LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.9.2012

The Naspers Group

Umsatz 2011/12: ZAR 39,487 Mrd. (€ 3,856 Mrd.)

Management

Koos Bekker, Südafrikaner europäischer Abstammung, ist seit 1997 CEO des damals noch „Nasionale Pers“ heißenden Konzerns und sitzt aktuell bei allen großen Konzerntöchtern (Media24, MIH Holdings, MultiChoice South Africa Holdings u.a.) im Aufsichtsrat. Bekker, studierter Jurist, sagt über sich selbst, er hätte die Medien und die Wirtschaft nur zufällig kennengelernt. Heute aber liebe er es, neue Konzepte und Strukturen auszuprobieren. Und er brachte Naspers zahlreiche Veränderungen: Nur ein Jahr nach seinem Einstieg gründete er bereits mit anderen den Service M-Net, der heute über 40 Staaten Afrikas mit Pay-TV versorgt. Er unterstützt das „Black Economic Empowerment“ nach dem Ende der Apartheid, ist jedoch aus praktischen Gründen für ein klares Enddatum des Förderprogramms.

Der dynamische und eigenwillige CEO hat ab 1998 die aggressive Online-Expansion von Naspers vorangetrieben. Der Erfolg gab ihm Recht: 2006 wurde Bekker mit dem „South African Ernst & Young and Rand Merchant Bank Best Entrepreneur Award“ ausgezeichnet. Ab 2007 nahm er sich ein Sabbatjahr, in dem er die USA, Russland, China und Korea bereiste um neue Technologien und Medientrends kennenzulernen. Bekker, der markige Worte nicht scheut („South Africa creates almost nothing on the internet“), ist heute mehr denn je von der Notwendigkeit von Anstrengungen bei Online-Medien überzeugt, auch wenn Fehler unweigerlich zu diesem Geschäft gehören. Er sieht den Fokus des Konzerns noch immer auf Schwellenländern und auf europäischen Wachstumsmärkten. Der CEO ist auch außerhalb seines Konzerns ein wichtiger Mann Südafrikas: Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 war er Teil des hochkarätig besetzten „Local Organising Committee“.


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