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US-Soldaten in Afghanistan

2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

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Tageszeitung vom 10.11.2020

"Deutscher verklagt das Assad-Regime"

https://taz.de/Folter-in-syrischen-Gefaengnissen/!5727904/

Der deutsche Entwicklungshelfer Martin Lautwein, der selbst in einem syrischen Gefängnis einsaß, habe sich einer Strafanzeige von syrischen Folterüberlebenden in Deutschland angeschlossen, berichtet die Tageszeitung. "Das ECCHR setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die Verantwortlichen für Folter und Kriegsverbrechen nicht ungestraft davonkommen. 'Nur wegen meines deutschen Passes konnte ich nach Hause. Tausende Menschen sind in Syrien verschwunden, mit mir gefangen waren Minderjährige, Mütter und Väter', sagt Lautwein. In der Haft sei er vermutlich besser behandelt worden als andere Gefangene. 'Jetzt will ich mein Privileg dafür nutzen, Menschen in Deutschland darauf aufmerksam zu machen, was in Syrien jeden Tag passiert.'"

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Zeit Online vom 10.11.2020

"So erschütternd wie 15 Jahre Bürgerkrieg"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-11/explosion-beirut-libanon-staatskrise-hafen-wiederaufbau-katas
trophe

Andrea Backhaus berichtet in ihrer Reportage aus Beirut über die Folgen der Explosion im Beiruter Hafen vor drei Monaten. "Die Bilder der gigantischen, pilzförmigen Wolke gingen um die Welt. Das internationale Entsetzen darüber war auch deshalb so groß, weil diese Katastrophe vermeidbar gewesen wäre: Jahrelang lagerten 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat ungesichert im Beiruter Hafen, die Regierung wusste das. Sicherheitsexperten hatten den libanesischen Präsidenten Michel Aoun und den damaligen Ministerpräsidenten Hassan Diab noch im Juli darüber informiert, wie gefährlich das wäre und welch verheerende Folgen eine Explosion hätte. Trotzdem wurden die hochexplosiven Chemikalien nicht beseitigt."

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EMMA vom 09.11.2020

"Nasrin Sotoudeh: Hafturlaub!"

https://www.emma.de/artikel/nasrin-sotoudeh-hafturlaub-338253

Die in Haft schwer erkrankte iranische Frauenrechtlerin Nasrin Sotoudeh sei vorerst in die Obhut ihrer Familie entlassen worden, berichtet das Frauenmagazin EMMA. "Dass das Ayatollah-Regime die schwerkranke Frau überhaupt – kurzfristig? – frei ließ, ist ausschließlich der internationalen Solidarität, dem Druck von Frauen- und MenschenrechtlerInnen, von Organisationen und (einigen wenigen) Staaten zu verdanken. 'Mit eurer Liebe und Unterstützung bin ich nach Hause gekommen, auf Hafturlaub', schreibt Nasrin. Sie war 2017 – wieder einmal – verhaftet und nach einer langen Untersuchungshaft 2018 zu 38 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben verurteilt worden. Zunächst kam sie in das berüchtigte (Folter)Gefängnis Evin, wurde jedoch jüngst in das noch berüchtigtere Frauengefängnis Qarchak verlegt, dessen hygienischen Verhältnisse als 'katastrophal' gelten."

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Foreign Policy vom 06.11.2020

"Saudi Arabia’s Worst Nightmare"

https://foreignpolicy.com/2020/11/06/saudi-arabia-biden-presidency-trump/

Saudi-Arabien sehe einer Präsidentschaft Joe Bidens mit besonderer Anspannung entgegen, schreibt Aaron David Miller. "Even though [Crown Prince Mohammed bin Salman is] well aware that the U.S.-Saudi relationship may still be regarded as too big and important to fail, an impending victory for Joe Biden means the end of the zone of immunity the Trump administration crafted around Saudi Arabia. The country’s human rights record, its dealings in Yemen, and its reckless efforts to amass influence in its region are likely to emerge as sources of rhetorical tension, particularly with a Biden administration that isn’t looking to invest heavily in the Middle East. The crown prince has every reason to be worried. He played U.S. President Donald Trump and Jared Kushner, Trump’s son-in-law and pro-Saudi Middle East advisor, well, convincing them that Saudi willingness to buy billions of dollars in U.S. weapons, oppose Iran, and reach out to Israel mandated allowing the Saudis to do just about anything else in the region they wanted. But a President Joe Biden would be less likely to go along with Saudi Arabia: He has described the country as a pariah, called for ending the 'disastrous war' in Yemen, and urged a reassessment of the U.S. relationship with Riyadh."

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Qantara vom 03.11.2020

"Nah an den Wunden, näher an der Hoffnung"

https://de.qantara.de/inhalt/literatur-von-frauen-aus-dem-irak-nah-an-den-wunden-naeher-an-der-hoffnung

Christopher Resch stellt eine Sammlung von Beiträgen zeitgenössischer irakischer Autorinnen vor. "Der zweite Band von 'Mit den Augen von Inana' ist eine beeindruckende Sammlung von Texten irakischer Autorinnen. Sie blicken auf einen Irak im Wandel von der Zeit Saddam Husseins bis zu den aktuellen Protesten auf dem Tahrir-Platz in Bagdad. Christopher Resch hat drei von ihnen getroffen."

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Haaretz vom 01.11.2020

"Is Trump Working on a Syria Deal That Includes Normalization With Israel?"

https://www.haaretz.com/middle-east-news/syria/.premium-is-trump-working-on-a-syria-deal-that-includes-no
rmalization-with-israel-1.9279382

Die Ernennung des neuen Botschafters Omans in Damaskus hat Spekulationen über eine mögliche Wiederaufnahme Syriens in die Arabische Liga angeheizt. "(…) the Arab League’s position seems clear: Secretary General Ahmed Aboul Gheit recently said that Syria’s return to the organization is 'not on the table.' But circumstances might change: Syria is the subject of growing interest, especially because it has become a focus of diplomatic rivalry among a number of countries. (…) At the same time, it has emerged that the White House itself has dealings in Syria. (…) Arab commentators wondered whether Syria is 'on the way to normalization of ties with Israel in exchange for the lifting of sanctions against it,' and whether 'talks over the release of the American detainees is the first salvo in a larger ‘deal’ that Trump is planning.' The appointment of the Omani ambassador to Damascus could, some Syrian pundits say, attest that this move was welcomed by Saudi Arabia and was a continuation of the strengthening of ties between the UAE and Assad."

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Al-Monitor vom 28.10.2020

"Syrian opposition fears being left behind again after US election"

https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2020/10/syria-opposition-us-elections-trump-biden-obama-iran-r
egime.html

Vertreter der syrischen Opposition hoffen Sultan al-Kanj zufolge auf eine Wiederwahl von US-Präsident Trump. "Many leaders of the Syrian opposition prefer Donald Trump, who used military force twice against the Syrian government, over Joe Biden, who served in an administration they believe turned a blind eye to the Iranian presence in Syria and allowed the regime to use chemical weapons."

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Spiegel Online vom 27.10.2020

"Iran bestellt französischen Diplomaten ein"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-bestellt-wegen-karikaturenstreit-franzoesischen-diplomaten-ei
n-a-d8d4579c-2093-4952-bdf1-d2c4c2afb406

Das iranische Außenministerium hat wegen der Duldung von Mohammed-Karikaturen durch die französische Regierung den Geschäftsführer der französischen Botschaft in Teheran einbestellt, berichtet der Spiegel. "'Wir haben in dem Treffen jegliche Beleidigung des Propheten und dementsprechend auch die Aussagen der französischen Offiziellen aufs Schärfste verurteilt', erklärte das Außenministerium laut Nachrichtenagentur Isna am Dienstag. Hintergrund sind Aussagen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der die Veröffentlichung auch religionskritischer Karikaturen von der Meinungsfreiheit gedeckt sieht. Macron hatte dies bei einer Gedenkfeier zu Ehren des Geschichtslehrers Samuel Paty bekräftigt, der von einem Islamisten enthauptet worden war, weil er im Unterricht zum Thema Meinungsfreiheit als Beispiel Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte."

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The National Interest vom 26.10.2020

"The Nagorno-Karabakh War Widens the Ethnic Divide in Iran"

https://nationalinterest.org/blog/buzz/nagorno-karabakh-war-widens-ethnic-divide-iran-171393

Der Konflikt in Bergkarabach habe die ethnischen Spannungen im benachbarten Iran verstärkt, berichtet Ramin Jabbarli. "The war has ignited waves of protests from dissidents within neighboring Iran, where Azerbaijani Turks comprise approximately one-third of Iran’s 84 million population. Various cities in both Iran’s northwestern provinces and the capital Tehran have witnessed such protests. From the dawn of the conflict on September 27, authorities have arrested over 200 Iranian-Azerbaijanis peacefully protesting Russian military aid to Armenia. Some of the arrestees were reportedly tortured and beaten by both police and intelligence officers."

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Deutsche Welle vom 24.10.2020

"Eine Coronavirus-Infektion im Kriegsgebiet"

https://p.dw.com/p/3kLDi

Die Deutsche Welle porträtiert die mit dem Covid-19-Virus infizierte Leiterin eines Frauenzentrums im syrischen Idlib. "Seit dem Frühjahr 2018 leitet Huda Khayti ein Frauenzentrum in Idlib. Sie selbst war damals allein nach Idlib gekommen als demokratische Oppositionelle und Rebellengruppen gleichermaßen in die Provinz gebracht wurden, die von der extremistisch-islamistischen Gruppe Hayat Tahrir al-Scham (HTS) kontrolliert wird - weit weg vom Assad-Regime. Idlib ist damit die letzte verbliebene Rebellenhochburg Syriens. Huda Khayti klingt ein bisschen verzweifelt über die Tatsache, dass sie sich infiziert hat, denn im Frauenzentrum steht das Thema Corona-Aufklärung an oberster Stelle. Dort reden die Mitarbeiterinnen mit den Frauen über Corona-Symptome, über die nötige Hygiene, über Abstandsregeln und auch wie Masken selber gemacht werden können. 'Ich trage eigentlich immer Maske und halte Abstand, aber es hat mich eben doch erwischt', sagte sie."

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Deutschlandfunk vom 23.10.2020

"Friedensdeal oder Risiko für die Region?"

https://www.deutschlandfunk.de/abkommen-zwischen-israel-und-golfstaaten-friedensdeal-oder.724.de.html?dra
m:article_id=486344

Wie sind die Abkommen zwischen Israel und den Golfstaaten sicherheitspolitisch einzustufen, fragen Benjamin Hammer und Carsten Kühntopp im Deutschlandfunk. "Im September unterzeichnete Israel Abkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain. Doch hinter dem 'Friedensdeal' sehen Kritiker eine Mobilmachung gegen den gemeinsamen Feind Iran – und die Palästinenser fühlen sich verraten."

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Al-Monitor vom 22.10.2020

"Turkey’s withdrawal in Idlib may be omen of war"

https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2020/10/turkey-syria-russia-turkish-withdrawal-safe-zone-war-o
men.html

Fehim Tastekin betrachtet den Rückzug türkischer Truppen aus einigen Beobachtungsposten in der syrischen Idlib-Provinz als mögliches Vorzeichen einer neuen Offensive syrischer Regierungstruppen zur Eroberung der Rebellenhochburg. "Turkey’s withdrawal from observation posts may appear to be acquiescence to Russian pressure at first glance, but its military activities around the M4 speak of fresh war preparations. The escalation on the ground might grow into a military showdown engulfing Turkish troops. In such a scenario, the Turkish observation posts would effectively fall hostage to Damascus, so keeping the troops at the outposts is not really logical. In other words, Turkey’s backing down on the outposts is likely motivated by an intent to hold defendable positions and respond in kind in the event of clashes."

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Jüdische Allgemeine vom 22.10.2020

"Auf Konfrontation"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/auf-konfrontation/

Hinter den antiisraelische Ausfällen des türkischen Staatspräsidenten stecke eine klare globalpolitische Agenda, konstatiert Richard Herzinger in der Jüdischen Allgemeinen. "Erdogans Israelfeindschaft ist der genuine Ausfluss seiner islamistischen Ideologie, die er in der Türkei mit wachsender Aggressivität durchsetzt. Jüngst sandte er in einer Rede vor dem türkischen Parlament jedoch ein noch weiter gehendes bedrohliches Signal aus: Er nannte Jerusalem »unsere Stadt« und bezog sich damit auf das Osmanische Reich, unter dessen Herrschaft die heutige Hauptstadt Israels bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gestanden hatte. Implizit erhob Erdogan damit einen türkischen Besitzanspruch auf Jerusalem. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass Ankara seinen antiisraelischen Aggressionskurs weiter verschärfen wird. Nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain diplomatische Beziehungen zum jüdischen Staat aufgenommen haben und es nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint, bis auch Saudi-Arabien seine bereits jetzt engen Beziehungen zu Israel offiziell institutionalisiert, wittert Erdogan offenbar eine epochale Gelegenheit."

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ipg-journal vom 22.10.2020

"Teherans Alptraum"

https://www.ipg-journal.de/regionen/naher-osten/artikel/teherans-alptraum-4722/

Maysam Behravesh, politischer Analyst für Gulf State Analytics und Hamidreza Azizi, Alexander-von-Humboldt Fellow in der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), analysieren im IPG-Journal die Auswirkungen der neuen "arabisch-israelischen" Freundschaft auf die machtstrategischen Ambitionen des Iran in der Region. "Am Tag nach der Unterzeichnung des Abkommens verurteilte das iranische Außenministerium den Pakt als 'strategische Idiotie' und als 'einen Schlag der VAE ins Gesicht des palästinensischen Volkes'. Einen Tag später gab die iranische Revolutionsgarde eine feurige Erklärung ab, in der sie die Normalisierung der Beziehungen als 'historische Idiotie' bezeichnete, die der Führung der VAE eine 'gefährliche Zukunft' bescheren werde. Am gleichen Tag meldete sich auch der iranische Präsident Hassan Rouhani mit einer Schmährede zu Wort: Er bezeichnete das Abkommen als 'Verrat' und warnte, dass die Emiratis 'künftig anders behandelt würden, wenn sie Israel erlauben sollten, in der Region Fuß zu fassen'."

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Bundesakademie für Sicherheitspolitik vom 20.10.2020

"Libyen-Friedensprozess braucht Geschlossenheit der EU"

https://www.baks.bund.de/de/aktuelles/vernetzt-libyen-friedensprozess-braucht-geschlossenheit-der-eu

In diesem Videostream äußert sich der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Ekkehard Brose, zum Friedensprozess in Libyen. "Deutschland beteiligt sich in der EU-Mission IRINI an der Überwachung des UN-Waffenembargos vor Libyen. Doch auch der Friedensprozess im Land muss vor äußeren Einflüssen geschützt werden und braucht dafür die geschlossene Unterstützung der Europäischen Union (...)".

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