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Erölraffinerie bei Usinsk, Russland.

21.1.2009

Glossar

Thermohaline Zirkulation (THC)

Die THC ist eine Theorie aus der Ozeanographie für das Zusammenspiel von Meeresströmungen, die die vier Ozeane miteinander verbinden. Dabei treibt sehr schweres Wasser (dichtes Wasser mit niedrigen Temperaturen und hohem Salzgehalt) die thermohaline Zirkulation an, indem es zum Beispiel im Nordatlantik südlich von Island von der Meeresoberfläche in die Tiefsee absinkt, durch den tiefen Atlantik und Südozean strömt, im Pazifik wieder auftreibt und oberflächennah durch den Indik in den Atlantik zurückströmt ("globales ozeanisches Förderband").

Torf

Torf ist ein organisches Sediment, das in Mooren entsteht. Er bildet sich aus der Ansammlung nicht oder nur unvollständig zersetzter pflanzlicher Substanz.

Transgene Pflanzen

Pflanzen, denen genetisches Material unter Bedingungen übertragen wurde, wie sie in der Natur nicht möglich sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob das genetische Material mit den wünschenswerten Eigenschaften aus Mikroorganismen oder aus nicht miteinander kreuzbaren Pflanzen stammt.

Treibhausgas

Dieser Begriff umfasst alle Gase, deren Vorkommen in der Atmosphäre einen Einfluss auf das Klima unserer Erde hat. Je nachdem, aus welchen Gasen sich die Atmosphäre zusammensetzt, gelangen mal mehr, mal weniger Sonnenstrahlen durch diese Schicht hindurch zur Erdoberfläche. Auf dem umgekehrten Weg können dann mal mehr, mal weniger Strahlen die Atmosphäre wieder verlassen und zurück ins Weltall gelangen. Dieses (fehlende) Abstrahlen wird auch als Treibhauseffekt bezeichnet. Zu den Treibhausgasen zählen als bekanntestes Kohlendioxid, aber auch Methan oder Stickstoff.

Troposphäre

Schicht der Atmosphäre, die, gemessen ab Erdboden, an den Polen rund 8 km, am Äquator rund 18 km in die Höhe reicht. In diesem Bereich bildet sich ein Großteil der wetterlichen Schwankungen, deshalb bezeichnet man sie auch als "Wetterschicht".

Verbraucherinformationsgesetz

Gesetz zur Verbesserung der gesundheitsbezogenen Verbraucherinformation; trat am 1. Mai 2008 zeitgleich mit der Verbraucherinformationsgebührenverordnung (VIGGebV) in Kraft, die die Gebühren für Anfragen an betreffende Bundesstellen regelt.

Vertragsnaturschutz

Ein Instrument des Naturschutzes, in dem Vereinbarungen zwischen der für den Naturschutz zuständigen Behörde und dem Landbesitzer oder dem Bewirtschafter (meist Landwirte oder Naturschutzorganisationen) getroffen werden. Die Vereinbarungen können handlungsorientiert sein, dann wird eine Prämie für bestimmte Pflegearbeiten gezahlt, zum Beispiel das Mähen von Wiesen zu bestimmten Zeitpunkten, oder sie können ergebnisorientiert sein, dann wird für die naturschutzfachliche Qualität eine Prämie gezahlt, zum Beispiel für das Vorkommen vieler typischer Pflanzenarten in einer Wiese oder die Anzahl der Nester von Wiesenbrütern.

Virtueller Wasserverbrauch

Neben dem Wasser, das die Menschen direkt konsumieren, indem sie es zum Trinken, Kochen oder Waschen verwenden, ist auch Wasser nötig, um bestimmte Produkte zu erzeugen. So wird zum Beispiel Gemüse bewässert, aber auch um den Stahl für eine Autokarosserie herzustellen, wird viel Wasser benötigt. Diesen auf den ersten Blick "unsichtbaren" Wasserbedarf bezeichnet man als virtuellen Wasserverbrauch.

Waldsterben

Verbreitete Baumschäden, die auf Schadstoffemissionen zurückgehen, die insbesondere als Saurer Regen wirksam werden.

Waldzustandserhebung (WSE)

Deutschlandweite jährliche Stichprobeninventur zum Kronenzustand von Waldbäumen; dient der jährlichen Dokumentation von Reaktionen der Waldbäume auf Luftverunreinigung und Klima- bzw. Witterungseinfluss (gemeinsames Grundnetz mit der Bundesweiten Bodenzustandserhebung, BZE). Ist Teil der europäischen Waldzustandserhebung auf 6000 Flächen (Level I).

Wassereinzugsgebiet

Das Areal, aus dem ein Gewässer seine Wasserzufuhr bezieht, bildet sein Einzugsgebiet. Landseitig wird das Einzugsgebiet durch die Wasserscheide begrenzt.

Wasserrahmenrichtlinie

Kurzbezeichnung für die "RICHTLINIE 2000/60/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 23. Oktober 2000 zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik". In der im Jahr 2000 in Kraft getretenen Richtlinie werden EU-weit Vorgaben zum Schutz der Gewässer formuliert. Wichtigstes Umweltziel ist der gute Zustand der Oberflächengewässer in ökologischer und chemischer Sicht, der bis zum Jahr 2015 erreicht werden soll. Beim Grundwasser bezieht sich der gute Zustand auf die quantitative Nutzung und die chemische Beschaffenheit.

Wirkungspfade

Wirkungspfade sind mögliche oder tatsächliche Wege, die ein Schadstoff aus dem Boden einer Verdachtsfläche oder Altlast bis zur Einwirkung auf ein Schutzgut und zum Ort einer möglichen Wirkung zurücklegt. Bei altlastverdächtigen Flächen und Altlasten besonders relevant sind die Wirkungspfade "Boden-Mensch", "Boden-Nutzpflanze" und "Boden-Grundwasser".

Zwischenfrüchte

Als Zwischenfrucht bezeichnet man Nutzpflanzen, die nicht zu Nahrungszwecken, sondern zur Regeneration des Bodens ausgebracht werden. Die Pflanzen werden entweder untergepflügt (Gründünger) oder als Futter geerntet.


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