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Eine Frau geht an einer Weltkarte, die aus Kinderporträts besteht, am Freitag (18.06.2010) im JuniorMuseum in Köln vorbei.

1.8.2008 | Von:
David Fitzgerald

Herausforderungen und zukünftige Entwicklungen

Demografen der mexikanischen Regierung rechnen mit einem nachlassenden Auswanderungsdruck, da in den nächsten Jahren weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt strömen werden.

Demografische Veränderungen

Das Bevölkerungswachstum ist zwischen 1965 und 2006 dramatisch von 3,5 % auf 0,89 % pro Jahr gefallen. Mexikanische Frauen bekommen deutlich weniger Kinder, die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau ist von 7,2 im Jahr 1960 auf 2,3 im Jahr 2003 gefallen. Der Nationale Bevölkerungsrat erwartet kontinuierlich sinkende Wachstumsraten bei der Arbeitsbevölkerung im Alter von 15 bis 59 Jahren bis hin zu einem Schrumpfen der Arbeitsbevölkerung ab 2027. Dennoch ist nach wie vor ein Viertel der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter unterbeschäftigt. [1] Vor dem Hintergrund eines großen Lohngefälles, das wahrscheinlich auch weiterhin bestehen wird, und der tiefen Verwurzelung von Zuwanderernetzwerken dürfte die demografische Entwicklung allein daher kaum zu einem Rückgang der Abwanderung führen.

US-Strategien hinsichtlich der mexikanischen Zuwanderung

Die zwei Hauptkandidaten für die US-Präsidentschaft, die Senatoren Barack Obama (Illinois, Demokrat) und John McCain (Arizona, Republikaner) haben hinsichtlich der Zuwanderungspolitik ursprünglich ähnliche Standpunkte vertreten. McCain war 2007 mitverantwortlich für das später gescheiterte umfassende Reformgesetz, das auch von Obama unterstützt wurde. McCain ist jedoch 2008 in seiner Kampagne für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner nach rechts gerückt und legt nun größere Betonung auf verstärkten Grenzschutz und weniger auf Legalisierungsprogramme oder eine Erhöhung von befristeten Aufenthaltsgenehmigungen.

McCain ist darüber hinaus ein entschiedener Befürworter des nordamerikanischen Freihandelsabkommens, wohingegen Obama das Abkommen während seiner Kandidaturkampagne in den nördlichen, industriell geprägten Bundesstaaten kritisiert hat. Dort sehen sich viele Arbeiter durch den Wettbewerb mit Mexiko unter Druck. Obamas Wahlversprechen sehen Verhandlungen über bilaterale Nebenabkommen zum NAFTA vor, welche die Belange von Arbeitskräften und Umweltfragen regeln sollen. Solche Veränderungen des Freihandelsabkommens können nur in Zusammenarbeit mit Mexiko vorgenommen werden. Erfahrungen aus der Vergangenheit deuten jedoch darauf hin, dass die mexikanische Regierung im Umgang mit der Abwanderung auch in Zukunft wohl lediglich auf Maßnahmen der US-Regierung reagieren wird.

Fußnoten

1.
http://www.conapo.gob.mx

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