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Ein syrischer Soldat mit einer AK-47 an einem Checkpoint In Damaskus, 21.08.2013.

Innerstaatliche Konflikte

Seit Mitte der 1990er Jahre eskalieren weltweit mehr und mehr innerstaatliche Konflikte – mit fatalen Folgen für die Bevölkerung der betroffenen Regionen. Hunger, Vertreibung und Tod sind ständige Begleiter dieser neuen Kriege. Zwar ist es in den vergangenen Jahren auch gelungen, eine Reihe dieser Auseinandersetzungen zu beenden. Ein wirklicher, tragfähiger Frieden wurde aber nur in wenigen Fällen erreicht, weil häufig wichtige Konfliktursachen bestehen bleiben. Innerstaatliche Konflikte verursachen Probleme, die die Staatengemeinschaft auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark in Anspruch nehmen werden: zerfallende Staaten, Privatisierung von Gewalt, Kriegsökonomien, die Verbreitung von Waffen, transnationaler Terrorismus und organisierte Kriminalität. Das Angebot wird momentan überarbeitet.

Somalische Soldaten am Ort eines Selbstmordattentats mit einer Autobombe in der Nähe des Hafens von Mogadischu, 04.07.2020

Dominik Balthasar

Somalia

Die Hoffnung, dass der im Februar 2017 gewählte Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed "Farmajo" dem Land zu Frieden, Stabilität und Entwicklung verhelfen kann, haben sich kaum erfüllt. Zahlreiche Herausforderungen mit Blick auf eine Friedenslösung, den Staatsaufbau und die Armutsreduzierung bleiben bestehen.

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Präsident Filipe Jacinto Nyusi (FRELIMO) (l.) und Oppositionsführer Ossufo Momade (RENAMO) bei der Unterzeichnung des Friedensabkommens in Maputo am 06.08.2019.

Elísio Macamo / Lothar Berger

Mosambik

In Mosambik ist der Friedensprozess unter Druck. Zwar dominiert die FRELIMO das politische System. Doch die RENAMO-Opposition ist weiterhin gewaltbereit. Der Staat ist hochverschuldet, und die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer tiefer. Seit 2017 häufen sich dschihadistische Überfälle im Norden.

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Armenische Flaggen wehen auf frischen Gräbern auf dem Yerablur Militärfriedhof bei Jerewan, der Hauptstadt Armeniens, 20.11.2020.

Uwe Halbach

Nagorny-Karabach

Im September 2020 ist der seit 1994 schwelende Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um das überwiegend von Armeniern besiedelte Berg-Karabach in einen offenen Krieg eskaliert. Nach erheblichen Gebietsverlusten Armeniens und massivem Druck Russlands willigten beide Parteien in einen Waffenstillstand ein.

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Gedenkstätte und Friedhof für die Opfer des Massakers von Srebrenica in Potočari im Juli 2020

Martina Fischer

Bosnien-Herzegowina

Bosnien-Herzegowina ist durch die Machtkämpfe konkurrierender ethnopolitischer Parteien tief gespalten. Angesichts eines dysfunktionalen politischen Systems, schlechter wirtschaftlicher Aussichten und hoher Arbeitslosigkeit emigrieren vor allem junge Menschen. Der gesellschaftlichen und politischen Aufarbeitung der Vergangenheit sind enge Grenzen gesetzt.

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Gespaltenes Land: Mauern und Zäune trennen in Belfast pro-irische Republikaner und pro-britische Unionisten.

Ariane Schoen

Nordirland

Die ehemals verfeindet gegenüberstehenden Lager – Unionisten und Nationalisten – lenken seit 2007 gemeinsam die Geschicke Nordirlands. Die Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung wurde aus dem Alltag verbannt. Seit der Brexit-Entscheidung zeigt sich jedoch, wie fragil diese Errungenschaften noch sind.

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Anhänger der Nationalen Liga für Demokratie bei einer Kundgebung vor den Parlamentswahlen in Myanmar im Oktober 2020.

Mandy Fox

Birma/Myanmar

In Myanmar nehmen die Kämpfe zwischen Armee und ethnischen bewaffneten Gruppen an Intensität zu. Die Folge sind fast 450.000 Binnenvertriebene und 750.000 Geflüchtete in den Nachbarländern. Die noch junge zivile Regierung versucht, sich mit dem Militär zu arrangieren.

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Anhänger/-innen der Opposition während einer Kundgebung in Bamako, Mali.

Christian Klatt

Mali

Der Konflikt in Mali ist eine Kombination aus dem Aufbegehren der Tuareg im Norden, einer sozio-ökonomischen Krise und der dschihadistischen Expansion in der gesamten Sahel-Zone. Trotz des Friedensabkommens von 2015 greift die Destabilisierung immer weiter vom Norden auf die Mitte des Landes über.

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Chum Mey (r.) und Bou Meng (l.), Überlebende des S-21-Foltergefängnisses der Roten Khmer, im Tuol-Sleng-Genozid-Museum 2009.

Stefan Rother

Kambodscha

Ein Meilenstein bei der Aufarbeitung des Völkermords (1975-79) ist die Verurteilung hochrangiger Repräsentanten der Roten Khmer. Dadurch wurde die Geschichte des Genozids einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Bevölkerung leidet unter Traumatisierung, politischer Repression, Landraub, Korruption und einem schwachen Justizsystem.

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29.12.2004: Zerstörung infolge des Tsunami in Banda Aceh, Indonesien.

Lukas Rüttinger

Klimawandel als Risikomultiplikator und Konflikttreiber

Der Klimawandel ist eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität aller Staaten und Gesellschaften. Besonders gefährdet sind Länder, die bereits von Fragilität, Konflikt oder Bürgerkrieg betroffen sind. Hier wirkt der Klimawandel als zusätzlicher Risikomultiplikator und Konflikttreiber.

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Gespaltenes Land: Mauern und Zäune trennen in Belfast pro-irische Republikaner und pro-britische Unionisten.

Ariane Schoen

Nordirland

Die ehemals verfeindet gegenüberstehenden Lager – Unionisten und Nationalisten – lenken seit 2007 gemeinsam die Geschicke Nordirlands. Die Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung wurde aus dem Alltag verbannt. Seit der Brexit-Entscheidung zeigt sich jedoch, wie fragil diese Errungenschaften noch sind.

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Gepanzerte Fahrzeuge und ein Rettungsboot während einer militärischen Übung der russischen Armee im Kaukasus.

Konfliktporträts

Nordkaukasus

Unter der abklingenden terroristischen Gewalt treten alte und neue Konfliktlinien zutage, die den Nordkaukasus zu einem permanenten Unruheherd machen. Grund ist ein gefährlicher Mix aus ethno-politischen Spannungen zwischen den Nordkaukasusrepubliken und die Entfremdung zwischen den von Moskau ferngesteuerten Regierungen und der Bevölkerung.

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Geflüchtete aus Burundi bei ihrer Rückkehr aus Ruanda in Gasenyi/Burundi, 27.08.2020.

Julia Grauvogel

Burundi

Spätestens seit dem Konflikt um eine dritte Amtszeit 2015 unterdrückt das burundische Regime Opposition und Zivilgesellschaft. Der neue Präsident Ndayishimiye hat bisher keinen Kurswechsel vorgenommen. Anders als in den 1990er Jahren sind die aktuellen Auseinandersetzungen vor allem politischer und nicht ethnischer Natur.

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Caracas 10.03.2020: Unterstützer des Oppositionsführers Guaido gehen gegen eine Straßenblockade der Polizei vor, die den Weg zur Nationalversammlung abschneidet.

Claudia Zilla

Venezuela

Der Konflikt in Venezuela hat zu einer ökonomischen, sozialen und humanitären Krise geführt. Das populistische Reformprojekt des ehemaligen Präsidenten Hugo Chávez (1999-2013) hat sich unter Nicolás Maduro in ein autoritäres, zivil-militärisches Projekt verwandelt. Hinter einer demokratischen Fassade dominieren repressive Herrschaftsmethoden.

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Wahlurne mit Stimmzetteln und Wahlhelfer in einer Schule in Kinshasa im Dezember 2018

Nadine Ansorg

Demokratische Republik Kongo

Nach dem Machtwechsel im Januar 2019 zieht der ehemalige Präsident Kabila weiterhin die Fäden. Der neue Präsident Tshisekedi, der nur durch die Manipulation der Wahlergebnisse an die Macht kam, versucht sich von Kabila zu emanzipieren und auf politische Reformen hinzuarbeiten.

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Ausgebranntes Haus in einer Geschäftsstraße in Mustafabad / Neu Dehli.

Thorsten Wojczewski

Indien

Nach der Wiederwahl von Premierminister Modi im Mai 2019 kam es nach zwei Verfassungsänderungen seiner Regierung zu landesweiten Zusammenstöße zwischen Hindus und Moslems. Außerdem halten die ethno-politischen Konflikte bei niedriger Intensität an, vor allem der maoistische "Volksbefreiungskrieg" sowie die Autonomie- und Sezessionsbestrebungen im Nordosten.

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Vertreter der US-Regierung und der Taliban am Verhandlungstisch in Doha/Katar 25.02.2020

Thomas Ruttig

Afghanistan

Ein Abkommen zwischen USA und Taliban von Februar 2020 sieht den Abzug der US-Truppen bis April 2021 vor. Bedingung sind innerafghanische Friedensgespräche. Die Gewalt hat sich seitdem kaum abgeschwächt. Ein einseitiger US-Abzug bei sich hinziehenden oder scheiternden Verhandlungen könnte zum Systemzusammenbruch führen.

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Militär und Polizei präsentieren knapp 1,5 Tonnen Kokain, die sie bei drei Operationen gegen den Drogenhandel in Honduras sichergestellt haben, bevor sie vernichtet werden, 01.03.2019.

Wolfgang Knoblauch

Honduras

Honduras gehört angesichts grassierender Korruption und massiver Banden- und Drogenkriminalität zu den unsichersten Ländern Lateinamerikas. Regierung und Polizei sind kaum bereit und in der Lage, das staatliche Gewaltmonopol durchzusetzen. Kritische Journalistinnen, Gewerkschafter und Menschenrechtsaktivistinnen werden bedroht und ermordet.

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Protestierende auf dem Tahrir-Platz in Bagdad.

Achim Rohde

Irak

Die neue Regierung unter Ministerpräsident Al-Kadhimi bemüht sich, das Land wirtschaftlich zu stabilisieren, die Milizen zu schwächen und den Einfluss ausländischer Akteure zu begrenzen. Doch der Wiederaufbau der vom IS befreiten Gebiete lässt auf sich warten – und die Sicherheitslage bleibt prekär.

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Zwei junge Frauen laufen vor einem Wandbild vorbei, das zur Einhaltung der Schutzmaßnahmen in der Covid-19-Pandemie aufruft.

Jan Claudius Völkl

Äthiopien

Seit dem Amtsantritt von Premierminister Abiy Ahmed Ali leidet Äthiopien am "Fluch der Transformation". Angesichts seines mutigen Reformkurses fürchten die alten Eliten um ihre Pfründe und lassen ethno-nationalistische Konflikte im Vielvölkerstaat eskalieren. Eine Heuschreckenplage und Covid-19 wirken als Konfliktbeschleuniger.

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Ein Scharfrichter in einer dunklen Kutte ist dabei, einen Mann in einem weißen Gewand mit einem Stock uauszupeitschen, im Hintergrund sind Zuschauer zu sehen

Patrick Ziegenhain

Aceh

Der Friedensprozess in der indonesischen Provinz Aceh ist eine Erfolgsgeschichte. Seit 2005 gab es keine gewalttätigen Auseinandersetzungen mehr zwischen der heute als Aceh-Partei mitregierenden Befreiungsbewegung und der indonesischen Zentralregierung. Bedenklich ist allerdings die Einführung islamisch-fundamentalistischer Gesetze und Vorschriften.

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Menschen mit Flaggen und Bannern verfolgen die Entwaffnung der ETA am 08.04.2017 in Bayonne/Frankreich.

Ingo Niebel

Baskenland

Im Baskenland hat die Zivilgesellschaft seit 2011 die Grundlagen geschaffen, damit die Untergrundorganisation ETA sich 2018 selbst auflösen konnte. Der Konflikt mit den Regierungen in Madrid und Paris über den politischen Status der Region und die baskische Sprache besteht jedoch fort.

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Ein Mann hebt Müll vor seiner Mauer auf, auf der Werbung für die ANC-Partei ist: "Let's grow South Africa together", steht in großen schwarzen Lettern auf einer gelb angemalten Mauer.

Christian von Soest

Südafrika

Südafrika ist ein Beispiel für einen insgesamt erfolgreichen Friedensprozess. Die größte Gefährdung geht von massiven sozialen und wirtschaftlichen Problemen aus, für die eine korrupte Führungselite verantwortlich ist. Präsident Cyril Ramaphosa kann die in ihn gesetzten Hoffnung angesichts mangelnder Reformschritte nicht erfüllen.

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Ein schwerer Metallzaun mit Stacheldraht an der Schwarzmeerküste von Adler-Sotschi markiert am 18.06.2017 die Grenze zwischen Russland und der autonomen Republik Abchasien.

Marion Kipiani

Georgien

Die Situation an der De-facto-Grenze zwischen Georgien und den abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien ist seit dem georgisch-russischen Krieg im August 2008 weitgehend ruhig. Doch bleibt die Lage angesichts der Unvereinbarkeit der Positionen und der zahlreichen Behinderungen des kleinen Grenzverkehrs angespannt.

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Demonstrierende, die vor dem Parlament gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung protestieren, werden von der Polizei zurückgedrängt (26.01.2018).

Sarah Mersch

Tunesien

Mit der Verfassung von 2014, die einen Kompromiss zwischen konservativen und progressiven Kräften festschreibt, hat sich die politische Situation in Tunesien leicht stabilisiert. Doch vor allem gravierende wirtschaftliche Probleme untergraben das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates.

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Der thailändische Kampfmittelräumdienst untersucht den Ort eines Bombenanschlages in Rangae in der Provinz Narathiwat 2015.

Patrick Ziegenhain

Süd-Thailand

Seit rund fünfzehn Jahren verüben im Süden Thailands separatistische Organisationen Gewalttaten. Sie fordern die Loslösung der islamisch-malaiisch geprägten Gebiete. Der seit 2014 herrschenden Militärregierung gelingt es wie schon ihren Vorgängerinnen nicht, die Gewalt zu reduzieren und den Konflikt einzudämmen.

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Ein geflüchtetes Kind im Tregine-Flüchtlingslager steht neben einem Zelt, auf dem das Symbol der UNHCR zu sehen ist

Helga Dickow

Tschad

Abgesehen von Überfällen von Boko Haram im Südwesten des Landes finden im Tschad derzeit keine militärischen Auseinandersetzungen statt. Der seit 1990 regierende Präsident Déby gewann 2016 erneut die Wahlen und unterdrückt jegliche Opposition. Misswirtschaft und sinkende Erdölpreise verstärken Armut und Unzufriedenheit der Bevölkerung.

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Flüchtlingslager in der Amran-Provinz im Nordjemen am 25.11.2019: 3,65 Mio. Binnenflüchtlinge werden in Lagern versorgt.

Marie-Christine Heinze

Jemen

Seit 2015 tobt ein Mehrfrontenkrieg im Jemen, in den Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate interveniert haben. Eine politische Lösung ist in weite Ferne gerückt. Mit der Ausbreitung von Covid-19 droht dem Land eine weitere humanitäre Katastrophe.

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20.10.2017: Blick auf das zerstörte Rakka.

Carsten Wieland

Syrien

Hunderttausende Syrer haben bei der Niederschlagung des friedlichen Aufstands von 2011 ihr Leben verloren, ca. 13 Mio. wurden zu Flüchtlingen. Heute ist Syrien teilweise besetzt und wirtschaftlich am Boden. Der UN-Friedensprozess in Genf stockt, weil es keine internationale Dynamik für einen Friedensschluss gibt.

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Philippinische Islamisten der "Moro Islamic Liberation Front" im Jahr 2012.

Jan Martin Vogel

Philippinen - Bangsamoro

Die Autonomieregelung für den muslimischen Teil der philippinischen Region Mindanao eröffnet die Chance auf ein Ende des bewaffneten Konflikts. In der dreijährigen Übergangsperiode stehen die neuen Eliten, die aus der Unabhängigkeitsbewegung MILF hervorgegangen sind, vor der Herausforderung, einen wirtschaftlichen Aufschwung zu erreichen.

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Flüchtlinge in Bangui, Zentralafrikanische Republik, im Januar 2014.

Helga Dickow

Zentralafrikanische Republik

Seit 2013 versinkt die Zentralafrikanische Republik in Gewalt – mit dramatischen humanitären Folgen. Weder der Regierung unter Präsident Touadéra noch internationalen Vermittlungsbemühungen gelingt es, das Land zu stabilisieren. Mit Ausnahme der Hauptstadt wird das Land weitgehend von Rebellengruppen beherrscht.

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Januar 2020: Archivarin Binta Mansaray vor Boxen mit Zeugenaussagen von Tätern und Opfern für die Wahrheits- und Versöhnungskommission in Sierra Leone, hier beim Besuch der Countess of Wessex.

Juliane Westphal

Sierra Leone

Die Friedenskonsolidierung in Sierra Leone gilt seit dem Ende des Bürgerkriegs im Januar 2002 als ein gutes Beispiel für den international begleiteten Wiederaufbau staatlicher und gesellschaftlicher Strukturen. Viele Ursachen des Konflikts sind aber noch immer nicht überwunden.

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Ein namibischer Mann ist mit dem Namibia-Flagge im Hintergrund zu sehen. Hintergrund: 18. Jahrestag der Unabhängigkeit von Südafrika (21.03.2008 Windhoek)

Reinhart Kößler

Namibia

Die seit der Unabhängigkeit 1990 regierende Swapo-Partei hat eine fast reibungslose Transition und bis heute politische Stabilität gewährleistet. Schattenseiten sind soziale Ungleichheit, Korruption und mangelnde Aufarbeitung der Konfliktvergangenheit. Im Herrschaftssystem der Swapo zeigen sich erste tiefe Risse.

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Demonstrierende, die vor dem Parlament gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung protestieren, werden von der Polizei zurückgedrängt (26.01.2018).

Sarah Mersch

Tunesien

Mit der Verfassung von 2014, die einen Kompromiss zwischen konservativen und progressiven Kräften festschreibt, hat sich die politische Situation in Tunesien leicht stabilisiert. Doch vor allem gravierende wirtschaftliche Probleme untergraben das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates.

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Sicherheitskräfte nach einer islamistischen Demonstration in den Straßen Alexandrias (03.01.2014).

Ola Kubbara, Jan Claudius Völkel

Ägypten

Die ägyptische Regierung geht hart gegen Oppositionelle und Kritiker vor. Auf anhaltende Terroranschläge auf der Sinai-Halbinsel und in Kairo reagiert sie vor allem militärisch. Die wirtschaftliche Misere, einer der Hauptgründe für die Konfliktanfälligkeit des Landes, verschärft sich durch die Covid-19-Pandemie weiter.

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Vertreter der US-Regierung und der Taliban am Verhandlungstisch in Doha/Katar 25.02.2020

Thomas Ruttig

Afghanistan

Ein Abkommen zwischen USA und Taliban von Februar 2020 sieht den Abzug der US-Truppen bis April 2021 vor. Bedingung sind innerafghanische Friedensgespräche. Die Gewalt hat sich seitdem kaum abgeschwächt. Ein einseitiger US-Abzug bei sich hinziehenden oder scheiternden Verhandlungen könnte zum Systemzusammenbruch führen.

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Zu sehen, wie andere Menschen misshandelt, vergewaltigt und getötet werden, liegt jenseits "normaler" menschlicher Erfahrungen. Solche traumatischen Ereignisse lösen existentielle Bedrohung und Todesangst aus.

Karin Griese

Traumaarbeit

Die unbearbeiteten Folgen traumatischer Gewalterfahrungen können bis in die nächsten Generationen hinein wirken. Unterstützungsangebote in Kriegs- oder Nachkriegsregionen müssen auf verschiedenen Ebenen ansetzen, um erfolgreich zu sein.

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Interaktives Portal

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

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Videoprojekt

Atlas des Arabischen Frühlings

Die Video-Edition des Atlas des Arabischen Frühlings nimmt die Umbrüche in Tunesien, Libyen, Syrien, Ägypten und ihren Nachbarländern unter die Lupe und berichtet über deren überregionale Folgen.

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Syrischen Kurden haben vor rund einer Woche insgesamt knapp 30 Kinder früherer IS-Kämpfer an Frankreich und die Niederlande übergeben. Ob man Kinder von getöteten oder inhaftierten Kämpfern der IS-Terrormiliz in die Heimat ihrer Eltern zurückführen sollte, beschäftigt derzeit die Kommentatoren in mehreren europäischen Ländern.

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Indiens hindu-nationalistische Regierung hat den Autonomiestatus für den Bundesstaat Jammu und Kaschmir in der Verfassung aufgehoben. Zudem entsendete sie Tausende zusätzliche Soldaten ins Kaschmirtal und verhängte Ausgangssperren. Die mehrheitlich muslimische Region wird auch von Pakistan beansprucht und immer wieder von Unruhen erschüttert. Dies ruft auch in Europa Sorge hervor.

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In der syrischen Provinz Idlib, eigentlich als Deeskalationszone deklariert, nehmen die Kämpfe zu. Mit Russlands Unterstützung rückt Assads Armee in dem Rebellengebiet auf die Stadt Khan Scheikhun vor, Zehntausende sind auf der Flucht. Das Verhältnis zischen Ankara und Moskau ist angespannt, nachdem ein türkischer Militärkonvoi aus der Luft angegriffen wurde.

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US-Präsident Trump hat am Wochenende die Afghanistan-Friedensgespräche mit den Taliban überraschend abgebrochen. Als Grund nannte er einen Anschlag, bei dem auch ein US-Soldat getötet wurde. Geplatzt sind laut Trump damit auch ein für den gestrigen Sonntag geplantes Geheimtreffen mit den Taliban sowie dem afghanischen Präsidenten. Kommentatoren versuchen, die neue Lage zu bewerten.

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Sicherheitspolitische Presseschau

Krieg, Terror, gewaltsame Konflikte: Internationale Auseinandersetzungen sind allgegenwärtig. Aber auch auf nationalstaatlicher Ebene spielen Konflikte eine zunehmend wichtigere Rolle. Dabei geht es auch und immer wieder um das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit. Seit 2001 verschickt die bpb daher einen täglichen Newsletter mit Beiträgen zu den Folgen von Krieg, Terrorismus und anderen Aspekten der Sicherheitspolitik.

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