlberg Kravis Roberts & Co.
  • David L. Calhoun, CEO Nielsen
  • Michael S. Chae, Senior Managing Director The Blackstone Group
  • Patrick Healy, Deputy CEO Hellman & Friedman L.L.C.
  • Karen M. Hoguet, ehemals CFO and Vice President Macy's Inc.
  • Iain Leigh, Head of U.S. Office AlpInvest Partners
  • Eliot P.S. Merrill, Managing Director The Carlyle Group
  • Alexander Navab, Head of Media & Communications Industry, Kohlberg Kravis Roberts & Co.
  • Robert Pozen, Chairman Emeritus MFS Investment Management
  • Robert Reid, Managing Director The Blackstone Group
  • Scott A. Schoen, Vice-Chairman Thomas H. Lee Partners, L.P.
  • Javier G. Teruel, ehemals Vice Chairman Colgate-Palmolive Company

Geschichte und Profil

The Nielsen Company ist ein globaler Informations- und Medienanbieter. Ursprünglich hieß das Unternehmen VNU Group, die Abkürzung stand für „Verenigde Nederlandse Uitgeversbedrijven“ (Vereinigte Niederländische Verlagsbetriebe).

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in Haarlem in den Niederlanden, inzwischen werden jedoch über 90 Prozent des Umsatzes außerhalb des Landes erwirtschaftet. VNU entstand 1964 durch den Zusammenschluss der zwei größten niederländischen Verlage für Verbraucherzeitschriften, "Cebema" und "De Spaarnestad". Im Laufe der 60er und 70er Jahre vergrößerte sich das Unternehmen hauptsächlich, indem es weitere Verlage und Verlagsdruckereien in den Niederlanden aufkaufte. 1967 erwarb der Konzern den Zeitungsverlag Het Nieuwsblad van het Zuiden und den katholischen Buchverlag Het Spectrum. Nach der Übernahme durch VNU verlagerte Het Spectrum seine Aktivitäten von religiösen Publikationen auf niederländische Übersetzungen international bekannter Bestseller-Autoren wie J. R. R. Tolkien und Somerset Maugham. 1968 wurden der Zeitschriftenverlag Nederlandse Rotogravure Maatschaapij (NRM) und die Offsetdruckerei Smeets in den Konzern integriert. Mit dem Erwerb der Fachverlage für Wirtschaftszeitschriften Intermediar (1973) und Diligentia (1975) begann eine Neuorientierung des Unternehmens auf Wirtschafts- und Handelspublikationen.

Der Konzern kaufte 1985 den US-Informationsdienst Disclosure und benutzte diesen als Basis, um seine Aktivitäten auf dem nordamerikanischen Markt aufzubauen. Das starke Engagement in den USA war anfangs von größeren Verlusten gekennzeichnet. So wurde der 1986 übernommene Verlag für Computermagazine Hayden Publishing bereits nach wenigen Jahren wieder verkauft.

Auf dem Heimatmarkt machte die Übernahme des Verlages Audet (1988) VNU zum Marktführer im niederländischen Zeitungssektor. Als dann in den Niederlanden und Belgien der Startschuss für das private Fernsehen fiel, war VNU zunächst mit Minderheitsanteilen an verschiedenen Sendern beteiligt, die im Laufe der frühen 90er Jahre konsequent aufgestockt wurden. Zielstrebig arbeitete VNU weiter daran, seine Marktstellung in den USA im Sektor Business-Information auszubauen. 1992 übernahm der Konzern 50 Prozent an der Softwarefirma Spectra Marketing Systems und beteiligte sich an einem Joint Venture mit Arbitron. Maßgeblichen Einfluss auf die Medienbranche sicherte sich VNU 1994 durch die Übernahme der BPI Communications Inc., dem Herausgeber der etablierten Branchenblätter "Billboard" und "Hollywood Reporter". Der "Dutch Info Giant" (The Industry Standard) läutete 1998 durch den Erwerb des Informationsdienstleisters World Directories (Print- und Online-Telefonverzeichnisse) für 2,1 Mrd. $ und den Verkauf fast aller Druckereibetriebe, Tageszeitungen und TV-Beteiligungen eine generelle Neuorientierung ein. Somit bewegte sich der Konzern seit dem Ende der 90er Jahre von den klassischen, verlegerischen Geschäftsfeldern in Richtung Markt- und Medienforschung weg. Im Rahmen dieser Umorientierung kaufte VNU 1999 das amerikanische Unternehmen Nielsen Media Research für 2,7 Mrd. $. Diese Firma hat in den USA und in Kanada das Monopol auf die Ermittlung von TV-Einschaltquoten. Ausschlaggebend für VNUs Akquisition von Nielsen Media Research dürfte allerdings die Marktstellung des Unternehmens als Innovationsführer im Bereich Internet-Ratings gewesen sein. Ein weiterer wichtiger Schritt des Konzerns hin zum Anbieter von Markt- und Medieninformationen war die Übernahme des amerikanischen Marktforschungsriesen ACNielsen im Frühjahr 2001 für 2,3 Milliarden Dollar.

ACNielsen wurde 1923 in den USA von Arthur C. Nielsen Sr. gegründet. Nielsen erfand die bis heute eingesetzte Methode des Handelspanels, der Datenerhebung im Geschäft und das Konzept des Marktanteils. Nach dem Zweiten Weltkrieg expandierte das Unternehmen u. a. nach Westeuropa, Australien und Japan. In Deutschland übernahm ACNielsen 1979 die „Schmidt & Pohlmann Gesellschaft für Werbestatistik“ zu 100 Prozent und gründete daraus die „A.C. Nielsen Werbeforschung S + P GmbH“. 1996 wurde der Bereich der Medienforschung „Nielsen Media Research“ im Rahmen eines Umstrukturierungsprozesses als eigenständiges Unternehmen aus dem Konzern ausgegliedert. Durch die Übernahme der beiden Firmen durch VNU waren sie Anfang 2001 wieder unter einem Dach vereint. Im selben Zug trennte sich der Konzern von seinen Verbraucher- und Bildungspublikationen, u.a. durch den Verkauf der Directories Sparte Ende 2004 für knapp 2,1 Mrd. €. 2005 strebte VNU mithilfe der Übernahme des auf Pharmazie spezialisierten Marktforschungsunternehmens IMS Health einen Einstieg in den Medizin- und Gesundheitssektor an. Die Fusion wurde allerdings durch den Widerstand der Aktionäre verhindert.

2006 wurde VNU Ziel einer freundlichen Übernahme durch private Finanzinvestoren. 80 Prozent der Firmenanteile gingen an die Finanzinvestorengruppe Valcon Acquisition, ein Konsortium aus sechs Private Equity Unternehmen, darunter die Blackstone Group, Kohlberg Kravis Roberts, Thomas H. Lee & Partners, AlpInvest Partners, Carlyle Group und Hellman & Friedman. Der Großaktionär Knight Vinke Asset Management hatte sich zunächst gegen die Übernahme gewehrt, später aber auf ein erhöhtes Angebot eingelassen, wonach der Marktwert des Unternehmens inklusive Schulden 8,7 Milliarden Euro betrug. Bis Anfang 2007 kaufte Valcon auch die restlichen Anteile an VNU, welches dadurch zu einem nicht mehr börsenorientierten Privatunternehmen wurde.

2007 gab Nielsen die Übernahme des Unternehmens NetRatings bekannt, welches auf Publikumsforschung im Onlinebereich spezialisiert ist. Im August 2007 folgte die Übernahme von Telephia, einem Marktforscher im Bereich Telekommunikation und mobiler Medien. Weiterhin unterzeichnete die Firma einen der höchstdotierten Outsourcingverträge in der US-Geschichte. Die indische Dienstleitungsfirma Tata Consultancy Services erhält in den kommenden 10 Jahren 1,2 Milliarden Dollar für IT-Betreuung, Buchhaltung und Datenverarbeitung.

Gleichzeitig änderte VNU seinen Namen in „The Nielsen Company“. Damit sollte der bekannte Markenname Nielsen besser genutzt werden. Die Namensänderung ging mit einer verstärkten Integration und Vereinheitlichung der weltweiten Unternehmensaktivitäten einher. Die Nielsen Company kauft weiterhin Unternehmen auf und baut damit ihre Monopolstellung vor allem im amerikanischen Markt aus. Dies wird von manchen Kunden und Beobachtern kritisch betrachtet, vor allem im Zusammenhang mit Problemen, die durch die von Nielsen verwendeten Messmethoden auftreten. Im April 2007 wurden Nielsen//NetRatings sowie der Hauptkonkurrent ComScore vom Interactive Advertising Bureau (IAB = US-amerikanischer Interessenverband der Online-Werbewirtschaft) aufgefordert, ihre Messmethoden überprüfen zu lassen. In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu großen Unterschieden in den Angaben der beiden Anbieter gekommen. Von der Überprüfung erhofft sich die IAB vor allem mehr Transparenz bei den Nutzerzahlen, auf deren Basis die Werbepreise im Online-Bereich festgelegt werden. Die Untersuchung wir im Moment vom unabhängigen Media Rating Council (MRC) durchgeführt. Nielsen befand sich zu diesem Zeitpunkt schon in Vorgesprächen mit dem Media Rating Council. Ursprünglich sollten die Ergebnisse bereits 2008 veröffentlicht werden. Da es jedoch bereits während der Überprüfung zu Änderungen in Nielsens Messmethoden gekommen war, wird das vollständige Ergebnis erst in diesem Jahr vorliegen.

Außerdem wird daran gearbeitet, mit neuen Erhebungsmethoden ein noch genaueres Bild vom Kunden zu zeichnen. So will Nielsen als langfristig die gesamte Mediennutzung und das Kaufverhalten einer Person möglichst vollständig erfassen. Bisher wird beispielsweise die Internetnutzung einer Personengruppe und das Kaufverhalten einer zweiten Personengruppe in sogenannten „Panels“ ermittelt, anschließend werden die gesammelten Daten mithilfe von statistischen Verfahren verknüpft. Analysiert man allerdings alle Mediennutzungsmuster und das Kaufverhalten von nur einer Personengruppe, lassen sich genauere Aussagen treffen, beispielsweise über die Werbewirkung. Obwohl Nielsen darauf hinweist, dass die Anonymität gewahrt wird, ist für viele Panelteilnehmer die Grenze zum „gläsernen Kunden“ hier scheinbar überschritten. Die Teilnahmebereitschaft sinkt bereits bei der gemeinsamen Erfassung von Internetnutzung und Fernsehverhalten so stark, dass die Nielsen Company laut New York Times zunächst wieder von den Plänen abgerückt ist.

Auch beim Fernsehen gelobt Nielsen Besserung. In der Vergangenheit war es mehrmals zu erheblichen Verzögerungen bei der Ermittlung der Einschaltquoten gekommen. Nielsen will nun die Server erneuern, um der ständig wachsenden Menge an Daten besser gerecht zu werden. Mitte 2007 wurde bereits die Erhebung von Einschaltquoten angepasst, da es durch den zunehmenden Einsatz von DVD-Recordern unter Werbetreibenden die Sorgen gibt, dass Werbung nicht mehr gesehen wird, da die Zuschauer die Vorspulfunktion nutzen. Dank des neuen Quotensystems können Werbespots getrennt von den redaktionellen Inhalten ausgewertet werden. Außerdem soll die Fernsehnutzung außer Haus (in Sportstudios, Kneipen) zukünftig automatisch und nicht mehr durch Nutzer-Tagebücher erhoben werden. Im kommenden Herbst wird darüber hinaus eine gemeinsame Quote für den Fernsehkonsum über TV und Onlinestream eingeführt.

Zu Letzterem sah sich Nielsen vor allem durch die Neugründung des Marktforschungskonsortiums CIMM durch die größten US Medienkonzerne im September 2009 gezwungen. Der „Coalition for Innovative Media Measurement” (CIMM) gehören unter anderem die Medienunternehmen NBC Universal, Time Warner, News Corp., Discovery, Viacom, CBS und Walt Disney aber auch wichtige Werbekunden wie Procter & Gamble, AT&T und Unilever an. Das Konsortium kritisierte die Messmethoden von Nielsen als nicht zeitgemäß und hat ein Pilotprojekt zur Erforschung und Entwicklung einer plattformübergreifenden Quotenmessung für TV, Internet und mobile Dienste gestartet.

Zum Ende des Jahres 2009 verkaufte Nielsen acht Fachmagazine an das Investoren-Konsortium darunter „The Hollywood Reporter“, ein Magazin der US-amerikanischen Film- und Unterhaltungsindustrie, sowie „Adweek“, eine Fachzeitschrift der Werbebranche. Den Besitzer wechselten außerdem das renommierte Musikmagazin „Billboard“, das die US-amerikanischen Musik-Charts ermittelt, sowie die Zeitschriften „Brandweek“, „Mediaweek“, „The Clio Awards“, „Backstage“ und „Film Journal International“. Nach Medienberichten zahlte das neu formierte Konsortium „E5 Global Media“ für die acht Zeitschriften aus der „Business Media“-Sparte des Marktforschers Nielsen etwa 84 Millionen US-Dollar. Das Buchmagazin „ Kirkus Review“ und das Journalistikfachblatt „Editor und Publisher“ sollten ursprünglich zum Jahresende eingestellt werden. Für beide Zeitschriften fanden sich jedoch Käufer. Das Fachmagazin „Radio Records“ wurde bereits im Juni eingestellt. 2010 verkaufte Nielsen seine Reisemagazine an NorthStarTravel Media und die Lebensmittelzeitschriften an Stagnito Media. Somit verlegt Nielsen nur noch sieben Zeitschriften. Das Abstoßen der verlustreichen Titel erlaubt Nielsen eine weitere Fokussierung auf die Kerngeschäfte und gewinnbringende Projekte.

Management

Seit August 2006 ist David L. Calhoun Geschäftsführer der Nielsen Company. Er übernahm den Posten vom Niederländer Rob van der Bergh, der die Firma nach der gescheiterten Fusion mit IMS Health verlies. Calhoun konzentriert sich wie sein Vorgänger zunehmend auf das Kerngeschäft der Fach- und Marketinginformationsdienste. Diese Geschäftsfelder bieten wesentlich höhere Gewinnmargen im Vergleich zu den klassischen Verlagsaktivitäten und dem Fernsehsektor. Calhoun war vorher seit 1981 bei der General Electric Company, zuletzt als Vize-Vorstandsvorsitzender und CEO der GE Infrastruktursparte. 2007 wechselten noch drei andere Vorstandsmitglieder von GE zu Nielsen: Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Mitchell J. Habib, der außerdem für den Global Business Service die Verantwortung trägt, der Finanzbeauftragte Brian West und Personalchefin Mary Liz Finn. Die mächtigste Frau im Top-Management von Nielsen ist die stellvertretende Geschäftsführerin Susan D. Whiting. Sie begann 1978 bei Nielsen Media Research und ist seitdem in allen Unternehmensbereichen tätig gewesen, darunter ab 2001 als Geschäftsführerin von Nielsen Media Research und ab 2005 als stellvertretende Geschäftsführerin des Bereichs „Media Measurement and Information“ beim Mutterkonzern VNU.

Geschäftsfelder

Mit dem 31.12.2009 wurde das Unternehmen in 3 Geschäftsfelder umstrukturiert: Watch, Buy und Expositions.


What Consumers Buy (Marktforschung)
Diese Abteilung liefert Kundeninformationen für die Konsumgüterindustrie. Nielsen misst Verkäufe und Marktanteile. Mit einem Jahresumsatz von $ 2,993 Milliarden liegt das Unternehmen vor Konkurrenten wie Information Ressources Inc., The Kantar Group und Source Interlink Companies Inc. 64% des Jahresumsatzes der Nielsen Company stammen aus der Marktforschung.

Nielsen ist in über 100 Ländern tätig und beobachtet dort neben der Marktentwicklung beispielsweise auch Verhalten und Einstellungen der Konsumenten. Die Hauptkunden n sind Produzenten und Verkäufer von Lebensmitteln, so genannten "Fast Moving Consumer Goods". Weitere Nielsen-Firmen im Bereich der Marktforschung sind unter anderem Nielsen Scantrack, Nielsen Homescan, Nielsen Spectra, BASES, Claritas, Nielsen Direct Data, Scarborough Research und als neue Errungenschaft im Jahr 2007 das Unternehmen Telephia (jetzt Telecom), welches im Bereich Telekommunikation/Mobile Medien tätig ist.

Nach der gescheiterten Übernahme von IMS Health gründete Nielsen im August 2007 mit NielsenHealth einen eigenen Informationsdienst für den Medizin- und Gesundheitssektor. NielsenHealth erfasst Daten über die relevanten Zielgruppen (Ärzte und Patienten) und unterstützt damit Anbieter in diesem Bereich bei Produktentwicklungen und Marketingentscheidungen. Der Gesundheitsmarkt scheint generell eine größer werdende Bedeutung einzunehmen. Auch in Deutschland vereinbarte Nielsen eine Kooperation mit INSIGHT Health, einem führenden Informationsanbieter für den Arzneimittelmarkt. Im Mai 2007 vergrößerte Nielsen in Deutschland sein Pharma & Health Care Panel.

In den letzten Jahren ging Nielsen außerdem eine Reihe von strategischen Partnerschaften mit international bekannten Firmen ein. So werden seit 2007 die demographischen Daten von Nielsen mit den Ergebnissen der Google Ads TV plattformverbunden. 2009 startete Nielsen zusammen mit Facebook NielsenBrandlift, eine Social-Network-Tool, mit dem User zu Marken/Produkten befragt und ihre Kaufintention gemessen werden können. Außerdem arbeiteten die beiden Firmen an einem Pilotprojekt zur Messung der Effektivität von Facebookkampagnen in Indien. Im Juli 2010 gründeten Nielsen und die Consulting Firma McKinsey ein gemeinsames Joint Venture: NM Incite. Die Firma soll die Verbrauchererkenntnisse und Echtzeit-Marktinformationen von Nielsen mit der der Fachexpertise von McKinsey in den Bereichen Beratung, Marketing und Sales kombinieren. NM Incite berät Manager zum Verständnis und zur Nutzung von Social Media Erkenntnissen. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Messung und Verbesserung von Marketingwirkung, der Optimierung von Produkteinführungen und den Erfahrungen im Kundenservice.


What Consumers watch (Medienforschung)
Die Abteilung beschäftigt sich mit Publikumsforschung und –Analyse. Sie bietet Daten für Medienunternehmen, auf deren Grundlage die Preise für Werbung festgelegt werden. Gleichzeitig wertet die Medienforschung die Werbung für die Industrie aus und ermittelt den Erfolg der verschiedenen Marketinginstrumente. Nielsen misst weltweit ca. 35% aller TV Quoten und der Marktanteil der Nielsen Internetauswertung liegt bei 70%. Die bekanntesten Unternehmen in der Medienforschungs-Sparte von Nielsen sind Nielsen Media Research und Nielsen//NetRatings, ein Werbe-Statistik-Dienst für das Internet. Nach der Vision des CEOs David Calhoun sollen die Nielsen//NetRatings die Währung der Internetwerbung sein, ganz so wie es die Nielsen Ratings für das US-Fernsehen seit Jahrzehnten sind. Darüber hinaus wird im Online-Bereich zum Beispiel der Gebrauch von nutzergenerierten Inhalten durch das Unternehmen BuzzMetrics untersucht. Das Programm misst, wann und wie Produktnamen im Web (2.0) genannt werden. Seit April 2010 wird BuzzMetrics durch die Zusammenarbeit mit dem Social Commerce Application Organisator Bazaarvoice erweitert. So sammelt Bazaarvoice konsumentengenerierte Produktbewertungen für BuzzMetrics.

Bereits 2007 wurden die Dachgesellschaften Nielsen/NetRatings und Buzzmedia zu Nielsen Online zusammengefasst, wodurch nun die gesamte Mediaforschung im Online-Bereich abgedeckt wird. Im gleichen Jahr präsentierte Nielsen zusammen mit der US-amerikanischen Firma Digimarc den Service VideoCensus. Mit diesem Programm werden Online-Videos mit Wasserzeichen versehen und in einer Datenbank erfasst. Mit Hilfe dieses Wasserzeichens lässt sich zum Beispiel feststellen, an welcher Stelle die Inhalte im Internet noch veröffentlich werden. Ähnliche Verfahren werden beispielsweise von YouTube eingesetzt. Der Dienst wird sich wohl auch dazu eignen, Verstöße gegen das Urheberrecht aufzudecken und zu verfolgen. Laut dem Nielsen Manager Dave Harkness soll dies aber nicht der vorrangige Nutzen sein. Vielmehr könnten Content-Anbieter so ein genaueres Bild über die Verbreitung ihrer Inhalte im Internet bekommen.

2008 schloss The Nielsen Company Exklusivverträge mit Coca-Cola, Procter & Gamble und NBC Universal ab. NBC Universal gehört zu achtzig Prozent zu General Electric und hat unter anderem die olympischen Spiele 2008 ausgestrahlt. Nielsen hat somit Geschäftspartner sowohl auf der Seite der Werbetreibenden als auch auf der Seite der Medien. Gleichzeitig muss das Unternehmen weiterhin die gemeinsame Währung für die Werbewirtschaft, das heißt unabhängige Einschaltquoten und Nutzerzahlen, ermitteln.

Im Mai 2010 übernahm Nielsen die kalifornische Firma Glance Guide. Glance Guide hat Technologie entwickelt um das Nutzerverhalten während des Videokonsums im Internet zu analysieren. Videoanbieter können so ihre Inhalt und Werbung entsprechend anpassen.

Die Nielsen Entertainment Abteilung analysiert die Nutzung unterhaltungsspezifischer Werbeträger wie Filme, Musik, Home Entertainment, Bücher und interaktiver Unterhaltungsangebote. Weitere Unternehmen in diesem Bereich sind SRDS (Publikumsforschung), Interactive Market Systems (Mediaplanungs- und Analyse-Software), PERQ/HCI (Mediaforschung zu Publikationen im Gesundheitswesen-/Arzneimittelmarkt) und Nielsen Sports (Sport-Sponsoring). Die Medienforschung erwirtschaftet 33% des Gesamtumsatzes der Firma.
Expositions (Business-Media-Angebote)
Die Sparte Nielsen Business Media vereint verschiedene Angebote im Business-to-Business-Bereich. Nielsen Expositions veranstaltet Fachmessen sowie Konferenzen. Jährlich werden ca. 40 Veranstaltungen mit 270.000 Teilnehmern aus 20 verschiedenen Industriesparten organisiert.

Zusätzlich besitzt Nielsen noch 7 Fachzeitschriften zu den Themen Innenarchitektur ("Contract Magazine", "HD Magazine", "Impressions", "Kitchen & Bath Business") und Beruf ("DDI Magazine", "National Jeweler", "Photo District News"). Die Abteilung erwirtschaftet knapp 3% des jährlichen Umsatzes.

Engagement in Deutschland

The Nielsen Company bietet Leistungen in den Geschäftsbereichen Buy und Watch auch in Deutschland an. Hierbei ist das Unternehmen zumindest geographisch weiterhin zweigeteilt, wobei sich die beide Bereiche jedoch gemeinsam in der Öffentlichkeit präsentieren.

What Consumers Buy (Marktforschung) Das erste Standbein ist das Marktforschungsunternehmen The Nielsen Company Germany mit Sitz in Frankfurt am Main. Unter diesem Namen fasst der Konzern seit 2008 die Nielsen-Gesellschaften A.C. Nielsen GmbH, Axense GmbH, AC Nielsen Bases GmbH und TradeDimensions GmbH zusammen. Im Frühjahr 2010 übernahm The Nielsen Company auch das in München ansässige Marktforschungsunternehmen USP market intelligence GmbH, das sich besonders die Konsumgüterindustrie in Deutschland und Österreich spezialisiert. Geschäftsführer der Nielsen Marktforschung in Deutschland ist seit Mai 2012 Mathias Bernhardt.

What Consumers watch (Medienforschung) Zweites Standbein ist das Medienforschungsunternehmen Nielsen Media Research GmbH mit Sitz in Hamburg. Das Unternehmen wurde 1946 als „Dr. Kapferer & Dr. Schmidt Gesellschaft für Wirtschaftsanalyse und Markterkundung OHG“ in Hamburg gegründet. 1967 folgte eine Namensänderung in „Schmidt & Pohlmann Gesellschaft für Werbestatistik“. 1979 entstand nach einer hundertprozentigen Übernahme durch A.C. Nielsen daraus die „A.C. Nielsen Werbeforschung S + P GmbH“, die später in „Nielsen Media Research GmbH“ umbenannt wurde. Nielsen Media Research betreibt Publikumsforschung und Werbeforschung für verschiedene deutsche Medien. Geschäftsführer ist seit 2005 Ludger Wibbelt.

Aktuelle Entwicklungen

Geschäftsentwicklung


2010 stieg der Umsatz der Nielsen Company im Vergleich zu 2010 währungsbereinigt um 6,6 % auf 5,126 Milliarden US-Dollar. Zum ersten Mal seit fünf Jahren konnte Nielsen wieder einen positiven Gewinn (103 Millionen US-Dollar) melden. Auch 2011 schrieb das Unternehmen wieder schwarzer Zahlen mit einem Gewinn von 104 Millionen US-Dollar. Der Umsatz stieg um 8 % auf 5,532 Milliarden US-Dollar. Im ersten Habjahr 2012 blieb der Umsatz mit einem Wachstum von 1% auf 2,725 Milliarden US-Dollar zwar beinahe gleich, allerding konnte das Unternehmen durch Umstrukturierungen und Kosteneinsparungen einen Halbjahresgewinn von 128 Millionen Dollar verzeichnen (1. Halbjahr 2011: 112 Millionen US-Dollar Verlust). Allerdings musste das Unternehmen im Juni seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr aufgrund der schlechten Umsatzzahlen aus Europa von 5-7% auf 5-6% nach unten korrigieren.

Im Juli 2010 wurde Nielsen vom MRC die Erlaubnis zur TV-Quotenmessung in den 25 größten lokalen Märkten in den USA erteilt. Diese 25 Gebiete umfassen 49% der amerikanischen Bevölkerung und erhalten jedes Jahr 64% der gesamten Jahreswerbeausgaben. Allerdings forderte die MRC massive Nachbesserungen am 2009 endgültig eingeführten Active/Passive-Meter, dem Quotenmessegerät für digitales Fernsehen.

Darüber hinaus musste Nielsen Ende 2010 massive Fehler bei der Messung des Internetverkehrs eingestehen. Die Messgeräte hatten bei der Erfassung von langen URLs (über 2000 Zeichen) über 3 Monate hinweg versagt, so dass Nielsen die Internetnutzung auf Kundenwebsites um bis zu 22 Prozent unterschätzte.

Immer wieder wurde auch Nielsen's zu kleine Stichprobe in der Fernsehquotenmessung bemängelt. Deswegen wird das Unternehmen diese auch durch die Kombination verschiedener Panels ab Herbst 2012 besonders in den lokalen Fernsehmärkten im Süden der USA deutlich ausbauen.

Trotz wiederholter Kritk hält Nielsen, auch dank technischer Innovationen, seine Monopolstellung in der Medienforschung im Bereich Fernsehen und Internet. Im November 2011 konnte Nielsen die Akkreditierung seines neu implementierten Online Campaign Ratings durch das MRC verkünden. Es ist das erste akkreditierte Tool zur Messung von Online-Werbekampagnen, welches ein traditionelles Onlinepanel mit den aggregierten demographischen Informationen der Internetanbieter kombiniert. Das System liefert bereits 24 Stunden nach dem Beginn einer Werbekampagne erste Daten und wird bereits von Medienunternehmen wie Disney/ABC Television und Facebook genutzt.

Ein Erfolgsfaktor des Unternehmens ist seine starke Position im Bereich der crossmedialen Messung von Mediendaten. So testet Nielsen seit Sommer 2012 zusammen mit großen Medienunternehmen erstmals ein System zur Messung der Tablet-PC-Nutzung. Diese Daten sollen langfristig mit der TV- und PC-Nutzung kombiniert werden. Auch an der Integration von Smartphonedaten wird unter dem Stichwort Multi-Screen-Measurement (Internetnutzung) bzw. Extended-Screen-Ratings (Quotenerfassung) gearbeitet.

Allerdings hat sich die UK Measurement Company, der Industrieverband zur Messung des Internettraffics in Großbritannien, gegen die Verlängerung des Ende 2012 auslaufenden Vertrages mit Nielsen entschieden. Damit hat Nielsen in kürzer Zeit neben Spanien und den Niederlanden auch den lukrativen britischen Markt an seinen größten Konkurrenten ComScore verloren.

Börsengang

Nach der vollständigen Übernahme 2007 durch die Finanzinvestorengruppe Valcon Acquisiton war Nielsen ein reines Privatunternehmen. Aufgrund der hohen Schulden (2009 über 8,5 Milliarden Dollar) entschloss sich das Unternehmen jedoch zum größten Börsengang aus Privatbesitz der letzten vier Jahre. Im Januar 2011 gab Nielsen mit 71 Millionen Stammaktien zu je 23 US-Dollar und außerdem Anleihen aus im Wert von 250 Millionen US-Dollar aus. Nielsen erhofft sich einen Nettoerlös von bis zu 1,8 Mrd. US-Dollar. Und tatsächlich stieg die Aktie an der New York Stock Exchange seit Januar um 29% (Stand April 2012). Auch dank des Börsenganges konnte Nielsen seine Schulden auf 6,3 Milliarden US-Dollar reduzieren. Analysten kritisieren jedoch weiterhin das schlechte Schuldenmanagement des Konzerns.

Im März 2012 kündigten die Hauptaktionäre, ein globales Bankenkonsortium u.a. Morgan Stanley, Deutsche Bank, Citigroup und Credit Suisse den Verkauf von ca. 30 Millionen Aktienanteilen an. Sie erhoffen sich davon Einkünfte von bis zu 900 Millionen Dollar.

Juristische Auseinandersetzungen

Im Januar 2011 wies ein US-amerikanisches Bundesgericht nach zweijährigen Rechtstreit Vorwürfe des Monopolmissbrauchs von Sunbeam Television gegen Nielsen zurück. Die Fernsehstation aus Florida konnte nicht beweisen, dass Nielsen Mitbewerber aus den Lokalmärkten der Fernsehquotenmesung drängt. Nachdem Nielsen im Sommer 2008 in Florida neue Messmethoden eingeführt hatte, sanken die Quoten und damit die Einnahmen des privaten Fernsehsenders beträchtlich. Sunbeam hatte Nielsen vorgeworfen, begünstigt von der Monopolstellung zu überhöhten Preisen fehlerhafte Leistungen anzubieten.

Im März 2011 reichte Nielsen selbst Klage gegen den Konkurrenten ComScore wegen fünffacher Patentverletzung ein. Mehr als 30 ComScore-Produkte sollen die Patentrechte des Konzerns bei der Messung und Analyse von Internetinhalten verletzen, heißt es in der Anklageschrift. ComScore reagierte mit einer Klage beim United States District Court wegen Patentrechtsverletzungen durch Nielsen NetRatings. Im Dezember 2011 kam es zu einer Einigung. Jedes Unternehmen kauft die jeweils strittigen Patente von Anderen ab.

Den bislang schwersten Vorwürfen sieht sich Nielsen durch eine Klage vom größten Nachrichtensender Indiens NDTV (New Delhi Television Limited) ausgesetzt. Nach Angaben des Senders sollen Mitarbeiter der Nielsen-Tochterfirma TAM India gegen Bestechung Fernsehquoten manipuliert haben. NDTV wirft Nielsen in der Anklageschrift schwere Fahrlässigkeit und Betrug vor. Der Sender fordert 1,3 Milliarden US-Dollar Entschädigung für den Gewinnausfall und die Schädigung von Reputation und Markenwert durch zu niedrige Quoten. TAM (Television Audience Measurement) India ist für die Fernsehquotenmessung in Indien verantworlich und ein Joint-Venture der Nielsen Company und einem seiner Hauptkonkurrenten Kantar Media Research. Bereits seit 2004 hatte NDTV immer wieder Vorwürfe der Korruption und ungenauen Messung erhoben. Im Frühjahr 2012 konfrontierten NDTV Vertreter von Nielsen mit Beweisen der Bestechlichkeit. Konkret sollen TAM Mitarbeiter im Raum Mumbai dem Nachrichtensender angeboten haben, dass Panel-Haushalte dahingehend zu beeinflussen, dass sie gegen Bestechungsgeld von monatlich 250-500 US-Dollar nur ausgewählte Sender schauen würden. Der Sender könne somit innerhalb von 2-3 Wochen seine Quoten in bestimmten Zielgruppen verdreifach könne. Nach Darstellung von NDTV versprach Nielsendarsaufhin sowohl schärfere Sicherheitsmaßnahmen bei der Quotenmessung als auch die Vergrößerung der Stichprobe. In Indien werden 148 Millionen TV-Haushalte über lediglich 8000 Panelhaushalte erhoben. (Deutschland im Vergleich: 5640 Panelhaushalte für 40 Millionen TV Haushalte) TAM kam einem von NDTV im April verlangten Stopp der Veröffentlichung weiterer Quoten bis zur Durchführung der angekündigten Nachbesserungen nicht nach. Der Sender verklagt nun in New York TAM, Kantar Media, mehrer Nielsenunternehmen, den CEO David Calhoun sowie meherer Direktoren von Nielsen, da TAM trotz besserem Wissen weiterhin fehlerhafte Daten veröffentlicht. Nielsen hat sich zu den Ende Juli 2012 erhobenen Vorwürfen bislang nicht geäußert.

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Informationen des Unternehmens: Presseberichterstattung:
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