US-Soldaten in Afghanistan

2.7. Subsahara-Afrika

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.09.2019

"Jeden Tag 58 Mordopfer in Südafrika"

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/suedafrika-jeden-tag-58-mordopfer-16387356.html

Thilo Thielke berichtet über die Eskalation der Gewalt in Südafrika. Deren Ursache sieht er nicht allein bei der um sich greifenden Fremdenfeindlichkeit im Land. "Jeden Tag gehen beim Kapstädter Telefondienst für medizinische Notfälle 1200 bis 1500 Anrufe ein. Schon vor Jahren hatte der Touristenmagnet am Südzipfel des Landes das Geschäftszentrum Johannesburg als 'Mordhauptstadt' abgelöst. 'Seit zehn Jahren schon steigt die Kriminalität Jahr für Jahr', gesteht Kapstadts Bürgermeister Daniel Plato ein und spricht von einem 'kompletten Zusammenbruch' des Kampfes gegen die Kriminalität. Präsident Ramaphosa war vor rund anderthalb Jahren als Hoffnungsträger gestartet. Doch die Lage im Land scheint ihm zu entgleiten. Einen 'Fleck auf unserem nationalen Gewissen' nannte er die Untaten. Und er kündigte eine Verschärfung des Strafrechts an. Aber kaum jemand in Südafrika glaubt, dass damit der Eskalation beizukommen ist."

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New York Times vom 13.09.2019

"Boko Haram Is Back. With Better Drones."

https://www.nytimes.com/2019/09/13/world/africa/nigeria-boko-haram.html

Dionne Searcey berichtet, dass die radikalislamische Terrorgruppe Boko Haram nach zehn Jahren eines "verheerenden Krieges" besser bewaffnet sei denn je. Das nigerianische Militär werde dagegen immer schlechter ausgerüstet und sei "demoralisiert". "A full decade into the war (...) Boko Haram militants are still roaming the countryside with impunity. Their fighters now have more sophisticated drones than the military and are well-armed after successful raids on military brigades, according to local politicians and security analysts. (...) By many accounts, the Nigerian military is demoralized and on the defensive. Some soldiers have complained they haven’t had a home leave in three years. Their weapons and vehicles have fallen into disrepair. (...) The government allocates the equivalent of nearly $80 million dollars each quarter to the war effort, and yet Nigerian soldiers lack ample ammunition and medical care — leaving many residents to ask where all the money is going."

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Zeit Online vom 08.09.2019

"Ein Toter bei fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-09/suedafrika-fremdenfeindliche-ausschreitungen-ein-toter-johann
esburg

Zeit Online berichtet über die fremdenfeindliche Ausschreitungen in Südafrika. "In den vergangenen Tagen waren bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg, Nigeria und Pretoria mindestens zehn Menschen getötet worden. Dutzende von Geschäften, die von Einwanderern betrieben werden, wurden geplündert und verwüstet. Die Ausschreitungen führten in mehreren afrikanischen Ländern zu wütenden Demonstrationen. Südafrika ist Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft und ein wichtiges Einwanderungsland für Menschen aus den Nachbarländern Lesotho, Mosambik und Simbabwe, aber auch aus weiter entfernten Regionen, darunter Nigeria und Südasien."

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European Council on Foreign Relations vom 03.09.2019

"Mapping armed groups in Mali and the Sahel"

https://www.ecfr.eu/mena/sahel_mapping

Andrew Lebovich hat die Einflusszonen radikalislamischer Gruppen und internationaler Akteure in Mali, Niger und Burkina Faso in einer informativen Karte dargestellt. "Violence is tearing Mali and the Sahel apart. But who are the armed groups behind the bloodshed? Where are international actors stationed in the region? And what motivates them all? This project maps jihadist and non-jihadist groups and pinpoints the presence of external actors in the region as of May 2019."

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Lobelog vom 03.09.2019

"Burkina Faso: Islamic State And Al-Qaeda’s New Sanctuary"

https://lobelog.com/burkina-faso-islamic-state-and-al-qaedas-new-sanctuary/

Nach Mali und Niger habe sich Burkina Faso als nächster Rückzugsort für Anhänger radikalislamischer Gruppen in Westafrika etabliert, berichten Giorgio Cafiero und Daniel Wagner. "Burkina Faso — a steadfast US ally in the 'War on Terror' — managed to avoid the scourge of the Sahel’s extremists until somewhat recently. Since 2015, however, Burkina Faso has been suffering from the violent Salafist-jihadist forces that it had previously managed to keep at bay. Throughout the past four years, lethal attacks have become frequent in northern Burkina Faso, mainly in Soum Province, where tens of thousands of locals have had to flee because of violent extremists. (...) So, what led to Burkina Faso to become a new sanctuary for violent extremists? The reasons are mainly twofold. First, the Presidential Security Regiment (RSP)’s dismantlement resulted in the weakening of Burkina Faso’s security forces after former president Blaise Compaore resigned in 2014. (...) Second, given that the Mali/Burkina Faso/Niger border triangle is porous, Mali’s ongoing security crisis has taken a major toll on Burkina Faso, which has not been able to defend itself. Additionally, with IS having lost its strongholds in Iraq, Syria, and Libya following years of conflict with their local, regional, and international enemies, the so-called Caliphate has naturally been seeking refuge in other regions beyond the Levant and Maghreb, including West Africa."

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Stiftung Wissenschaft und Politik vom 01.09.2019

"Keine Entwarnung in Mosambik"

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2019A46_mlm_vrr.pdf

Mosambik brauche weitreichendere Maßnahmen, die über den aktuellen Friedensprozess hinausweisen, konstatieren Melanie Müller und Judith Vorrath in ihrem Papier über die Staatskrise im Mosambik. "Eine Welle der Gewalt hat seit Oktober 2017 in der Provinz Cabo Delgado weit mehr als 300 Todesopfer gefordert. Obwohl sich der 'Islamische Staat' (IS) zu einigen Anschlägen bekannt hat, bleiben Motive und Strukturen der verantwortlichen Gruppierung unklar. Ihr Aufkommen deutet auf tiefgreifende gesellschaftliche Spannungen und eine Entfremdung zwischen Bevölkerung und politischer Elite hin. Gleichzeitig ist der Norden Mosambiks ein Dreh- und Angelpunkt der illegalen Ökonomie. Kriminelle Geschäfte sind vor allem Symptome staatlicher Vernachlässigung und weitgehender Straffreiheit. Wie die Erfahrung aus anderen Konfliktregionen lehrt, kann diese Gemengelage fatale Auswirkungen haben. Darum sollten internationale Akteure, auch die Bundesregierung, auf schnelle und weitreichende Maßnahmen dringen, die über den Friedensprozess hinausweisen."

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Al Jazeera English vom 24.08.2019

"Why are millions of children not in school in West Africa?"

https://www.aljazeera.com/programmes/insidestory/2019/08/millions-children-school-west-africa-19082320364
6385.html

Im Westen Afrikas erhalten der UNICEF zufolge Millionen Kinder aufgrund zunehmender Angriffe gegen Schulen, Lehrer und Studenten keinen Unterricht. "Summer holidays are almost over for children in the northern hemisphere. However, many children will not be returning to class in West and Central Africa. The United Nations's children's fund says armed groups are increasingly targeting schools, teachers and students. UNICEF reported 9,272 schools closed in the region due to violence; three times more than the number at the end of 2017. This has forced 1.9 million children out of the classroom. What needs to be done to ensure children do not miss out on an education?"

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Foreign Affairs vom 20.08.2019

"History Repeats Itself in Zimbabwe"

https://www.foreignaffairs.com/articles/africa/2019-08-20/history-repeats-itself-zimbabwe

Zwei Jahre nach dem erzwungenen Rücktritt von Präsident Mugabe habe sich für die Bevölkerung Simbabwes nur wenig zum Guten geändert, schreibt der frühere Finanzminister des Landes, Tendai Biti. "For Zimbabwe, the indicators are stark. The economy is reeling. Underemployment and unemployment are widespread (roughly 95 percent of Zimbabweans work in the informal sector). State utilities have all but collapsed, and electric power cuts out frequently. Lately, the blackouts have lasted for more than 18 hours a day, even as the country suffers shortages of fuel, water, food, and medicines. More than 40 percent of the population — some seven million people — survives on emergency aid from the international community."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18.08.2019

"Somalias Freunde und Helfer"

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/hoch-schule/geist-und-mehr/die-friedensmission-amisom-in-politolog
ischer-betrachtung-16330478.html

Der Historiker und Journalist Joseph Croitoru erörtert, wie ein Wiederaufbau Somalias ermöglicht werden könnte. Dabei bezieht er sich auf eine Einschätzung des Afrikanisten Jonathan Fisher von der Universität Birmingham, der die Defizite der bisherigen Strategie und die Rolle der Nachbarländer analysiert hat. Es herrsche "Konsens darüber, dass der in ihren Augen gescheiterte somalische Staat generell die postkoloniale Ordnung der ganzen Region bedrohe. Auch hier sieht der Politikwissenschaftler Fisher weniger innerafrikanische Solidarität als vielmehr das Fortleben alter Feindbilder in Nachbarstaaten wie Kenia und Äthiopien, die auf Somalias frühere Unterstützung von Rebellen in den Grenzregionen dieser Länder zurückgehen. (...) Die Fixierung auf das Militärische und der Versuch, ein laizistisches Herrschaftssystem in Somalia zu etablieren, seien für den Wiederaufbau Somalias aber das falsche Rezept, legt Fisher mahnend dar. So werde nicht nur die zentrale gesellschaftspolitische Rolle der traditionellen somalischen Clans außer Acht gelassen, sondern auch ihre tiefe Verwurzelung in der islamischen Religion."

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Standard vom 08.08.2019

"Nigeria wird den Terror von Boko Haram nicht los"

https://www.derstandard.at/story/2000107166121/nigeria-wird-den-terror-von-boko-haram-nicht-los

In der vergangenen Woche habe die radikalislamische Boko-Haram-Sekte in Nigeria den 10. Jahrestag der Ermordung ihres Gründers Mohammed Yusuf feiern können, schreibt Johannes Dieterich. Die Regierung in Abuja wisse nicht, wie sie die Terrorgruppe bekämpfen soll und stecke deshalb "den Kopf in den Sand". "Präsident Muammar Buhari hatte die Killersekte schon 2015 für 'technisch besiegt' erklärt: Für ihre Vernichtung seien nur noch kleine 'Säuberungsaktionen' nötig. Buharis Behauptung hat sich längst als plumpe Schönrederei erwiesen. Seit Beginn dieses Jahres nehmen die Angriffe wieder zu, Monat für Monat fallen der Sekte hunderte Menschen – Soldaten, Extremisten und Zivilisten – zum Opfer. In den zehn blutigen Jahren des Konflikts verloren fast 30.000 Nigerianer ihr Leben, zwei Millionen mussten fliehen."

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Frankfurter Rundschau vom 30.07.2019

"Boko Haram mordet in Nigeria weiter"

https://www.fr.de/politik/boko-haram-mordet-weiter-12872335.html

Johannes Dietrich erläutert, warum Boko Haram nach zehn Jahren trotz gemeinsamer Militäraktionen der betroffenen Staaten in Westafrika immer noch nicht besiegt ist. Boko Haram habe sich von einer "obskuren Sekte" zu einer "mörderischen Terrorgruppe" entwickelt. Nach einer Spaltung gebe es heute zwei Gruppen, die unterschiedliche Taktiken verfolgten. "Abu Musab al-Barnawi, ein Sohn des Sektengründers Yusuf, setzte sich von Shekau ab und gründete den 'Islamischen Staat Westafrika Provinz' (Iswap). Abu Musab war die Taktik Shekaus zuwider, der selbst zehnjährige Mädchen zu Selbstmordattentaten zwang und bei seinen Angriffen keinen Unterschied zwischen Militärs und Zivilisten, zwischen Christen und Muslimen machte. Die Iswap-Kämpfer, die vor allem von der Vierländerregion am Tschadsee aus operieren, richten ihre Schläge gegen die Sicherheitskräfte: Sie sind besser trainiert und ausgerüstet und sollen über enge Kontakte nach Libyen sowie in die Unruheregion zwischen Burkina Faso und Mali verfügen. Experten sehen in Iswap eine deutlich größere Gefahr als in Shekaus 'Jama’at Ahl al-Sunnah li-l-Dawah wa-l-Jihad' (JAF)".

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Qantara vom 29.07.2019

"Nigerias Schiiten begehren auf"

https://de.qantara.de/inhalt/muslimische-minderheiten-in-afrika-nigerias-schiiten-begehren-auf

In Nigeria sind Protestdemonstrationen einer schiitischen Bewegung durch Sicherheitskräfte niedergeschlagen worden. Zaharaddeen Umar berichtet über die Ursachen des Aufbegehrens der muslimischen Minderheit. "Die schiitische Gruppe zeigt sich entschlossen, die Märsche fortzusetzen, bis ihr geistlicher Führer Ibrahim Zakzaky aus dem Gefängnis entlassen wird. Zakzaky war im Dezember 2015 von den sunnitischen Behörden Nigerias unter anderem wegen Terrorismusvorwürfen festgenommen worden. Zuvor hatten Sicherheitskräfte in der nordnigerianischen Stadt Zaria bei Auseinandersetzungen Hunderte Schiiten ermordet. (...) Polizeisprecher Frank Mba kritisierte in einem Fernsehinterview das Vorgehen der Demonstranten. 'Sie haben unschuldige Bürger und Polizisten wahllos und gewaltsam angegriffen und dann eine Zerstörungsserie an öffentlichem und privatem Eigentum begonnen', sagte er einem nigerianischen Sender. Dabei hätten sie 'tödliche Waffen' benutzt. Zakzakys Anhänger hielten dagegen. Die Schiiten seien trotz wiederholten Angriffen von der Regierungsseite in ihrer 40-jährigen Geschichte stets friedlich geblieben, schrieb Twitter-Nutzerin Mustyy. 'Wir werden nie zu einem zweiten Boko Haram werden.' Aber das Leben von Zakzaky anzutasten, sei ein 'No-Go'."

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The Intercept vom 29.07.2019

"Violence Has Spiked in Africa Since the Military Founded AFRICOM, Pentagon Study Finds"

https://theintercept.com/2019/07/29/pentagon-study-africom-africa-violence/

Seit der Gründung des Afrika-Kommandos (AFRICOM) des US-Militärs im Jahr 2008 hätten sich wichtige Kennziffern zur Sicherheit und Stabilität in Afrika deutlich verschlechtert, schreibt Nick Turse unter Verweis auf eine neue Pentagon-Studie. "'Overall, militant Islamist group activity in Africa has doubled since 2012,' according to a recent analysis by the Africa Center. There are now roughly 24 'active militant Islamist groups' operating on the continent, up from just five in 2010, the analysis found. Today, 13 African countries face attacks from these groups — a 160 percent increase over that same time span. In fact, the number of 'violent events' across the continent has jumped 960 percent, from 288 in 2009 to 3,050 in 2018, according to the Africa Center’s analysis. While a variety of factors have likely contributed to the rise in violence, some experts say that the overlap between the command’s existence and growing unrest is not a coincidence. 'The sharp increase in terrorist incidents in Africa underscores the fact that the Pentagon’s overly militarized approach to the problem has been a dismal failure,' said William Hartung, the director of the arms and security project at the Center for International Policy."

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Tageszeitung vom 29.07.2019

"Mehr als 60 Tote"

https://taz.de/Anschlag-von-Boko-Haram-in-Nigeria/!5613661/

Die Terrormiliz Boko Haram ist offenbar für einen Anschlag auf ein Dorf im Nordosten Nigerias mit über 60 Toten verantwortlich. "Es ist in diesem Jahr der tödlichste Angriff von Extremisten auf Zivilisten in der Region. Boko Haram ist seit zehn Jahren in der Region aktiv. Zehntausende Menschen sind seitdem getötet und Millionen vertrieben worden. Der andauernde Konflikt hat zu einer der größten humanitären Krisen der Welt geführt."

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