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Skala auf einem Transistorradio

2.7.2012 | Von:
Inge Seibel-Müller

Onlinejournalismus: "The Next Generation"

Zum Ende der Tutzinger Radiotage 2011 hatten die Teilnehmer unter anderem folgenden Wunsch: „Könnt Ihr nicht mal neue Ausbildungswege vorstellen? Was lernt eigentlich ‚The Next Generation‘ im Radio?“ So entstand bei der Vorbereitung der Tutzinger Radiotage 2012 die Idee, angehende Online-Journalisten der Hochschule Darmstadt (2. Semester) einzuladen und sie via Weblog, Audio, Video und Text live von den Radiotagen berichten zu lassen.

Die Studenten hatten Zugang zu allen Vorträgen und Workshops. In lockerer Atmosphäre am Starnberger See kam es zu einem regen und ungezwungenen Austausch zwischen den Studierenden und den Radioprofis. Das Semesterprojekt wurde von den Professoren Dr. Friederike Herrmann und Dr. Peter Seeger geleitet.
Studenten der Fachhochschule Darmstadt auf den Tutzinger Radiotagen 2012.Studenten der Fachhochschule Darmstadt auf den Tutzinger Radiotagen 2012. (© Carolin Dameris, apb Tutzing)

Fazit nach der Veranstaltung: Es war sowohl für die Tagungsteilnehmer als auch für die Studenten ein lohnendes Experiment, das nächstes Jahr gerne fortgesetzt werden soll. Am Schluss ging der ein oder andere Studierende mit einem neuen Praktikumsplatz im Radio nach Hause und die Profis fühlten sich um einige Erkenntnisse bereichert, wie „der Nachwuchs so tickt“.

Begeisterte Studenten

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Mehr gelernt, als er sich erwartete, hat Jaroslaw Animucki: „Ich habe mir von den Profis viele Tipps abgeschaut, wie man effizient arbeitet und war begeistert von Daniel Fienes Workshop zum ‚Mobile Reporting‘ mit dem iPhone. Da möchte ich mich gerne weiterbilden.“

Lena Muno würde am liebsten gleich im nächsten Jahr wiederkommen und findet es schade, dass 2013 vermutlich ein anderes Semester nach Tutzing darf: „Ich habe viele nette Leute kennengelernt und es war eine wunderbare Möglichkeit, sich mit den Profis auszutauschen und in den Beruf rein zusehen. Einziger Wermutstropfen, die Technik hat manchmal gehapert und das WLan öfters mal versagt.“

Anna Zischka fühlte sich sehr gut aufgenommen und die größte Angst vieler Studenten, ob man die Profis denn auch ohne Hemmungen ansprechen könnte, stellte sich schnell als unbegründet heraus.

Einziger kleiner Kritikpunkt des Studenten Tom Burkhart: „Ich fand es schade, dass wir nicht mehr direkt in die Tagung integriert wurden. Ich hätte mir gewünscht, dass wir Teil der Tagung hätten sein können und man uns auch offiziell mehr befragt hätte. Aber es war nicht wirklich schwer, zumindest am Rande der Tagung mit den Radiomachern ins Gespräch zu kommen.“

Zufriedene Professoren

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Ein sehr positives Fazit zieht Frau Professor Dr. Friederike Herrmann: „Der Vorteil für die Studenten war, dass sie es hier mit Journalisten zu tun haben und die Studenten erleben konnten, wie diese über ihre Arbeit reflektieren. 50 Journalisten auf einen Haufen, die man befragen kann, das ist der Idealfall.“ Zufrieden war sie mit der Motivation der Studenten und wie viel sie berichtet haben. Noch mehr Raum für Gespräche zwischen Profis und Studenten ist das einzige, was sie sich für ein ähnliches mögliches Projekt im kommenden Jahr wünschen würde.

„Schöner kann man Ausbildung nicht gestalten“, meinte Professor Dr. Peter Seeger. Er empfand es als wertvolle Bereicherung, direkt unter Leuten zu sein, die Radio machen. Eine ganz andere Erfahrung als der mehr theoretische Rahmen in der Hochschule.

Die Fachhochschule Darmstadt schrieb im Frühjahr 2001 den bundesweit ersten Diplom-Studiengang Online-Journalismus aus. Vor Studienbeginn muss ein mindestens sechswöchiges Vorpraktikum in einer Redaktion oder in der Öffentlichkeitsarbeit nachgewiesen werden. Es werden jeweils vierzig Studierende pro Jahr aufgenommen. Im Zuge des Bolognaprozesses hat Darmstadt im Wintersemester 2009/2010 auf den Abschluss Bachelor umgestellt. Das Studium ist auf sechs Semester angelegt.


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