Schüler stellen am 12.06.2013 in der Ernst-Schering-Schule in Berlin Prominenten Fragen bei einer Veranstaltung im Rahmen der Aktion "Gewalt verhindern - Integration fördern".

1.1.2010

Kurzmeldungen – Welt

US-Behörden sollen über Jahre versucht haben, Fakten über die Todesumstände illegaler Einwanderer in Abschiebehaft zu verbergen und die UN fordert Thailand auf, die Rückführung von Angehörigen einer laotischen Minderheit zu stoppen, da diese von der dortigen Regierung verfolgt werden.

USA: Todesfälle in Abschiebegefängnissen

US-Behörden sollen über Jahre planmäßig versucht haben, missliebige Fakten über die Todesumstände illegaler Einwanderer in Abschiebehaft vor Angehörigen und Medien zu verbergen. So soll der Guineer Boubacar Bah im Februar 2007 im Elizabeth Detention Center in New Jersey aufgrund mangelnder ärztlicher Versorgung gestorben sein. Von seinem Fall und anderen berichtete die New York Times Mitte Januar. Seit Oktober 2003 wurden im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes (Freedom of Information Act) demnach 107 Todesfälle in US-Abschiebelagern gezählt. Präsident Barack Obama (Demokraten) kündigte an, die verantwortliche Behörde, die Immigrations- und Zollvollzugsbehörde ICE, überprüfen zu lassen.

Thailand: Massenabschiebung

Entgegen internationaler Schutzvereinbarungen hat Thailand Ende Dezember 2009 begonnen, rund 4.000 laotische Flüchtlinge in ihr Heimatland zurückzuführen. Die betroffenen Personen sind Mitglieder der Hmong-Minderheit, einem Bergvolk, das von der kommunistischen Regierung in Laos verfolgt wird. Medienaussagen zufolge sicherte Laos den Hmong jedoch eine gute Behandlung und Straffreiheit zu. UN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres forderte die thailändische Regierung auf, die Rückführung der Hmong-Flüchtlinge nicht wie geplant fortzusetzen und das Ausweisungs- und Zurückweisungsverbot der Genfer Flüchtlingskonvention zu achten. Von den laotischen Behörden verlangt das UNHCR einen Zugang zu den bereits zurückgeführten Flüchtlingen. Auch die EU und die USA sowie Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch kritisierten die Rückführung der Flüchtlinge.
www.unhcr.ch
www.hrw.org