Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

13.12.2011

Kurzmeldungen – Welt

Die Zahl der Aids-Toten ist weltweit gesunken, in Australien bekam ein Asylunternehmen eine Geldstrafe wegen mangelnder Versorgung von Asylbewerbern und in den USA stieg die Zahl der aus Hass begangenen Straftaten gegen Muslime.

Welt: Weniger Aids-Tote

Die Zahl der Aids-Toten weltweit sinkt. Zu diesem Schluss kommt UNAIDS, das "Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV/AIDS", in seinem Ende November vorgestellten Jahresbericht 2011. Die Zahl der Aids-Toten ist demnach im Jahr 2010 auf rund 1,8 Mio. gefallen, fünf Jahre zuvor waren es noch 2,2 Mio. Mit 34 Mio. leben jedoch mehr Menschen als je zuvor auf der Welt, die an Aids erkrankt oder mit dem HI-Virus infiziert sind. UNAIDS hebt den Rückgang der Neuinfektionen als größten Fortschritt hervor. Dem Bericht zufolge infizierten sich im vergangenen Jahr rund 2,7 Mio. Menschen mit dem HI-Virus. 1997 waren es noch 3,4 Mio. Nach wie vor konzentriert sich die Aids-Pandemie auf Afrika, mit 70% aller Neuinfektionen, 68% aller HIV-Infizierten und Aids-Kranken sowie 66% aller Aids-Toten (vgl. MuB 1/08, 7/03, 6/02).
www.unaids.org/globalreport/Global_report.htm

Australien: Geldstrafe für Asylunternehmen

Das Unternehmen Serco, das im Auftrag der australischen Regierung Asylbewerberzentren und Abschiebegefängnisse verwaltet, muss eine Strafe von umgerechnet 11,4 Mio. Euro zahlen. Das gab die australische Regierung Ende November bekannt. Sie wirft dem Unternehmen mangelnde Versorgung der Asylbewerber vor. Weder die Regierung noch die Firma machten Angaben, wofür genau die Strafe verhängt wurde. Eine solche Vertragsstrafe ist bei mangelnder Sicherheit und Kontrolle der Absperrungen, Zugangsverweigerung für Besucher, Anwälte und Übersetzer, schlechter Unterbringung oder Essenshygiene möglich. In den vergangenen Monaten war es wiederholt zu Unruhen, Protesten und Selbstmorden in den von Serco verwalteten Einrichtungen gekommen (vgl. MuB 5/11).
www.rethinkrefugees.com.au/in-the-news/detention-centre-company-fined-14-8m

USA: Straftaten gegen Muslime

Die Zahl der von Hass geleiteten Straftaten (sog. "hate crimes") gegenüber Muslimen in den USA ist im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Dies geht aus Statistiken des FBI hervor, die Mitte November veröffentlicht wurden. Während im Jahr 2009 128 islamfeindliche Straftaten gezählt wurden, stieg diese Zahl im Jahr 2010 auf 186 Straftaten an (+ 45%). Ein Jahr vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden lediglich 33 islamophobe Straftaten registriert, im Jahr der Anschläge stieg die Zahl auf 546 an (vgl. MuB 3/05). Die meisten "hate crimes" mit religiösem Hintergrund zielen jedoch auf Anhänger des jüdischen Glaubens (2010: 922; 2009: 964). Von den insgesamt 7.699 registrierten Hate Crimes im vergangenen Jahr (2009: 7.789) fallen 4.765 Straftaten (62%) in die Kategorie rassistischer oder ethnischer Diskriminierung, 1.470 (19%) richteten sich gegen die sexuelle Orientierung der Opfer und 1.409 (18%) waren religiös motiviert.
www.fbi.gov/about-us/cjis/ucr/hate-crime/2010/narratives/hate-crime-2010-incidents-and-offenses