US-Soldaten in Afghanistan

2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

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Qantara vom 30.03.2020

"Idlib - dem Coronavirus ausgeliefert"

https://de.qantara.de/inhalt/syrien-und-die-covid-19-pandemie-idlib-dem-coronavirus-ausgeliefert

Diana Hodali sieht die Bevölkerung der syrischen Provinz Idlib dem Coronavirus weitgehend schutzlos ausgeliefert. "Erst seit wenigen Wochen müssen die Menschen den Bombenhagel des syrischen Regimes und seines Verbündeten Russland nicht fürchten - zumindest vorerst nicht, denn es herrscht Waffenruhe. Über eine Million Menschen sind aus der Provinz seit Beginn der Militäroffensive im Dezember 2019 vor den Bombardements geflohen, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Sie haben ihre Häuser und ihre Dörfer verlassen. Sie alle sind Vertriebene im eigenen Land, manche bereits zum zweiten, dritten oder vierten Mal auf der Flucht, leben unter schwierigsten Bedingungen in provisorischen Lagern. Dort teilen sich nicht selten zehn Personen ein paar wenige Quadratmeter in einem Zelt. Schlafen, essen, leben dicht an dicht. 'Wie soll ich diesen Menschen sagen, dass sie Abstand halten sollen?', fragt Huda Khayti, Leiterin des Frauenzentrums in der Stadt Idlib. Sie leitet eine Aufklärungskampagne zum Thema COVID-19. 'Diese Menschen haben kaum Zugang zu sauberem Wasser, es gibt nur wenige Toiletten für viel zu viele Menschen, keine Masken, keine Handschuhe.'"

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Al-Monitor vom 30.03.2020

"Syrian Kurds say no escapees after IS prison revolt"

https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2020/03/syria-prison-revolt-kurdish-region-islamic-state-water
-alok.html

In einem Gefängnis im kurdisch kontrollierten Nordosten Syriens ist es Berichten zufolge zu einem Aufstand von gefangenen IS-Kämpfern gekommen, die gegen ihre Haftbedingungen protestiert haben. Hintergrund der Revolte ist offenbar auch die Furcht vor dem Corona-Virus. "The North Press Agency, a local media outlet with close ties to the Kurdish-led autonomous administration in northeast Syria, said four detainees had escaped but were subsequently apprehended. The Rojava Information Center (RIC), a local newsgathering outfit that briefs foreign journalists and produces research reports, said it was likely that the fear of the coronavirus pandemic had triggered the mutiny. Inmates, many of them captive foreign fighters, reportedly ripped out doors in their cells and used them to break down a wall connecting them to adjoining ones, eventually seizing control of the ground floor of the prison. An anti-terror security official present at the scene told journalists that the inmates had called for the 'global coalition and human rights committees' to visit the prison."

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Guardian vom 29.03.2020

"Revealed: Saudis suspected of phone spying campaign in US"

https://www.theguardian.com/world/2020/mar/29/revealed-saudis-suspected-of-phone-spying-campaign-in-us

Informationen eines Whistleblowers zufolge nutzt Saudi-Arabien eine Lücke in den globalen Mobilfunknetzen, um seine Bürger im Ausland auszuspionieren. "Data revealed by the whistleblower, who is seeking to expose vulnerabilities in a global messaging system called SS7, appears to suggest a systematic spying campaign by the kingdom, according to experts. The data suggests that millions of secret tracking requests emanated from Saudi Arabia over a four-month period beginning in November 2019. The tracking requests, which sought to establish the US location of Saudi–registered phones, appeared to originate from Saudi’s three biggest mobile phone companies. The whistleblower said they were unable to find any legitimate reason for the high volume of the requests for location information. 'There is no other explanation, no other technical reason to do this. Saudi Arabia is weaponising mobile technologies,' the whistleblower claimed."

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Neue Zürcher Zeitung vom 29.03.2020

"Ob es das politische System des Iran unbeschadet durch die Corona-Krise schafft, ist höchst fraglich"

https://www.nzz.ch/meinung/aberglaube-und-paranoia-schafft-des-das-politische-system-des-irans-unbeschade
t-durch-die-corona-krise-zweifel-sind-angebracht-ld.1549031

Die iranische Regierung habe die Kontrolle über die Corona-Ausbreitung weitgehend verloren und damit das Vertrauen der Bevölkerung weiter untergraben, schreibt Wilfried Buchta. "Wie kritisch die Lage ist, verdeutlichte eine am 18. März durch internationale TV-Sender wie al-Jazeera publik gemachte Studie der Technischen Sharif-Universität in Teheran, die sogar in Irans Staatsmedien Erwähnung fand. Mithilfe von statistischen Computermodellen hatten Fachmediziner dort drei Szenarien entwickelt, die den potenziellen weiteren Verlauf simulierten. Das realistischste Szenario war das dritte, vom schlimmsten Fall ausgehende. Entsprechend müsste man in Iran mit einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems rechnen, was bis zu 3,5 Millionen Tote zur Folge haben könnte. Dazu käme es, so die Wissenschaftler, wenn die Bevölkerung mehrheitlich den Corona-Schutz-Anordnungen der Regierung nicht Folge leisten und die Regierung selbst nicht den Grossteil Irans oder idealerweise das gesamte Land einer strengen Quarantäne unterwerfen würde."

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Tageszeitung vom 29.03.2020

"Raketen am Himmel über Riad"

https://taz.de/Angriff-auf-saudische-Hauptstadt/!5673290/

Jannis Hagmann berichtet über zwei Raketenangriffe auf die saudische Hauptstadt Riad. "Saudi-Arabien macht die Huthis im Jemen für zwei Raketenangriffe auf das Königreich verantwortlich. Hinter der Aggression stünde der Iran."

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The Hill vom 28.03.2020

"COVID-19 widens the divide in the fractured Middle East"

https://thehill.com/opinion/international/489833-covid-19-widens-the-divide-in-the-fractured-middle-east

Die notwendigen Reaktionen auf die Corona-Krise im Nahen Osten werden Seth J. Frantzman zufolge durch die geschwächten Staaten sowie durch die Bürgerkriege, Aufstände und Terrorbedrohungen vor Ort behindert. "The picture across the region is troubling. The Middle East Center for Reporting and Analysis documented 36,389 cases on March 25, an increase of almost 8,000 in two days. This is the same situation faced in other countries, but the Middle East is unique in its divisions brought about by conflicts and insurgencies. On a global level, the region forms a bridge between countries in sub-Saharan Africa, which similarly lack testing and measures to confront the virus, and wealthier states in Europe that also are struggling and cannot likely send aid. The only positive emerging in the region is that some militant groups, such as Hamas and Hezbollah, reportedly are devoting resources to fighting the virus rather than attacking others. However, if the pandemic weakens states and increases poverty, it appears only a matter of time before new conflicts erupt."

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Qantara vom 27.03.2020

"Zwischen aktivem Eingreifen und grotesker Verharmlosung"

https://de.qantara.de/inhalt/corona-krise-in-aegypten-und-tunesien-zwischen-aktivem-eingreifen-und-grotes
ker-verharmlosung?nopaging=1

Sofian Philip Naceur beschreibt den unterschiedlichen Umgang Ägyptens und Tunesiens mit der Bedrohung durch den Coronavirus. "Während Tunesien proaktiv agierte und auf eine offensive Öffentlichkeitsarbeit setzte, wurde in Ägypten auf Covid-19 spät und in einer verharmlosenden Manier reagiert – mit potenziell verheerenden Folgen."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26.03.2020

"Bagdads Grüne Zone von Raketen getroffen"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/irak-bagdads-gruene-zone-von-raketen-getroffen-16697311.html

In der "Grünen Zone" der irakischen Hauptstadt Bagdad sind zwei Raketen eingeschlagen. "Sie trafen in den frühen Morgenstunden einen leeren Platz in der Nähe eines Hauptquartiers irakischer Sicherheitskräfte. Aus irakischen Sicherheitskreisen hieß es, mutmaßliches Ziel sei die amerikanische Botschaft gewesen. Die Raketen seien mehrere hundert Meter nördlich des weitläufigen Botschaftsgeländes eingeschlagen. Informationen über mögliche Opfer lagen zunächst nicht vor."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25.03.2020

"Verdächtige im Mordfall Khashoggi angeklagt"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/gericht-in-istanbul-verdaechtige-im-mordfall-khashoggi-angekl
agt-16695678.html

Ein Gericht in Istanbul hat etwa anderthalb Jahre nach dem Mord an dem saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi Anklage gegen 20 Verdächtige erhoben. "Einer der Hauptverdächtigen, der die Tat geplant haben soll, ist Saud bin Abdullah al-Kahtani. Er war zuständig für Medienangelegenheiten am saudischen Königshof und wurde in der Nacht entlassen, in der Riad den Tod Khashoggis zugegeben hatte. Al-Kahtani gilt als enger Vertrauter des saudischen Kronprinzen Muhammad Bin Salman."

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TIME.com vom 24.03.2020

"Libya Reports First Coronavirus Case as the Pandemic Sweeps Across the Middle East"

https://time.com/5809453/libya-middle-east-coronavirus-covid19/

Der Coronavirus ist nun offiziell auch in Libyen angekommen. "Libya recorded its first confirmed case of the coronavirus on Tuesday, the U.N.-backed government announced, stoking concern that an outbreak could overwhelm the war-torn country’s already weakened health care system. As the coronavirus pandemic sweeps across the Middle East, countries have sought to slow the increase of cases by limiting the movements of hundreds of millions of people. The Arab world’s most populous country, Egypt, as well as Syria, a country ravaged by nine years of war, became the latest countries to impose nightly curfews starting this week."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24.03.2020

"Iran glaubt an eine Corona-Verschwörung"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iran-glaubt-an-eine-corona-verschwoerung-aus-den-usa-16692927
.html

Der Vorwurf der chinesischen Regierung, dass die Vereinigten Staaten den Coronavirus entwickelt hätten, sei nun auch vom Iran aufgegriffen worden, berichtet Rainer Hermann. "So hat Revolutionsführer Ali Chamenei in seiner Begründung, weshalb er ein amerikanisches Hilfsangebot ablehnt, eine von China in die Welt gesetzte – und durch nichts belegte – These aufgegriffen. Sie besagt, die Vereinigten Staaten hätten das Virus selbst hergestellt, um Feinde wie China oder Iran zu schwächen. Dazu habe Amerika, behauptete Chamenei, sogar genetisches Material von Iranern gesammelt. Unter solchen Umständen dürfe man Angeboten wie denen von Außenminister Mike Pompeo und Präsident Donald Trump keine Beachtung schenken, zumal die Hilfsgüter selbst mit dem Virus infiziert sein könnten."

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Tageszeitung vom 23.03.2020

"Tödliche Sanktionen in Iran"

http://https://taz.de/Aus-Le-Monde-diplomatique/!5672949/

Dass der Iran besonders stark von der Coronakrise betroffen ist, hängt nach Ansicht von Marmar Kabir auch mit den US-Sanktionen zusammen. "Das Gesundheitssystem ist heillos überfordert. Und es besteht kein Zweifel, dass die US-Sanktionen ihren Teil dazu beitragen. 'Wenn man einem Land 40 Prozent seiner Einnahmen raubt, indem man es hindert, sein Erdöl und Erdgas zu exportieren, ist das Gesundheitssystem zwangsläufig betroffen', fasst der Ökonom Thierry Coville zusammen."

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Süddeutsche Zeitung vom 23.03.2020

"Idlib, völlig unvorbereitet"

http://https://www.sueddeutsche.de/politik/warnung-vor-coronavirus-in-syrien-zehntausende-tote-befuerchte
t-1.4853599

Die syrische Rebellenhochburg Idlib sei im besonderen Maße durch den Coronavirus gefährdet, schreibt Tomas Avenarius. "Drei Millionen Flüchtlinge leben im Nordwesten des Landes unter extrem beengten und unhygienischen Bedingungen: Ärzte und NGOs warnen vor einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus und Zehntausenden Toten. Regelmäßiges Händewaschen oder Duschen sei angesichts des Wassermangels in der syrischen Rebellenhochburg eine Illusion. Es fehle dort an Test-Kits, Quarantäne-Plätzen, Intensivbetten, Beatmungsgeräten und medizinischem Personal."

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Deutsche Welle vom 23.03.2020

"Corona kämpft nun mit in Syrien"

https://www.dw.com/de/corona-k%C3%A4mpft-nun-mit-in-syrien/a-52883635

Der Deutschen Welle zufolge spielt Covid-19 nun auch im Syrienkonflikt eine gefährliche Rolle. "Seit neun Jahren Bürgerkrieg, und nun auch noch die Pandemie: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt, das 'fragile Gesundheitssystem' in Syrien sei wahrscheinlich nicht in der Lage, mit der Lage fertig zu werden."

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