US-Soldaten in Afghanistan

2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

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The Observer vom 02.08.2020

"Gaddafi’s prophecy comes true as foreign powers battle for Libya’s oil"

https://www.theguardian.com/world/2020/aug/02/gaddafis-prophecy-comes-true-as-foreign-powers-battle-for-l
ibyas-oil

Der 2011 getötete libysche Diktator Muammar Gaddafi habe die Ausrichtung des aktuellen Bürgerkriegs in bemerkenswerter Weise vorhergesagt, schreibt Bethan McKernan. "In August 2011, as Libya’s rebels and Nato jets began an assault on Tripoli, Colonel Muammar Gaddafi delivered a speech calling on his supporters to defend the country from foreign invaders. 'There is a conspiracy to control Libyan oil and to control Libyan land, to colonise Libya once again. This is impossible, impossible. We will fight until the last man and last woman to defend Libya from east to west, north to south,' he said in a message broadcast by a pro-regime television station. Two months later, the dictator was dragged bleeding and confused from a storm drain in his hometown of Sirte, before being killed. Nine years on, after the outbreak of a second civil war, Gaddafi’s proclamation is not far from the truth – but as the US has retreated from the role it played in his downfall, a constellation of emboldened regional powers has descended on Libya instead. As the battle moves to Sirte, gateway to the country’s oil crescent, a potential showdown over control of Libya’s oil wealth is looming."

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Al Jazeera English vom 02.08.2020

"Syria slams US firm's oil deal with SDF as 'null and void'"

https://www.aljazeera.com/news/2020/08/syria-slams-firm-oil-deal-sdf-null-void-200802162047125.html

Die von Washington unterstützte Vereinbarung eines US-Unternehmens mit den Kurden im Nordosten Syriens zur "Modernisierung" der dortigen Ölfelder ist von der syrischen Regierung als "Diebstahl" angegriffen worden. "The Syrian foreign ministry's statement said Damascus 'condemns in the strongest terms the agreement signed between al-Qasd militia (SDF) and an American oil company to steal Syria's oil under the sponsorship and support of the American administration'. It added: 'This agreement is null and void and has no legal basis.' (…) US President Donald Trump has shown an acute interest in the oilfields of northeast Syria. Despite announcing a US military pullback from the region in December 2018, Trump also pledged that a small number of US forces would remain 'where they have oil'."

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Der Spiegel vom 02.08.2020

"Türkei dreht Syrien das Wasser ab"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-dreht-syrien-das-wasser-ab-machtkampf-in-nahost-a-626d23dd
-9c2d-448f-adfb-6191e0f6c086

Die Türkei nutze die Konflikte in Syrien und Irak, um Staudämme fertigzustellen, die bei den Menschen in den flussabwärts gelegenen Nachbarländern zu gefährlicher Wasserknappheit führen, berichtet Raniah Salloum. "Die aktuelle Hitzewelle im Nahen Osten - mit Rekordtemperaturen über 50 Grad kann den gewaltigen, bereits seit Wochen andauernden niedrigeren Wasserstand des Euphrats nicht erklären. Der Grund für den Wassermangel liegt vielmehr in der Türkei, wo der Euphrat seinen Ursprung hat. Dort hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan im Rahmen des problematischen Südostanatolien-Projekts viele neue Staudämme bauen lassen, auch am Tigris, und die machen das Wasser nun im flussabwärts gelegenen Syrien und Irak knapp. (…) Dazu fällt auf, dass in Syrien hauptsächlich die Gebiete betroffen sind, die unter der syrisch-kurdischen Selbstverwaltung stehen, in der die PKK eine wichtige Rolle spielt - und gegen die Erdogan in Syrien und im Irak Krieg führt. Der Verdacht liegt nahe, dass die Türkei den Zugang zu Wasser als Kriegsmittel einsetzt - zumal dies anderswo offenbar bereits geschah."

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Deutschlandfunk vom 02.08.2020

"Die demokratischen Reflexe funktionieren"

https://www.deutschlandfunk.de/ex-botschafter-erdmann-zur-tuerkei-die-demokratischen.868.de.html?dram:art
icle_id=481617

Martin Erdmann, ehemaliger deutscher Botschafter in Ankara, zeigt sich trotz der aktuellen Entwicklungen im Land davon überzeugt, dass "die türkische Gesellschaft eine durch und durch demokratische Gesellschaft'" ist. "Erdogan wünsche sich für sein Land eine Rolle, die das Osmanische Reich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gespielt habe, als bedeutende Ordnungsmacht in der Region und weit darüber hinaus bis zum Balkan. Es sei völlig klar, dass das heute nicht mehr umsetzbar sei. Eine solche osmanische Region werde es aber nie wieder geben, so Erdmann im Interview der Woche im Dlf. Trotz der schleppenden Verhandlungen über eine Mitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union warb Erdmann dafür, den Prozess nicht zu beenden. In der Türkei seien mit den Beitrittsverhandlungen große Hoffnungen verbunden, als Mechanismus, der es erlaube, innerstaatliche Reformen von außen anzustoßen. Würden die Verhandlungen beendet, würde sich die EU außerdem eines Instruments entledigen, das sie in einigen Jahren vielleicht gern wieder aktivieren würde."

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BBC vom 01.08.2020

"Barakah: UAE starts up Arab world's first nuclear plant"

https://www.bbc.com/news/world-middle-east-53619916

In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist der erste arabische Atomreaktor in Betrieb genommen worden. "The oil-rich UAE wants Barakah to meet a quarter of its energy needs, as it adopts more sustainable energy sources. Just two weeks ago the UAE sent a probe on a mission to Mars - another high-profile scientific first for the Gulf nation. (…) Last year Qatar called the Barakah plant a 'flagrant threat to regional peace and environment'. Qatar is a bitter regional rival of the UAE and Saudi Arabia. Across the Gulf lies Iran, hostile to the UAE, and subject to US sanctions because of its controversial nuclear programme. Dr Paul Dorfman, head of the international Nuclear Consulting Group, wrote last year that 'the tense geopolitical environment in the Gulf makes nuclear a more controversial issue in this region than elsewhere, as new nuclear power provides the capability to develop and make nuclear weapons'. The London-based scientist also highlighted the risk of radioactive pollution in the Gulf."

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Süddeutsche Zeitung vom 31.07.2020

"Freiheit für die Bürger - Bedrohung für die Mächtigen"

https://www.sueddeutsche.de/politik/freiheit-internet-naher-mittlerer-osten-1.4985104

Moritz Baumstieger hält den restriktiven Umgang vieler Machthaber des Nahen und Mittleren Ostens mit der neuen Öffentlichkeit in den Sozialen Medien für einen "hilflosen Abwehrkampf". "Die Antwort, die sie so auf Herausforderungen der Gegenwart geben, ist von gestern: wegsperren, stumm machen, ausschalten. Es ist entlarvend, wenn der türkische Präsident sagt, das neue Gesetz solle verhindern, "dass sich 83 Millionen Bürger nicht gegen den Terror der sozialen Medien wehren können". Wie andere in der Region will er nicht sein Volk schützen, sondern sich vor dem Volk. Die Gängelung von Bürgern im Netz ändert nichts daran, wenn die Staatsführung in vielem schlecht aussieht. Sie zerstört nur den Spiegel, der sie daran erinnert."

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Der Spiegel vom 30.07.2020

"Albträume vom 'Islamischen Staat'"

http://https://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-amnesty-studie-ueber-das-leid-von-jesidis
chen-kindern-nach-is-graeuel-a-3c16545e-704d-48e7-9c81-e4af3874cd15

Anna-Sophie Schneider stellt den neuen Bericht "Vermächtnis des Terrors: Die Notlage der jesidischen Kinderüberlebenden" von Amnesty International vor. "Der IS hatte einst Tausende minderjährige Jesiden in seiner Gewalt. Sie wurden versklavt, gefoltert und vergewaltigt. Jungen wurden als Kindersoldaten an die Front geschickt, Mädchen zwangsverheiratet. In einer Studie beschäftigt sich Amnesty International nun damit, welchen Herausforderungen die Zurückgekehrten gegenüberstehen."

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Yahoo News vom 29.07.2020

"Yemen's separatists to give up self-rule, push peace deal"

https://www.yahoo.com/news/yemens-separatists-self-rule-push-025118391.html

Die Separatisten in Südjemen haben ihre Autonomieerklärung vom April zurückgezogen und streben nun erneut einen Friedensplan mit der Regierung an. "Nizar Haitham, a spokesman for the separatists’ Southern Transitional Council, an umbrella group of militias backed by the United Arab Emirates, said the separatists would give up their dreams of self-administration over southern Yemen to pursue the Riyadh agreement. The announcement comes after months of infighting in a Saudi-led coalition that saw secessionists seize control of the southern port city of Aden, the interim seat of the internationally recognized government, igniting fierce clashes across much of the south. The group still believes in the restoration of an independent southern Yemen, which existed from 1967-1990. Its commitment to a final deal remains unclear."

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Stiftung Wissenschaft und Politik vom 28.07.2020

"Saudi-Arabien, die Pandemie und das Öl"

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2020A64_saudi_arabien_pandemie.pdf

Die Wirtschaftskrise zwinge den Kronprinzen Muhammad Bin Salman in Saudi-Arabien, zwischen Reformprogramm und aggressiver Regionalpolitik zu wählen, schreibt Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik. "Das Jahr 2020 dürfte zum Epochenjahr der Geschichte Saudi-Arabiens werden, denn der zeitweilige dramatische Verfall der für seine Wirtschaft so wichtigen Erdölpreise seit Frühjahr reduzierte die Staatseinnahmen so drastisch, dass das Königreich zu Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen griff, um die Krise abzufedern. Trotzdem setzt Kronprinz Muhammad Bin Salman auf Kontinuität, indem er sein immens teures wirtschaftliches Reformprogramm 'Vision 2030' fortführt, seine aggressive antiiranische Regionalpolitik weiterverfolgt – bisher einschließlich des Krieges im Jemen – und unvermindert moderne Waffensysteme für die saudischen Streitkräfte kaufen lässt. Diese Politik wird das Königreich rasch an die Grenzen seiner finanziellen Belastbarkeit bringen und dazu zwingen, Prioritäten zu setzen."

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Al-Monitor vom 28.07.2020

"Intel: Saudi Arabia backs Egypt on Libya"

https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2020/07/intel-saudi-arabia-back-egypt-position-libya-hifter.ht
ml

Saudi-Arabien habe sich in der Debatte über einen Waffenstillstand im Osten Libyens an die Seite Ägyptens und damit gegen die Türkei gestellt, berichtet Al-Monitor. "Saudi Arabia is an oft-overlooked player in Libya’s civil war, overshadowed by Hifter’s biggest Arab backer, the UAE. While Riyadh’s role alone will not decide the outcome of the conflict, its statement of support for Egypt is likely a reminder to Turkey that Ankara’s designs in Libya face broad regional opposition. Riyadh stepped up its support for Hifter via Egypt over the past year in response to Turkey’s intervention on behalf of Libya’s Tripoli-based Government of National Accord (GNA)."

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