Skyline von Schanghai

19.10.2006 | Von:

Jakarta

Millionenmetropole – acht Meter über NN

Leben

Soziale Situation
Laut offiziellen Angaben lebten 2002 knapp sieben Prozent der Haushalte Jakartas unter der Armutsgrenze. Diese Zahl wird immer wieder kritisiert, denn die Armutsgrenze sei zu niedrig bemessen. Andere Schätzungen sehen bis zu 25 Prozent der Haushalte in Jakarta unter der Armutsgrenze. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren lag bei 2,4 Prozent. Im Vergleich: In Berlin liegt diese Rate bei 0,1 Prozent. Die Lebenserwartung lag für Frauen bei 74 und für Männer bei 70 Jahren. Über 97 Prozent der Frauen und fast 100 Prozent der Männer in Jakarta konnten lesen und schreiben. In 2005 besuchten fast 98 Prozent der Jungen und Mädchen zwischen sieben und zwölf Jahren eine Schule.

Infrastruktur
Im Jahr 2002 hatten knapp 92 Prozent der Haushalte in Jakarta Zugang zu Wasser im Umkreis von maximal 200 Metern. Rund 50 Prozent der Haushalte verfügten innerhalb des Gebäudes über Trinkwasser. Rund acht Prozent waren auf private Wasserverkäufer angewiesen und mussten zumeist ein Vielfaches vom städtischen Wasserpreis zahlen. Knapp 60 Prozent der Häuser und anderer Wohneinheiten waren an die Kanalisation angeschlossen, fast 100 Prozent an die Stromversorgung. Der private Wasserkonsum lag 2002 im städtischen Durchschnitt bei rund 161 Litern pro Person am Tag. In den informellen Siedlungen und Slums ist dieser Verbrauch deutlich geringer. Nur knapp 16 Prozent der Abwässer wurden 2002 geklärt.

Religion und Sprache
Jakarta ist ein "melting pot", ein Schmelztiegel der verschiedenen ethnischen Gruppen, Kulturen und auch Religionen des Landes. Über 80 Prozent der Menschen in Jakarta sind Muslime, zum überwiegenden Teil Sunniten. Rund zehn Prozent sind Christen. Gut vier Prozent sind Hindus oder Buddhisten. Die Bevölkerung von Jakarta stellen zum Großteil Javaner und Sudanesen ebenso Betawi. Es gibt auch eine chinesische, indische sowie arabische Minderheit. Vorherrschende Sprache ist Bahasa Indonesia, indonesisch.

Verkehr
Neben Bussen sind Motorräder ein wichtiges Verkehrsmittel. Die Zahl der Motorräder ist von 1,81 Millionen in 2001 auf 4,67 Millionen in 2005 gestiegen. Auch die Zahl der PKWs hat zugenommen, in 2005 gab es 1,76 Millionen. Wichtiges Transportmittel sind auch die Ojeks, die Motorrad-Taxis.


Quellen:
World Urbanization Prospects: The 2005 Revision, hrsg. von: United Nations Department of Economics and Social Affairs/Population Divison, 2006.
Financing Urban Shelter, Global Report On Human Settlements 2005, hrsg. von: United Nations Human Settlements Programme, 2005.
Indonesia Human Development Report 2004, hrsg. von: BPS-Statistics Indonesia, Bappenas und UNDP (United Nations Development Programme), 2004.
The Challenge of Slums, Global Report On Human Settlements 2003, hrsg. von: United Nations Human Settlements Programme, 2003.


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