US-Soldaten in Afghanistan

2.7. Subsahara-Afrika

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Istituto Affari Internazionali vom 13.04.2021

"The Hollowness of 'Governance Talk' in and about the Sahel"

https://www.ispionline.it/it/pubblicazione/hollowness-governance-talk-and-about-sahel-30026

"Gute Regierungsführung" werde häufig als ultimative Lösung der vielschichtigen Konflikte in der Sahel-Zone präsentiert, bemerkt Alex Thurston. "When actors talk about 'improving governance' without saying how that would be paid for, they are in effect offering a moral critique of those in power in the Sahel - a kind of rhetoric that at times seems like a convenient offloading of responsibility onto unnamed, supposedly defective government actors. (…) (W)hen Western governments harp on 'good governance' and 'the return of the state' while pouring money into counterterrorism and rejecting accountability even for their own abuses and mistakes, and when Sahelian governments lament 'mauvaise gouvernance' while appointing their own children to top posts and locking up journalists, much of the governance discourse begins to seem meaningless."

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die tageszeitung vom 12.04.2021

"Schnauze voll im Kongo"

https://taz.de/Proteste-gegen-UN-Mission-Monusco/!5760747/

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sei es bei Protesten gegen die zunehmende Gewalt im Land zu zahlreichen Festnahmen gekommen, berichtet Kennedy Muhindo. Mehrere Demonstrierende seien von Sicherheitskräften erschossen worden. "Die Wut der Protestgruppen richtet sich vor allem gegen die UN-Mission im Kongo (Monusco), die in jeder ostkongolesischen Stadt hochgerüstete Kampftruppen in gut geschützten Militärbasen stationiert hat, aber der man vorwirft, tatenlos zuzuschauen, wenn draußen auf dem Land oder auch in den Außenvierteln der Städte Menschen abgeschlachtet werden. 'Sie müssen abziehen, sofort!', erregt sich Anelka Mwanya, Wortführer der Bürgerrechtsorganisation Lucha in Butembo. 'Es ist, als würden sie hier Urlaub machen. Wir halten sie nicht länger aus. Sie sollen am besten gleich morgen gehen - das ist, was das Volk will!'"

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Der Spiegel vom 11.04.2021

"Angriff auf Uno-Hilfszentrum im Nordosten Nigerias"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/nigeria-angriff-auf-uno-hilfszentrum-in-damasak-a-97f85ca0-29a8-46
af-8b12-4bc5b06ed099

Im nigerianischen Damasak hätten am vergangenen Wochenende mutmaßlich dschihadistische Kämpfer ein Hilfszentrum der Vereinten Nationen und eine Polizeiwache angezündet, so der Spiegel. "Die Nachrichtenagentur AFP berichtete mit dem Verweis auf Militär- und Helferkreise am Sonntag, dass ein Soldat sowie mindestens drei Frauen getötet worden seien. (…) Der westafrikanische Ableger der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (Iswap) reklamierte den Angriff für sich, wie das auf die Auswertung islamistischer Websites spezialisierte Unternehmen Site Intelligence Group mitteilte. Es war bereits der zweite Angriff auf Uno-Hilfszentren in Nigeria binnen weniger Wochen."

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Krautreporter vom 06.04.2021

"Der Krieg im Norden Äthiopiens, verständlich erklärt"

https://krautreporter.de/3741-der-krieg-im-norden-athiopiens-verstandlich-erklart

Anja Bengelstorff erläutert die Hintergründe des Kriegs im Norden Äthiopiens: "(…) (E)igentlich geht es um Macht und Einfluss. Die Spannung eskalierte, als Tigray im September 2020 regionale Wahlen abhielt - obwohl die Zentralregierung Wahlen wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben hatte. Dies war also ein klarer Verstoß gegen die Anordnung der Regierung. (…) Neben dem Streben nach Macht und Einfluss gibt es aber auch Differenzen darüber, wie die Zukunft Äthiopiens aussehen soll."

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Al Jazeera vom 06.04.2021

"Manhunt on for 1,800 inmates after brazen Nigeria prison attack"

https://www.aljazeera.com/news/2021/4/6/1800-inmates-escape-nigeria-prison-after-gunmen-attack

Mit Maschinengewehren und Panzerfäusten hätten Bewaffnete im Südosten Nigerias koordinierte Angriffe durchgeführt, bei denen mehr als 1.800 Gefängnisinsassen entkommen sein sollen, meldet Al Jazeera. "'Preliminary investigations have revealed that the attackers… are members of the proscribed Indigenous People of Biafra,' said Frank Mba, a spokesman for the Nigeria police force. (…) The IPOB has said it is fighting to protect the Igbo people from foreign armed invaders, but the group denied it was behind the prison attack."

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Deutsche Welle vom 05.04.2021

"Tote bei neuen Kämpfen in Darfur"

https://www.dw.com/de/tote-bei-neuen-k%C3%A4mpfen-in-darfur/a-57104580

Laut den Vereinten Nationen seien in der sudanesischen Region Darfur bei Kämpfen am vergangenen Wochenende mindestens vierzig Personen ums Leben gekommen, meldet die Deutsche Welle. "Die Kämpfe fanden zwischen Angehörigen der arabischen Rizeigat und denen der Masalit-Stämme in El Geneina, der Hauptstadt des Bundesstaates West-Darfur, statt. (…) Der Hintergrund der Auseinandersetzung ist unklar. (…) In den vergangenen Jahren herrschte in der Region (…) relative Ruhe. Konflikte zwischen arabischen Nomaden und Bauern anderer Volksgruppen um die Nutzung von Land und Wasser münden jedoch immer wieder in bewaffneten Konfrontationen."

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Deutsche Welle vom 31.03.2021

"Nächtlicher Putschversuch im Niger gescheitert"

https://www.dw.com/de/n%C3%A4chtlicher-putschversuch-im-niger-gescheitert/a-57059767

Im Niger sei ein Putschversuch vereitelt worden, berichtet die Deutsche Welle. "Regierungssprecher Abdourahamane Zakaria gab in der Hauptstadt Niamey bekannt, dass am Mittwochmorgen gegen drei Uhr drei Lastwagen mit schwer bewaffneten Soldaten vor dem Präsidentenpalast vorgefahren seien. Nach einem halbstündigen Feuergefecht mit der Präsidentengarde hätten die Angreifer jedoch aufgegeben. (…) Derweil geht das Rätselraten weiter, wer hinter dem Putschversuch stecken könnte. 'Dies ist bisher noch unklar', sagte Thomas Schiller, Leiter des Regionalprogramms Sahel der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), der Deutschen Welle. 'Es gibt unterschiedliche Berichte aus Niamey. Teilweise wird berichtet, es sei ein Offizier der Luftwaffe der Kopf, auch wird davon geredet, dass andere Teile der Armee dahinterstehen. (…)'"

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die tageszeitung vom 29.03.2021

"In den Genozid verstrickt"

https://taz.de/Frankreichs-neue-Ruanda-Untersuchung/!5758145/

Der französische Präsident Emmanuel Macron setzte eine Historikerkommission ein, welche die Rolle Frankreichs im Völkermord in Ruanda 1994 beleuchtete und kürzlich ihren Bericht hierzu veröffentlichte. Für eine umfassende Aufarbeitung des Genozids sei jedoch weder der Bericht noch der Versuch des französischen Präsidenten, sich als Aufklärer zu inszenieren, ausreichend, findet Dominic Johnson. "Nach wie vor gewährt Frankreich flüchtigen Völkermordtätern Schutz. Nach wie vor pflegen Frankreich und Ruanda getrennte historische Gedächtnisse und sprechen nicht miteinander. Und die Frage 'Wie war es möglich?' - die werden die Überlebenden voraussichtlich mit ins Grab nehmen."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29.03.2021

"Frankreichs erdrückende Verantwortung"

https://zeitung.faz.net/faz/politik/2021-03-29/frankreichs-erdrueckende-verantwortung/591011.html

Beim Völkermord in Ruanda 1994 wurden mindestens 800.000 Menschen, vor allem Angehörige der Tutsi-Minderheit, getötet. Eine von Präsident Emmanuel Macron eingesetzte Historikerkommission sei nun zu dem Schluss gekommen: Frankreich trage an diesem Genozid eine "schwere und erdrückende Verantwortung", erläutert Michaela Wiegel. "In dem mehr als 1000 Seiten umfassenden Bericht halten die Historiker der französischen Führungsriege in Paris 'Blindheit' und 'Versagen' vor. (…) Der Verdacht, dass Frankreich 'mitschuldig' am Völkermord sei, lasse sich jedoch nicht erhärten, urteilt die Kommission. (…) 'Frankreich hat die Mörder nicht bewaffnet, ihnen keine Anweisung gegeben, Tutsi zu verfolgen. (…)' Aber Frankreichs Politik habe dazu geführt, dass sich das Regime von Präsident Juvénal Habyarimana derart radikalisieren konnte."

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Al Jazeera vom 28.03.2021

"Sudan gov't and SPLM-N sign agreement to pave way for peace talks"

https://www.aljazeera.com/news/2021/3/28/sudan-and-main-rebel-group-sign-agreement-to-restart-peace-talks

Die sudanesische Regierung habe eine Vereinbarung mit der Rebellengruppe "People Liberation Movement-North" (SPLM-N) getroffen, die den Weg für Friedensverhandlungen ebne, so Al Jazeera. Neben Teilen der Rebellenorganisation "Sudan Liberation Army" sei die SPLM-N die bislang letzte Gruppierung gewesen, die noch kein Friedensabkommen mit der sudanesischen Übergangsregierung, die seit der Absetzung des langjährigen Machthabers Omar al-Bashir 2019 an der Macht ist, unterzeichnet hatte. "The 'declaration of principles' signed on Sunday in South Sudan's capital, Juba, outlines priorities including the unification of armed forces and the establishment of a democratic, secular state with freedom of religion. (…) The rebels have called for a secular state with no role for religion in lawmaking, the disbanding of all of al-Bashir's militias and the revamping of the country's military. The SPLM-N has been operating in a region inhabited by minority Christians and followers of other beliefs who long complained of discrimination under al-Bashir's rule."

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Deutsche Welle vom 26.03.2021

"Eritreas Streitkräfte verlassen Tigray"

https://www.dw.com/de/eritreas-streitkr%C3%A4fte-verlassen-tigray/a-57009906

Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed kündigte an, die Regierung von Eritrea habe einem Abzug ihres Militärs aus Tigray zugestimmt, meldet die Deutsche Welle. "Die äthiopischen Streitkräfte würden die Bewachung der Grenzgebiete 'mit sofortiger Wirkung' wieder übernehmen, erklärte Abiy weiter. (…) Eritreas Armee habe die Grenze überschritten, sich innerhalb von Äthiopien bewegt und Menschen Schaden zugefügt, sagte der Regierungschef. (…) Experten bewerten das anders: Ihnen zufolge kamen die eritreischen Soldaten auf Einladung Abiys, um die äthiopischen Kräfte in Tigray zu unterstützen."

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die tageszeitung vom 24.03.2021

"Äthiopien gibt es zu"

https://taz.de/Eritreas-Armee-kaempft-in-Tigray/!5757201/

Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed habe erstmals zugegeben, dass die äthiopische Armee in der Grenzregion Tigray durch eritreische Truppen militärisch unterstützt worden sei, schreibt Ilona Eveleens. "(…) Eritreas Regierung argumentiere, dass ihre Truppen bloß die Grenze sichern, während äthiopische Truppen die TPLF-Milizen verfolgen. Aber eritreische Truppen sind auch in Städten weit weg von der Grenze gesehen worden. Die Frage, wer für mögliche Gräueltaten in Tigray verantwortlich gemacht wird, könnte für Abiy noch wichtig werden. Die äthiopische Menschenrechtskommission EHRC bestätigte am Mittwoch in einem neuen Bericht Vorwürfe internationaler Menschenrechtsgruppen, wonach Massaker in der Stadt Axum Ende November über 100 zivile Opfer gefordert hätten."

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Deutsche Welle vom 17.03.2021

"Viele Tote bei Anschlagsserie im Niger"

https://www.dw.com/de/viele-tote-bei-anschlagsserie-im-niger/a-56894661

Bei mehreren Angriffen in der nigrischen Region Tillaberi seien am Dienstag etwa 60 Personen getötet worden, informiert die Deutsche Welle. "Nach Angaben von Augenzeugen und einem Vertreter der Sicherheitskräfte überfielen Bewaffnete auf Motorrädern zunächst einen Bus in der Gegend um Banibangou, wo ein großer Viehmarkt stattfand. (…) Später überfielen bewaffnete Angreifer dann mehrere Dörfer in der Region und brannten Getreidespeicher nieder. (…) Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand."

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die tageszeitung vom 16.03.2021

"In Tigray herrscht der Terror"

https://taz.de/Krieg-in-Aethiopien/!5755133/

In der äthiopischen Region Tigray komme es laut UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet zu schwerwiegenden Menschen- und Völkerrechtsverstößen, berichtet Ilona Eveleens. "Die UNO erklären sich zutiefst beunruhigt über Berichte über sexuelle Gewalt, außergerichtliche Tötungen, weitverbreitete Zerstörung und Plünderung durch alle Parteien. (...) Der Konflikt in Tigray hatte Anfang November 2020 begonnen, als Streitkräfte der in Tigray herrschenden TPLF (Tigray-Volksbefreiungsfront) eine Militärbasis der äthiopischen Armee angriffen und Äthiopiens Regierung daraufhin das Kriegsrecht verhängte und die TPLF-Regionalregierung absetzte."

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The Guardian vom 15.03.2021

"Mali conflict: 'It's not about jihad or Islam, but justice'"

https://www.theguardian.com/global-development/2021/mar/15/mali-conflict-its-not-about-jihad-or-islam-but
-justice

Patricia Huon beleuchtet die Hintergründe des Konflikts in Mali, bei dem es immer wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierungskräften und dschihadistischen Gruppierungen kommt: "In Mali's war, everyone sees themselves as the victim of the other. (…) Old rivalries between Fulani herders and Dogon farmers have been exploited by all sides and further aggravated by demographic pressure on the land and the proliferation of guns. The state is generally absent, and religious and community leaders, unable to ensure the safety of their fellow villagers, are losing their authority, making it harder to solve tensions through the traditional and well-respected methods of conflict resolution. (…) 'This has nothing to do with jihad, or with Islam. What I see are dispossessed people, whose relatives have been killed. They take up arms to demand justice,' says Hamadoun Bolly, 56, who had to leave his village two years ago."

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