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LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

Discovery Communications

Umsatz 2011: $ 4,235 Mrd. (€ 3,042 Mrd.)

Geschäftsbereiche

Kabel/Fernsehen:
In den USA betreibt Discovery Communications 14 Kabelsender. Neben dem Flaggschiff Discovery Channel sind dies TLC (Frauen und Lifestyle), Animal Planet (Tiere und Natur), Discovery Health Channel (Gesundheit), The Hub (ehemals Discovery Kids, gemeinsam mit dem Spielzeughersteller Hasbro betriebener Kinderkanal), Science Channel, Investigation Discovery (Forensik), Military Channel (Militär und Luftfahrt), Planet Green (Umwelt, Konzept soll jedoch 2011 verändert werden), FitTV (Fitness), HD Theater (Dokumentationen in HD), Discovery en Espanol Discovery Familia (beide spanischsprachig) sowie OWN (The Oprah Winfrey Network). Der neue Sender der Talk-Königin hatte nach dem Start im Januar mit niedrigen Quoten zu kämpfen, so dass sich die Konzerspitze entschied, das Programm von OWN durch eine Finanzspritze von weiteren 50 Millionen US-Dollar attraktiver zu gestalten. Zudem wurde die OWN-Leiterin Christina Norman nach nur vier Monaten im Amt entlassen und durch Discovery-COO Peter Ligouri ersetzt.

Zu den wichtigsten internationalen Fernsehaktivitäten zählen die internationalen Animal Planet- und People+Arts-Kanäle, die bis November 2010 gemeinsam mit der BBC betrieben wurden, ehe BBC seine Anteile für 156 Millionen Euro an Discovery verkaufte. Für eine abschließende Liste aller internationalen Discovery Sender siehe hier. Seit 2003 veranstaltet Discovery Communications zudem mit SilverDOCS eines der wichtigsten Dokumentarfilmfestivals der Welt.

Internet:
1996 kaufte Discovery Communications die Ladenkette The Nature Company, die populärwissenschaftliches Spielzeug und Naturprodukte verkaufte. Inzwischen haben alle 114 Filialen geschlossen und Discovery vertreibt einen Katalog-basierten Onlinestore (shopping.discovery.com). Weitere bekannte Internetmarken sind Treehugger.com, eine Website für Eco-Lifestyle, sowie HowStuffWorks.com, das sich auf populärwissenschaftliche Erklärungen für Alltagsphänomene spezialisiert hat.

Videospiele:
2007 ist Discovery Communications eine Partnerschaft mit Game Publisher Activision eingegangen, um familienfreundliche Videospiele mit Tiercharakteren zu entwickeln.

Bildung:
Discovery Education bietet seit 2006 onlinebasiertes Videomaterial für US-Schulen an. COSMEO ist eine abo-basierte Website, die Schülern bei ihren Hausarbeiten hilft. In den kommenden Jahren liegt ein Fokus auf Bildungssoftware für (Tablet)-Computer. Discovery engagiert für seine Bildungsparte mehr als 200 Leute, darunter viele ehemalige Lehrer. Die Bildungssoftware ist mittlerweile an 60 Prozent aller öffentlichen Schulen zu finden. Jüngst gaben vier Bundesstaaten grünes Licht für den Einsatz des Discovery Science Techbook. Diese Multimedia-Tool soll auf lange Sicht gedruckte Lehrbücher ablösen, die oftmals teurer sind als Software-Lizenzen. Insgesamt setzen Bildungsverlage jährlich 500 Milliarden US-Dollar mit Lehrmaterialien um. Die härtesten Konkurrenten von Discoverys Bildungssparte sind McGraw-Hill und Pearson.

Lizenzvergabe:
DiscoveryAccess.com ist eine Website, die gegen Bezahlung Videomaterial aus über 100 000 Stunden Discovery Channell gegen Bezahlung an Drittparteien lizenziert.


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