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19.10.2006 | Von:
Sonja Ernst

Karatschi

Stadt der Lichter

11,6 Millionen Menschen leben in der Hafenstadt im Süden Pakistans. Die größte Metropole des Landes leidet immer wieder unter Gewalt und ethnisch-religiösen Konflikten.
Satellitenaufnahme KaratschiKaratschi - Hafenstadt im Süden Pakistans (© NASA/JPL-Caltech)

Überblick

Die Metropolregion Karatschi zählt heute 11,81 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner. Fast jeder sechzehnte Pakistani lebt in Karatschi. Das rasante Wachstum der Hafenstadt ab den 1950er Jahren und ihre jüngere Geschichte sind auf das Engste mit der politischen Entwicklung Pakistans verbunden.

Für die Stadt im Süden des Landes bedeutete die Teilung des indischen Subkontinents 1947 einen Wendepunkt. Kurz darauf verdoppelte sich nicht nur die Bevölkerungszahl auf eine Million Menschen. Auch gestaltete sich die Zusammensetzung der städtischen Gesellschaft neu. Karatschi konnte weder dem Zustrom der Flüchtlinge aus Zentralindien noch der späteren Binnenmigration begegnen. Die Stadt wuchs weitestgehend spontan. Heute steht Karatschi auf Platz 13 der Rangliste der bevölkerungsreichsten urbanen Agglomerationen weltweit.

Obwohl Karatschi 1961 den Status der Hauptstadt Pakistans verlor, blieb die Stadt das Handels- und Wirtschaftszentrum. Rund 20 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden in Karatschi erwirtschaftet. Über den Hafen wird ein Großteil des Außenhandels abgewickelt. Doch zugleich leben schätzungsweise fünf Millionen Menschen in informellen Siedlungen und Elendsvierteln. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren liegt bei 12 Prozent und ist damit eine der höchsten Asiens.

Immer wieder schwappen die Kriege im Nachbarland Afghanistan über die Staatsgrenzen hinüber, Karatschi ist ein Umschlagplatz für Waffen und Drogen. In den 1980er und 1990er Jahren überzogen ethnische Spannungen die Stadt und die Gewalt hält an. Heute sind es vor allem verfeindete sunnitische und schiitische Gruppen, die sich bekämpfen. Die extrem hohe Kriminalität lässt die Bürgerinnen und Bürger Karatschis in Unsicherheit leben. Mit einem neuen Gesamtplan "Vision for Karachi 2030" soll die Stadtentwicklung nun voran getrieben werden, doch die Armen und Unqualifizierten könnten dabei auf der Strecke bleiben.

Hintergrund

Karatschi gilt als "Stadt der Lichter", die mit ihrer Lebendigkeit und Betriebsamkeit die Menschen anzieht. Die pakistanische Wirtschafts- und Finanzmetropole liegt direkt am Arabischen Meer. Rund 90 Prozent aller Banken, Finanzinstitute und multinationalen Unternehmen Pakistans haben ihren Hauptsitz in der Stadt. Der Großteil des landesweiten Außenhandels wird über Karatschi abgefertigt. Über den Hafen werden heute 35 Millionen Tonnen Frachtgut umgesetzt – 1951 waren es noch 2,8 Millionen. Zugleich kämpft die Stadt mit weitflächigen Stromausfällen, Verkehrschaos, Kriminalität und Umweltschäden – ein Großteil der privaten und industriellen Abwässer gelangt ungeklärt ins Meer. 75 Prozent der Menschen Karatschis arbeiten im informellen Sektor, fast 40 Prozent leben in Slums und illegalen Siedlungen.

Innenansicht der Masjid-e-Tooba, die Moschee ist aus weißem MarmorInnenansicht der Masjid-e-Tooba, die Moschee ist aus weißem Marmor (© Jonathan Haider)
Für Karatschi bedeutete die Unabhängigkeit von der britischen Kolonialherrschaft und die Geburt Pakistans 1947 einen Wendepunkt. Mit der blutigen Trennung von Indien ergriffen die Flüchtlingsströme auch die Hafenstadt: In wenigen Monaten verdoppelte sich die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner auf über eine Million. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde in der Hauptstadt der südlichen Provinz Sindh das gleichnamige Sindhi gesprochen, rund 50 Prozent der Bevölkerung waren Hindus. Der Großteil von ihnen ging nach Indien. Im Gegenzug kamen Muslime vor allem aus Zentralindien in die Hafenstadt: Die Mohajirs, was Flüchtling bedeutet, brachten ihre Muttersprache Urdu mit, das rasch zur dominanten Sprache wurde.

Informalität und Selbsthilfe
Zunächst boomte die Hafenstadt und wurde zum Finanz- und Industriezentrum des neu gegründeten Pakistans. Karatschi wurde die Hauptstadt des Landes. Die Bevölkerungszahl schnellte in die Höhe. Mit dem Aufschwung strömten ab den 1960er Jahren zunehmend Menschen aus dem Umland in die Stadt wie auch aus anderen Landesteilen: Aus dem Norden kamen zumeist Paschtunen und aus dem Osten Punjabis. Karatschi wurden zum Schmelztiegel Pakistans.

Der Großteil der Menschen in Karatschi arbeitet im informellen SektorDer Großteil der Menschen in Karatschi arbeitet im informellen Sektor (© Mujtaba Khan)
1960 lebten rund 1,84 Millionen Menschen in Karatschi, die städtische Bevölkerung wuchs jährlich um 5,2 Prozent. Die vielen Neuankömmlinge brauchten Wohnungen. Sie schufen sich am Stadtrand und auf innerstädtischen Brachflächen großräumige illegale Siedlungen, "katchi abadis". Die Viertel entstanden informell und selbstorganisiert. Erste offizielle Versuche, am Stadtrand Siedlungen zu bauen scheiterten. 1961 wurde die Hauptstadt nach Islamabad verlegt und Karatschi büßte an Bedeutung ein. Zehn Jahre später folgte die blutige Abspaltung Ost-Pakistans, das als Bangladesch seine Unabhängigkeit erlangte. Wieder strömten Flüchtlinge in die Stadt, diesmal Biharis: Nicht-bengalische Muslime.

Zunehmend prägten Informalität und Selbsthilfe die Stadt. Die fehlende städtische Regierung führte zur Stärkung der Clans und ethnischen Gemeinschaften. So entstand eine Dynamik aus städtischem Macht- und Planungsvakuum einerseits und einer informellen Entwicklung auf der Basis ethnischer Zugehörigkeiten andererseits. Noch dazu bestimmten wechselnde Militärregierungen die Politik Pakistans – eine demokratische Ordnung war fern.

Gewalt und ethnische Konflikte
Über die Jahre entwickelten sich in Karatschi Konkurrenzen und Konfliktlinien – zwischen den Mohajirs und Sindhis, den Mohajirs und Paschtunen, den Sindhis und Punjabis. Die feindlichen Stimmungen wurden von der Politik benutzt und angeheizt. Im April 1985 eskalierte die Situation, als bei einem Verkehrsunfall ein Paschtune ein Mohajir-Mädchen tötete. Es kam zu Ausschreitungen und gegenseitigen Übergriffen. In der Folge bildeten sich "no-go-areas" heraus – Stadtviertel, die von einer ethnischen Gemeinschaft dominiert wurden. In den 1980er und 1990er Jahren nahmen die Konflikte und die Gewalt in Karatschi dramatisch zu. Auch mit dem Resultat, dass die Industrie teils wegzog.

1986 gründete sich in Karatschi die MQM, das Mohajir Quami Movement: eine Bewegung der Mohajirs und ihrer Nachkommen. Die MQM ist eine zugelassene Partei, die für die Rechte der Mohajirs kämpft: Sie sind in Teilen der Gesellschaft Karatschis unterrepräsentiert, so zum Beispiel bei der Vergabe der Studienplätze oder den Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst. Doch Teile der MQM überzogen die Stadt mit Terror und Gewalt. Anfang der 1990er Jahre marschierte das Militär in Karatschi ein. Es kam zur Abspaltung innerhalb der MQM, daraufhin lieferten sich die beiden Lager auch untereinander heftige Kämpfe. 1994 zog die Armee wieder ab, doch das Chaos blieb: In 12 Monaten starben rund 2.000 Menschen.

"Vision Karachi 2030"
Mittlerweile ist Karatschi zur Ruhe gekommen. Doch langfristig können die Spannungen in der multi-kulturellen Stadt nur politisch gelöst werden. Fast 95 Prozent der Menschen in Karatschi sind Muslime, in der Mehrheit Sunniten. In der Stadt wird heute Urdu und Englisch gesprochen – die beiden Amtssprachen Pakistans. Ebenso werden die Regionalsprachen Punjabi, Paschtu wie auch Sindhi gesprochen. Englisch gilt als Geschäftssprache und Bildungssprache an den Universitäten der Stadt.

Zerstörte Reklametafeln am 24. Juni 2007 in Karatschi.Zerstörte Reklametafeln am 24. Juni 2007 in Karatschi. (© AP)
Karatschi hat milde Winter und heiße Sommer mit Temperaturen oft über 40 Grad Celsius. Doch die kühle Meeresbrise macht es erträglich. Durch Karatschi fließen die Flüsse Malir und Lyari, beide münden in das Arabische Meer. Zwischen Juli und August kommt es zu Monsunregen in der Stadt, teils mit katastrophalen Folgen. Zuletzt am 24. Juni 2007, als nach sintflutartigen Regenfällen und heftigen Stürmen rund 200 Menschen in Karatschi ums Leben kamen. Die Regenmassen rissen Hütten und Häuser mit sich, Straßen wurden überschwemmt, Bäume knickten ein. Noch Tage danach gab es in einzelnen Teilen der Stadt kein Wasser und keinen Strom.

Busse als wichtige TransportmittelDie Busse sind ein wichtiges Transportmittel (© Jonathan Haider)
Über all die Jahrzehnte ist Karatschi die Wirtschaftsmetropole des Landes geblieben. Und die Stadt boomt wieder. In Stadtteilen wie Clifton gibt es Modeboutiquen, edle Restaurants und bewachte Luxuswohnungen. Doch zugleich ist ein Großteil der Bevölkerung ausgegrenzt und lebt in Armut. Die Stadt kämpft mit einer hohen Kriminalität: Hierzu zählen Autodiebstähle ebenso wie Schutzgelderpressungen und gewaltsame Raubüberfälle. Ebenso werden Kämpfer der al-Qaida aus Afghanistan in Karatschi vermutet, sie sollen dort Unterschlupf gefunden haben.

Mit der "Vision für Karachi 2030", einem urbanen Master Plan, will die Stadtregierung nun die Entwicklung Karatschis vorantreiben. Es gab bereits städtische Gesamtpläne, die jedoch nie vollständig umgesetzt wurden. Nun will man ausländische Investoren anlocken: Die Stadtregierung Karatschis will in den Ausbau der städtischen Infrastruktur investieren, in die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, in den Straßenbau etc. Als Vorbild gilt der rasante wirtschaftliche Aufschwung der chinesischen Metropole Schanghai.

Bevölkerung

Karatschi ist mit seinen rund 12 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Pakistans. Jeder dreizehnte Pakistani lebt in der ehemaligen Hauptstadt sowie insgesamt 21 Prozent der städtischen Bevölkerung des gesamten Landes. Lahore liegt mit 6,28 Millionen Menschen abgeschlagen an zweiter Stelle, es folgen Faisalabad (2,49 Millionen) und Gujranwala (1,44 Millionen) auf der Rangliste der bevölkerungsreichsten Städte Pakistans.

Karatschis endloser StrandKaratschis endloser Strand (© Mujtaba Khan)
Städte wie Faisalabad oder Gujranwala wachsen zwar schneller als Karatschi: Gujranwala hat mit 2,95 Prozent die höchste Wachstumsrate. Doch Karatschi wird auf absehbare Zeit die größte Metropole bleiben. Augenblicklich wächst die Bevölkerung der Hafenstadt um jährlich 2,65 Prozent. Paris beispielsweise wächst aktuell um 0,08 Prozent im Jahr. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren boomte Karatschi: Zwischen 1950 und 1955 nahm die Bevölkerung um jährlich 6,09 Prozent zu. Ab den 1970er Jahren ging das Wachstum langsam zurück und lag 1980 bei rund 3,56 Prozent.

Der Grad der Urbanisierung Pakistans lag 2000 mit 33 Prozent fast gleichauf mit dem Durchschnittswert für ganz Asien von 37 Prozent. Der Urbanisierungsgrad Pakistans lag jedoch über dem der Nachbarländer Indien (2000: 27,7 Prozent) und Afghanistan (2000: 21,3 Prozent). Die ländliche Bevölkerung wächst in Pakistan langsamer als die städtische. Zurzeit wächst die ländliche Bevölkerung um jährlich 1,52 Prozent, die städtische hingegen um 3,04 Prozent. Und diese Differenz wird größer werden: 2020 wird die ländliche Bevölkerung um wahrscheinlich 0,34 Prozent wachsen und die städtische um 3,17 Prozent. Doch genauso schnell nimmt die Zahl der Menschen in den urbanen Elendsvierteln zu. Laut UN-Habitat lebten 2001 rund 73 Prozent der Menschen in Städten in Slums.


Karatschi

Einwohnerinnen und Einwohner in Millionen
1950: 1,04 Millionen
1960: 1,85
1970: 3,11
1980: 5,04
1990: 7,14
2000: 10,02
2005: 11,60
2010: 13,25*
2015: 15,15


Bevölkerungswachstum in Prozent
1950: +6,09 %
1960: +5,21
1970: +4,92
1980: +3,56
1990: +3,39
2000: +2,94
2005: +2,65
2010: +2,68


Fläche und Bevölkerungsdichte
Die Metropolregion Karatschi umfasst rund 3.527 km². Etwa 3.390 Einwohnerinnen und Einwohner leben auf einem Quadratkilometer. In einzelnen Stadtteilen liegt die Bevölkerungsdichte aber weit darüber.

Pakistan

Einwohnerinnen und Einwohner in Millionen
1950: 36 Millionen
1960: 46
1970: 59
1980: 79
1990: 111
2000: 142
2005: 157
2010: 175
2015: 193
2020: 211


Wachstum der Gesamtbevölkerung in Prozent
2000: +2,04 %
2010: +1,98
2020: +1,60


Grad der Urbanisierung
2000: 33,1 %
2010: 37,0
2020: 42,7


Städtische Bevölkerung in Millionen und Wachstum in Prozent
2000: 46 Millionen (+3,04 %)
2010: 66 (+3,35)
2020: 96 (+3,17)


Ländliche Bevölkerung in Millionen und Wachstum in Prozent
2000: 94 Millionen (+1,51 %)
2010: 114 (+1,13)
2020: 131 (+0,34)


*Angaben in Kursivschrift sind Prognosedaten.


Quellen:
World Urbanization Prospects: The 2003 Revision, hrsg. von: United Nations Department of Economics and Social Affairs/Population Divison, 2006.
Financing Urban Shelter, Global Report On Human Settlements 2005, hrsg. von: United Nations Human Settlements Programme, 2005.
The Challenge of Slums, Global Report On Human Settlements 2003, hrsg. von: United Nations Human Settlements Programme, 2003.

Leben

Soziale Situation
35 Prozent der Haushalte Karatschis leben unter der Armutsgrenze. Die Lebenserwartung liegt für Frauen bei 65 Jahren und für Männer bei 63 Jahren. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren liegt bei 12 Prozent – eine der höchsten in Asien. In Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, liegt sie bei 9,6 Prozent. In deutschen Städten bei rund 0,1 Prozent. 64 Prozent der Frauen und 72 Prozent der Männer können lesen und schreiben.

Man muss sich durchkämpfen: Lampenverkäufer in KaratschiMan muss sich durchkämpfen (© Mujtaba Khan)
Wohnen
Schon in den 1950er Jahren entstanden erste informelle Siedlungen, auf Brachflächen und am Stadtrand. Flüchtlinge aus Indien sowie Binnenmigranten brauchten Wohnraum. Diese Siedlungen existieren teils bis heute und sind nicht zwangsläufig Elendsviertel. In diesen informellen Siedlungen, den "katchi abadis", leben die Bewohnerinnen und Bewohner teils seit 30 Jahren und haben ein festes Einkommen.

Doch zugleich wächst die Zahl der Menschen in den Slums. Es gibt keine genauen Zahlen, doch schätzungsweise ist die Zahl der Slumbewohnerinnen und -bewohner zwischen 1988 und 2000 allein um 50 Prozent gewachsen – von 3,4 auf 5 Millionen Menschen. Im Jahr 2003 hatten nur 42 Prozent der Menschen in Karatschi ausreichend Wohnraum. Das Zusammenleben auf engstem Raum, mit vier, fünf oder mehr Menschen in einem Zimmer, führt zu sozialem Stress und zu erhöhtem Risiko für Erkrankungen.

Infrastruktur
Im Jahr 2003 hatten rund 89 Prozent der Menschen in Karatschi Zugang zu Wasser, im Umkreis von maximal 200 Metern. Bewohner von Häusern und anderen Wohneinheiten, hatten zu 82 Prozent Wasserzugang direkt in ihrem Haus und waren zu 85 Prozent an die Kanalisation angeschlossen. 98 Prozent von ihnen hatten auch Zugang zu Elektrizität. Doch in Teilen der Stadt gibt es oft nur für wenige Stunden am Tag Strom oder Wasser.

Der private Wasserkonsum lag 2003 im Durchschnitt bei 132 Liter pro Person am Tag. In den illegalen Siedlungen lag der Verbrauch bei rund 63 Liter. In der Nachbarmetropole Delhi liegt der Konsum im Durchschnitt vergleichbar hoch bei 136 Liter, in den informellen Siedlungen bei lediglich 45 Liter. In einer westdeutschen Stadt wie Köln liegt der private Wasserkonsum bei täglich 247 Litern.

Lediglich zehn Prozent des verbrauchten Wassers wurden wieder aufbereitet. 51 Prozent des Abfalls landete auf Müllbergen, 20 Prozent wurden offen verbrannt und 12 Prozent recycled.

Religion und Sprache
In Karatschi wird Urdu gesprochen, die offizielle Amtssprache Pakistans, neben Englisch. Das als Geschäfts- und auch Bildungssprache an den Universitäten der Stadt gilt. Ebenso werden die Regionalsprachen Sindhi, Punjabi und Paschtu gesprochen. Der Großteil der Einwohnerinnen und Einwohner sind Muslime – rund 95 Prozent, in der Mehrheit Sunniten. Die Gruppe der Hindus ist verschwindend gering, rund ein Prozent.

Verkehr
41 Prozent der Menschen in Karatschi benutzen täglich den Bus, um zur Arbeit zu gelangen, 16 Prozent das Auto. Zum täglichen Beförderungsmittel zählt auch die Rikscha.

Quellen:
Financing Urban Shelter, Global Report On Human Settlements 2005, herausgegeben von: United Nations Human Settlements Programme, 2005.
The Challenge of Slums, Global Report On Human Settlements 2003, herausgegeben von: United Nations Human Settlements Programme, 2003.

Links ins Internet

Webportal Stadtregierung Karatschi

Statistisches Bundesamt Pakistan

Urban Resource Centre Karachi, Orangi Pilot Project

Pakistan Times (englischsprachige Zeitung)

Dawn (englischsprachige Zeitung)

Informationsportal südasien.info
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