LED-Fernseher auf der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin

1.7.2011

6. Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck

Umsatz 2010: € 2,260 Mrd.

Aktuelle Entwicklungen

Erfolg mit der Wochenzeitung „Die Zeit“


Positive Nachrichten kamen Anfang 2012 aus Hamburg, wo der ZEIT-Verlag einen Rekordumsatz für 2011 meldete: Er war um 13 Prozent auf 151 Millionen Euro gesteigert worden. Der Umsatz hat sich damit seit 2003 verdoppelt. Rund 30 Prozent des Umsatzes entfielen 2011 auf neue Geschäftsfelder (Magazine, Editionen, Veranstaltungen sowie TEMPUS CORPORATE) und Online-Aktivitäten (ZEIT ONLINE und academics.de) - eine Steigerung um 10 Prozentpunkte in zwei Jahren. Das Online-Angebot der ZEIT konnte Visits und Werbeumsätez um 38, bzw. 50 Prozent steigern.
Digitalstrategie
Zahlreiche komplette oder teilweise Zukäufe von Internetfirmen belegen (u.a. myphotobook.de, gutefrage.net, MeinAuto.de, GameDuell), dass der Konzern die allgemein fortschreitende Digitalisierung aktiv und frühzeitig mit gestalten will. Dass dabei nicht jedes Projekt gelingen kann, zeigte sich spätestens im Februar des Krisenjahrs 2009, als das Nachrichtenportal Zoomer.de nach stark gefallenen Besucherzahlen geschlossen wurde. Der jüngste katastrophale Niedergang der teuer gekauften VZ-Netzwerke (siehe Geschäftsbereiche) hält Holtzbrinck Ventures jedoch nicht von weiteren Investitionen ab. So stieg das Unternehmen im Juni 2012 beim Männer-Styling-Portal "Paul Secret" ein. Die Nutzer der digitalen journalistischen Holtzbrinck-Angebote müssen allerdings einen hohen Preis für den kostenlosen Webseiten-Besuch zahlen. So ist beispielsweise das Onlineangebot des "Tagesspiegel" mit sinnentleerter Werbung und nervenden Klick-Walls geradezu zugepflastert.



Dossier

Medienpolitik

Die neuen technischen und inhaltlichen Entwicklungen der digitalen Medien sind eine Herausforderung für Medienmacher, Publikum und Politik. Journalisten müssen beispielsweise immer mehr Informationskanäle beobachten und große Mengen an Daten auswerten. Für die Bürger können die Veränderungen in der Medienlandschaft zu einer stärkeren (politischen) Beteiligung führen und Medien werden genutzt, um für politische Belange Aufmerksamkeit zu erzeugen. Neue Entwicklungen wie soziale Medien oder das Internet der Dinge werden bezüglich des Daten- und Verbraucherschutzes kontrovers diskutiert. Das Dossier möchte Grundlagen zum Rundfunk- und Medienrecht vermitteln, die neuen Herausforderungen und Nutzungsmöglichkeiten aufzeigen und eine kritische Auseinandersetzung mit der sich ständig wandelnden Welt der Medien und der sie regulierenden Medienpolitik fördern.

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