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Eine Frau geht an einer Weltkarte, die aus Kinderporträts besteht, am Freitag (18.06.2010) im JuniorMuseum in Köln vorbei.

3.7.2012 | Von:
Noemi Carrel

Die Zuwandererbevölkerung

Im europäischen Vergleich weist die Schweizer Bevölkerung einen hohen Ausländeranteil auf. 2009 betrug er 22,9% (vgl. Abb. 1). Dabei verfügt ein Großteil der ausländischen Bevölkerung über eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis.[1]

Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach detaillierter Staatsangehörigkeit, 2010.Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach detaillierter Staatsangehörigkeit, 2010. Lizenz: cc by-nc-nd/2.0/de (bpb)
Die ausländische Wohnbevölkerung setzt sich mehrheitlich aus Angehörigen eines EU- oder EFTA-Staats zusammen (vgl. Abb. "Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach detaillierter Staatsangehörigkeit"). Personen, die dieser Gruppe nicht zuzuordnen sind, stammen meist aus einem anderen europäischen Land. Die größte Gruppe unter der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung stellen die Italiener dar (vgl. Abb. "Ständige Wohnbevölkerung nach ausgewählter Staatsangehörigkeit"). Der Anteil an Personen, die sich seit mindestens 30 Jahren in der Schweiz aufhalten, ist unter ihnen am höchsten.

Die zweitgrößte Gruppe unter der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung bilden die deutschen Staatsangehörigen, gefolgt von Personen aus Portugal und "Serbien und Montenegro" (vgl. Abb. Ständige Wohnbevölkerung nach ausgewählter Staatsangehörigkeit"). Im Vergleich gibt es unter den deutschen Staatsangehörigen mehr Personen, die schon seit 30 Jahren oder länger in der Schweiz leben, zugleich aber auch besonders viele, die erst vor wenigen Jahren zugewandert sind.[2]

Ständige Wohnbevölkerung nach ausgewählter Staatsangehörigkeit, Geburtsort und Anwesenheitsdauer in der Schweiz, 2009Ständige Wohnbevölkerung nach ausgewählter Staatsangehörigkeit, Geburtsort und Anwesenheitsdauer in der Schweiz, 2009 Lizenz: cc by-nc-nd/2.0/de (bpb)


Fußnoten

1.
Bundesamt für Statistik: Statistisches Lexikon der Schweiz.
2.
Ebenda, Bundesamt für Statistik (2008).

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