Rasenstück mit Sonderbriefmarke zur Fußball WM 2006 in Deutschland. Auf der Briefmarke ist das Maskottchen Goleo im Trikot der deutschen Nationalmannschaft zu sehen.
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5.12.2005 | Von:
Daniel Theweleit

Ghana

Als die Mannschaft von Trainer Ratomir Dujkovic erfolgreich die Qualifikation abgeschlossen hatte, feierte das ganze Land die erste WM-Teilnahme Ghanas. Ob die Fußball-Zauberer ähnlich wie Kamerun in den 1990er Jahren für eine Turnier-Überraschung sorgen werden, muss sich allerdings erst zeigen.

Einleitung

Landesflagge GhanaLandesflagge Ghana
Eigentlich ist Ghana eine ganz große Fußballnation in Afrika. Lange war die Nation Rekordsieger bei der Kontinentalmeisterschaft. 1963, 1965, 1978 und 1982 gewannen die Ghanaer den Afrika-Cup, man war lange Zeit unzweifelhaft besser und erfolgreicher als die westafrikanischen Konkurrenten Nigeria, Senegal oder Kamerun. Doch ein gutes Gefühl für Timing hatten sie bislang nicht in Ghana.


Als der afrikanische Fußball mit Kameruns Viertelfinaleinzug bei der WM 1990 zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten bei Weltmeisterschaften aufstieg, steckte ausgerechnet dieses Fußball-verrückte Land in einer tiefen sportlichen Krise. Weder 1986, 1988 noch 1990 hatte sich das Team für den Afrika-Cup qualifiziert, man musste erschrocken mit ansehen, wie Roger Millas Eckfahnentanz zu Weltruhm gelangte, und die lange als unterentwickelt geltenden Kameruner ihrerseits großen Ruhm einheimsten. Das schmerzte.

Doch der damalige Präsident Jerry John Rawlings sah nach Kameruns Erfolg, das große Potenzial des Fußballs, das eigene Ansehen in der Welt und im Land zu verbessern. Deshalb startete er umgehend ein so genanntes "Soccer Recovery Programme" und bat unter anderem das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland um einen Fußball-Lehrer. Der Antrag wurde genehmigt, und Otto Pfister, der heutige Trainer des WM-Teilnehmers Togo, wurde als sportlicher Entwicklungshelfer in die Hauptstadt Accra entsandt.

Tatsächlich stellten sich innerhalb kürzester Zeit Erfolge ein. Unter Pfister wurde die U17-Nationalmannschaft schon 1991 Jugendweltmeister, Spieler wie Sammy Kuffour, der lange bei Bayern München spielte, waren damals dabei, und 1992 gewann das ghanaische Team auch noch die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Barcelona. Der ganz große Traum erfüllte sich aber erst jetzt, rund 15 Jahre nach dieser Renaissance im nationalen Fußball: die erste Qualifikation für eine Weltmeisterschaft.

Und das mit einer Mannschaft, die weit weniger große Stars besitzt, als etwa während der 1990er-Jahre. Damals spielten Abedi Pele und Anthony Yeboah für das Land, "während die Mannschaft heute eher vom Zusammenhalt lebt", sagt Ratomir Dujkovic, der Serbe, der als jener Trainer in die Geschichte eingehen wird, der dem Land die erste WM-Teilnahme bescherte. "Unity and Discipline", sind seine Lieblingswörter, immer wieder beschwört er diese Tugenden, und erinnert damit doch recht deutlich an den eher altmodischen europäischen Trainertypus, der sich seit Jahrzehnten in den Fußballentwicklungsländern herumtreibt.

Zusammen mit seinem wohl wichtigsten Spieler, Stephen Appiah von Fenerbahce Istanbul, hat Dujkovic eine junge Mannschaft geformt, die mit einzelnen Stars wie Appiah, Michael Essien (FC Chelsea) oder Samuel Kuffour (AS Rom) besetzt ist: Um diese renommierten Spieler herum hat er indes ein junges Team aufgestellt, das sich vor allen Dingen durch gegenseitige Loyalität und einen starken Mannschaftsgeist auszeichnet, doch um diesen Zustand zu erreichen, musste er zunächst drastische Maßnahmen anwenden. Gleich zu beginn warf er erst einmal den renommierten Kuffour aus dem Kader, weil der ein Trainingslager geschwänzt hatte. Das war ein Exempel, danach machten alle mit, und auch Kuffour darf wieder teilnehmen.

Zwei Stars in einem starken Kollektiv

"Ghana hatte schon Mannschaften, die mit besseren Einzelspielern besetzt waren", sagt Dujkovic, doch erstmals sind die Stars Charaktere, die ihre eigenen Interessen dem Kollektiv unterordnen. Kapitän Appiah gilt als hoch professioneller Spieler, ohne Allüren, "alle respektieren ihn als unangefochtenen Chef", sagt Hans Sarpei vom VfL Wolfsburg.

Wen man auch auf Appiah anspricht, alle geraten ins Schwärmen. "Stephen hat eine natürliche Autorität. Er ist sehr offen und ein großer Vermittler zwischen den Spielern, die in Ghana spielen, und denen, die in Europa leben. Er ist ein absoluter Führungsspieler", sagt Ralf Zumdick, der Co-Trainer des HSV, der zuvor einige Zeit im ghanaischen Klubfußball tätig war. Oder Deniz Baris, in Deutschland geborener Mitspieler des Mittelfeldakteurs bei Fenerbahce Istanbul: "Das ist ein Riesentyp, der lacht immer, ist immer gut gelaunt und ein wirklich außergewöhnlicher Fußballer."

Für acht Millionen Euro, so heißt es in der Presse, verpflichteten die Türken den 25 Jahre alten Appiah im Sommer 2005 von Juventus Turin. "Er ist ein Spieler, der uns mit seinen gleich starken Qualitäten in der Offensive und der Defensive noch gefehlt hat", sagt sein Klubtrainer Christoph Daum. Wenn der mehrere Millionen Euro für einen Spieler ausgibt, dann kann das durchaus als verlässliches Qualitätsmerkmal gelten.

Bereits mit 16 Jahren debütierte der wuchtige Spieler, der 80 Kilogramm auf 1,78 Meter verteilt, in der Nationalmannschaft. Damals war er noch Stürmer und wagte im gleichen Jahr direkt den Sprung nach Europa. Sein Weg führte den früh gereiften Appiah in Italien über Udine, Parma und Brescia zu Juventus Turin. Wegen der Verpflichtung des französischen Weltmeisters Patrick Vieira von Arsenal London zog es Appiah dann im Sommer 2005 Richtung Türkei. Bei Fenerbahce ist er unumstrittener Stammspieler. So mancher hätte den Kapitän eher in einer der großen europäischen Ligen gesehen, doch Appiah sieht seinen Wechsel in die SüperLig nicht als Rückschritt an. "Fenerbahce hat große Ziele. Ich will mithelfen, sie zu erreichen. Es wird mir ein Vergnügen sein, hier zu spielen", sagte er bei seiner Ankunft am Bosporus. Mit seinem Durchsetzungsvermögen im Zweikampf, seiner Torgefährlichkeit und seiner herausragenden Technik ist Stephen Appiah in Istanbul schnell zu einem Sympathieträger geworden.

Noch mehr Beachtung findet international aber im Augenblick der zweite Mann aus der ghanaischen Mittelfeldzentrale. Michael Essien ist im Sommer 2005 für 38 Millionen Euro vom Olympique Lyon zum FC Chelsea gewechselt und hat damit seinen Klubkollegen Didier Drogba als teuersten afrikanischen Spieler aller Zeiten abgelöst (2004 für 35 Millionen von Marseille ebenfalls zu Chelsea).

Der erst 23-jährige Essien, der von seinen Mitspielern anerkennend "der Büffel" genannt wird, spielte in seiner Kindheit in Accra noch mit dem zwei Tage älteren Anthony Obodai zusammen, einem Freund der heute im defensiven Mittelfeld von Sparte Rotterdam die Fäden zieht. Gemeinsam haben die beiden die Welt des Fußballs entdeckt, auch wenn Essien mittlerweile etwas erfolgreicher ist. "Wir haben uns die Spiele im Fernsehen angesehen und dann versucht, die gleichen Tricks auf unserem Lieblingsaschenplatz nachzuspielen", erzählt Essien. "Unsere Gegenspieler waren die Bäume, die wir umdribbelt haben. Da gab es so manchen Zusammenstoß. Und dann haben meine Freunde immer gesagt: 'Hör' auf zu heulen und steh' auf!' Das hat meinen heutigen Charakter geprägt." Essiens Zuverlässigkeit im Zweikampf gilt ebenso wie sein Durchsetzungsvermögen als große Stärke des schweigsamen Spielers.

"Von der Physis her, aber auch vom Einfluss auf das Spiel, ist er der beeindruckendste Spieler, mit dem ich je zusammen gespielt habe", hat sein Mannschaftskamerad Sidney Govou von Olympique Lyon einmal gesagt, und Claude Le Roy, Nationaltrainer der Demokratischen Republik Kongo und in der Qualifikation Gegner von Ghana, geht bei der Beurteilung des Strategen sogar noch einen Schritt weiter: "Er ist aktuell sicherlich der beste Spieler auf seiner Position überhaupt."

Starke Defensive, Probleme im Sturm

Die taktische und körperliche Stärke der Mittelfeldspieler des ghanaischen Nationalteams kann wohl als Schlüssel zur beeindruckenden Defensivstärke der Mannschaft während der Qualifikation gelten. Nur vier Tore kassierten die Ghanaer in zehn Spielen. In Afrika war keiner besser.

Dafür hat die Mannschaft eine andere Schwäche, die entscheidend sein kann. "Wir haben das Problem, das alle Teams dieser Welt haben: das Toreschießen", sagt Dujkovic augenzwinkernd. Doch seine Mannschaft leidet deutlich stärker unter diesem Problem als die meisten anderen WM-Teilnehmer. "Wir brauchen Stürmer", sagt der Trainer, im Moment sei Matthew Amoah von Borussia Dortmund der beste Torschütze. Dem schmächtigen Spieler gelangen die entscheidenden Treffer in der Qualifikation, doch Amoah wird vorgeworfen, über die 90 Minuten einer Partie viel zu wenig präsent zu sein. Ein Offensivakteur von internationalem Format ist er definitiv noch nicht. Deshalb hat auch Isaac Boakye von Arminia Bielefeld, der keine Einladung für den Afrika-Cup im Januar erhalten hatte, noch gute Chancen, bei der WM im Sommer zu spielen.

Dujkovic hat sogar eine schlüssige Erklärung für die Abschlussschwäche seiner Schützlinge. "Die Spieler aus Afrika spielen in ihrer gesamten Entwicklung immer auf kleine Tore ohne Pfosten, und deshalb fehlen ihnen oft das Auge und der Instinkt für die großen Räume eines richtigen Tores", sagt der Serbe.

Gegen Südafrika, den Favoriten in der Qualifikationsgruppe haben sie trotzdem insgesamt fünf Mal getroffen, und die beiden Siege gelten als Schlüssel zur die WM-Teilnahme. "Besonders das 2:0 in Johannesburg war ein Durchbruch für uns, danach wussten wir, dass wir es wirklich schaffen können", sagt Dujkovic, schon das Hinspiel hatten die "Black Stars", wie das Team genannt wird, mit 3:0 für sich entschieden. Am Ende kam diesmal aber auch jenes Glück hinzu, das in der WM-Qualifikation der vergangenen Jahrzehnte oftmals fehlte.

Denn die Gruppe war vergleichsweise leicht. Uganda und Kap Verde sind Fußball-Winzlinge, und die Südafrikaner entpuppten sich als erschreckend schwach, fünf Jahre vor der WM im eigenen Land. Außerdem traf Ghana auf Gegner wie die Demokratische Republik Kongo oder Burkina Faso, die schlicht auf weniger erfahrene Spieler zurückgreifen können und selbst für afrikanische Verhältnisse unter haarsträubend schlechten Arbeitsbedingungen leiden.

Eine neue Professionalität führte zum Umdenken der Funktionäre

Und genau auf diesem Gebiet hat sich in Ghana zuletzt einiges entwickelt. Lange litt der Fußball auch hier unter schlimmen Defiziten im Verband, man war nicht in der Lage, vernünftige Trainingslager zu organisieren, Funktionäre verdienten sich als Spielervermittler Geld dazu, und überhaupt verschwanden die Einnahmen zu beträchtlichen Teilen in irgendwelchen dunklen Kanälen. Und das, obwohl die Verhältnisse in Ghana schon längst weitaus günstiger sind als in den meisten anderen afrikanischen Ländern. Die Armut ist nicht ganz so dramatisch, es herrscht seit langem Frieden, und die wirtschaftliche Ausgangslage ist vergleichsweise gut.

Dujkovic erzählt, der Verband in Ghana sei gerade dabei, sich kontinuierlich zu verbessern. "Die Funktionäre haben verstanden, dass das wichtig ist, sie gehen jetzt auf Seminare nach Europa, um zu lernen, wie man Strukturen schafft, die am Ende auch der Nationalmannschaft zu Gute kommen", sagt er. Man bemüht sich mittlerweile um die Ausbildung der Talente, baut einige Sportanlagen, will eine Nachwuchsliga einführen.

Geduld gehört allerdings immer noch nicht zu den Primärtugenden der ghanaischen Fußball-Funktionäre. Nach dem Vorrunden-Ausscheiden beim Afrika-Cup im Januar 2006 kursierten monatelang Gerüchte über eine mögliche Ablösung Dujkovics. Dass das Team bei dem Turnier auf die Schlüsselspieler Essien und Sulley Muntari (Udinese Calcio) hatte verzichten müssen, und am Ende auch noch Appiah verletzt war, ließ man nicht als Entschuldigung gelten. "Der Ruhm vergangener Erfolge zählt in Ghana nicht", sagt Hans Sarpei angesichts dieser bizarren Diskussion.

Dujkovic wundert das keineswegs. "Bevor ich ankam, gab es fünf Trainer in zwei Jahren", erzählt er, die WM-Qualifikation lief da schon, und auch während dieses Wettbewerbs hatte man schon den zweiten Coach gefeuert. Der Serbe habe gefragt, wie denn so etwas passieren könne, doch "die haben mir über jeden Trainer ein andere Geschichte erzählt", meint er kopfschüttelnd. Dennoch nahm er den Job an.

Ehemaliger Torwart mit Faible für tropisches Klima

Denn Dujkovic hat schon so viele Merkwürdigkeiten in der Fußballwelt erlebt, dass er sich von der Unsicherheit eines solchen Jobs nicht mehr erschrecken lässt. Wenngleich es mittlerweile eine schwere Niederlage wäre, wenn er "die Krönung der Trainerkarriere", wie er die Weltmeisterschaft nennt, nicht als Verantwortlicher erleben dürfte.

Der ehemalige Torhüter von Roter Stern Belgrad war zuvor in Venezuela und Ruanda Trainer, "das liegt alles auf dem selben Gürtel, ich mag das tropische Klima", sagt er. Doch das ist eher ein Scherz als eine echte Vorliebe, denn eigentlich träumt auch Dujkovic wie seine Spieler von einer lukrativen Anstellung in Europa. "Ich hoffe, nach der WM habe ich einen guten Ruf", meint der 59-Jährige, der seinen Durchbruch erst erstaunlich spät schaffte, als er nämlich 2004 das kleine Ruanda zu deren ersten Teilnahme an einem Afrika-Cup überhaupt führte.

Der Erfolg bei der WM hänge nun vor allen Dingen vom ersten Spiel in der schweren Gruppe mit Tschechien, den USA und Italien ab, glaubt Dujkovic. Das sind alles Mannschaften aus den Top Ten der Fifa-Weltrangliste, und die Auftaktpartie gegen Italien sei entscheidend für den Verlauf der WM. "Ich habe Angst vor dem psychologischen Druck auf die Spieler. Es ist das erste Mal für diese Jungs, dass sie so ein wichtiges Turnier spielen. Es ist das größte Turnier der Welt, da hilft es auch nicht, dass die meisten Spieler in Europa spielen. WM ist WM, und wir spielen gegen den dreifachen Weltmeister. Unsere Jungs wissen nicht, was dort auf sie zukommt." Dujkovic selber weiß das indes auch nicht wirklich. Tschechien hält der Trainer allerdings für noch stärker als die Italiener – Zuversicht hört sich irgendwie anders an.

Doch wie die Elfenbeinküste verwenden die Ghanaer den Auftritt Senegals bei der WM 2002 als Quelle der Hoffnung. Die Senegalesen schlugen damals in der ersten Partie den Weltmeister Frankreich und erreichten das Viertelfinale. "So eine Dynamik kann sich bei uns auch entwickeln", meint der Trainer. Und die Italiener haben durchaus ihrerseits Furcht vor dieser ersten Partie. "Das wird eine ganz unangenehme Angelegenheit", meint Trainer Marcello Lippi. "Erstens, weil sie uns überraschen wollen und zweitens, weil sie großartige Spieler haben."

Marcel Desailly, der französische Weltmeister von 1998, dessen Eltern Ghanaer sind, glaubt das auch. "Die Europäer sind sich der wahren Stärken der Afrikaner nicht bewusst und spielen gegen diese Mannschaften immer etwas unkonzentriert. Und genau das ist ihre Chance." Desailly glaubt daran, dass auch diesmal ein afrikanisches Team bis ins Viertelfinale vorstoßen wird.

Ghana – die positive Ausnahme in Westafrikas Krisenterritorien

Doch selbst wenn die "Black Stars" die WM-Gruppe nicht überstehen, will der ghanaische Fußball künftig regelmäßig dabei sein, wenn es um den Weltmeistertitel geht. Gelingt es, den Verband weiter zu professionalisieren, stehen die Chancen dafür tatsächlich sehr gut, denn die Voraussetzungen im Land sind hervorragend.

Beim Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland heißt es, "Deutschland sieht in Ghana ein für den afrikanischen Kontinent vorbildliches Land, gemessen an demokratischen Grundsätzen, Rechtsstaatlichkeit einschließlich Wahrung der Menschenrechte und innerer Stabilität". Ghana betreibt erfolgreich eine Politik guter Nachbarschaft und subregionaler Integration. Es lebt mit allen seinen Nachbarn in Frieden. Ein gutes Verhältnis besteht auch zu dem ebenfalls anglophonen Staat Nigeria, der Ghana zu relativ günstigen Preisen Erdöl liefert. Für Reisende, die Westafrika kennen lernen wollen, ist Ghana ein wunderbarer Einstieg, es ist tropisch heiß, es gibt schöne Strände und in keinem Nachbarstaat ist die Sicherheitslage besser.

Zudem findet der kommende Afrika-Cup 2008 in Ghana statt, bevor dann 2010 erstmals eine Weltmeisterschaft in Afrika ausgetragen wird. Die Stars von heute sind auch dann noch im besten Fußballeralter – vielleicht kann diese Fußballnation in den kommenden Jahren tatsächlich nachholen, was sie in den Jahrzehnten zuvor leichtfertig verschenkt hat. Dujkovic jedenfalls ist davon überzeugt. "Ich glaube, dass Ghana die stärkste afrikanische Fußballnation werden wird, denn wir bekommen jetzt erstmals größere Summen von Sponsoren, und die WM-Teilnahme bringt uns viel Geld von der Fifa. Das wird uns ermöglichen, Sportanlagen zu bauen und künftig deutlich bessere Arbeit zu leisten."
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