Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

28.1.2013 | Von:
Stefan Alscher
Thomas Hummitzsch

Kurzmeldungen – Europa

Großbritannien: Problem Einwanderung?

Ein Drittel der britischen Bevölkerung sieht in möglichen Spannungen zwischen gebürtigen Briten und Einwanderern die größte nationale Gefahr. Dies ergab eine Mitte Januar veröffentlichte Befragung der britischen Denkfabrik "British Future“. 30 % der Befragten gaben an, dass Einwanderung die Hauptgefahr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt darstellen würde. Mit jeweils lediglich 14 % folgten Spannungen zwischen Steuerzahlern und Sozialhilfeempfängern sowie zwischen Reich und Arm. Sogar 57 % der Befragten sehen in der Einwanderung eine der drei wichtigsten Ursachen von gesellschaftlichen Spaltungstendenzen. Experten und Kommentatoren gehen davon aus, dass die aktuelle Debatte um eine mögliche Einwanderung von Bulgaren und Rumänen ursächlich für die allgemeine Angst vor Einwanderung in der britischen Gesellschaft sein könnte. Für Bulgaren und Rumänen entfallen im kommenden Jahr die Einreisebeschränkungen. th
http://www.britishfuture.org/wp-content/uploads/2013/01/State-of-the-Nation-2013.pdf

Schweden: Zuwanderung erreicht Rekordwert

Die Zuwanderung nach Schweden hat im vergangenen Jahr eine Rekordzahl erreicht. Die Behörden stellten mehr als 111.000 Aufenthaltsgenehmigungen aus. Dies geht aus einem Bericht hervor, der Mitte Januar vom Schwedischen Migrationsamt (Migrationsverket) veröffentlicht wurde. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Anstieg 19 %, sodass 2012 der bislang höchste Wert erreicht wurde. Der stärkste Zuwachs war bei der Vergabe von Aufenthaltstiteln an anerkannte Flüchtlinge zu verzeichnen (17.400 bzw. +37 %). Die Zahl der Asylbewerber stieg von 29.648 auf fast 44.000 an (+48 %). Hauptherkunftsländer der Antragsteller waren Syrien (18 %), Somalia (13 %) und Afghanistan (11 %). Bei der Kategorie der Familiennachzüge (über 41.000 Aufenthaltstitel,+27 %) stellten Inder und Chinesen die höchste Zahl der Anträge. sta
http://www.migrationsverket.se/info/start_en.html

Dänemark: Geringere Kosten durch Integration

Die dänischen Kommunen könnten jährlich über 600 Mio. Kronen (80,4 Mio. Euro) einsparen, wenn Zuwanderer und Flüchtlinge besser in den Arbeitsmarkt oder Bildungsmaßnahmen integriert würden. Dies geht aus einer Studie der Zeitung "Ugebrevet A4“ und der Consultingfirma "LG Insight" hervor, die Anfang Januar veröffentlicht wurde. Insgesamt gaben die Kommunen im Jahr 2011 umgerechnet 335 Mio. Euro aus, um arbeitslose Zuwanderer, Flüchtlinge und deren Familienangehörige zu unterstützen. Die kommunalen Ausgaben variieren jedoch stark. Während sich die Kosten pro Zuwanderer im Jahr 2011 in der Gemeinde Lemvig auf 2.975 Euro beliefen, gab die Stadt Aarhus 6.680 Euro aus. Der Studie zufolge könnten durch eine gezielte Förderung der Zuwanderer erhebliche Kosten gespart werden. Die sozialdemokratische Innenministerin Karen Hækkerup rief die Gemeinden zu größeren Anstrengungen bei der Integration auf. sta
http://www.ugebreveta4.dk/2013/201302/Tirsdag/Flygtninge_dobbelt_saa_dyre_i_Aarhus.aspx

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